Spriegel

[601] Spriegel, 1) ein bogenförmiger Reif über Wagen, Wiegen u. dgl., um darüber ein Dach zu bilden; 2) eine Art Berohrung der Wände u. Decken in Gebäuden, wobei man die Wandfelder entweder flechtweise mit Schindeln od. Ästen ausfüllt (ausspriegelt) od. auf das Holzwerk gespaltene dünne Stöcke von Birken, Haselnuß, Erlen etc. so aufnagelt, daß die runden Seiten gegen das Holz liegen, worauf man dann den Bewurf aufträgt; 3) dünne Stäbchen, mit welchen die Ritzen zwischen den Spundpfählen verstopft werden.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 16. Altenburg 1863, S. 601.
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