Silber

[249] Silber, findet man in Gängen gediegen und vererzt, in letzterer Art mit Schwefel, Eisen, Selen, Kupfer, Antimon, Arsenik, Quecksilber, Wismuth, Blei, Zink, Gold, auch Kohlensäure, Sauerstoff etc. verbunden. Zugleich gewinnt man einen großen Theil desselben aus Bleiglanz, Eisen- und Antimonerzen, Arsenikkiesen, Schwefelkiesen etc. theils durch den Schmelzprozeß, theils durch Amalgamation (s. d.). Bekanntlich wird alles S. mehr oder weniger mit Kupfer versetzt, legirt (s. legiren), dann nach der Mark (s. d.) ausgeprägt, oder mehr oder minder gehaltvoll verarbeitet, indem man den Gehalt des legirten S's an reinem S. in Lot und Gran angibt. Eine feine Mark ist 16 Loth reinen S.'s. Fest und etwas härter als Gold, ist es nichtsdestoweniger sehr geschmeidig und dehnsam. In Oestreich, Schweden, Augsburg wird es 13 löthig, in Sachsen 12 löthig verarbeitet, doch alles dieß mit vielen Abweichungen. Die größte Menge von S. liefert Amerika, und in Europa haben Ungarn, Norwegen, Sibirien und Sachsen die reichsten Silbergruben. Für Silberarbeiten und den Handel [250] mit Silberwaaren sind Augsburg, Berlin, Wien, Breslau und Genf Hauptplätze.

V.

Quelle:
Damen Conversations Lexikon, Band 9. [o.O.] 1837, S. 249-250.
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249 | 250
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