Die Amoriterinvasion und die Anfänge des Reichs von Babel

[614] 436. Jenseits des Zweistromlands, in der Steppe und Wüste Syriens und in dem Kulturland am Libanon, sitzen die Amoriter; und auch sie stehen seit den Zeiten Sargons mit der babylonischen Kultur in naher Beziehung. Jahrhunderte lang waren sie dem Reiche von Sinear untertan oder doch eng verbunden gewesen und in stets wachsender Zahl ins Kulturland gekommen, als Söldner, Kaufleute, Ansiedler, die ein Grundstück erwarben oder angewiesen erhielten und sich in Bauern umwandelten. Daneben wird es an Kämpfen, Raubzügen und Invasionen nicht gefehlt haben; es ist sehr wohl möglich, daß die Amoriter zum Niedergang des Reichs von Ur ebensoviel beigetragen haben, wie die Elamiten (vgl. § 415). Im einzelnen lassen sich in unserem ganz dürftigen Material diese Vorgänge nicht verfolgen; vor allem wissen wir gar nichts darüber, wie weit sich die Amoriter im mittleren (und nördlichen?) Syrien ausgedehnt und hier zu einem Staat konsolidiert haben mögen. Wenn man bedenkt, was wir bei gleicher Lage der Quellen von dem Vordringen der Araber seit der Perserzeit in Syrien, Mesopotamien und Babylonien, dem Nebeneinander beduinischer und halbseßhafter Stämme und fester arabischer Ansiedlungen in Städten mit Kaufleuten und Bauern und staatlicher Organisation, wie in Emesa, im Nabataeerreich und in Palmyra wissen würden, so wird man sich das ganz gleichartige Vordringen der Amoriter klar machen können. Es ist sehr wohl möglich, daß einzelne Amoriterscharen auch nach Assyrien gelangt und hier mit der nahe verwandten Bevölkerung des Landes verschmolzen sind. Sicher ist, daß seit dem Fall des Reichs von Ur das amoritische Element [614] in Sinear stark anwächst; die Könige der Dynastie von Isin (seit 2352) tragen zum Teil deutlich amoritische Namen. Etwa 120 Jahre nach ihrer Begründung, bald nachdem sich im Süden das Reich von Larsa von ihr losgelöst hatte (§ 417), haben sich im Nordwesten, im Lande Akkad, der Heimat Sargons, amoritische Scharen der Herrschaft bemächtigt: im Jahr 2225 v. Chr. hat der Amoriterhäuptling Sumu-abu hier das Reich von Babel begründet.


Daß die Namen der Könige der 1. Dynastie von Babel und die zahlreicher durch die Urkunden bekannter Privatleute dieser Zeit nicht babylonisch (akkadisch), sondern westsemitisch sind, hat zuerst WINCKLER deutlich erkannt. Im einzelnen ist es von H. RANKE in den grundlegenden Arbeiten: Die Personennamen in den Urkunden der Hammurabidynastie, 1902, und Early Bab. personal names, 1905 (Babyl. Exped. series D, III) nachgewiesen worden. Hier zeigt er p. 33, daß sie sich selbst Amoriter (mârê Amurum, geschr. A-mur-ru-um, auf einer Urkunde unter Ṣabu) nannten, eine Erkenntnis, die sich seitdem immer mehr bestätigt; erhält doch noch Chammurapi auf der Kalksteintafel mit seinem Bilde, die Itur-ašdum geweiht hat, ausschließlich den Titel »König der Amoriter (Martu)«: KING, Letters of Hammurabi III, p. 195. – Ergänzend kommen die weiteren Urkundenpublikationen aus dieser Zeit hinzu, vor allem RANKE, Bab. legal and business documents from the first dynasty, chiefly from Sippar, Bab. Exped. VI I und Bd. VI 2 (doc., chiefly from Nippur), von POEBEL; aus älterer Zeit MEISSNER, Beitr. zum altbab. Privatrecht (§ 421), ferner DAICHES, Altbab. Rechtsurkunden (Leipziger semit. Studien I 1903), SCHORR, Altbabyl. Rechtsurkunden (Ber. Wien. Ak. 1906), UNGNAD, Urkunden aus Dilbat, Beitr. z. Assyriol. VI 5, 1909. – Ein »Amoriterort« (A-mu-ur-ri-i) bei Sippara unter Ammiṣaduqa: MEISSNER no. 42 (§ 396 A.). Ich bemerke noch, daß die vor einigen Jah ren vieldiskutierte Annahme von DELITZSCH, in einigen dieser Namen komme der Gottesname Jahu, Jahwe vor, sich als unhaltbar erwiesen hat [so wenig es an sich auffallend sein würde, wenn die Amoriter auch diesen Gott gekannt hätten]; in den Namen Jachwi-ilu [oder Jachpi-ilu], Jawi-ilu, Jawium ist der erste Bestandteil eine Verbalbildung, und der Gottesname Jaum ist sehr unsicher; vgl. DAICHES und BEZOLD, Z. Ass. XVI 403. 415. XVII 271. RANKE, Personal names p. 25. 200 und 234.


437. Aus diesem Reich sind uns zwar geschichtliche Dokumente nur vereinzelt erhalten, wohl aber nicht nur datierte Privaturkunden in sehr großer Zahl, sondern größtenteils auch die Liste der Jahresnamen. So wenig wir erwarten [615] dürfen, in dieser auch nur die wichtigsten Ereignisse der Zeit verzeichnet zu finden-nicht wenige Vorgänge sind ihrer Natur nach zur Jahrbezeichnung völlig ungeeignet –, so ist es dadurch doch möglich, in die Geschichte und das allmähliche Anwachsen des Reichs einen Einblick zu gewinnen. Der Begründer der Dynastie, Sumuabu (2225-2212), hat offenbar nur geringe Macht besessen, wie sich denn bisher aus seiner Zeit nur ganz wenige Urkunden gefunden haben. Die ersten Jahre seiner Regierung sind meist nach Tempelbauten für Sin, den Gott von Ur, benannt; so ist er wohl ein Vasall der Könige von Sumer und Akkad gewesen (vgl. das Datum § 432 a). Andere Daten bezeugen seine Herrschaft über die Nachbarorte Babels: er läßt für die Stadt Kiš eine Götterkrone anfertigen und baut die Mauer von Dilbat (2217) (jetzt Dêlam südlich von Babel, südöstlich von Borsippa; Stadtgott Uraš). In dem nördlich von Babel gelegenen Gebiet am Euphrat, dem Kernland von Akkad, war dagegen seine Herrschaft umstritten. Allerdings besitzen wir eine Urkunde aus Sippara, in der bei seinem Namen geschworen wird; dann aber finden wir hier eine ganze Anzahl Dynasten, die mit den Herrschern von Babel bald in freundlichen, bald in feindlichen Beziehungen standen; und in anderen Städten mag es ebenso ausgesehen haben. Offenbar ist die Begründung des Reichs von Babel nur ein Moment der amoritischen Invasion gewesen, dem andere gleichartige Staatenbildungen zur Seite standen. Auch Kiš erscheint zeitweilig als unabhängiger Staat: ein König Ašduni-erim von Kiš erzählt, wie er acht Jahre lang »gegen die vier Weltteile« gekämpft habe und seine Kriegsmacht auf 300 Mann reduziert war, bis er mit Hilfe seiner Götter Zamama und Ištar die Gegner besiegte und die große Mauer von Kiš wieder aufbauen konnte. Wir kennen aus dieser Zeit eine ganze Anzahl von Dynasten von Kiš, unter denen je nach Umständen bald nach ihren eigenen Jahrnamen, bald nach denen der Könige von Babel datiert wird. Besonders bedeutsam tritt Kaṣallu hervor (vgl. § 440), das ehemals von Sargon bezwungen war (§ 398) und unter den Königen von Ur Sitz eines Patesi war. In seinem 13. Jahr [616] (2213) wird es von Sumuabu verwüstet-danach wird bezeichnenderweise den Urkunden von Kiš datiert, deren Herrscher, damals Manana, also Sumuabus Oberhoheit anerkennt. Bald darauf erscheint indessen Kaṣallu aufs neue als Gegner Babels. Auch manche der § 432 erwähnten Dynasten Mesopotamiens mögen in diese Zeit gehören und in die Händel Sinears eingegriffen haben; daß Ilusuma von Assur gegen Sumuabu zu Felde gezogen ist, ist schon erwähnt worden (§ 434).


Das gesamte bis dahin bekannte Material für die Geschichte der 1. Dynastie ist von L. W. KING, Letters and Inscriptions of Hammurabi, 3 voll., 1900, zusammengestellt. Seitdem hat (abgesehen von der Gesetzesstele und der Vermehrung der Privaturkunden § 436 A.) KING, Chronicles concerning early Bab. Kings, 2 voll., 1907, weiteres Material gebracht. – Datenlisten (die von den späteren Königslisten mehrfach abweichen, § 327): LINDL, Beitr. z. Assyriol. IV. KING, Hammurabi III 212ff. Chronicles II 97ff. POEBEL, Bab. Exp. VI 2 p. 56ff. UNGNAD, Die Chronologie der Regierung Ammiditanas und Ammiṣaduqas, Beitr. z. Assyr. VI. Die Namen der Jahre 4-8 Sumuabus, die von dem Sintempel reden, scheinen nicht dem Reich von Babel, sondern dem von Sumer und Akkad entlehnt zu sein. Aber auch wenn Sumuabu selbst in Babel gleich zu Anfang ein großes Heiligtum des Gottes von Ur erbaut haben sollte, würde das seine Abhängigkeit von diesem Reich beweisen. Die Jahrbenennung nach lokalen Ereignissen findet sich in Urkunden aus Sippara auch, als dessen Herrscher die Oberhoheit der Könige von Babel anerkennen: DAICHES, Rechtsurk. S. 20f. KING, Hammurabi III p. 220, Anm. 16. – Das Material für Sumuabu (in der Notiz der Chronik bei KING, Chronicles II 14, über den Angriff Ilusumas ist sein Name in Suabu kontrahiert) bei RANKE, Babyl. Exped. VI 1 p. 7, 2. Urkunde aus Sippara in Berlin: PEISER, Keilinschr. Bibl. IV S. 10; zu seinem 3. Jahr DHORME, Orient. Lit.-Z. XI 34. – Gleichzeitige Dynasten (die sog. Usurpatoren), auf Urkunden aus Sippara: Immerum [von THUREAU-DANGIN, Sumer. und akkad. Königsinschr. S. 208, c, und HILPRECHT, Bab. Exped. XXI p. 56 a fälschlich mit Nûr-adad von Larsa identifiziert; dagegen RANKE, Orient. Lit.-Z. X 208f.]: DAICHES, Rechtsurk. S. 20f. THUREAU-DANGIN S. 236, Anm. b. – Anman-ila [Ilumaila?]: RANKE, Bab. Exped. VI 1 p. 8 [fälschlich mit dem Begründer der 2. Dynastie (§ 462) identifiziert]. DAICHES, Rechtsurk. 31ff. – Buntachtun-ila, der den Königstitel führt: KING, Hammurabi III p. 220 n. 16. RANKE, Pers. Names p. 43 und IX f. Babyl. Exped. VI 1 p. 9-alle drei aus der Zeit Sumulailus. Ferner Manabaltel (oder Manamaltel): PINCHES, PSBA. 21, 159, und Rimanum § 440, sowie Jachzar-ili von Kaṣallu § 438. – Zusammenstellung [617] der Daten dieser Könige auch bei HILPRECHT, Bab. Exped. XX 1 p. 55, 4. – Ašdunierim von Kiš: THUREAU-DANGIN, Rev. d'Ass. VIII 65ff.; er mag noch in die Zeit vor Sumuabu gehören. Andre Könige (Mananâ, Sumuditana, Iawium, Chalium) aus der Zeit des Sumuabu und Sumulailu ebenda und JOHNS, PSBA. 32, 279. 33, 98ff. 128f. LANGDON, PSBA. 33, 185ff. 232ff.


438. Daß unter den amoritischen Staaten, die sich im Lande Akkad gebildet hatten, das Reich von Babel und sein Gott Marduk die Oberhand gewonnen hat, ist das Werk Sumulailus, des Nachfolgers Sumuabus. In seiner 36jährigen Regierung (2211-2176) scheint er unermüdlich tätig gewesen zu sein. Gleich zu Anfang baute er einen Kanal, dann die große Mauer von Babel und einen Tempel des Himmelsgottes Anu. Daran schließt sich später die Anlage eines zweiten nach dem König benannten Kanals, die Herstellung des mit Gold und Silber geschmückten Throns des Marduk, das Bildnis seiner Gemahlin Ṣarpanit sowie der Ištar und der Nanaia. Daneben gehen äußere Kämpfe einher. Im 13. Jahre (2199) wird Kiš zerstört, dessen Herrscher Iawium im J. 2206 noch nach Sumulailu datiert hatte, dann aber wieder abgefallen war. Der Hauptgegner Sumulailus war Jachzar-ili von Kaṣallu, der ihm Jahre lang mit Erfolg Widerstand leistete, zeitweilig sogar in Sippara Anerkennung fand. Aber im 20. Jahr (2192) wurde, nachdem ein Jahr vorher noch ein zu Kiš gehöriges Kastell zerstört worden war, »die Mauer von Kaṣallu niedergerissen und seine Bewohner mit dem Schwert erschlagen«. Erst fünf Jahre später (2187) »wurde Jachzar-ili selbst mit dem Schwert erschlagen«. Dadurch wurde die Herrschaft des Reichs von Babel über den Norden von Sinear begründet; der Stadtfürst Immeru von Sippara (§ 437 A.) erkannte die Oberhoheit Sumulailus an, in einer Urkunde aus dieser Stadt werden beim Eidschwur der göttliche und der irdische Herrscher von Sippara, Šamaš und Immeru, neben Marduk und Sumulailu, den Repräsentanten Babels, angerufen, ebenso im Antrittsjahr des Buntachtun-ila, vermutlich des Nachfolgers des Immeru. In anderen Urkunden aus Sippara wird Sumulailu [618] (neben Samaš und gelegentlich auch Marduk) allein genannt; er hat also wohl der Herrschaft der einheimischen Dynasten alsbald ein Ende gemacht. In seinem 29. Jahr (2183) hat er die Mauer von Sippara gebaut; und ebenso sind die beiden nächsten Jahre durch Festungsbauten bezeichnet. Sechs große Festungen, die er zur Sicherung seines Reichs angelegt hat, zählt sein Nachkomme Samsuiluna auf, der ein Jahrhundert später ihre verfallenen Ziegelmauern wiederherstellte. Wie das 25. Jahr nach der Erschlagung des Jachzar-ili, so heißt das 3. nach der des Chalambû, das 32. und 34. nach der zweier anderer Gegner-ob es Rebellen oder feindliche Nachbarn gewesen sind, wissen wir nicht. Auch eine Kodifikation des Rechts scheint er vorgenommen zu haben (§ 450). Alle diese Daten zeigen, daß Sumulailu der eigentliche Begründer des Reichs von Babel gewesen ist; daher nennen Chammurapi, Samsuiluna und Ammiditana in ihren Inschriften ihn, und nicht den Sumuabu, als den Ahnherrn der Dynastie.


Bei Jachzar-ili (so ist nach UNGNAD durchweg zu lesen) wird in einer neuerdings vom Berliner Museum erworbenen Urkunde neben Šamaš geschworen; die Tafel stammt also aus Sippara; somit muß er zeitweilig hier geherrscht haben. – Die Stadt Barzi, in die Sumulailu im Jahr 28 einzieht und deren Mauer Apilsin im 1. Jahre baut, ist sonst nicht bekannt. – Inschrift Samsuilunas über die Festungen: KING, Hammurabi III 205.


439. Über Sumulailus Nachfolger Ṣabu (oder Ṣabiu, 2175 bis 2162) und Apilsin (2161-2144) läßt sich den Daten, die uns teilweise erhalten sind, wenig entnehmen; sie berichten nur von Tempelbauten, Kanälen, Erbauung oder Wiederherstellung der Mauern Babels und anderer Orte-die Mauern von Lehmziegeln verfallen immer wieder in kürzester Zeit –, einmal auch von der Anfertigung einer Statue des Ṣabu, und gelegentlich auch von fruchtbaren Jahren u.ä. Daß die äußere Macht des Reichs aufrecht erhalten blieb, scheint sicher: die Kontrakte aus Sippara nennen die Namen dieser Herrscher, und die Mauer von Kaṣallu hat Ṣabu in seinem 12. Jahr (2164) wahrscheinlich von neuem zerstört (vgl. § 440)[619] – das Verbum ist in dem Jahrdatum nicht erhalten. Da eine Urkunde aus Tello den Namen seines 12. Jahres als Datum gibt, müssen ihm zeitweilig auch vom Süden Sinears große Teile untertänig gewesen sein; und unmöglich wäre es nicht, daß auch die letzten schwachen Könige von Isin und die von Uruk (§ 418) wenigstens tatsächlich seiner Oberhoheit sich gefügt haben. Über Apilsin sind die Nachrichten noch dürftiger, und auch aus den ersten Jahren des nächsten Königs, Sinmuballiṭ (2143-2124), erfahren wir nichts anderes. Indessen wäre es voreilig, daraus zu folgern, daß dieses halbe Jahrhundert friedlich und ohne größere Erschütterungen verlaufen wäre. Vielmehr scheinen in diese Zeit große Bewegungen zu fallen, die das Reich von Babel unmittelbar berührten, wenn sie auch zu Jahrdatierungen wenig geeignet waren; eben deshalb scheint man die Benennung der Jahre nach äußeren Ereignissen durchweg vermieden zu haben.


Tempel des Šamaš und der Anunit in Sippara von Ṣabu gebaut: Naboned I R 69, 3, 29 (Keilinschr. Bibl. III 2, 86. LANGDON, Neubab. Königsinschr. S. 248). Datum des Ṣabu aus Tello: THUREAU-DANGIN, J. As. Sept. 1909, 340f.


Quelle:
Eduard Meyer: Geschichte des Altertums. Darmstadt 81965, Bd. 1/2, S. 614-620.
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