Schlitten [1]

[729] Schlitten, als Teile von Maschinen, gleiten auf Geradführungen.

Beispiele der Ausbildung zeigen die Figuren bei Führungsschienen, Drehbank, Fräsmaschinen, Hobeln. Die Wirkung der am Schlitten angreifenden Kräfte und ihrer Momente auf den längs der Auflagerung veränderlichen Flächendruck ist noch nicht allgemein klargelegt. Die Kraft zum Verschieben des Schlittens rechnet man bei Hobelmaschinen mit flachen Führungen aus dem Gewicht des Tisches und eines gleichschweren Arbeitsstückes mit der Reibziffer 0,05; bei Drehbänken kann man sie fast so groß ansetzen wie den beim Drehen auftretenden Umfangsdruck. Zur Bewegung der Schlitten dienen flachgängige Leitspindeln mit Metallmuttern oder Schnecken mit Zahnstangen, wobei zur Erzielung ruhigen Ganges die Verzahnung als flachgängiges, quadratisches Gewinde auszuführen ist, oder Stirnräder mit Zahnstangen mit besserem Wirkungsgrad, aber kleinerer Uebersetzung und stoßendem Gang, oder auch Stahlbänder für kurzen Hub, die sich auf einen schwingenden Sektor wickeln.

Lindner.

Quelle:
Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 7 Stuttgart, Leipzig 1909., S. 729.
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