Durutte

[310] Durutte (spr. dürüt'), Joseph François, Graf, franz. General, geb. 14. Juli 1767, gest. 18. Aug. 1827 in Ypern, trat 1792 in die französische Armee, stieg in den folgenden Feldzügen der Republik, meist im Generalstab beschäftigt, schnell von Stufe zu Stufe und wurde von Napoleon 1803 zum Divisionsgeneral ernannt. Er nahm teil an den Feldzügen gegen Österreich in Italien, zeichnete sich besonders 1809 unter dem Vizekönig Eugen in Italien und bei Raab aus, wofür er zum Baron erhoben wurde, wurde sodann Gouverneur von Amsterdam und mit der Bewaffnung der Küste beauftragt, 1812 Kommandant von Berlin. 1812 und 1813 befehligte er im Korps Reynier zwei sächsische Divisionen, rettete bei Freiburg fast die ganze französische Artillerie und setzte dann Metz in Verteidigungszustand. Nach der Restauration ernannte ihn Ludwig XVIII. zum Kommandanten der 3. Militärdivision in Metz; dessenungeachtet erklärte sich D. nach Napoleons Rückkehr für diesen und focht tapfer bei Waterloo. Nach der zweiten Restauration blieb er ohne Anstellung.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 5. Leipzig 1906, S. 310.
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