Hampton [1]

[709] Hampton (spr. hämmt'n), 1) Stadt in der engl. Grafschaft Middlesex, an der Themse, 18 km vom Hyde Park (s. Karte »Umgebung von London«), mit Lateinschule, Pump- und Filterwerken für die Wasserversorgung Londons und (1901) 6813 Einw., bekannt durch Hampton Court Palace, ein Schloß, seit 1515 vom Kardinal Wolsey erbaut und 1526 dem König (Heinrich VIII.) geschenkt. Letzterer erweiterte das Gebäude, das bis zur Zeit Georgs II. den Königen von England zum Wohnsitz diente. Die Gärten ließ Wilhelm III. in französischem Geschmack anlegen. Die dortige Gemäldesammlung enthält Mantegnas Triumphzug Cäsars. Vgl. Law, Short bistory of H. Court (Lond. 1897) und History of royal manor and palace (das. 1900). – 2) Stadt im nordamerikan. Staat Virginia, Grafschaft Elizabeth, an der Nordseite der Hampton Roads genannten Einbuchtung der Chesapeakebai, deren Eingang durch die Forts Monroe (mit Artillerieschule) und Wool verteidigt wird, und in deren Hintergrund die Städte Norfolk (s. d.) und Portsmouth liegen, mit landwirtschaftlicher Schule für Farbige, Invalidenhaus, Austernfischerei und (1900) 3441 Einw. Vor H. kämpften 8. März 1862 die Panzerschiffe Merrimac und Monitor.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 8. Leipzig 1907, S. 709.
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