Hohenlimburg

[444] Hohenlimburg (Limburg a. d. Lenne), Stadt im preuß. Regbez. Arnsberg, Kreis Iserlohn, an der Lenne, an der Staatsbahnlinie Hagen-Betzdorf und der elektrischen Straßenbahn H.-Hagen, 123 m ü. M., hat zwei evangelische und eine kath. Kirche, Synagoge, Schloß, Amtsgericht, Drahtzieherei und -Weberei, Hammerwerke, ein Puddlings- und Walz- und ein Stahlwerk, Fabrikation von Messinggußwaren, Werkzeugen, Tuch etc., Zeugdruckerei und Färberei, Leinweberei, Kalkbrennerei und (1900) 8111 meist evang. Einwohner. – H. ist der Hauptort der Grafschaft Limburg des Fürsten zu Bentheim-Tecklenburg-Rheda; das Schloß H. liegt auf einem Berg über der Stadt. Die alten Grafen von Limburg starben 1508 aus, ihre Besitzungen gingen auf die Grafen von Neuenahr und um 1600 auf die Grafen von Bentheim-Tecklenburg über. Vgl. Prescher, Geschichte und Beschreibung der Reichsgrafschaft Limburg (Stuttg. 1789–90, 2 Bde.).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 9. Leipzig 1907, S. 444.
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