Kreuzburg

[648] Kreuzburg (Creuzburg), 1) K. in Oberschlesien, Kreisstadt im preuß. Regbez. Oppeln, an der Stober, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Öls-Tarnowitz, Posen-K. u. a., 209 m ü. M., hat eine evangelische und eine kath. Kirche, Synagoge, Gymnasium, Lehrerseminar, Waisenhaus, Provinzialirrenanstalt, Diakonissenmutterhaus, Dampfmahlmühlen, Zuckerfabrik, Maschinen-, Holzstift-, Faßdauben- und Dachpappenfabrikation, Gerberei und (1900) mit Garnison (eine Eskadron Dragoner Nr. 8) 10,230 Einw., davon 4013 Katholiken und 276 Juden. K., das schon 1252 Stadtrechte besaß, gehörte ehemals zum Fürstentum Brieg. Es ist Geburtsort des Dichters Gustav Freytag. – 2) Stadt im preuß. Regbez. Königsberg, Kreis Preußisch-Eylau, an der Pasmar, hat eine evang. Kirche, Amtsgericht, Schloßruine, Wollspinnerei und (1900) 1848 Einw. K. wurde 1253 vom Deutschen Orden gegründet. Vgl. Sahm, Geschichte der Stadt K., Ostpreußen (Königsb. 1901). – 3) Stadt im weimar. Verwaltungsbezirk Eisenach, 191 m ü. M., an der Werra, Güternebenstelle von Eisenach, hat 2 evang. Kirchen, ein Schloß, Oberförsterei, Zigarrenfabrikation, Molkerei, Gips- und Sandsteinbrüche und (1900) 1920 evang. Einwohner. Dabei die ehemalige Saline Wilhelmsglücksbrunn mit der Großherzogin Karolina-Quelle. K. erhielt 1216 Stadtrechte.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 11. Leipzig 1907, S. 648.
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