Bisamratte

[819] Bisamratte, 1) (Mygale Cuv.), Gattung der insectenfressenden Raubthiere, Schwanz lang, schuppig, zusammengedrückt, ein langer, biegsamer, platter u. knorpeliger Rüssel bildet gleichsam zwei Röhren, deren Mündungen die Nasenlöcher sind, 5 Fußzehen mit Schwimmhaut, äußere Ohren fehlen, oben 4, unten 3 Backzähne, 5 Lückenzähne, oben 2 sehr starke, unten 4 Schneidezähne. Art: Mygale moschata Cuv. (M. moscovitica Desm., Wuychucholl Desm.), nicht mit der Zibethmaus (s.d.) aus Nordamerika zu verwechseln, Haar steif, oben graulich, unten weiß, weiße Ränder um Augen u. Ohren, von der Größe eines Igels, lebt in Gewässern zwischen Wolga u. Don von Insecten u. Würmern, geht selten aus Land, fängt sich in Fischreusen, gräbt sich Löcher ins Ufer u. baut ein Lager, das vom höchsten Wasserstande nicht erreicht wird. Ihr Bisamgeruch kommt von Drüsen am Schwanz u. theilt sich auch Thieren mit, die dies Thier fressen. Diese u. die Nieren werden ausgeschnitten u. als Bisamnieren verkauft. Ihre Felle kommen über Petersburg u. riechen stark nach Bisam. 2) Pyrenäische B. (M. pyrenaica), klein, in Bächen der Pyrenäen.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 2. Altenburg 1857, S. 819.
Lizenz:
Faksimiles:
Kategorien:
Ähnliche Einträge in anderen Lexika