Gerhardi

[226] Gerhardi, Ignaz v. G., geb. 1779 in Wien, trat 1796 in die österreichische Armee ein, wurde 1799 Offizier u. machte alle Kriege Österreichs bis 1815 mit; 1816 wurde er als Generaladjutant dem General Frimont in Padua zugetheilt, stieg 1828 zum Obristlieutenant, 1830 aber zum Obrist u. Regimentscommandeur auf, war von 1835 an als Generalmajor u. Brigadier in Venedig u. seit 1844 als Feldmarschalllieutenant in Verona stationirt; 1846 bekam er das 8. Infanterieregiment u. hielt 1848 bei Ausbruch der Revolution in Italien die Festung Verona, wurde im April d.i. nach Botzen versetzt, dann im Herbst wieder mit dem Festungscommando von Verona betraut u. im April 1849 dem Feldmarschall Radetzky in der Leitung des Landesmilitärcommando ad latus gestellt u. unterstützte das bedrängte Mantua rechtzeitig; er trat im Juni 1850 als Feldzeugmeister aus dem activen Dienst u. lebte fortan in Venedig, wo er 1856 starb.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 7. Altenburg 1859, S. 226.
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