Haid [1]

[854] Haid, 1) Johann Elias, geb. 1739 in Augsburg; Kupferstecher; st. daselbst 1800 als Director der Kunstakademie. Er setzte nach seines Vaters Tod dessen Kunstkatalog, Sammlung von Künstlerbildnissen, fort, lieferte eine neue Sammlung damals lebender Gelehrten u. stach die von Murr übersetzte britische Zoologie (von Pennant), sowie das Hedlingersche Medaillenwerk nach den Zeichnungen Joh. Jak. Füßlis in Zürich. Auch hat man von ihm viele Stücke in Schwarzer Kunst nach Cordowa, Kupetzky, Strozzi, Rembrandt u.a. 2) Herenäus, geb. 1784 zu Geisenfeld in Baiern, studirte seit 1804 Theologie in Landshut, wurde 1808 Provisor der Pfarrei Achdorf bei Landshut, einige Jahre nachher Professor der Theologie in St. Gallen, 1818 Domprediger in der Metropolitankirche zu U. L. F. in München u. später auch erzbischöflicher u. geistlicher Rath; er schr. u.a.: Der Rosenkranz (ein Gebet- u. Erbauungsbuch), Landsh. 1810, 3 Thle., 2. A. 1811; Über das Priesterthum vor, in u. nach Christus, Münch. 1812; Einleitung in das Ritual nach dem Geiste der Katholischen Kirche, ebd. 1812, 2 Hefte; Christliche Reden in der Schweiz, Münch. 1615–18, 4 Thle.; Die Weihe des Priesters, ebd. 1817; Das Gebet des Herrn, ebd. 1821; Das Sacrament der Firmung, ebd. 1821; Die gesammte katholische Lehre (in Katechesen), Münch. 1845 ff., 2. Aufl., 7 Bde.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 7. Altenburg 1859, S. 854.
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