Juda

[149] Juda (d.i. Ehrenreich od. Gotteslob), 1) der vierte Sohn Jakobs von der Lea, rettete seinem Bruder Joseph das Leben, indem er den andern von der Tödtung desselben abrieth; er wurde Ahn des Stammes Juda, s. Judäa u. Hebräer. Nach ihm ist genannt das Reich J., s.u. Hebräer IV. B); das Gebirge J., Gebirge in Palästina (s.d.), u. die Wüste J., die Waldberggegend (Siph), wo David sich aufhielt, als er vor Saul sich verbarg; 2) J. Hakkadosch (d.i. J. der Heilige), geb. zu Sephoris in Galiläa, Rabbiner u. Lehrer des Kaisers Antoninus Pius; er sammelte um die Mitte des 2. Jahrh. die Traditionen in die Mischnah; 3) J. Nav (J. Rab), Rabbiner um 250, hinterließ einen großen Theil der Gemarah; 4) J. Ha-Levi (Jehuda Ben Halevy, Abul Hassan), jüdischer Arzt u. Dichter in Castilien, geb. um 1080, machte um 1140 eine Pilgerfahrt nach Palästina u. verschwand seitdem aus der Geschichte. Sein Divan, Lieder der Liebe u. Freundschaft enthaltend, nebst Biographie herausgegeben von Abr. Geiger, Bresl. 1851.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 9. Altenburg 1860, S. 149.
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