Affect

1. Affecten hindern Herz und Muth, dass man nicht sieht, was recht und gut.


2. Affecten sind böse Rathgeber; in Gerichts- und Rathsstuben muss man sie in den Winkel stossen.


3. Die Affecten wohnen im Bauch, die Vernunft im Hirn.

Leider regiert oft das Unterste das Oberste.


4. Wer den Affecten nachhängt, lässt die Wahrheit fahren und vergaukelt das Recht mit Unrecht.


5. Wie die Affecten sind, so ist die Sache.

Gross oder klein. Aus Maulwurfshügeln macht man grosse Berge und wieder aus Bergen ein Maulwurfshäuflein; ein Männlein auf dem Becher muss ein Riese und ein Riese wiederum ein Pastetonmännlein sein.


6. Wo die Affecten rauchen, da gibt's krumme Rathschläge und trübe Augen.


7. Wo die Affecten regieren, da ist kein Recht zu spüren.


8. Affecten regieren das gantz Hauss eines Menschen, vnd haben zu Dienern alle Sinn vnnd Glieder.Lehmann, 2, 2.


9. Affecten vnd Begierden seynd wie Zunder, glimmen vnd brennen von einem Wort, vnd hilft kein habitus darvor.Lehmann, 3, 13.


Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 1. Leipzig 1867.
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