Richter [5]

[532] Richter, Eugen, deutscher Politiker, geb. 30. Juli 1838 zu Düsseldorf, Jurist, trat 1864 aus dem preuß. Staatsdienst, seitdem in Berlin publizistisch und parlamentarisch tätig, 1867 Mitglied des Norddeutschen, seit 1871 des Deutschen Reichstags und bis Dez. 1905 des preuß. Landtags, Hauptführer und schlagfertiger Redner der Fortschrittspartei, später der Deutsch-freisinnigen und der Freisinnigen Volkspartei, gest. 10. März 1906 in Lichterfelde; begründete 1885 die »Freisinnige Zeitung«; schrieb »Die Konsumvereine« (1867), »Die Irrlehren der Sozialdemokratie« (1890), »Polit. ABC-Buch« (9. Aufl. 1898), »Jugenderinnerungen« (1892) u.a.

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 2. Leipzig 1911., S. 532.
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