Richter [3]

[144] Richter, 1) Christ. Friedrich, geb. 1676 in Sorau; studirte Medicin u. dann Theologie, beschäftigte sich aber nebenbei mit chemischer Bereitung neuer Medicamente, wobei ihm sein Bruder Christ. Sigismund, praktischer Arzt in Halle, behülflich war. Von ihnen rühren vornämlich die Halleschen Arzneien (s.d.) her; er st. 1711 u. schr.: Erkenntniß des Menschen, Lpz. 1708 u.ö.; Recensio de usu et officio medicamentorum, quae Halae in orphanotrophio distribuuntur, ebd. 1708. 2) Christoph Gottlieb, geb. 1717 in Nürnberg; war Advocat u. st. 1774; er schr.: Die Bücher der Chronik von den Kriegen der Franzosen mit Maria Theresia, Prag 1744; Die Bücher der Chronik Herzog Karls zu Lothringen, Frankf. 1744; desgl. Friedrichs des Königs von Preußen, ebd. 1744; Das Buch Josua, des Erretters der Königin von Ungarn, ebd. 1745; Gespräche im Reiche der Todten, Nürnb. 1757–63,50 Thle.; Die Bücher der Maccabäer, welche handeln von dem Kriege Friedrichs mit Theresia, ebd. 1760–62,8 Bücher; Geschichte der neuen Thaten der Helden unter den Kindern der Franzosen, welche waren Broglio, St. Germain u. Dumey, ebd. 1762, u.a. m. 3) August Gottlob, geb. 1742 in Zörbig; wurde 1766 Professor der Medicin in Göttingen u. 1780 Leibmedicus u. st. 1812; er schr. : Observationes chirurg., Gött. 1770–80, 3 Abth.; Chirurgische Bibliothek, ebd. 1771–97, 15 Bde.; Von der Ausziehung des Grauen Staars, ebd. 1773; Von den Brüchen, ebd. 1777–79, 2 Bde., 2. Aufl. ebd. 1785; Anfangsgründe der Wundarzneikunst, ebd. 1782–1804 u.ö., 7 Bde.; Medicinische u. chirurgische Bemerkungen, Gött. 1793–1813. Sein Sohn Georg August R. gab seine specielle Therapie nach seinen hinterlassenen Papieren in 9 Bdn., Berl. 1813–24, heraus; hierzu 10.–12. als Supplementbände, 1825–36, 3. Aufl. der acht ersten Bände ebd. 1821–25. Vgl. I. F. Blumenbach, Memoria A. G. Richteri, Gött. 1813. 4) Joseph, geb. 1748 in Wien, war Privatgelehrter daselbst u. st. 1813; er schr.: Briefe eines Eipeldauers über die Wienstadt, Wien 1785, erweitert in 16 Heften, ebd. 1794 f.; die Lustspiele: Der Jeck, Wien 1776; Die Feldmühle, ebd. 1777; Die Gläubiger, ebd. 1777 u.a. m. in den Sammlungen seiner Theaterstücke, ebd. 1797; Gedichte, ebd. 1794 f., 3 Bdchn. u.a. m. 5) Jeremias Benjamin, geb. 1762 zu Hirschberg in Schlesien; wurde 1795 Bergsecretär, darauf Assessor der königlichen Bergwerks- u. Hüttenadministration in Breslau u. zuletzt Arcanist der Porzellanmanufactur in Berlin, wo er 1807 starb. Er legte den Grund zur Stöchiometrie u. schr.: Über die neuern Gegenstände der Chemie, Bresl. 1791–1802 (das 1. Stück über das Uranium in 2. Ausg. 1799); Anfangsgründe der Stöchiometrie, ebd. 1792 u. 1794; setzte das von Bourguet angefangene chemische Handwörterbuch fort, besorgte die 3. Ausg. von Maquers aus dem Französischen übersetzten chemischen Wörterbuch (Lpz. 1806 u. 7, 1.–2. Bd.), u. gab Journal für die Chemie u. Physiologie, Berl. 1806 u. 7, heraus. 6) Johann Paul Friedrich, gewöhnlich Jean Paul, geb. 21. März 1763 in Wunsiedel, genoß seit 1765 den Unterricht in der Schule zu Joditz, wo sein Vater Landprediger war, besuchte seit 1779 das Gymnasium zu Hof u. 1780–85 die Universität Leipzig, wo er Theologie, später Schöne Wissenschaften studirte; er lebte nachher zunächst in Hof u. unterrichtete dann 1790–94 die Kinder mehrer Familien in Schwarzenbach; von hier kehrte er nach Hof zu seiner alten Mutter zurück, wendete sich nach deren Tode 1797 nach Leipzig u. lebte dann, inzwischen als Schriftsteller bekannt u. Liebling der Gebildeten in Deutschland geworden, abwechselnd in Weimar, Gotha, Hildburghausen, Berlin (wo er 1801 Karoline Mayer heirathete), seit 1801 in Meiningen, seit 1803 in Koburg, dann in Baireuth, erhielt vom Herzog von Hildburghausen den Titel eines Legationsrathes u. vom Fürsten Primas, Freiherrn von Dalberg, eine Pension von 1000 Gulden, welche 1814 der König von Baiern zu zahlen übernahm. Er starb, längere Zeit an den Augen leidend u. seit 1825 allmälig erblindend, 14. November 1825 in Baireuth; hier wurde ihm 1841 so wie 1845 in Wunsiedel ein Denkmal gesetzt; seine Wittwe, Karoline geb. Mayer, st. 84 Jahre alt, 28. Januar 1860 in München. Sein erster literarischer Versuch waren Die grönländischen Processe, Berl. 1782 f., 2 Bde.; u. Auswahl aus des Teufels Papieren, Gera 1788; aber die erste Anerkennung beim Publicum fand Die unsichtbare Loge, Berl. 1793, 2 Bde., 2. A. 1821. Er schr. noch: Hesperus od. 45 Hundsposttage, Berl. 1794, 4 Bde., 3. Aufl. ebd. 1819; Leben des Quintus Fixlein, Bair. 1796, 2. Aufl. Berl. 1800; Biographische Belustigung unter der Gehirnschale einer Riesin, Berl. 1796; Blumen-, Frucht- u. Dornenstücke od. Ehestand, Tod u. Hochzeit des Armenadvocaten Siebenkäs im Marktflecken Kuhschnappel, Berl. 1796 f., 4 Bde., 3. A. ebd. 1846; Der Jubelsenior, 1797; Das Campanerthal od. über die Unsterblichkeit der Seele, Erf. 1797; Titan, Berl. 1800 ff., 4 Bde., 2. A. ebd. 1846; Flegeljahre, Tübingen 1804 f., 4 Thle.; Vorschule der Ästhetik, Hamb. 1804, n. Aufl. Tüb. 1813; Des Feldpredigers Schmelzle Reise nach Flätz, 1805; Levana od. Erziehungslehre, Braunschweig 1807, n. Aufl. Stuttg. 1814; Katzenbergers Badereise, Heidelb. 1809, 2 Bde., 2. A. Bresl. 1823, 3 Bde.; Des Feldpredigers Schmelzle Reise nach Flätz, Tüb. 1809; Der Komet od. Nikolaus Markgraf, 1820–22, 3 Thle.; Leben Fibels; Selina (Fortsetzung u. Erweiterung des Campanerthals), Berl. 1820. Zu seinen kleinern Schriften gehören: Briefe u. zukünftiger Lebenslauf, Gera 1799; Kleine Schriften, Jena 1808, 2 Bde.; Freiheitsbüchlein, Tüb. 1805; Friedenspredigt in Deutschland, Heidelb. 1808; Herbstblumine, Tüb. 1810._– 1820, 3 Bde. (aus Zeitschriften gesammelt); Politische Fastenpredigten während Deutschlands Marterwoche, Stuttg. 1817; Dämmerungen für Deutschland 1809; Museum, ebd. 1814; Der Papierdrache (aus des Dichters Nachlaß herausgeg. von E. Förster, Frankf. 1845), der Roman, Der Pietist (von Göhring, Grimma 1845), ist eine bloße Nachahmung Jean Pauls. Vollständige Schriften nach seinem Tode zu Berlin 1826–38 in 65 Bden., 2. A. 1840 ff., 33 Bde., neueste Ausg. Berl. 1861 f., 34 Bde.; Ausgewählte Werke, Berl. 1847 ff., 16 Bde.; Das Schönste u. Gediegenste aus seinen Schriften, von[144] A. Gebauer, Lpz. 1827–35, 9 Bdchn.; J. Günther, Genius aus R-s Werken, Jena 1840. R-s Briefwechsel mit F. H. Jacobi, Berl. 1828, u. mit G. C. Otto, ebd. 1829, 4 Bde. Aus R-s Schriften spricht überall ein origineller Geist, u. ein Humor, wie er keinem andern deutschen Schriftsteller eigen ist, charakterisirt seine geistreichen Phantasiestücke, doch fehlt es ihnen hinsichtlich der Anlage, äußern Form u. Sprache an Regelmäßigkeit u. Correctheit. Bei allen Auswüchsen einer zu üppigen Phantasie verläugnet sich bei R. nie das tiefe, nach einer höhern Welt gerichtete Gemüth, der starke, die großen Accorde des Universums auffassende Geist, u. das Gepräge der reinsten Sittlichkeit schmückt alle seine Werke. Vgl. Wahrheit aus R-s Leben, Bresl. 1826–33, 8 Bdchn.; R. O. Spazier (R-s Neffe), R. in seinen letzten Lebenstagen u. im Tode, Bresl. 1826; J. P. Fr. R., ein biographischer Commentar zu seinen Werken, Lpz. 1833, 5 Bde.; H. Döring, R-s Leben u. Charakteristik, Lpz. 1830, 2 Bde.; Funk, Jean Paul Fr. R., Schleußingen 1859. 7) Johann Gottfried, geb. 1763 in Leipzig; wurde 1784 Hauslehrer in Moskau, kehrte 1804 nach Sachsen zurück, lebte seit 1808 als weimarischer Hofrath in Eilenburg u. st. 1829; er schr.: Russische Miscellen, Lpz. 1803, 3 Bde.; den Text zu Geißlers Sitten, Kleidungen u. Gebräuchen der Russen aus den niederen Ständen, Lpz. 1805 f.; Spiele u. Belustigungen der Russen aus den niedern Volksklassen, ebd. 1803; Die Strafen der Russen, ebd. 1807, u.a. m. 8) Johann Andreas Lebrecht, geb. 1772 in Dessau; wurde 1800 daselbst Subrector, dann Conrector u. 1826 Rector an der Hauptschule; er st. 1844. Er schr.: Betrachtungen über den animalischen Magnetismus, Lpz. 1819; Anfangsgründe der Algebra, Dess. 1823 u. 25, 2 Bde.; Handbuch der populären Astronomie, Quedlinb. 1821 f., 2 A. ebd. 1839 f.; außerdem: Phantasien des Alterthums, Lpz. 1808–20, 5 Bde.; Das Christenthum u. die ältesten Religionen des Orients, ebd. 1819; Übersicht der indischen, persischen, ägyptischen, griechischen u. altitalischen Mythologie u. Religionslehre, ebd. 1823; Über den Zweck der Erziehung u. des Unterrichts, ebd. 1830. 9) Karl Friedrich, geb. 1776 in Freiberg, war Nachthüttenmeister bei der Halsbrücker Hütte daselbst; schr.: Chemisch-ökonomisches Taschenbuch, Freib. 1815, 2 Bde.; Über Anlegung lebendiger Heckenzäune, ebd. 1809; Der Fischfang ohne Netze, Lpz. 1811, 2. Aufl. 1821; Tägliches Taschenbuch für Garten- u. Blumenfreunde, ebd. 1812, 3. Aufl. 1829; Taschenbuch zur Geognosie, Freib. 1818; Allgemeine Wetterkunde, Lpz. 1821. 10) Georg August, Sohn von R. 3), geb. 1778 in Göttingen; lebte seit 1805 als praktischer Arzt in Berlin, wurde 1809 Privatdocent daselbst, 1813 Oberstabsarzt, 1813 Director des Lazareths in Torgau, dann Professor an der Universität in Berlin, 1815 Dirigent eines Hauptreservelazareths in Köln, 1821 Professor der Medicin u. 1823 Director der Universitätspoliklinik in Königsberg u. st. 1832 in Berlin. Er schr.: Wesen, Erkenntniß u. Behandlung der gastrischen Fieber, Halle 1812; Medicinische Geschichte bei Belagerung u. Einnahme der Festung Torgau, Berl. 1814; Arzneimittellehre, ebd. 1826–32, 5 Bde., u. gab die Therapie seines Vaters heraus. 11) Otto Friedrich von R., geb. um 1792 in Livland; begab sich 1808 nach Moskau, später nach Heidelberg u. Wien, ging von Wien nach Constantinopel, begleitete den Secretär der schwedischen Gesandtschaft Lidmann nach Ägypten u. Palästina u. ging von Jerusalem durch Syrien nach Constantinopel. Vom Kaiser von Rußland bei der persischen Gesandtschaft angestellt, schiffte er sich nach Asien ein u. st. 1816. Sein Erzieher Ewers gab seine Tagebücher, als Wallfahrten im Morgenlande, Berl. 1823 heraus. 12) Karl Christian Ernst, geb. 1795 in Zwickau, wurde 1823 Diaconus an der Hauptkirche daselbst, legte jedoch dieses Amt 1829 wegen der Herausgabe der Biene nieder u. gründete durch dieses Blatt eine Buchhandlung in Zwickau; 1832 ging er nach Amerika, von wo er bald zurückkehrte u. als Lehrer in Zürich lebte. Er schr.: Mythologisches Handwörterbuch, Zwickau 1824; Stimmen aus Amerika zu Nutz u. Frommen für Auswanderungslustige, ebd. 1833; Der Staat, ebd. 1835, 2 Hefte; gründete die Herausgabe der Bibl. sacra patrum eccl. graec., Lpz. 1827 ff.; besorgte 1830 eine neue Übersetzung des N. T. u. gab seit 1831 Die freie Kirche, ein theologisches Blatt, heraus. 13) Heinrich Ferdinand, geb. 1800 in Weissagk bei Luckau in der Niederlausitz; habilitirte sich in Leipzig u. wurde Lehrer an der Thomasschule, 1825 Professor der Philosophie an der Universität daselbst u. st. 1832; er schr.: Über das Gefühlsvermögen, Lpz. 1824; Über den Gegenstand u. Umfang der Logik, ebd. 1825; Das philosophische Strafrecht, ebd. 1829; Lehrbuch der Rhetorik, ebd. 1832. 14) Adrian Ludwig, geb. 1803 in Dresden, Landschaftsmaler u. Radidirer, bildete sich in seiner Vaterstadt, später um 1824 in Rom, wo er durch große Alpenlandschaften u. italienische Gegenden Ruf gewann; 1828 wurde er Lehrer an der mit der Porzellanfabrik verbundenen Zeichenschule in Meißen, 1836 an die Dresdner Akademie berufen u. 1841 Professor u. Vorstand des Ateliers für Landschaftsmalerei daselbst. 15) Bertha, geb. van der Velde, geb. 1814; verheirathete sich 1834 an den Bürgermeister R. in Schlesien u. st. 1835; sie schr.: Novellen, Lpz. 1831 f., 2 Bde.; Prinz Wilhelm von Hessen, Bunzl. 1833. 16) Ämilius Ludwig, geb. 15. Febr. 1808 zu Stolpen in Sachsen, studirte seit 1826 in Leipzig Philologie u. Jurisprudenz; wurde 1831 hier Advocat u. Privatdocent, 1838 Professor des Kirchenrechts u. Civilprocesses in Marburg, 1846 Professor in Berlin, zugleich Hülfsarbeiter im Ministerium der Geistlichen Angelegenheiten, 1850 Mitglied des Evangelischen Oberkirchenraths u. 1852 Oberconsistorialrath. Er gab heraus: Corpus jur. canon., Lpz. 1833–39, 2 Bde.; Canones et decreta concilii Tridentini, ebd. 1853; schr.: Beiträge zur Kenntniß der Quellen des canonischen Rechts, Lpz. 1834; De emendatoribus Gratiani, ebd. 1835; De inedita decretalium collectione Lipsiensi, ebd. 1836; Das Kirchenregiment u. die Symbole, ebd. 1839; Lehrbuch des katholischen u. evangelischen Kirchenrechts, ebd. 1841 f., 4. Aufl. 1853; Antiqua canonum collectio, qua in libris de synodalibus causis compilandis usus est Regino Prumiensis, Marburg 1844; Der Staat u. die Deutschkatholiken, Lpz. 1846; Die evangelischen Kirchenordnungen im 16. Jahrh., Weim. 1846, 2 Bde.; Vortrag über Berufung einer evangelischen Landessynode, Berl. 1849; Geschichte der evangelischen Kirchenverfassung, Berl. 1851; gründete 1836 die kritischen Jahrbücher für deutsche Rechtswissenschaft. 17) Hermann Eberhard, geb. 14. Mai[145] 1808 in Leipzig; studirte Medicin u. ließ sich 1831 in Dresden als praktischer Arzt nieder, wurde hier 1838 Professor an der Chirurgisch-medicinischen Akademie, verlor aber in Folge der Maiunruhen 1849 diese Stellung. Er schr.: Flora von Leipzig, Lpz. 1829; Über jugendliche Brandstifter, Dresd. 1844; Die schwedische nationale u. medicinische Gymnastik, ebd. 1845; Blutarmuth u. Bleichsucht, ebd. 1850, 2. Aufl. 1854; Organon der physiologischen Therapie, Lpz. 1850; gab heraus: Linnés Systema vegetabilium, ebd. 1839, u. redigirt mit Winter Schmidts Medicinische Jahrbücher.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 14. Altenburg 1862, S. 144-146.
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