Cumbrian Mountains

[372] Cumbrian Mountains (spr. kömmbrĭ-ĕn mauntĕns, Kumbrisches Gebirge), die höchste Berggruppe Englands, erstreckt sich zwischen dem Solway- und Morecambebusen in den Grafschaften Cumberland und Westmorland, im S. durch die Kumbrische Ebene von jeder Verbindung mit südlichen Gruppen abgeschnitten, im O. durch die Täler des Eden und Lune von der Penninischen Kette geschieden. Das kumbrische Bergland besitzt in seinen kühn gestalteten Gebirgsästen und seinen langen, engen Tälern, in denen langgestreckte, tiefe Seen liegen, überraschende Naturschönheiten. Dem Engländer gilt es als die englische Schweiz, das romantische »Land der Seen«. Man zählt deren gegen 20; die berühmtesten sind die von Windermeere, Derwentwater und Ullswater. Nirgends sonst in Europa fällt so viel Regen (200 cm im Durchschnitt, stellenweise bis 4,9 m). Die höchsten Gipfel sind: der Scafell (984 m), der Helvellyn (932 m) und der Skiddaw (921 m). Die Grundbestandteile des wilden und schwach bevölkerten Gebirges, das vom Oktober bis zum April und Mai mit Schnee bedeckt ist, bilden silurische Schiefer, von Granit, Syenit und andern plutonischen Gesteinen durchbrochen und von den der Kohlenformation angehörigen Gebilden umlagert. Steinkohlen, Eisen, Blei und Kupfer, Graphit und andre Mineralien werden ausgebeutet.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 4. Leipzig 1906, S. 372.
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