Botticelli

[134] Botticelli (spr. Bottitschelli), Sandro, eigentlich Alessandro Filipepi, geb. 1447 in Florenz, lernte bei einem Goldschmied B. (daher sein Beiname), u. widmete sich später der Malerei. Seine Ausbildung leitete Fra Filippo Lippi. Sein erstes Gemälde, eine allegorische Figur, die Stärke darstellend, welche er für den Florentiner Handelsgerichtssaal malte, begründete seinen Künstlerruf. Um 1475 berief ihn Papst Sixtus IV. nach Rom, wo er die Sixtinische Kapelle im Vatican mit Fresken schmückte; er st. in Florenz 1515. Außer den 3 Hauptbildern in der Sixtinischen Kapelle, Scenen aus Moses u. Aarons Leben u. die Versuchung Christi darstellend, malte er noch eine große Menge Bilder in Öl u. al Fresco, theils religösen, theils profanen Inhalts, zeichnete die 20 Vignetten zu der von Niccolo di Lorenzo della Magna besorgten Ausgabe von Dante u. stach vermuthlich auch in Kupfer. Werke von ihm finden[134] sich im Museum zu Berlin: zwei Marienbilder, eine Venus, nach der Mediceischen Venus gemalt, das Bildniß der Lucrezia Tornubuoni; in der Gallerie der Grafen Raezinski eine Maria; in dem Museum zu Dresden ein Heiland mit der Dornenkrone u. ein Johannes; in der Pinakothek zu München ein Leichnam Christi; mehrere Gemälde in den Gallerien zu Florenz u. im Louvre zu Paris.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 3. Altenburg 1857, S. 134-135.
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