Reihing

[5] Reihing, Jakob, geb. 1579 in Augsburg, studirte in Ingolstadt bei den Jesuiten u. trat später in den Orden; er wurde erst Lehrer der Philosophie u. Theologie in Ingolstadt, dann in Dillingen u. 1614 Hofprediger beim Pfalzgrafen Wolfgang von Neuburg, welchen er nach seinem Rücktritt zur Katholischen Kirche bei der Gegenreformation in seinem Lande eifrigst unterstützte; im Jan. 1621 verließ er aber seinen Dienst, trat in Wittenberg zur Protestantischen Kirche über u. wurde 1622 Professor der Theologie in Tübingen, wo er 5. Mai 1628 starb. Er schr.: Muri civitatis sanctae, Köln 1615; Excubiae evangelicae civitatis sanctae, 1617; Enchiridium catholicum; Laquei pontificii contriti, 1621; Retractation des falschgenannten katholischen Handbuchs, Tüb. 1626, 2. Bde.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 14. Altenburg 1862, S. 5.
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