Collin [3]

[262] Collin, 1) Heinr. Josephv. C., geb. 26. Dec. 1772 in Wien; war erst Hofrath bei der geheimen Credithofcommission, machte den Feldzug 1809 als Landwehroffizier mit u. st. 1811 in Wien. Er schr. die Trauerspiele: Regulus, Berl. 1802; Coriolan, 1804; Polyxena, 1804; Balboa, 1806; Bianca della Porta, 1808; Mäon, 1809; die Horatier u. Curiatier, 1810; zusammen Berl. 1828, 3 Bde.; Landwehrlieder, ebd. 1809; Lyrische Gedichte, ebd. 1812; Gesammelte Werke, ebd. 1812–14,[262] 6 Bde. 2) Matthaus v. C., Bruder des Vorigen, geb. 1779 in Wien; wurde 1808 Professor der Ästhetik in Krakau, 1813 der Philosophie zu Wien, 1815 Erzieher des Herzogs von Reichstadt u. st. 1824. Seine Trauerspiele u. Opern: Marius, Der Tod Friedrichs des Streitbaren, Bela's Krieg mit dem Vater, Butes, Cyrus u. Astyages u.a., erschienen gesammelt in: Dramatische Dichtungen, Pesth 1815–17, 4 Bde.; Nachgelassene Gedichte, Wien 1827, 2 Bde. Er war auch seit 1813 Redacteur der Wiener Literaturzeitung. 3) Jonas, geb. 1776 in Kopenhagen, trat 1796 in den Staatsdienst, wurde dänischer Conferenzrath, Deputirter der Rentkammer u. Mitglied der Finanzdeputation; er nahm bes. thätigen Antheil an der Anlegung eines Hafens in Helsingör u. der Errichtung der Sparkasse in Kopenhagen, eines Seebades, Errichtung des Athenäum, Verbesserung des königlichen Theaters etc.; er schr. u.a.: For Historie og Statistik, Kopenh. 1822–25, 2 Bde.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 4. Altenburg 1858, S. 262-263.
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