Odo

[214] Odo, altfranzösischer Name für Otto u. Endes; ihn führen außer mehrern Herzögen von Burgund u. Grafen von Blois (s.b., Gesch.): 1) O., Schüler Berno's in Clugny, war Lehrer im Kloster Beaume, wurde mehrmals nach Rom berufen, um Streitigkeiten zwischen Fürsten zu schlichten u. Klöster zu reformiren, u. folgte 927 als Abt in Clugny; er verschärfte die Regel Benedicts durch Zusätze u. strenge Übungen u. wurde so Reformator des Ordens; er st. 941. 2) (Odoardus), vorher Mönch, seit 1105 Bischof von Cambray, wurde von Heinrich IV. vertrieben, weil er von ihm die Investitur nicht annehmen wollte, u. st. 1113. Er war der größte Gelehrte im 11. u. 12. Jahrh. u. gab eine Tetrapla über die Psalmen heraus; seine Opuscula sacra stehen im 15. Bd. der Kölner Ausg. der Bibliotheca Patrum.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 12. Altenburg 1861, S. 214.
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