Quandt

[736] Quandt, 1) Arzt zu Niesky bei Görlitz; st. 1806; Erfinder der Glaslattenharmonika; er schr.: Versuche über die Äolsharfe, 1795; Über Harmonie, 1798 etc. 2) Johann Gottlob von Q., geb. in Leipzig 1787; war erst Kaufmann, ging 1811 u. 1820, um die Kunst zu studiren, nach Italien, lebte später in Dresden u. auf seinem Gute Dittersbach bei Stolpen, wo er 18. Juni 1859 starb. Er war ausgezeichnetals Kunstkenner, bes. in der Malerei, machte sich durch Lehre u. Unterstützung um unbemittelte junge Künstler sehr verdient u. schr.: Vermächtniß eines alten Komödianten an seinen Sohn, Bresl. 1801; Geschichte der Kupferstechkunst, Lpz. 1827; Reisen nach Italien, ebd. 1818, 2 Bde.; Briefe aus Italien, Gera 1830; Beobachtungen u. Phantasien über Menschen, Natur u. Kunst auf einer Reise ins südliche Frankreich, Lpz. 1846; Leitfaden zur Geschichte der Kunst, ebd. 1852; Verzeichniß meiner Kupferstichsammlung, ebd. 1853; Begleiter durch die Gemäldesäle des Museums zu Dresden, Dresd. 1856; übersetzte Lanzi's Geschichte der Malerei in Italien, ebd. 1830–33, 3 Bde.; u. gab in Prag 1811–14 einen Allgemeinen deutschen Theateranzeiger heraus.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 13. Altenburg 1861, S. 736.
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