Süß-Oppenheimer

[112] Süß-Oppenheimer, Jude u. Banquier in Württemberg, half dem Herzog Karl Alexander Don Württemberg durch Darlehen aus manchen Verlegenheiten, weshalb dieser 1733, als er die Negierung antrat, ihn zu seinem Finanz- u. Premierminister ernannte. S. ergriff aber so ungerechte u. drückende Mahregeln in der Verwaltung u. erlaubte sich solche Gewaltschritte gegen die Stände, welche sich seinen Maßregeln widersetzten, daß er sich den allgemeinen Haß zuzog. Nach dem Plötzlichen Tode des Herzogs wurde S. 14. Mai 1737 von dem Administrator u. Vormund des Erbprinzen Karl Eugen, Karl Rudolf, verhaftet u. 4. Febr. 1738 in einem eisernen Käfig gehenkt, s. Württemberg (Gesch.). Hauff hat dessen Geschichte in der Novelle Jud Süß erzählt.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 17. Altenburg 1863, S. 112.
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