Schels

[129] Schels, Johann Bapt. von S., geb. 1780 in Brünn, trat 1798 in österreichische Kriegsdienste, wurde 1804 Fähnrich u. machte als solcher den Feldzug 1805 mit; nachdem er 1809 zum Hauptmann im Pionniercorps ernannt war, kam er 1810 in den Generalquartiermeisterstab; seit 1813 machte er den Befreiungskrieg mit u. starb als Oberst im Generalquartiermeisterstabe 8. Oct. 1847 in Wien. Er schr.: Leichte Truppen, kleiner Krieg, Wien 1814, 2 Bde.; Vorpostendienst der Jäger, ebd. 1817; Das Pionnierdienstreglement, ebd. 1818; Militärische politische Geschichte der Länder des österreichischen Kaiserstaats, ebd. 1819–37, 10 Bde.; Die Feldzüge der Österreicher in Italien in den Jahren 1733–35, ebd. 1824; Geschichte des süd-östlichen Europa unter der Herrschaft der Römer u. Türken, ebd. 1826, 2 Bde.; Beiträge zur Kriegsgeschichte u. Kriegswissenschaft, ebd. 1828–31, 12 Bde.; Der Felddienst, ebd. 1840, 4 Bdchn.; Biographie des Herzogs Ferdinand von Württemberg, ebd. 1841; Die Operationen der verbündeten Heere gegen Paris im März 1814, ebd. 1841, 2 Bde.; Kriegsscenen, Pesth 1843, 2 Bde.; Kriegsgeschichte der Österreicher, Wien 1844–45, 2 Bde. in 4 Theilen. Er redigirte auch seit 1818 die Österreichische militärische Zeitung.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 15. Altenburg 1862, S. 129.
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