Schmaltz

[312] Schmaltz, Moritz Ferdinand, geb. 18. Juni 1789 in Stolpen in Sachsen, wo sein Vater Acciseinspector war; erhielt seine Vorbildung seit 1798 auf der Fürstenschule in Meißen, studirte seit 1894 in Leipzig u. später in Wittenberg Theologie, wurde[312] dann Hauslehrer daselbst, 1814 Pastor in Wehlen bei Pirna, 1816 Pastor bei der Evangelischen Gemeinde Augsburgischer Confession zu Wien u. zugleich Referent im Protestantischen Consistorium, 1819 Pastor zu Neustadt-Dresden, 1833 Hauptpastor an der Jakobikirche zu Hamburg u. 1855 zugleich Protoscholarch u. Senior des Geistlichen Ministeriums; er st. 15. Febr. 1860 in Hamburg. Er schr.: Handbuch des canonischen Rechts, Berlin 1815; Predigten, 1. Jahrg., Dresd. 1820, 2 Bde., 2. Aufl. ebd. 1822; 2. Jahrg. ebd. 1822, 2 Bde.; Predigten, Hamburg 1834–43, 40 Bde.; Erbauungsstunden für Jünglinge u. Jungfrauen, Lpz. 1823, 10. A. ebd. 1856; Epistelpredigten, Lpz. 1825, 3 Bde., 2. A. 1828; Predigten über auserlesene Abschnitte der heil. Schrift, ebd. 1827, 2 Bde.; Passionspredigten, Hamb. 1836–44, 10 Bdchen., ebd. 1846, 2 Bde.; Neue Predigten über die in Hamburg neu angeordneten biblischen Abschnitte, Lpz. 1843–53, 22 Bde.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 15. Altenburg 1862, S. 312-313.
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