Lwow [2]

[892] Lwow, 1) Alexei Fedorowitsch von, Violinist und Komponist, geb. 6. Juni 1799 zu Reval in Esthland, gest. 7. Jan. 1871 auf seinem Gut bei Kowno, erhielt früh eine gründliche Ausbildung auf der Violine und setzte seine Studien, auch nachdem er in den Militärdienst getreten war, mit Eifer fort, so daß er zugleich die Stellung eines Generalmajors und Adjutanten des Kaisers Nikolaus und eines Dirigenten der Hofsängerkapelle (1837–61) und Inspektors des Musikunterrichts an den Schulen bekleiden konnte. Wegen Verlust des Gehörs lebte er zuletzt zurückgezogen. L. ist der Komponist der zur Enthüllung des Alexanderdenkmals von Schukowskij gedichteten russischen Nationalhymne: »Den Zaren schütze Gott« (1833), brachte mehrere OpernBianca e Gualterio«, 1845; »Undine«, 1848; »Starosta«, 1854), ein Oratorium »Stabat mater« zur Ausführung, gab eine Reihe Violinkompositionen (Konzert, Duett, Quartett u.a.), eine Violinschule (deutsch: »Ratschläge für angehende Violinschüler«, Petersb. 1860) heraus und schrieb auf Grund seiner reichen Sammlung der russischen Kirchengesänge: »Über den freien und nicht symmetrischen Rhythmus des altrussischen Kirchengesangs« (1859). Vgl. seine 1884 erschienene Selbstbiographie (2. Aufl., Petersb. 1896); E. N. Lwow, Memoiren (das. 1880).

2) Fürstin, Malerin, s. Parlaghy (Vilma).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 12. Leipzig 1908, S. 892.
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