Ranke, Hans Rudolph

[1345] Ranke, Hans Rudolph, geb. 31. Mai 1849 zu Kaiserswerth a. Rh., studierte in Bonn und Halle a. S., unter Richard von Volkmann, dessen Assistent er lange Jahre war, promovierte daselbst 1874 mit der Diss. »Über Luxationen an den Lendenwirbeln«, [1345] habilitierte sich 1876 als Privatdozent in Halle (»De pressione intra-articulari genus experimentorum pars prior«) und wurde 1878 als ord. Prof. der Chirurgie nach Groningen berufen (Antrittsrede: »Die Umwandlungen in der Chirurgie durch Einführung der Antisepsis«), wo er jedoch bereits nach längerer Krankheit Januar 1887 starb. Nach Daniels (im älteren Lexikon) war R. ein ausgezeichneter Lehrer, der sich um sein neues Vaterland durch Förderung der antisept. Wundbehandlung, sowie durch testamentar. Überlassung seiner kostb chir. Bibliothek an d. Groninger Univ. verdient gemacht hat. Er veröffentlichte verschiedene Aufsätze im Cbl. f. Ch., A. f. kl. Ch., D. Z. f. Ch., D. m. W., B. k. W. u. in verschiedenen Verhandlungen des deutschen Chirurgen-Kongresses, in der Naturforscherversammlung; auch sind unter seiner Leitung einige verdienstvolle chir. Dissert. durch seine Schüler verteidigt worden.

Quelle:
Pagel: Biographisches Lexikon hervorragender Ärzte des neunzehnten Jahrhunderts. Berlin, Wien 1901, Sp. 1345-1346.
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