Bachof von Echt

[125] Bachof von Echt, Familie, 1525 vom Kaiser Karl V. geadelt, besaß in der Gegend von Köln mehrere Güter, die sie der Religion wegen verließ. Einige wandten sich nach Sachsen, andere nach Ingermanland, erwarben bedeutende Güter, die sie aber wieder verloren u. daher ihren Adel verläugneten, bis 1683 Joh. Friedrich B. seinen Adel wieder erneuerte u. 1693 Freiherr ward. Merkwürdig sind: 1) Reiner, geb. 1544 zu Köln; 1569 Kaufmann zu Leipzig, 1585 Rathsherr u. 1588 Bürgermeister; mußte 1593 als Reformirter Leipzig verlassen, begab sich nach Zerbst u. 1594 nach Heidelberg, wo ihn der Pfalzgraf anstellte; er st. 1614; schr.: Catechesis Palatinatus; 2) Reinhard, Sohn des Vorigen, geb. 1575 zu Leipzig; seit 1613 Professor der Politik u. später der Rechte zu Heidelberg; ward 1622, von dort vertrieben, Katholik, wieder Protestant u. st. 1633 (nach And. 1640) zu Heidelberg; schr.: De pignoribus et hypothecis, Frankf. 1656; De actionibus, ebd. 1657; Commentarius in I. partem pandectarum, Speier 1630, Stuttg. 1661; Comment. in lib. IV institution., Frankf. 1628, 1661 u. 1665 u. m. a.; 3) Ludw. Heinrich, geb. zu Gotha 1725; dänischer geheimer Rath u. Gesandter in Spanien, Dresden u. Regensburg; st. auf seinem Gute Dobitschen bei Altenburg 1792; schr.: Versuch in geistlichen Liedern, Altenburg 1771.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 2. Altenburg 1857, S. 125.
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