Dingler

[159] Dingler, Johann Gottfried, geb. 2. Jan. 1778 in Zweibrücken, wo sein Vater Leinweber war; er trat bei einem Apotheker in Oppenheim am Rhein in die Lehre, war 1793–95 als Feldapotheker in der preußischen Armee angestellt u. übernahm 1800 eine Apotheke in Augsburg. Hier gründete er auch 1806 eine chemische Fabrik u. beschäftigte sich viel mit der Vervollkommnung der Färbekunst u. des Zeugdruckes, um die er sich große Verdienste erwarb; er selbst war auch eine Zeitlang in Besitz einer Kattundruckerei zu Augsburg. 1845 zog er sich von den Geschäften zurück u. starb 19. Mai 1855. Er schr.: Journal für die Zitz-, Kattun- od. Indiennendruckerei etc., Lpz. u. Augsb. 1806 u. 1807, 2 Bde.; Neues Journal für die Indiennen- od. Baumwollendruckerei[159] etc., ebd. 1815–17, 4 Bde.; Beschreibung u. Abbildung mehrerer Dampfapparate zur Benutzung der Wasserdämpfe zum Kochen u. Heizen, Augsb. 1818; Magazin für die Druck-, Färbe- u. Bleichkunst, Augsb. u. Lpz. 1818–20, 3 Bde. Mit W. H. v. Kurrer gab er heraus: Neues englisches Färbebuch von E. Bankroft, aus dem Englischen von I. A. Buchner, Nürnb. 1817 u. 1818, 2 Bde.; Grundriß der Färberei von I. B. Vitalis, aus dem Französischen von I. H. Schultes, Stuttg. u. Tüb. 1824, eine neue Auflage besorgte sein Sohn Emil Maximilian D., ebd. 1839. Das von ihm im Jahre 1820 begonnene Polytechnische Journal (Stuttg. u. Augsb.), dessen Redaction sein Sohn längere Zeit mit übernahm, wird von dem Letzteren noch fortgeführt.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 5. Altenburg 1858, S. 159-160.
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