Baugeräte

[574] Baugeräte (Baugeschirr) heißt man das von dem Unternehmer bezw. der Bauverwaltung häufig gebrauchte, in den Bauhöfen vorrätige Inventar.

Mit Ausnahme der sehr kostspieligen, nur in wenigen besonderen Fällen nötigen Einrichtungen, z.B. für Luftdruckgründung, Massenaushub, Lokomotivtransport, Tiefbohrungen u.s.w., die meist nur von Großunternehmern gehalten werden können, sollten alle jene Geräte vorhanden sein, die bei einfacheren Hochbauten, Straßenbauten, Wasserbauten u.s.w. fast täglich Verwendung finden. Hierher gehören z.B. die folgenden: Aexte, Baupumpen, Beile, Blechscheren, Dreifüße, Eimer, Erdbohrer, Feldschmieden, Flaschenzüge, Hacken, Handbagger, Haspel, Hebeisen, Hebel, Hebeladen, Heber, Kalkfässer, Kalktragen, Kippwagen, Leitern, Mörtelpfannen, Niethämmer, Pickel, Rammen, Rollbahnen, Rollwagen, Sandgitter, Schaufeln, Schlegel, Schraubstöcke, Schubkarren, Seile, Stocklaternen, Wagen, Winden, Zangen u.s.w. Meißens versteht man unter Baugeräten auch die beim Bau nötigen Meßgerätschaften: Hohlmaße für Zement, Sand u.s.w., Maßlatten, Setzlatten, Senkel u.s.w.

Quelle:
Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 1 Stuttgart, Leipzig 1904., S. 574.
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