Regeln der Kunst

[698] Regeln der Kunst. Die Meistersinger faßten alle Regeln ihrer Kunst in eine bestimmte Sing- und Reimordnung, die Tabulatur, zusammen. Das Wort übertrug sich im Sinne der Zusammenfassung von Regeln auf andre Künste, man tanzte, schnürte sich nach der Tabulatur (im sächsischen Erzgebirge noch heute erhalten als Tippeltappeltur). Für das Fremdwort kam schon früh der deutsche Ausdruck auf und seitdem wurde »nach allen R. d. K.« gefochten, getrunken etc.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 16. Leipzig 1908, S. 698.
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