Alabaster [1]

[251] Alabaster (Alabasterstein), eine Gypsart, nach der ägyptischen Stadt Alabastron benannt; man unterscheidet: a) körniger A. (Alabastrit, körniger od. schuppiger Gyps), der in großen Massen, derb, körnig od. schuppig vorkommt, wenig durchscheinend ist, große Gypsberge bildet, zur Übergangs- od. Flötzzeit gebildet ist, oft Quarz-, Borazit- u. a. Krystalle, auch Versteinerungen enthält; Farbe: weißlich gelb, röthlich, grau, gefleckt, streifig (Onychit) etc., aus verschiedenen Ländern (Schweiz, Deutschland, England, Spanien etc.); b) dichter A. (eigentlicher A., dichter Gyps), derb, splitterig, sehr körnig, an den Kanten durchscheinig, Farbe: weiß in verschiedene andere Farben überspielend in Tyrol, Württemberg, Thüringen, am Harz etc. Im Alterthum hieß er Alabastrītes, kam aus Ägypten, Syrien, Kappadocien, Indien, u. wurde wie bei uns gebraucht. Dieser, bes. wenn er weiß mit rothen u. grünen Lagen durchzogen ist (Band-A.), wird vorzüglich bei Kunstbauen, zu Dosen, Bechern, Leuchtern, Gefäßen u. dgl. Figuren von den Alabasterern verarbeitet. Nächst dem Gyps-A. nennt man auch einen durchscheinenden, blätterigen Kalksinter A. (Kalk-A.).

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 1. Altenburg 1857, S. 251.
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