Mittelfranken

[329] Mittelfranken, Kreis im Königreich Baiern, 1838 gebildet aus dem größten Theil des früheren Rezatkreises, doch ohne die Landgerichte Herzog-Aurach, Hiltpoltstein, Monheim, Nördlingen, Wemding, Bissingen, Harburg, Mönchsroth, Öttingen-Wallerstein u. mit den Landgerichten Beilngries, Eichstädt, Kipfenberg (vom Regenkreis); 138,75 QM. mit 537,492 Ew. (Ende 1858); grenzt an Ober- u. Unterfranken, Oberpfalz, Oberbaiern, Schwaben u. Württemberg, liegt auf der Fräukischen [329] Terrasse u. erreicht im Osten u. Süden den Frankenjura (Fränkische Alp mit dem Hahnenkamp u. Hesselberg); Flüsse: Regnitz (mit Rezat, Pegnitz u. Aisch) u. Altmühl, welche beide der Ludwigskanal verbindet, u. Tauber; der Boden ist sehr fruchtbar u. reich bewaldet; Viehzucht, Acker-, Tabak-, Wein-, Gemüse-, Obst- u. Hopfenbau, in den Städten lebhafte Industrie; Eintheilung in 8 unmittelbare Städte u. 32 Landgerichte; Hauptstadt: Ausbach; die wichtigste Stadt des Kreises ist Nürnberg.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 11. Altenburg 1860, S. 329-330.
Lizenz:
Faksimiles:
329 | 330
Kategorien: