Preller [2]

[475] Preller, 1) Friedrich, geb. 1804 in Eisenach, widmete sich Anfangs dem Forst- u. Jagdwesen, begann seit 1819 in Weimar die Studien der Landschaftsmalerei, ging zu diesem Zwecke 1821 nach Dresden, studirte seit 1823 in Antwerpen unter Van Brée, seit 1825 in Italien, kehrte 1831 nach Weimar zurück u. wurde dort großherzoglicher Hofmaler u. Professor. 1859 ging er auf zwei Jahre nach Rom, um zu seinen Odysseebildern Studien zu machen. Seine ersten Compositionen zur Odysse führte er in Leipzig als Wandgemälde aus, die neuen größeren in einer Halle zu Weimar, wo im Schlosse sich auch seine Wandbilder nach Wielands Dichtungen u. eine Anzahl historischer Landschaften u. Seestücke in Öl befinden. Andere der letzteren sind durch ganz Deutschland zerstreut. 2) Ludwig, geb. 1809 zu Hamburg, studirte seit 1828 Philologie in Leipzig, Berlin u. Göttingen, war dann akademischer Lehrer in Kiel, 1838–43 Professor u. Collegienrath in Dorpat, bereiste hierauf Italien, las seit 1844 in Jena Collegia u. wurde 1846 nach Weimar als Oberbibliothekar u. zum Literaturvortrag bei den fürstlichen Personen berufen; 1852 machte er eine Reise nach Griechenland u. Kleinasien u. st. 21. Juni 1861 in Weimar; er schr. u.a.: Demeter u. Persephone, Hamb. 1837; Griechische Mythologie, Lpz. 1854, 2 Bde., 2. A. 1861, u. Römische Mythologie, Berl. 1858; mit H. Ritter Historia philosophiae graec. et rom., Kiel 1838, 2. A. 1857.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 13. Altenburg 1861, S. 475.
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