Gobelīnus Persōn

[71] Gobelīnus Persōn, weslfäl. Geschichtschreiber des Mittelalters, geb. 1358 in Paderborn, gest. 1421 (nicht 1424 oder 1425) im Kloster Böddeken, trat in die Dienste Papst Urbans VI., kehrte 1386 nach Deutschland zurück und ward Pfarrer in Paderborn, dann Dechant des Kollegiatstifts in Bielefeld und verfaßte ein »Kosmidromius«, eine Weltgeschichte bis 1418, die in einer ersten Redaktion nur bis 1406 geführt war (gedruckt bei Meibom, Scriptores, I, und neuerdings kritisch hrsg. von Jansen Münst. 1900). Vgl. A. Bayer, Gobelinus Person (Leipz. 1875).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 8. Leipzig 1907, S. 71.
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