Furien (Mythologie)

[283] Furien (Mythologie). Der Begriff, den sich die Römer von den ihnen aus dem Griechischen zugekommenen Rachegöttinnen, Erynnien, Eumeniden (s. letztere), machten, scheint von dem ursprünglichen etwas abgewichen zu sein. Während sie in Griechenland meist in edler und erhabener Schönheit dargestellt wurden, und zugleich das Princip der Sühne andeuteten, die versöhnenden Gottheiten waren, bildeten die spätern Künstler Roms sie immer schrecklicher und scheuslicher ab, und so stellte sich immer mehr die noch wurzelnde Idee fest, sich diese furchtbaren Göttinnen als unversöhnliche Scheusale zu denken, so daß sich auch selbst in den deutschen Sprachgebrauch die Benennung einer Furie eingebürgert hat, wenn man ein rasendes, wüthendes, alle Grenzen der Sitte und des Anstandes[284] überschreitendes, und sich blinder Leidenschaft überlassendes, weibliches Wesen bezeichnen will.

–ch–

Quelle:
Damen Conversations Lexikon, Band 4. [o.O.] 1835, S. 283-284.
Lizenz:
Faksimiles:
283 | 284
Kategorien:
Buchempfehlung: Rick, Karin: Furien in Ferien ISBN-13 9783896561015
Empfehlung

Rick, Karin

Furien in Ferien

Furien in Ferien
Querverlag, 2004. 357 S., 3896561014, 14,90 €.
Drei Wienerinnen machen Ferien im liebsten Urlaubs-ort der Lesben: Skala Eressos auf Lesbos, dem Geburtsort Sapphos. Doch die Tage voll mit ... weiterlesen
Bookmarks
delicious wong linkarena google