Feer-Herzog

[378] Feer-Herzog, Karl, schweizer. Staatsmann und Nationalökonom, geb. 23. Okt. 1820 zu Rixheim im Elsaß, gest. 16. Jan. 1880 in Aarau, wurde auf Wunsch seines Vaters in Aarau Industrieller, war seit 1852 Mitglied des Großen Rates, 16 Jahre Präsident der Staatsrechnungskommission und zweimal Präsident des Großen Rates selbst. 1867 leitete er als Generalkommissar die schweizerische Abteilung auf der Pariser Weltausstellung und war seit 1865 als Vertreter der Schweiz bei den Konferenzen der Staaten des lateinischen Münzbundes, in denen er für den Übergang zur Goldwährung eintrat, hervorragend tätig. Von seinen Schriften sind hervorzuheben: »L'unification monétaire internationale« (Genf 1869); »La France et ses alliés monétairesen présence de l'unification universelle des monnaies« (Par. 1870); »Gold oder Silber« (Aarau 1874); »Bericht an den schweizerischen Handels- und Industrieverein über den gegenwärtigen Stand der Münzfrage« (Zürich 1878).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 6. Leipzig 1906, S. 378.
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