Hannak

[776] Hannak, Emanuel, österreich. Schulmann, geb. 30. Mai 1841 in Teschen, gest. 27. Febr. 1899 in Wien, wurde 1866 Professor am Leopoldstädtischen Realgymnasium in Wien, zugleich Dozent für alte Geschichte an der Universität, 1870 Lehrer an der städtischen Fortbildungsanstalt für Lehrer und Lehrerinnen, 1874 Leiter des neuen Lehrerseminars zu Wiener-Neustadt und 1881 als Nachfolger von Dittes Direktor am Wiener Pädagogium. Außer weitverbreiteten Lehrbüchern der Geschichte für Mittelschulen, Lehrer- u. Lehrerinnen-Bildungsanstalten etc. schrieb[776] er: »Das Museum und die Bibliotheken zu Alexandria« (Wien 1867, Programm); »Das Historische in den Persern des Äschylos« (1868, Programm); »Appianus und seine Quellen« (1869); »Berichte über das österreichische Unterrichtswesen« (1873); »Über den Geschichtsunterricht« (1873); »Lehrbuch der österreichisch-ungarischen Geschichte« (1884); »Methodik des Unterrichts in der Geschichte« (1891). Mit Umlauft gab H. einen »Historischen Schulatlas« (Wien 1886 u. ö.) heraus, und mit Dittes unternahm er die 4. Auflage von K. Schmidts »Geschichte der Pädagogik«, deren erster Band: »Geschichte der Pädagogik des Altertums« (Köthen 1889), von seiner Hand wesentlich überarbeitet ist. Für das Jubiläumswerk: »Wien 1848–1888« (1888) schrieb H. den Abschnitt »Schule«; als Ehrenmitglied der Industrial Education Association zu New York schrieb er für deren Publikationen: »The training of teachers in Austria« (1889).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 8. Leipzig 1907, S. 776-777.
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