Schulze-Smidt

[77] Schulze-Smidt, Bernhardine, Schriftstellerin, geb. 19. Aug. 1846 auf dem Gute Dunge bei Bremen als Tochter eines Bremer Senators und Enkelin des Bürgermeisters Johann Smidt, machte weite Reisen, verheiratete sich 1869 mit dem Regierungsassessor Ernst Schulze, lebte nach dessen Tode (1886) zwei Jahre in München und kehrte 1888 nach Bremen zurück. Ihre Hauptwerke sind die Romane und Novellen: »Inge von Rantum« (zuerst unter dem Pseudonym E. Oswald, Kobl. 1881; 7. Aufl. 1906), »Wenn man liebt« (Bielef. 1891), »In Moor und Marsch« (das. 1893, 3. Aufl. 1906), »So wachsen deiner Seele Flügel« (Stuttg. 1895, 2 Bde.; 2. Aufl. 1897), »L'Omicida. Il Bricconcello«, Novellen (Dresd. 1895), »Pave der Sünder« (Stuttg. 1896), »Weltkind« (2. Aufl., Dresd. 1898), »Eiserne Zeit«, Familiengeschichte aus den Befreiungskriegen (Bielef. 1899, 2. Aufl. 1902), »Die Drei« (Dresd. 1899), »Ringende Seele« (Stuttg. 1899), »Leiden« (Dresd. 1901), »Ein Bruder und eine Schwester« (das. 1902), »Im finstern Tal« (das. 1903), »Drei Freundinnen« (Stuttg. 1903), »Demoiselle Engel« (das. 1904, 4. Aufl. 1906), »Magnus Collund« (Dresd. 1904), »Hinter den Wäldern« (das. 1906). Auch machte sie sich durch ansprechende Jugendgeschichten bekannt (»Jugendparadies«, »Tiny und Tinys Gespielen«, »Aus dem goldenen Buche« u. a.).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 18. Leipzig 1909, S. 77.
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