Sommersprossen

[593] Sommersprossen (Sommerflecke, Ephelides), kleine, rundliche, bräunliche, im Niveau der Haut liegende Flecke, die besonders bei blonden und rothaarigen Menschen und zwar meist an den unbedeckten Stellen der Haut, aber auch am Rumpf vorkommen und auf der Ablagerung eines bräunlichen Pigments in den oberflächlichen Hautschichten beruhen. Während des Sommers werden sie in der Regel unter dem Einfluß des intensivern Lichtes, auch bei Abhaltung der Sonnenstrahlen, dunkler, blassen aber[593] während des Winters ab. Durch Mittel, die eine Abstoßung der Epidermis mit Einschluß ihrer tiefern pigmenthaltigen Schichten bewirken, kann man die S. vertreiben; sie kehren aber leicht wieder. Auf diese Weise wirken Einreibungen mit grüner Seife und Seifenspiritus (während der Nacht) und Umschläge mit einprozentiger Lösung von Sublimat (Quecksilberchlorid, höchst giftig!). Man läßt diese Umschläge nur einige Stunden lang wirken und schützt Auge, Mund und Nase vor der Flüssigkeit.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 18. Leipzig 1909, S. 593-594.
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