Aus den Anmerkungen zur Ersten Auflage (1893)

[828] Vers 33-43. Vergl. das wunderbare 3. Suttam des I. Teiles des Aṉguttaranikāyo, welches mit den zwei Sätzen beginnt:

»Nicht kenne ich, ihr Mönche, irgendetwas, das also unerzähmt unschmiedsam ist, wie das Herz: das Herz, ihr Mönche, ist unerzähmt unschmiedsam.

Nicht kenne ich, ihr Mönche, irgendetwas, das also erzähmt erschmiedsam ist, wie das Herz: das Herz, ihr Mönche, ist erzähmt erschmiedsam.«


38. pariplavapasādassa: des flatterhaft Befriedigten, VF: »(animi) tranquillitate vacillantis«, AW: »von umherschwankender Klarheit«, MM: »if his peace of mind is troubled«, JG: »with wavering faith«, LVSCH: »dem rechter Seelenfrieden fehlt«; es ist einfach ein Tatpuruṣam: der pasādo ist pariplavam, seine Zufriedenheit ist flatterhaft, bald findet sie da, bald dort Genüge. Die wörtliche Übersetzung ist die kräftigste.


44. 45. dhammapadam ist hier in seiner eigentlichen Bedeutung, Pfad der Wahrheit, Pfad der Lehre, zu verstehn. MM hat das richtig erkannt: »path of virtue«; AW: »Lehrsprüche«, JG: »scriptural texts«, VF: »versus legis«. – Zur Erläuterung des wichtigen Begriffes sekho dient das Sekhasuttantam des Majjhimanik., II. I. 3., ferner Aṉguttaranik. III. Teils 84. Suttaṃ:

»›Kämpfer, Kämpfer‹, o Herr, so sagt man. Inwiefern denn, o Herr, ist man Kämpfer?«

»Man kämpft, o Mönch, deshalb heißt man Kämpfer.«

»Weshalb kämpft man?«

»Um hohe Tugend kämpft man, um hohes Streben kämpft man, um hohe Weisheit kämpft man: deshalb, o Mönch, heißt man Kämpfer.«

Siehe auch das schöne 84. Itivuttakam.


49. aheṭhayam gehört ohne Zweifel zu pupphaṃ vaṇṇagandham: eine schöne, duftende, milde (d.h. ihren Honigseim ohne Zögern, sanft gewährende) Blume. VF, AW, MM etc. beziehn aheṭhayam auf bhamaro, bez. auf muni, was aber entschieden sinnlos ist. [828] Nicht daß die Biene oder der Mönch beim Empfangen des Almosens den Geber beleidigen möchten, wohl aber, daß dieser den Bettler hart anlassen könnte: das ist gemeint. – Vergl. GOETHES merkwürdig verwandtes Gedicht:


An die Thüren will ich schleichen,

Still und stittsam will ich stehn;

Fromme Hand wird Nahrung reichen,

Und ich werde weiter gehn.

Jeder wird sich glücklich scheinen,

Wenn mein Bild vor ihm erscheint;

Eine Thräne wird er weinen,

Und ich weiß nicht, was er weint.


55. tagaram: der Eva-(Apfel-)Baum, tabernaemontana coronaria.


59. Der Vergleich mit dem Lotus ist in indischen Schriften, wie bekannt, häufig anzutreffen. A. GRISEBACH bemerkt feinsinnig: »Unter den Wasserpflanzen, die an der Üppigkeit der tropischen Vegetation Theil haben, sind die Lotusblumen oder Nymphaeen hervorzuheben, nicht als ob sie für die Physiognomie der indischen Landschaft bedeutender erschienen als in den übrigen Ländern der heißen Zone, sondern wegen ihres Einflusses auf die religiösen Ideen einer kontemplativen Richtungen ergebenen Bevölkerung. Hier war es, wo seit den ältesten Überlieferungen die ausgebreitet schwimmende, in reiner Färbung prangende Lotusblume durch die Symmetrie ihres Baus und die Fülle der Organe als ein Symbol der nach allen Richtungen gleichmäßig schaffenden, erneuernden, künstlerisch bildenden und über dem Unorganischen ruhenden Organisationskraft die Vorstellungen des Menschen über seine Bestimmung so tiefsinnig ergriffen hat.« (Die Vegetation der Erde, 2. Auflage. Leipzig 1884, vol. II., p. 35.)


62. puttā m'atthi dhanaṃ m'atthi iti bālo vihaññati: »ich habe Kinder, habe Geld«, geschlagnen Geistes denkt's der Tor – vihaññati, Aus den Anmerkungen zur Ersten Auflage (1893), bedeutet hier, in auffallender Übereinstimmung mit unserem Sprachgebrauch, mit Blindheit geschlagen.


83. uccāvacam, ein schrilles Wort, betrachte ich als Bahuvrīhikompositum, metri causā verkürzt aus uccāvacanam; cf. uccāsaddo. Mit dieser Ableitung stimmt lapayanti vortrefflich, während das adv. uccāvaco erst auf metaphorischem Umwege ein weniger anschauliches Bild liefert. VF: »varium (habitum)«, AW: »bald hoch, bald tief«, MM: »elated or depressed«, JG scheint sich durch »how« herausgeholfen zu haben. – Zugunsten meiner Auffassung spricht der von FAUSBÖLL sehr mißverstandene 959. Vers des Suttanipāto, wo nigghosesayanāsane den uccāvacesu sayanesu gegenübergestellt wird, die stille Klause den lärmenden Klöstern. Cf. auch die vv. 703 und 792, welche eine doppelte Lösung zulassen.

Bemerkenswert ist der bei verschiedenem Ausdrucke gleiche Gedanke des BOETHIUS, Cons. philos. lib. I. in fine:


Tu quoque si vis

Lumine claro

Cernere verum,

Tramite recto

Carpere callem:

Gaudia pelle,

Pelle timorem;

[829] Spemque fugato,

Nec dolar adsit.


92. 93. Vergl. die ähnlichen Verse im Udānam VIII, 10, wo der Buddho von einem Mönche, der eben erloschen ist, sagt: Gleichwie der rotglühend geschlagene Schmiedehammer allmählich erkaltet und man nicht sehn kann, wohin die Glut geht, so auch läßt sich der Gang des vollkommen Erlösten nicht offenbaren.


95. indakhīlo ist nicht »Indra's bolt«, sondern nur das Steingetäfel vor der Haustüre, über welches fortwährend hin und her geschritten wird, und das doch, bei allem Aufruhr, stets ruhig bleibt. Vergl. CHILDERS s.v.; Suttanipāto v. 229; Theragāthā 663.


102. Hier, wo von atthapadam, gāthāpadam etc. die Rede ist, heißt padam Versfuß, Verszeile; dhammapadam ist daher an diesem Orte durch »Wahrheitspruch« wiederzugeben, was AW erkannt hat: »Lehrspruch«.


129. attānam upamaṃ katvā, wörtlich: sich selbst als Gleiches gemacht habend, d.h. sich selbst in sie versetzt habend. – Siehe Suttanipāto v. 705:


Yathā aham tathā ete,

Yathā ete tathā aham:

Attānam upamam katvā

Na haneyya, na ghātaye –


und besonders das im besten Sinn humane Schlußkapitel des Khuddakapāṭho, wo es heißt: Wie eine Mutter zeitlebens auf ihr einziges Kind sieht, solchen Sinnes erweitere man sein Herz für alle Wesen, schließe man in das unbeschränkte liebevoll die ganze Welt ein. Vergl. v. 149 der Bruchstücke der Reden.

Die freundliche Gesinnung gegen die Tiere findet ihren künstlerischen Ausdruck nicht nur in den Texten sondern auch sehr innig in den alten und modernen plastischen und malerischen Darstellungen aller Länder des Buddhismus. Ähnlich dem heiligen FRANZ VON ASSISI, dem Bruder der Natur, sehn wir GOTAMO BUDDHO oft von ihm huldigenden Tieren umgeben abgebildet, und bei seinem Ende strömt alles, was da lebt und atmet, kriecht und fliegt, wilde und zahme Wesen, zur Bahre des Meisters, um ihn noch einmal zu schauen – in dunklem Instinkte zu preisen, daß er auch ihnen zum Heil erschienen ist.


148. Der obige und vorhergehende Vers erinnern an die »Reuelaçion de vn Hermitanno« aus dem 14. Jahrhunderte, wo die anima zum cuerpo spricht:


O cuerpo maldito, vil, enconado,

Leno de fedor e de grand calabrina,

Metieronte en foyo, cubrieronte ayna,

Dexaronte dentro amal de tu grado. etc.


158. 159. Hier liegt der Schlüssel zum Verständnisse der Geschichte des Buddhismus, der seit langem meistverbreiteten und vornehmsten Religion der Erde. Den buddhistischen Missionaren ist es gelungen Zeilon, Barma, Siam, Tibet, China, Japan und andere Länder zu erobern, weil sie durch die Tat der Selbstverleugnung ihrer Lehre dienten; nicht Feuer und Schwert, Gift und Trug, keine Kreuzzüge, Raubkriege und Inquisitionen waren ihre Bundesgenossen. Heute sind allerdings nicht mehr diese die Helfershelfer der beiläufig 40000 christlichen Missionare, sondern nur die moderne Allmacht, das Geld: über 60 Millionen Mark wendet Jahr für Jahr die Mission Europas und Amerikas daran, in Asien und Afrika zu taufen und Konvertiten zu machen. Mit [830] welchem Erfolge zeigt der kernige Artikel »The great missionary failure« vom Canon I. TAYLOR in der Fortnightly Review No. CCLXII, 1. Oktober 1888, wo dieser von echt paulinischem Geiste beseelte Mann statistisch nachweist, daß die Church Missionary Society sogar mit derartig grandiosen Mitteln ungefähr eine Million Jahre zur Bekehrung der Welt nötig hätte – wenn keine Bevölkerungszunahme stattfände, wohlverstanden! Und dabei sind jene verschwindend wenigen Konvertiten fast ausschließlich den entsagungstreuen katholischen Mönchen und der ähnliche Regeln befolgenden indischen Salvation-Army zu danken, während die Missionare ex offo, die mit Weib und Kind hübsch behaglich leben, allgemeine Verachtung genießen und nur in den niedrigsten, moralisch verkommenen Volksschichten käufliche Scheinerfolge zu erzielen vermögen. Inzwischen blüht und treibt der Buddhismus überall in frischer Lebenskraft, auch ohne Geld, und vielleicht wird er einst, vielen zum Heile, als Religion der Menschheit gepriesen werden. Ist es doch die sonderbarste Eigenschaft dieser Welt des Irrtums, daß allein das Wahre standhält, im Laufe der Zeiten.


164. Die Heilsordnung schmähn war damals schon eine gewöhnliche Erscheinung und loko, Welt, wird in den buddhistischen Schriften genau im selben Sinne wie κοσμος im N.T. gebraucht, nämlich als Inbegriff des Gemeinen und Falschen, oder wie LEOPARDI sich in seinem LXXXIV. pensiero so treffend ausdrückt, als »quel lodatore e precettore di tutte le virtù finte, detrattore e persecutore di tutte le vere; quell'avversario d'ogni grandezza intrinseca e veramente propria dell'uomo; derisore d'ogni sentimento alto, se non lo crede falso, d'ogni affetto dolce, se lo crede intimo; quello schiavo dei forti, tiranno dei deboli, odiatore degl' infelici; il quale esso Gesù Cristo dinotò col nome di mondo, ehe gli dura in tutte le lingue cólte insino al presente.«


167. lokavaṭṭano ist zu lesen, nicht -vaddhano, ein Fehler, den die Kopisten und Scholiasten immer wieder begehn (vergl. Dīghanikāyo No. 11), in den wir aber nicht auch verfallen dürfen. Dieses Schreibfehlers wegen hat keiner gewußt, was er mit diesem geheimnisvoll aussehenden Worte anfangen soll. VF bringt einen »mundi amplificator« zustande, AW: »huldigend der Welt«, MM: »friend of the world«, JG: »enlarger of the world« – während es doch klipp und klar heißt: Einer, der sich in der Welt herumtreibt.


175. Die völlige Geringschätzung aller magischer und sonstiger Wundertaten und -eigenschaften kommt nirgends stärker zum Ausdruck als in dem langen 70. Susīmasuttam des XII. Tls. des Saṃyuttakanikāyo. Dasselbe ist leider nicht übersetzt, doch findet der Leser die gleiche Gesinnung, ob zwar nicht so ausführlich begründet, zu Beginn der 11. Rede der Längeren Sammlung, 149-152.


176. ekam dhammam ist hier nicht »unum praeceptum, eine Pflicht, one law«, sondern die eine Wahrheit. – Der offenbar jüngeren Erklärung des 25. Itivuttakam zu diesem Verse, daß nämlich ekadhammo = sampajānamusāvādo sei, war zwar nicht das tatsächliche, wohl aber das wörtliche Verständnis schon entgangen, während die alten Theragāthā unsere Auffassung glänzend bestätigen, v. 230:


Sukhañ ce jīvitum icche

Sāmaññasmim apekkhavā

Itarītarena tusseyya

Ekadhammañ ca bhāvaye. –


[831] Vergl. Mahābhāratam V., 1022 (= Ind. Spr. 2 1426):


Eko dharmaḥ paraṃ reyaḥ,

Kṣamaikā āntiruttamā,

Vidyaikā paramā tṛptir,

Ahiṃsaikā sukhāvahā.


Nur Wahrheit ist das höchste Gut,

Geduld nur ist das höchste Heil,

Nur Wissen höchste Sättigung,

Nur Friedlichkeit führt Wohl herbei.


kṣamaikā āntiruttamā und khantī nibbānam paramam in unserem 184. Verse zeigen eine auffällige Wahlverwandtschaft.


178. sotāpattiphalam: des Erlösungsweges Ziel, wörtlich: das Ziel der Hörerschaft. Zur Hörerschaft gelangen, sotāpatti, stellt einen terminus dar, welcher gleichbedeutend ist mit Bekehrung. Wer bekehrt ist, kennt das Heilige, weiß, daß die Lehre der Buddhos zur Erlösung, zum Weltende führt, während die dumpfe Masse nichts weiß, nicht ahnt, daß es ein Heil gibt. Die bloße Hörerschaft, dieser erste Schritt zum Ziel, ist aber keineswegs imstande den Lebenswahn sogleich aufzuheben: Gier, Haß und Verblendung sind, wenn auch durchsichtiger geworden, noch integrierende Lebenselemente des nur Bekehrten. Strebt er mit äußerster Energie weiter, so kann er noch in diesem Leben zur Heiligkeit gelangen, dem Leiden ein Ende machen, Nibbānam erreichen. Fehlt ihm die Kraft, so bleibt er ein Sotāpanno, ein zur Hörerschaft Gelangter: er sieht in gralsgleicher Ferne das Ziel, aber weitere Lebensläufe können ihn erst läutern und kräftigen, eisernen Mutes vorzudringen, zur Vollendung. – Vergl. die lichtvollen Ausführungen bei SPENCE HARDY, »Eastern Monachism«, London 1860, chapt. XII, CHILDERS s.v. sotāp,. saṃyojanam, maggo, nibbānam.


183. Die vier Hauptgelübde der buddhistischen Ordensregeln sind:

1) Enthaltung von jedem geschlechtlichen Verkehre,

2) Enthaltung jeder Art von Diebstahl,

3) Enthaltung vom Töten im weitesten Sinne,

4) Enthaltung des Sichrühmens irgendwelcher besonderer Eigenschaften. –


187. Vergl. den sehr ähnlichen Ausdruck unserer Gesinnung bei CARDANUS, De utilitate ex adv. cap., lib. II., cap. V., de morte: » ... tam infelix est conditio huius vitae nostrae, ut melius sit non esse, quam esse. Sancte tibi iuro, OCTAVIANE CUSANE, non accepturum me, etsi quis deus a morte mihi potestatem faceret redeundi in uterum mulieris, atque iterum nascendi optima conditione – optima dico.«


190-192. Diese Verse geben die Quintessenz des Buddhismus, d.h. die jedem Buddho eigentümliche Lehre der vier heiligen Wahrheiten. Daß hier das punctum saliens liege hat schon vor vierzig Jahren SCHOPENHAUER divinatorisch erkannt, siehe W.W.V., II. Bd., ed. GRISEBACH p. 734, wo zum erstenmal in Europa das Wesen der buddhistischen Lehre, auf fünf Zeilen, dargelegt wird.


271. 272. Auch dieser Schlußvers endet also euhemeristisch, gerade wie bei den anderen Kapiteln des Dhammapadam, sogar beim Höllen-Kapitel, wo in jedem Verse von der üblen Fährte die Rede ist, im letzten aber die gute Fährte den versöhnenden Abschluß bildet. Schon von diesem äußeren Merkmale dürfte auf die Bedenklichkeit der CHILDERSschen, bez. WEBERschen Konjektur geschlossen werden, selbst wenn unser Text nicht klar genug für sich spräche. (Cf. Dictionary s.v. vissāso.)


[832] 278. Wem dieser Fundamentalsatz der buddhistischen Lehre vielleicht hyperbolisch dünkt, der blicke doch hin in die Welt, tief hinein in die Kranken-, Irren- und Sträflingshäuser, in die Bergwerke, Massenquartiere und Auswandererschiffe, der zwinge sich durch die Morgue, durch Schlachthallen, durch Viviseziersäle, er versetze sich im Geiste an die Stelle der Lastgäule und Ziehhunde, wohne Hetz- und Treibjagden bei, er lese die gräßlichen täglichen Geschehnisse der Verruchtheit, der Not, der Notwendigkeit und des Zufalls in den Zeitungen aller Erdteile, er beobachte den wütenden Kampf ums Dasein in der ganzen Natur, und bei jedem Elend, das er sieht und hört, wiederhole er sich das »große Wort« der Inder: Das bist du! Dann aber gedenke er des Elends, das er nicht greifen kann, der noch entsetzlicheren unsichtbaren Herzensqual so vieler Gepeinigter, kurz, er betrachte diese ganze Hölle wie der Buddho die Welt unverblümt genannt hat, Bruchstücke der Reden v. 706. Gegen das nie geheilte Wehe halte er nun das Wohl, das bißchen gestillten Schmerz, das die Menschen Glück nennen! Und nachdem er solcherart dieses unser Dasein genau betrachtet hat, frage er sich, ob nicht die Sibylle VERGILS (Aen. VI, 625-27) ein Recht hat zu klagen:


Non, mihi si linguae centum sint oraque centum,

Ferrea vox, omnes scelerum comprendere formas,

Omnia poenarum percurrere nomina possim,


ob sie (Petronius cap. 48) nicht die höchste Weisheit ausspricht, wann sie auf die Frage der Knaben: Σιβυλλα, τι ϑελεις – antwortet: ἀποϑανειν ϑελω!


281. Die drei Tatengänge: in Werken, in Worten, in Gedanken: vergl. Mittlere Sammlung, 61. Rede.


283. nibbāno, wunschlos, willenslos, zeigt, was Nibbānam heißt: Wunschlosigkeit. Diese Etymologie, welche uns das Dhammapadam selbst gibt, die einfachste, klarste und philologisch allein annehmbare, wurde bisher nur von SPENCE HARDY, nach dem Milindapañho, erwähnt, »Eastern Monachism«, p. 295. SCHOPENHAUER hat dies gleich nach Erscheinen des vortrefflichen Werkes, also wenige Jahre vor seinem Tode, in der letzten Anmerkung zum 41. Kapitel des II. Bandes der »Welt als Wille und Vorstellung« verzeichnet.

Höchst auffällig ist die altnordische Bezeichnung Vanen für »die Götter der sinnlichen Begierden, in deren Namen man den Begriff des Verlangens findet« (SIMROCKS Deutsche Mythologie §§ 24 u. 59, cf. PAULS Grundr. germ. Philol. I, p. 1047), und Vanaheim für ihr Reich, welches gleich Jötunheim und Midgard auf der Erde seiend gedacht wurde. Etymologisch ist das merkwürdige Wort bis heute unaufgeklärt geblieben, denn die sog. Ableitungen von van, deficiens, oder vœnr, pulcher, oder vânum, splendidus, können als ganz unzutreffend unmöglich ernst genommen werden. RICHARD WAGNER, der aus dem Chaos der altnordischen Sage das Unvergängliche uns so herrlich neuerschaffen hat, übersetzt Vanaheim durch Wahnheim – eine der vielen ebenso einfachen als genialen Kühnheiten, die nur dem Künstler gelingen (Gesamm. Schrift. VI., p. 362). »Wißt ihr, wohin ich fahre?« fragt uns die endende Brünnhilde:


Aus Wunschheim zieh' ich fort,

Wahnheim flieh' ich auf immer;

des ew'gen Werdens

off'ne Thore

schließ' ich hinter mir zu:

[833] nach dem wunsch- und wahnlos

heiligstem Wahlland,

der Welt-Wanderung Ziel,

von Wiedergeburt erlöst,

zieht nun die Wissende hin.

Alles Ew'gen

säl'ges Ende,

wißt ihr, wie ich's gewann?

Trauernder Liebe

tiefstes Leiden

schloß die Augen mir auf:

enden sah ich die Welt.


285. Zum ersten pādo vergl. das schöne Cūḷagosiṉgasuttam, Mittlere Sammlung 32. Rede, wo der Buddho drei seiner Jünger, Söhne edler Familien, fragt, ob sie sich vertrügen? »Freilich, o Herr«, erwidert zuerst Anuruddho, dann Nandiyo und endlich Kimbilo, »vertragen wir uns, einig, ohne Zwist, mild geworden und sehn uns sanften Auges an, gedenkend: ›Erreicht habe ich's, wohl getroffen, fürwahr, der ich mit solchen wahren Asketen vereint lebe.‹ Und ich Glücklicher, o Herr, diene diesen Ehrwürdigen mit liebevoller Tat, so offen als verborgen, mit liebevollem Wort, so offen als verborgen, mit liebevoller Gesinnung, so offen als verborgen. Und also verweilend, o Herr, denke ich: ›Wenn ich nun meinen eigenen Willen aufgäbe und mich nur dem Willen jener Ehrwürdigen unterwürfe?‹ Und ich habe, o Herr, meinen eigenen Willen aufgegeben und mich dem Willen jener Ehrwürdigen unterworfen. Verschieden, o Herr, sind zwar unsere Körper, aber ich glaube wir haben nur einen Willen.«


294. 295. Daß diese Verse nicht allegorisch, wie D'ALWIS meint, sondern als stärkster Ausdruck der Immunität, der absoluten Läuterung des (vollendeten) Heiligen zu betrachten sind, »jener merkwürdigen, katholischen, transscendentalen Veränderung«, wie MATTHIAS CLAUDIUS sagt, »wo der ganze Cirkel unwiederbringlich zerrissen wird und alle Gesetze der Psychologie eitel und leer werden«: dafür spricht z.B. die Geschichte vom Räuber Aṉgulimālo, Mittlere Sammlung 86. Rede.


309. 310. In einem prächtigen altfranzösischen Volkslied heißt es u.a. nicht unähnlich:


Ce n'est que paine

Que nous amayne

La demene d'amour;

Ses sottes flammes

Mainnent les âmes

En enfer à toujours.


318. 319. Vergl. den ganz andersartigen schönen Ausdruck der Sache Theragāthā 159-160.


Pare ca nam pasaṃsanti

Attā ce asamāhito:

Mogham pare pasaṃsanti,

Attā hi asamāhito.

[834] Pare ca nam garahanti

Attā ce susamāhito:

Mogham pare garahanti,

Attā hi susamāhito.


Man lobt und preist ihn da und dort,

Im Innern wütet Willenswahn:

Man lobt und preist ein leeres Wort,

Im Innern wütet Willenswahn.


Man schimpft und schilt ihn da und dort,

Im Innern waltet Willensruh:

Man schimpft und schilt ein leeres Wort,

Im Innern waltet Willensruh.


327. appamādarato, heiter-ernst. – Es ist wichtig zu betonen, daß die Heiterkeit ein wesentliches Element des Buddhismus ist, wie dies zuerst OLDENBERG richtig bemerkt hat, »Buddha«, 2. Aufl. p. 238/9. Freilich ist diese Heiterkeit himmelweit unterschieden von Lustigkeit, sie ist die hohe Heiterkeit des Weltüberwinders, deren Abglanz uns auch aus den Werken des echten Künstlers, des Weltbeglückers, wie RICHARD WAGNER ihn nennt, entgegenleuchtet. Und diese Heiterkeit verträgt sich sehr wohl mit tiefem Pessimismus, ja, sie kann sogar nur auf seinem Boden gedeihn. Doch nicht der traurige Philisterpessimismus ist gemeint, der sich mußmutig ums tägliche Brot sorgt und dessen Traum ein Schlaraffenleben wäre; jener Pessimismus ist es, der das Allgemeine der Welt klar sieht, jener Pessimismus, den sowohl die Meisterwerke GOETHES als die ZOLAS verkünden, deren vollendete Realität uns die Bedeutung des transzendentalen Idealismus anschaulich kennen lehrt, jener Pessimismus, der in überirdisch heiterem Ernste aus den letzten Quartetten BEETHOVENS zu uns spricht, aus HANS SACHSENS Monolog im dritten Akt der »Meistersinger«, aus dem Ende »Parsifals«:


Erlösung dem Erlöser.


331ff. sukha- entspricht dem Sinne nach genau γλυκυς, wovon sehr wahrscheinlich unser Glück abstammt. KLUGE, »Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache«, 5. Aufl. 3. Lief. Straßburg 1892, meint zwar, letzteres sei »ein spezifisch deutsches Wort« und kommt nicht über das mhd. gelücke hinaus. Sprachgeschichtlich läßt sich γλυκυς, dulcis, wohl nicht auf sukhas, vielleicht aber auf uklas zurückführen. In seinem kürzlich erschienenen »Etymo logischen Wörterbuch der griechischen Sprache«, Göttingen 1892, kann PRELLWITZ für γλυκυς überhaupt keine Etymologie beibringen.


335. 336. Das Schneckengras ist bīraṇam, Andropogon muricatus, ein hohes Gras, dessen vielfach verästelte Wurzelenden sich in schneckenförmigen Windungen in die Erde senken.


339. Dutzende von Lustströmen, wörtlich: sechsunddreißig. Da jeder der sechs Sinne (zu unseren fünfen kommt nämlich als sechster die Funktion des Denkens hinzu) bei den Indern wieder in sechs Unterabteilungen zerfällt, erhalten wir eine so große Anzahl. Vergl. die 148. Rede der Mittleren Sammlung. – vāhā, eigentlich die Führenden, die Fließenden, hier: die Ströme, nicht etwa die Pferde.


[835] 342. 343. Siehe GONGORAS ähnlich tiefempfundenes Gleichnis:


La vida es ciervo herido,

Que las flechas le dan alas –


in seiner (von HERDER unter dem Titel »Glück und Unglück« übersetzten) XXIV. Romanze, Bibliot. de aut. españ., vol. XXXII., Madrid 1872, p. 513.


353. Diese Worte soll Gotamo Buddho zu dem Asketen Upako gesprochen haben, der ihm auf dem Wege vom Baum der Erwachung nach Benāres begegnete. Die betreffende Stelle steht in der Mittleren Sammlung S. 192: »Da begegnete mir, ihr Mönche, Upako, ein Nackter Büßer, auf dem Wege vom Baum der Erwachung nach Gayā, und als er mich gesehn hatte, sprach er also zu mir: ›Heiter, o Bruder, ist dein Angesicht, hell die Hautfarbe und rein! Um wessen willen, o Bruder, bist du hinausgezogen? Wer ist wohl dein Meister? Oder zu wessen Lehre bekennst du dich?‹ – Auf diese Worte, ihr Mönche, sprach ich zu Upako dem Nackten Büßer die Sprüche: ›Allüberwinder, Allerkenner bin ich‹« etc. –


368. Vergl. mit unserem Verse die überaus tiefsinnige Thesis und Antithesis des 43. Itivuttakam.


370. Die fünf Hemmungen sind gemeint: Wunscheswille, Hassensgroll, matte Müde, stolzer Unmut, Schwanken.


384. yadā dvayesu dhammesu pāragū hoti brāhmaṇo, wenn beide Pole dieses Seins der Heil'ge überwunden hat. Die Erklärung des Kommentars, der leider auch CHILDERS gefolgt ist, Diction. p. 119a, »the two Dhammos, ›conditions‹ or ›qualities‹, are samatho and vipassanā, calm and contemplation«, zeigt wieder einmal recht deutlich, wie ratlos der Scholiast schwierigen Stellen gegenübersteht. So oft ein dunkler, urkräftiger Ausdruck im Text erscheint darf man vom guten Kommentator nichts weiter erwarten, als den bekannten scholastischen Destillierapparat und als Zugabe interessante Legenden, die allerdings den späteren Buddhismus sehr schön illustrieren, für den alten Text aber ohne jeden Belang sind. Man wolle nicht vergessen, daß diese Scholien ungefähr tausend Jahre später abgefaßt wurden, daher nur ähnliche Gewähr bieten können, wie etwa THOMAS VON AQUIN für die neutestamentliche Forschung. Einige echte Goldkörner finden sich gelegentlich, manche sogar von großem Werte für ein besseres philologisches Verständnis der Texte (zwar häufig erst durch den Rückschluß in contrarium, vergl. e.g. lokavaṭṭano, Anm. zu v. 167), im allgemeinen gilt jedoch auch vom buddhistischen Scholiasten BÜRGERS Epigramm:


Sankt Lykophron baut Scheppenstädts Pallast,

Doch keine Fenster drein.

Abhelflich trägt das Licht sein Scholiast

Im Sack hinein.


Unser Palast, freilich, hat hundert herrliche Fenster und Tore, im Texte selbst. Nur wenn die Klarheit des Lichtes zuweilen noch blendet, forsche man im Sack des Scholiasten.

Die beiden Dhammos sind zwei Extreme, die äußersten Enden alles Seins darstellend: der Pāragū überwindet beide. Siehe Aṉguttaranikāyo I., II., 7., 2: »Zweierlei Freuden gibt es, ihr Mönche; welche zwei? – Die Freude des Genusses und die Freude der Entsagung« etc.; ferner: Saṃyuttakanikāyo III., XXII., 29., 1ff.; insbesondere die höchst wichtige erste Rede der Mittleren Sammlung, sowie die beiden Ziele, das heilige und [836] das unheilige Ziel, ibid. S. 184.; vergl. auch mit unserem 179. und 180. Verse den verwandten des Udānam II., 4. Zahlreiche Parallelen finden sich im Suttanipāto, e.g.v. 778: ubhosu antesu vineyya chandam, v. 1042: so ubhantam abhiññāya, v. 1060: bhavābhave saṉgam imaṃ visajja, vv. 992, 1068, 1076 et passim. Theragāthā 1176: vimutto ubhatobhāge (cf. Majjhimanik. I., pp. 439, 477), 662: dvayena bālā haññanti etc., 702, 10, 38, 66, 67, 216. Therīgāthā 47, 76. Itivuttakam 23, 39, 98, 7.


388. Die Etymologien dieses Verses sind nicht buchstäblich zu nehmen, ein solcher Anspruch liegt dem Dichter ganz fern, der ja nichts weniger als Grammatik vortragen will.


389. muñcati ist in seiner gewöhnlichen Bedeutung zu nehmen, »to abandon« etc., also nâssa muñcetha: er fliehe ihn nicht. CHILDERS' unbegründete Vermutung, Diction. p. 252a, »at Dh. v. 389 muñcati with following dat. appears to mean ›to throw oneself upon, to attack‹« findet die beste Widerlegung durch Mittlere Sammlung, S. 211f., welche Stelle man als Realerläuterung zu diesem Verse nachlesen wolle. Daß der Heilige auch einen Angreifer nicht angreifen soll, versteht sich: allein es wird gesagt, er soll vor dem Angreifer nicht einmal fliehn.


395. jantu bedeutet Wesen, wird von Menschen und Tieren gebraucht, ist nicht nur »homo«, nicht nur »man«; AW: »wer«. Wird der Vers nicht wörtlich übersetzt, so verliert er viel von seiner originellen Tiefe.

Fußnoten

1 Des Heilwegs Buch.


2 Verse wie z.B.


Was weißt du, was der Mensch begehrt?

Dein widrig Wesen, bitter, scharf,

Was weiß es, was der Mensch bedarf?

(Faust 2.)

und


Barmherziger Himmel, erbarme dich mein

Und halte den Bösen in Banden!

(Frau Magdalis.)


findet der Achtsame zu hunderten. – Stabreimbildung scheint überhaupt tief im Wesen der großen Dichter aller Völker zu wurzeln; man betrachte etwas genauer AESCHYLUS, SOPHOKLES, VERGIL, DANTE, CALDERON, CAMÕES u.a., und man wird wohl mehr als Zufall in Stellen, die nur als einzelne Stichproben für unzählige hier Platz finden mögen, erkennen:


κρατος ἰσοψυχον ἐκ γυναικων

καρδιοδηκτον ἐμοι κρατυνεις.

(Agam. 1470f.)


πονος πονῳ πονον φερει.

πᾳ πᾳ || πᾳ γαρ οὐκ ἐβαν ἑγω;

(Aj. 866f.)


Desine fata deum flecti sperare precando,

Sed cape dicta memor, duri solacia casus.

(Aen. VI. 376f.)


Passo passo andavam senza sermone,

Guardando ed ascoltando gli ammalati,

Che non potean levar le lor persone.

(Inf. XXIX., 70ff.)


Aun entre plantas y piedras

Se dilata y se dibuja

Este imperio: la granada.

(Princ. const. III., 7. Sz.)


Brahmenes são os seus religiosos,

Nome antiguo e de grande preeminencia:

Observam os preceitos tão famosos

D'hum, que primeiro poz nome á sciencia.

(Lus. VII., 40. Str.)


3 Die Rose, welche hier dein äußres Auge sieht,

Die hat von Ewigkeit in Gott also geblüht.

(Angelius Silesius, Cherub. Wand. I, 108)


4 Über die wahre Würde des Menschen äußert sich in unserem Sinne auf das entschiedenste ANGELUS SILESIUS im »Cherubinischen Wandersmann«, s. bes. I., 284, II., 32, 44, 236, III., 26, 106, 134, 202, IV., 97, 132, 145, 146, 198, 226, 227, V., 131, 139, 143, 227, 231, 364, VI., 232.


5 Weimarer Ausgabe XIV., 321.


6 Den Grund gelegt hat bereits Sir WILLIAM HUNTER, C.S.I., C.I.E., LLDr., ein vielerfahrener, im indischen Zivildienst ergrauter Mann, der Herz und Kopf am rechten Flecke hat. Seine Arbeiten »Annals of Rural Bengal«, »Orissa«, »The Indian Empire«, »The Imperial Gazeteer of India« und zahlreiche »Statistical Accounts« zeichnen sich durch umfassende, auf eigne Anschauung gegründete Kenntnisse und gesundes Urteil aus. Ganz besonders warm empfehle ich sein vorzügliches Werk: »A brief history of the Indian People«, 56. Tausend, London 1887, 3/6., ein in den meisten indischen Schulen eingeführtes Büchlein, das auf seinen 200 Seiten den ungeheueren Stoff in geradezu klassischer Prägnanz darlegt. Das beste Lob spendet sich der berühmte Verfasser selbst, in der Vorrede zur Standard edition: »I have tried to put together, from original sources, a brief narrative of what I believe to be the true history of the Indian people. These sources have been carefully examined in my larger works. This little book merely states, without discussing, the results arrived at by the labour of twenty years.« – HUNTER erwähnt häufig den auch gegenwärtig lebendigen Einfluß buddhistischer Lehren im Volke, e.g.: »Even in India Buddhism did not altogether die. Many of its best doctrines still live in Hinduism.« Und an einem anderen Orte: »The noblest survivals of Buddhism in India are to be found, however, not among any peculiar body, but in the religion of the whole Hindu people; in that principle of the brotherhood of man, with the re-assertion of which each new revival of Hinduism starts – in that gentleness and charity to all men, which take the place of a poor-law in India, and give a high significance to the halfsatirical epithet of the ›mild‹ Hindu.« Und ferner: »During the last thousand years Buddhism has been a banished religion from its native home. But it has won greater triumphs in its exile than it could have ever achieved in the land of its birth. It has created a literature and a religion for nearly one-half of the human race, and has modified the beliefs of the other half. Five hundred millions of men, or forty per cent. of the inhabitants of the world, still follow the teaching of Buddho. Afghánistán, Nepál, Eastern Turkistán, Tibet, Mongolia, Manchuria, China, Japan, the Eastern Archipelago, Siam, Burma, Ceylon, and India, at one time or another marked the magnificent circle of its conquests. Its shrines and monasteries stretched in a line, from what are now the boundaries of the Russian empire, to the islands of the Pacific. During twenty-four centuries, Buddhism has encountered and outlived a series of rival faiths. At this day it forms, with Christianity and Islám, one of the three great religions of the world; and the most numerously followed of the three.« Allenthalben zeigt HUNTER, an der Hand der großen Lehrmeisterin Erfahrung, den durch die Jahrhunderte sich bis auf den heutigen Tag erstreckenden moralischen Sieg des Buddhismus in der Heimat und in der Fremde.


Quelle:
Die Reden Gotamo Buddhos. Bd. 3, Zürich/Wien 1957, S. 828-837.
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