Bombay (Geographie)

[126] Bombay (Geographie), eine der drei großen Präsidentschaften der englischen Handelscompagnie in Ostindien (die andern sind Calcutta und Madras) ist reich an allen Produkten des südlichen Asiens, hat Gewürze, edle Metalle und Steine, besonders Gold und Diamanten, und ist daher, obschon nicht so groß wie Bengalen, doch eine Perle in den Besitzungen der Compagnie. Auf der Insel Bombay liegt die Stadt gleiches Namens, welche von 170,000 Bewohnern aller Religionen und Nationen belebt ist. Eine unbeschreiblich reizende Lage im Meere an der schönsten malerischesten Küste Indiens, macht diesen Ort zu einem der angenehmsten der Erde. Das weibliche Geschlecht ist trotz der verschiedenen Völker, welche sich dort bewegen, doch im Allgemeinen sehr schön, auch sind die persischen und arabischen Frauen weniger streng verwahrt als in ihrem Vaterlande, weil die freiere Sitte ihnen mehr Oeffentlichkeit gestattet. In jeder andern Beziehung gleicht Bombay Bengalen (s. d.).

V.

Quelle:
Damen Conversations Lexikon, Band 2. Leipzig 1834, S. 126.
Lizenz:
Faksimiles:
Kategorien: