Webers Gesetz

[446] Webers Gesetz, ein Gesetz, das die elektrostatischen und elektrodynamischen Kräfte bewegter Elektrizitätsteilchen (Elektronen) unter Annahme ihrer direkten Fernwirkung durch eine einzige Formel auszudrücken suchte. Nachdem durch die Untersuchungen von Hertz bewiesen worden ist, daß eine direkte Fernwirkung nicht existiert, ist es hinfällig geworden, besitzt aber große historische Bedeutung, indem durch seine weitere Ausarbeitung, insbes. durch Wilhelm Weber (s. Weber 2), das heutige elektromagnetische Maßsystem entstanden und die Entwickelung der Elektrotechnik vorbereitet worden ist. Über das Webersche Gesetz in der Psychophysik s. d.

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Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 20. Leipzig 1909, S. 446.
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