Fries [1]

[743] Fries, 1) das Gebälk antiker Bauwerke, welches auf dem Architrav ruht u. nach außen das Hauptgesims, nach innen die Steinbalken der Hallendecke trägt. Da die Vorderfläche mit Sculpturen u. Reliefs geschmückt zu werden pflegte, so nannten die Alten diesen Theil des Gebäudes Zophoros (Bildträger); 2) bei Fenster- u. Thürverdachungen der glatte oder verzierte Streifen zwischen der Einfassung u. Verdachung, in gleicher Höhe wie diese; 3) an Façaden auch der durch ein schwaches Gesims begrenzte Raum unmittelbar unter dem Haupt- od. einem Gurtgesims, oft mit Ornamenten, auch wohl mit Inschriften versehen; 4) (Tischl.), bei Holztäfelungen die schmalen Streifen zwischen den Füllungen; 5) bei Fußböden, zu denen die Länge der Breter nicht ausreicht, die gewöhnlich aus hartem Holze bestehenden 4–6 Zoll breiten Streifen, da wo die Breter an einander gestoßen werden müssen u. an den Wänden entlang; bei Parquetböden die den ganzen Fußboden in größere od. kleinere Quadrate od. andere gerad- linige Figuren eintheilenden 4–6 Zoll breiten Streifen von Eichen- od. Nußbaumholz; daher Frießboden.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 6. Altenburg 1858, S. 743.
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Wollen und Können

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