Töchter

[636] Töchter, 1) Name mehrer Nonnenorden, so: T. der Christlichen Liebe, so v.w. Barmherzige Schwestern. T. der Gesellschaft Jesu, so v.w. Jesuitinnen. T. des guten Hirten, Nonnenorden, gestiftet 1686 von Frau von Combe, besteht aus lehrenden Schwestern u. Aspirantinnen u. beschäftigt sich zum Theil mit Unterrichten der Jugend, mm Theil mit Besserung verdorbener Frauenzimmer, für welche ein gesondertes Gebäude eingerichtet ist. Sie tragen einen langen, am Hals anschließenden Rock von brauner Wolle mit halbweiten Ärmeln, durch einen schwarzen Ledergürtel gehalten, auf dem Kopf eine schwarzwollene, eng anliegende Cornette mit Schneppe, darüber einen schwarzen Schleier bis an die Hüften; Cornette u. Schleier sind bei den Lehrschwestern von schwarzer Seide; hölzerner Rosenkranz mit Kranz u. messingenem Bilde im Gürtel; schwarzwollene Strümpfe u. dicke hölzerne Sohlen, woran ein Stück Filz den Schuh bildet. Sie sind in Frankreich, Baiern u. Preußen wieder eingeführt. T. der heiligen Dreifaltigkeit, s. Dreifaltigkeitsorden 4). T. der Sta. Genoveva (Miramionen), s. Genoveva 2). T. des heiligen Herzens Mariä, so v.w. Heiligen Herzensorden 4). Töchter des heiligen Kreuzes, so v.w. Heiligen Kreuzestöchter. T. des Leidens, so v.w. Kapuzinerinnen. 2) Figuren in der Punktirkunst, s.d. 2).

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 17. Altenburg 1863, S. 636.
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