Münch

[245] Münch, Wilhelm, Schulmann, geb. 23. Febr. 1843 in Schwalbach, studierte in Bonn und Berlin, war nacheinander Lehrer am Gymnasium in Kleve, Oberlehrer an der Realschule erster Ordnung in Barmen, Direktor der Realschule erster Ordnung in Ruhrort (seit 1877) und des Realgymnasiums in Barmen (seit 1883), von wo er 1888 als Provinzialschulrat nach Koblenz berufen wurde. Im Oktober 1897 legte er krankheitshalber diese Stelle nieder, wurde aber gleichzeitig zum ordentlichen Honorarprofessor an der Berliner Universität ernannt. Er schrieb: »Zur Förderung des französischen Unterrichts, insbesondere auf Realgymnasien« (Heilbr. 1883; 2. Aufl., Leipz. 1895); »Vermischte Aufsätze über Unterrichtsziele und Unterrichtskunst an höhern Schulen« (Berl. 1888, 2. Aufl. 1896), dazu neue Folge: »Über Menschenart und Jugendbildung« (das. 1900); »Tagebuchblätter« (das. 1891; 3. Aufl. u. d. T.: »Anmerkungen zum Text des Lebens«, 1904); »Neue pädagogische Beiträge« (das. 1893); »Didaktik und Methodik des französischen Unterrichts« (in Baumeisters »Handbuch der Erziehungs- und Unterrichtslehre«; Sonderdruck, 2. Aufl., Münch. 1902); »Geist des Lehramts« (das. 1903, 2. Aufl. 1905); »Aus Welt und Schule« (Berl. 1904); »Zukunftspädagogik. Utopien, Ideale, Möglichkeiten« (das. 1904) u.a.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 14. Leipzig 1908, S. 245.
Lizenz:
Faksimiles:
Kategorien: