Anmerkungen zu den Liedern der Mönche

Anm. zu S. 279: Gruß und Eingang gehören nicht zum Texte, sind spätere Zugabe. Vers 1. Vergl. v. 325. – Cf. Aṉguttaranikāyo 1, 14, 2, 4.


2. Vergl. Dhammapadam v. 363; zu Koṭṭhito: Mittlere Sammlung 43. Rede.


3. Cf. Aṉguttaranikāyo 1, 14, 2, 7. – Ähnlich Amṛtanādopaniṣat I. (Nārāy.) u. II. ( aṃkar.) v. 1: āstrāṇyādhītya medhāvī ... ulkāvattānyathotsṛjet. – Merchant of Venice V, 1:


How far that little candle throws his beams!

So shines a good deed in a naughty world.


4. Vergl. Saṃyuttakanikāyo vol. I.p. 17f., 56f.; zu Puṇṇo Mantāṇiputto: Mittlere Sammlung 24. Rede, Aṉguttaranikāyo 1, 14, 1, 9.


5. Vergl. Udānam VIII. 9 u. 10; Längere Sammlung 29. Rede, S. 510.


9. Zu saṃvibhattesu dhammesu yaṃ seṭṭhaṃ tad upāgamin cf. die Parallele in Asokos IV. Felsenedikt, Girnār l. 10: Esa hi sesṭe kaṃme ya dhaṃmānusāsanaṃ. Vergl. meine Zusammenstellung einer Reihe ähnlicher Reminiszenzen im XI. Bande der Wiener Zeitschrift für die Kunde des Morgenlandes, p. 156-160.


11. Vergl. L(ieder) d(er) N(onnen) 6, 182; Dhp v. 368, 381; Dīghanikāyo ed. Siam. vol. III. p. 254: Akaṇham asukkaṃ nibbānam.


12. Vergl. Mittlere Sammlung S. 121 u. 304.


13. = v. 1063.


15. = v. 633, Dhp v. 370. – Die fünf Hemmungen sind gemeint: Gier, Haß, Stolz, Trägheit, Zweifel; siehe Mittlere Sammlung 204, passim.


16. Vergl. v. 45.


17. = Dhp v. 325.


18. Das Gleichnis vom Knochenhügel stellt, in Gedanken, die Gebeine eines Menschen dar, wie sie die Weltalter hindurch zu einer größeren Masse anwachsen als diese ganze Erde ist; vergl. Saṃyuttakanikāyo vol. II. p. 185, LdN 496f.


19. = Dhp v. 145.


20. Vergl. v. 196, 606, passim. – Cf. den analogen Spruch im Nāradīyaharibhaktisudhodayas, zitiert im II. Kap. des Yogasārasaṃgrahas:


Apuṇyapāpaḥ sarvātmā

jīvanmuktaḥ sa ucyate:

taddehapāte ca punaḥ

sarvato na sa jāyate.


22. morā ist enthymematisch; kadditā von Anmerkungen zu den Liedern der Mönche, abde.


[771] 23. Vergl. v. 121.


24. Die drei Wissenschaften sind: das Wissen der erinnernden Erkenntnis früherer Daseinsformen, das Wissen der Erkenntnis vom Verschwinden und Erscheinen der Wesen, das Wissen der Erkenntnis von der Wahnversiegung; Längere Sammlung 565. Ausführlich in der Mittleren Sammlung dargestellt, S. 25f., passim.


25. Vergl. v. 1189ff.


26. Vergl. v. 1160.


27. Vergl. v. 231/33.


29. Lies samunnama 'yam attānam. – Cf. Sāṃkhyasūtram IV. 14.


31. Vergl. Aṉguttaranikāyo, Pañcakanipāto No. 140.


33. Vergl. Khuddakapāṭho IX. 8; Aṉguttaranikāyo vol. III. p. 6, wo sich der Meister einer Amme vergleicht, indem er den Jünger so lange hütet, bis dieser selbständig geworden ist.

Cf. hierzu den vedischen Vers Chāndogyopaniṣat V. 24. 5. – Zum (Kasten-) Namen Sopāko siehe Manus X. 37, 38.


35. Vergl. v. 349.


38. Vergl. v. 1104. Zu Gavampati: Längere Sammlung S. 422.


40. Vergl. Saṃyuttakanikāyo vol. III. No. 95 v. ult. = Vedāntasāras 32 ādittasīso: pradīpta irās. – Aṉguttaranikāyo, ed. Siam. vol. IV. p. 54: Der Mönch betrachtet Nachgeben und Sichgehnlassen wie ein entgegengezücktes Schlachtmesser.


42. Ermahnung an die Nonnen. – Cf. Aṉguttaranikāyo 1, 14, 2, 6.


43. Lies asitā su mayā naṉgalā su mayā khuddakuddālā su mayā. – Vergl. LdN 11.


45. Vergl. v. 173f. – Cf. Viduranīti 2 75: kṣamā guṇavatāṃ balam.


46. Vergl. v. 25. – Siehe die schöne Definition der Zuversicht Mittlere Sammlung 514f.


47. Lies tuyh' āpadāne vihāre.


55. añjanaṃ vanam, eig. der Saum des Waldes, dann nom. pr. loci et pers. geworden; vergl. LdN 147.


57. Vergl. v. 183/84. – Siehe das Gleichnis vom Hause Mittlere Sammlung 28. Rede gegen Ende. Cf. Maitryopaniṣat 3, 4, Manus VI. 76f.; zu letzterem die z.T. wörtliche Parallele LdN 270.


63. Vergl. v. 220.


65. Der Mönch trägt die Lehre vier Arten von Hörern vor: Mönchen und Nonnen, Anhängern und Anhängerinnen; cf. Mittlere Sammlung 32. Rede, S. 241. – Ähnlich bei den Jainās, v. Epigraphia Indica vol. I.p. 380.


66. Cf. Anm. 24.


68. = Vinayapiṭakam vol. IV. p. 54, wo Cūḷapanthako diesen Spruch vorträgt.


69. Cf. hierzu den Begriff des panunnapaccekasacco, des Jüngers, der die gewöhnlichen, einzeln gültigen Wahrheiten abgeschüttelt hat, im Angesichte der vier heiligen Wahrheiten; Längere Sammlung S. 600; AN IV No. 38.


70. = v. 619.


71. = v. 210; lies saṃsevitā(ya), instr. des fem. Subst.


75. Lies pi ca. – Vergl. Längere Sammlung 11. Rede.


77. = v. 1130; Dhp v. 326.


78. Vergl. Dhp v. 153.


80. Vergl. Aṉguttaranikāyo vol. II. 231. Rede; infra Vers 212.


82. An einen Novizen gerichtet. – Kassapo, der vom Seher Ka yapas Abstammende, ist Ahnenname, nomen gentile, wie Bhāradvājo, v. 123 u. 219, von Bharadvājas, oder [772] Gotamo, v. 137, 258, 587, von Gotamas; vergl. v. 535f., Anm. 597, Anm. 1146, LdN 313.


84. Cf. zum letzten pādo vetā vataropaniṣat 6, 20; auch den Jaināvers, Āyāraṃgasuttam p. 139, 10:


Jam āhu ohaṃ salilam apāragaṃ

mahāsamuddaṃ 'va bhuyāhi duttaram,

ah' eva ṇam parijāṇāhi paṃdie:

se hu muṇī aṃtakaḍe tti vuccati.


85. Vergl. Mittlere Sammlung 20. Rede.


86. Lies satthāsayam = satthā āsayam. – Vergl. Mittlere Sammlung 11. Rede. Zum Jünger Nāgito: Längere Sammlung 6. Rede, Eingang. Von den zahlreichen hochberühmten und hochangesehnen Lehrern und Meistern, die mancherlei in dieser mannigfaltigen Welt betrachten, vielerlei in dieser vielfachen Welt erfassen, die alle anders lehren, heißt es, nicht ohne sanften Humor (Längere Sammlung 21. Rede, S. 377), daß ein jeder behaupte »Dies nur ist Wahrheit, Unsinn anderes«, während Gotamo (Längere Sammlung 288) sagt, wo immer auch der heilige achtfältige Weg (cf. infra Anm. 349) zu finden sei, da sei das Heil zu finden; und umgekehrt.

Aber freilich: Χαλεπον το ευ γνωναι hat schon vor Gotamo THALES gesagt – und dritthalbtausend Jahre später, ebenso unverhohlen, GOETHE:


Was der Gescheidte weiß

Ist schwer zu wissen.


87. Siehe Anm. 90.


89. Cf. zu paṉkā, palipā, pātālā: Majjhimanikāyo vol. I.p. 45 und Saṃyuttakanikāyo vol. IV. p. 206. Vergl. auch den puggalo ummujjitvā tiṇṇo pāragato, thale tiṭṭhati brāhmaṇo: Aṉguttaranikāyo, vol. IV. p. 13 der siam. Ausg.


90. Der Fünferstrunk, pañcakkhandhā, ist gleich den fünf Stücken des Anhangens, pañcupādānakkhandhā; siehe Mittlere Sammlung 212f. – Ähnlich Sāṃkhyasūtre II 24.


91. Der indischen Leibspeise wurde und wird etwa ein Dutzend verschiedener Gewürze, als Brühe verkocht, beigemengt.


92. = Dhp v. 93.


93. Vergl. Mittlere Sammlung 45. Rede; auch den Smṛtivers in der Anm. zu 665. – WALTHER VON DER VOGELWEIDE sagt (56, 21, 22):


Herzeliebes swaz ich des noch ie gesach,

Dâ was herzeleide bî.


95. sayamāno Anmerkungen zu den Liedern der Mönchemīyamāno; cf. Saṃyuttakanikāyo vol. III p. 143. v. 4: apaviddho tadā seti.


96. Lies paricāretvā 'sesakena. – Blumen, als Zeichen der Verehrung, Heiligen darzureichen ist eine allgemein indische Sitte. Es verdient hier der feine Zug Erwähnung, daß die Gabe ihren Wert verliert, wenn man an der Blume vorher gerochen hat. Vergl. auch Saṃyuttakanikāyo vol. I.p. 204 § 14.


97. = v. 862, q.v.


98. Vergl. v. 794.


99. Vergl. v. 796.


100. Vergl. hierzu Mittlere Sammlung 10. Rede.


101. Vergl. v. 17.


103. Siehe das Gleichnis vom Giftbecher Mittlere Sammlung 347f.


[773] 104. Cf. Relations de la Trappe p. 11.


105. Vergl. Mittlere Sammlung 17. Rede.


107. Vergl. das berühmte Wort, Mittlere Sammlung 102, passim: ādīnavo ettha bhiyyo, »das Elend überwiegt«.

Genau derselbe Gedanke findet sich im Sāṃkhyasūtram VI. 6-8 und ist die Essenz des ganzen, scholastisch arg vertrübten Systems. Cf. auch Anm. 1029. – Das Sāṃkhyam scheint allerdings älter als der Buddhismus zu sein, was jedoch kaum aus dem bisherigen, meist oberflächlichen Gerede hierüber sondern aus der contentio crucis Majjhimanikāyo vol. II. p. 33 mit Sāṃkhyasūtram VI. 28 geschlossen werden kann: Seyyathāpi bhante maṇi veḷuriyo subho jotimā aṭṭhaṃso suparikammakato paṇḍdukambale nikkhitto bhāsati ca tapati ca virocati ca, evaṃvaṇṇo attā hoti arogo param-maraṇā Anmerkungen zu den Liedern der MöncheJavāsphaṭikayoriva noparāgaḥ kintvabhimānaḥ. Cf. auch Yogasūtram I. 41. Später ist dann das Sāṃkhyam, noch mehr als die anderen Systeme, vom sekundären und sogar tertiären Buddhismus mächtig beeinflußt worden. Dies gibt sich durchgängig, sehr gegen den Willen der āstriṇas, kund. So bietet uns freilich auch dieses System einen sonderbaren Anblick tiefer Gedanken und seichter, sandiger Scholastik.


109. Gegen den Vorwurf untätiger Einsamkeit gerichtet. Vergl. auch das Wort von den geistig tätigen Mönchen, die zurückgezogen, geistiges Werk wirken, Mittlere Sammlung 147, Längere Sammlung 447.


111. Vergl. Dhp v. 302.


112. Zu Vacchagotto cf. Mittlere Sammlung 71. Rede.


113. = v. 601, 1070; vergl. v. 13.


115. Es ist vom heiligen Jünger die Rede.


117. Die Geschichte von Yaso, der aus Ekel an Wohlleben Mönch wurde, findet sich Vinayapiṭakam vol. I p. 15ff.


118. Lies abhisaṭṭho und tath'eva sato 'vippavasato. – Zu abhisaṭṭho vergl. Yasos Ausruf: Upaddutaṃ vata bho, upassaṭṭhaṃ vata bho!, l.c.p. 15 (= Jātakam vol. I.p. 61); vorher das Meisterwort Saṃyuttakanikāyo vol. IV. p. 29.


119. Lies opiya, von Anmerkungen zu den Liedern der Mönchetrans., und pamādi aor.; biḷibiḷikā von Anmerkungen zu den Liedern der Möncheākro e. Vergl. italien. bisbigli. – Cf. Saṃyuttakanikāyo vol. I.p. 199 § 5.


120. Vergl. v. 90.


121. Vergl. v. 1159; Abhidhammapiṭakam, Vibhaṉgo p. 532 l. 9 der treffl. siam. Ausgabe (für deren Zueignung ich Seiner Majestät dem Könige Cūḷālaṉkarn ehrerbietigen Dank ausspreche): Suttasaṉgaho No. 13 i.f. – Cf. Manus VI. 80.


123. Zu āhāraṭṭhitiko samussayo cf. den berühmten Kernspruch der 33. Rede der Längeren Sammlung: Sabbe sattā āhāraṭṭhitikā, sabbe sattā saṉkhāraṭṭhitikā, »Alle Wesen bestehn durch Nahrung, alle Wesen bestehn durch Unterscheidung.« Vergl. unten Anm. 369, und Mittlere Sammlung 9. Rede, S. 51; sowie Dhp v. 92/3. – Aṉguttaranikāyo 1, 14, 1, 8: Vers 177f.


125. Der Affe ist der Durst, die fünf Türen Gesicht, Gehör, Geruch, Geschmack, Getast. Vergl. v. 399. – Ito, im folg. Verse, von seiten des makkaṭo.

Vergl. den analogen Vers vetā vataropaniṣat 3, 18:


Navadvāre pure dehī

haṃso lelāyate bahiḥ,

va ī sarvasya lokasya

sthāvarasya carasya ca.


Cf. auch Bhagavadgītā V. 13.


[774] 127. sitto = ipitas, iptas.


133. = Dhp v. 13, 14. – Cf. Aṉguttaranikāyo 1, 14, 4, 15.


135. Zu bhavanetti cf. puṣpanetti; netti im allgemeinen = Fluß, Kanal, Ader. Vergl. v. 19, 767, 877. – So einladend es erscheint hier bhavavallī (Pra nottararatnamālā I. No. 13) »Daseinsranke« beizuziehn, muß dieses Bild doch wohl einer anderen Gruppe zugeteilt werden: der latādi. Vergl. v. 399, 1094; Dhp v. 340.

In den Upanischaden entspricht unserer netti die nāḍī Ader; v.e.g. Kauṣītakyupaniṣat IV. 19. drittletzter Absatz.

Nb naddī, noch heute ein gangbarer Ausdruck für Kanal in Bihār.


137. Über die Weiber im allgemeinen handelt Aṉguttaranikāyo, Pañcakanipāto No. 229 und No. 230. Sie sind, wie schwarze Schlangen, unrein, übelriechend, gefährlich, verderblich, verräterisch, sind zornig, heimtückisch, giftig vor Gier, doppelzüngig, untreu. Ib., Aṭṭhakanipāto No. 17 werden die acht Arten der Fesseln genannt, womit sie den Mann binden: mit ihrer Gestalt, mit ihrem Lächeln, mit ihrer Stimme, mit ihrem Gesang, mit ihren Tränen, mit ihrer Anmut, mit ihrer Zuneigung, mit ihrer Berührung. – Vergl. v. 73 8ff.


139. Bezieht sich auf gewisse Büßer, wunderliche Heilige, von denen uns gelegentlich recht anschauliche Schilderungen dargeboten werden, e.g. Mittlere Sammlung 36., 45., 57. Rede. – Zum folg. Verse vergl. Saṃyuttakanikāyo vol. I.p. 153, 166, 168; Bruchstücke der Reden v. 136, 650; Dhp v. 254/5, 393/4.


141. Mahācundo tritt in der 8. Rede der Mittleren Sammlung auf.


143. Vergl. Bruchstücke der Reden v. 666. – Veghamissena, mit Ach und Krach, von Anmerkungen zu den Liedern der Mönche+ vi, cf. vighātas Hemmung, Stockung etc.; ebenso Längere Sammlung 62.


144. Vergl. das berühmte Wort, Mittlere Sammlung 423, kammadāyādā sattā ti: »Erben der Werke sind die Wesen«, und die großartige Rede im Aṉguttaranikāyo, Pañcaknipāto No. 57.


149. Vergl. den ähnlichen Topus, Majjhimanikāyo vol. I.p. 179, passim, Sambādho gharāvāso rajāpatho; abbhokāso pabbajjā: Ein Gefängnis ist die Häuslichkeit, ein Schmutzwinkel; der freie Himmelsraum die Pilgerschaft. – Assito = ā ritas.


150. Lies gacch' antaṃ (sc. dukkhassa); cf. v. 257, Majjhimanikāyo vol. I.p. 12, passim, auch sonst antaṃ gacchati, antaṃ yāti.

Hier mag eine Stelle über die Freundschaft ihren Platz finden, wo es heißt: »Sieben Eigenschaften zeichnen den Menschen aus, der des Umgangs würdig ist: schwer zu Gebendes gibt er, schwer zu Vollbringendes vollbringt er, schwer zu Ertragendes erträgt er, Vertrauliches teilt er mit, Vertrauliches hütet er, den Unglücklichen verläßt er nicht, den Armen verachtet er nicht«, Aṉguttaranikāyo, vol. IV. p. 33 der siam. Ausg. Bei derartigen Anforderungen, welche die obigen beiden Sprüche Sabbamittos gewissermaßen kommentieren, kann es freilich auch manchem Buddhisten nur ähnlich ergangen sein, wie dem geistesverwandten italienischen Dichter, der den Vorschlag gemacht hat eine große goldene Medaille zu stiften, deren Vorderseite OREST und PYLADES, die Rückseite aber, in der Umschrift »Primo verificatore delle favole antiche«, den Namen des preisgekrönten Erfinders aufweisen soll, der den mit allen gewünschten Eigenschaften ausgestatteten, selbsttätigen Freundautomaten verfertigt haben wird: LEOPARDI, Prose No. 4.


151. Vergl. LdN v. 291ff.


152. Vergl. Bruchstücke der Reden v. 728, 1050/1, 820; Dhp v. 325.


153. Der Mönch rasiert sich alle vierzehn Tage Haar und Bart vollkommen ab, so daß er jede zweite Woche bald kurz behaart, bald kahl geschoren aussieht.


[775] 155. Kimbilo ist einer der drei edlen Jünglinge aus dem Sakyer-Hause, die der Buddho im Gosingam-Walde besucht: Mittlere Sammlung 31. Rede. – Uñchā für uñchāya, wie auch v. 843, 1146.


156. Vergl. LdN 161.


157. Cf. Aṉguttaranikāyo 1, 14, 4, 12; ib. Aṭṭhakanipāto 9. Rede.


159. Vergl. Aṉguttaranikāyo, Aṭṭhakanipāto 5. u. 6. Rede.


161. Vergl. v. 121f.


164. Fragmentarische Sprüche aus einer alten Legende. Der Bau Panādos wird kurz erwähnt in der 26. Rede der Längeren Sammlung, S. 473; cf. auch Dīpavaṃso III. 7 und Mahāvaṃso II. 4, XXXI. 8, XXXVII.2 12. – Vergl. die ähnliche Sage von Kārtavīryas, WILSONS Viṣṇupurāṇam vol. IV. p. 55f.; Raghuvaṃ am VI. 38 nebst Kommentar.


165. Siehe Mittlere Sammlung S. 25., passim. – Zum kappo und seinen vier Perioden cf. Anm. 4 in meinem Ersten Kapitel des Sārasaṉgaho. – Cf. Aṉguttaranikāyo 1, 14, 4, 9.


166. Lies santā. – Die acht Stufen sind die aṭṭha vimokkhā = santā vihārā = (2.-9.) phāsuvihārā. Siehe S. 227f. nebst Anm. 25 meiner Übersetzung des Majjhimanikāyo. Eine andere Reihe, zehn ariyavāsā, die vielleicht am besten den aliyavasāni Asokos entspricht, gibt die 34. Rede der Längeren Sammlung 618-620.


168. Cf. Saṃyuttakanikāyo vol. V.p. 53.


172. Vergl. v. 15.


173. Vergl. Dhp v. 143.


175. Vergl. LdN v. 332.


177. Vergl. Eingang, Vers I. – Die Meisterlehre wird der Löwentatze verglichen: was sie da trifft, hoch oder niedrig, das trifft sie gründlich. Aṉguttaranikāyo, Pañcakanipāto No. 99.


180. Cf. Haṭhayogopradīpika IV. v. 110; Sāṃkhyakārikā v. 62.


182. Vergl. v. 628, 1082ff., 1168; Mittlere Sammlung 189f. Cf. den alten Spruch, Raghuvaṃ am VIII. 14. schol.


yadahareva virajet

tadahareva pravrajet.


183. Vergl. v. 57; Dhp v. 153/4. – Lies vimariyādikataṃ cittam, von mariyādā Grenze; siehe mariyādaṃ ṭhapeti die Grenze feststellen: Dīghanikāyo 27. Rede, vol. III. p. 103 der siam. Ausg.; cf. Saṃyuttakanikāyo vol. III. p. 31, und den brāhmaṇo mariyādo im Aṉguttaranikāyo vol. III. p. 227.


185. Es ist hier offenbar die Rede von der tödlichen Erkrankung des Meisters, die unmittelbar auf den Genuß giftiger Pilze erfolgt sein soll: siehe Mahāparinibb. p. 42 (Upavāno erwähnt p. 50); hātave, inf. zu jahāti. – Vergl. die spätere Legende im Saṃyuttakanikāyo vol. I.p. 174f.

Daß, nebenbei bemerkt, sūkaramaddavam in der Tat nur ein bestimmter Pilz sein kann, wird durch die Aufstellung der drei guten Gemüse im Aṉguttaranikāyo vol. III. p. 49 zur Gewißheit erhoben.

Upavāno erscheint noch einmal als achtsamer upaṭṭhāko zu Ende der 29. Rede der Längeren Sammlung.


187. Ähnlich Dhp v. 345, wo jedoch sārattarattā und apekkhā nomina sind. (Die siṇh.u. barm. Ausgaben haben apekkhā, die siam. apekhā.)


189. Vergl. v. 325ff. – Bei der Wiederholung ist bile, desgl. ekakassa enthymematisch.


191. Vergl. v. 643: Dhp v. 8 u. 81.


[776] 193. Vergl. Aṉguttaranikāyo, ed. Siam. vol. IV. p. 88 i.f.: Wer matt und müde ist mag sich die Augen mit Wasser netzen und die Sterne am Himmel betrachten.


194. Lies hatthikkhandhā va patitam.


195. Vergl. hierzu die merkwürdig verwandte Legende vom heiligen ALEXIS, die uns GOETHE, in einem Briefe aus der Schweiz vom 11. November 1779, mit inniger Teilnahme erzählt; nüchtern und schlicht, ohne alle Ausschmückung, gibt sie das Breviarium Romanum, unter dem 17. Juli, zweimal.


199. Lies


Ayam iti Kappaṭakuro

acchāya atibharitāya,.


200. Cf. zu diesen beiden dunklen Sprüchen Dhp v. 205; LdN 55. Eine gleiche Regel gibt der orpheische Vers zu verstehn:


Φϑεγξομαι οἱς ϑεμις εστι; ϑυρας δ' επιϑεσϑε βεβηλοις.


JAKOB BÖHME, Mysterium pansophicum, Absatz No. 96.


202. Der Begriff der sakkāyadiṭṭhi, von CHILDERS richtig erkannt, wird hier schlechterdings als Naturalismus gekennzeichnet: tesam (sakkāyānam) ayam pacchimako. Vergl. das nissaraṇam sakkāyassa, Dīghanikāyo ed. Siam. vol. III. p. 244f., 287f.


203. Lies sa hi suttesu. – Cf. Aṉguttaranikāyo, Sattakanipāto No. 5, v. 2-3; ff.


204. Lies sāram, was durch die satta dhanāni, Aṉguttaranikāyo l.c., notwendig bedingt ist, und cf. Asokos berühmtes Wort von der sāravaḍḍhī, im XII. Felsenedikt. Vergl. Dhp v. 183, 185.


205. Vergl. Dhp v. 94.


207. Siehe das Gespräch des Meisters mit Hatthako, Aṉguttaranikāyo 3. Teils 34. Rede (übers. Buddhist. Anthol. s. 909f.); zur Charakteristik Mogharājās ib. 1, 14, 4, 16. – Lies hemantikā sītakālarattiyo.


211. Vergl. v. 1136.


212. Lies jhāyituṃ, sunikkammo; vergl. Aṉguttaranikāyo 4. Teils 231. Rede. Mbh. XIV, 46, 18: naiṣkarmyam ācaret muniḥ. – Cf. den Mokṣadharma lokas, im Yogasārasaṃgrahas Kap. II. p. 23:


Karmaṇā badhyate jantur,

vidyayā tu vimucyate:

tasmāt karma na kurvanti

yatayaḥ pāradar inaḥ.


Ebenso die paurāṇasmṛti, e.g. das Kaurmam, ib. p. 34:


Kāryo hyasya bhaveddoṣaḥ

puṇyāpuṇyam iti rutiḥ:

tadva ād eva sarveṣāṃ

sarvadehasamudbhavaḥ.


214. kali, eig. der Einserwürfel, der Aßwurf, der das Spiel verlieren läßt. Vergl. Anm. 462.


217. Der Feigenbaum, ficus religiosa, bekannt als Bodhi-Baum, ist eine Pappelart, die in ihrem hohen, zugleich aber sehr breiten Wuchse an unsere Eichen erinnert. – Es ist hier von einem Buddho der 31. Weltäon vor der gegenwärtigen die Rede. Eine Weltäon umfaßt viele hundert Millionen Jahre. Vergl. Vers 165.


[777] 220. Wohl um Wohl, im Gegensatze zur Lehre anderer Asketen: Wohl um Wehe; siehe Mittlere Sammlung S. 106.

Der Wahlspruch »Wohl um Wehe« ist noch recht gut verständlich. Ebenso das schöne, tiefsinnige Wort der heiligen TERESIA: »Aut pati, aut mori.« Wenn aber eine christliche Heilige des 17. Jahrhunderts, MARIA MAGDALENA DE PAZZI, die Maxime wählen mochte, »Pati, non mori«, so ist das allerdings die direkte Umkehrung des buddhistischen Gedankens und nähert sich schon bedenklich dem Ausspruche LOYOLAS, der da gesagt haben soll, »si optio daretur, malle se beatitudinis incertum vivere, et interim Deo inservire et proximorum saluti, quam certum eiusdem gloriae statim mori.« Der bekannte Witz LESSINGS vom lieben Gott und der Wahrheit hat letzterer Ansicht populären Ausdruck verliehn.


221. Vergl. LdN v. 251, 290.


225. Bākulo, nom. pr., von bakuras, bāko. – Cf. Aṉguttaranikāyo 1, 14, 4, 8.


226. Cf. v. 374, 323f.; Dhp v. 19f. – Vergl. den recht ähnlichen Spruch Haṭhayogapradīpikā I.v. 65:


Kriyāyuktasya siddhiḥ syād,

akriyasya katham bhavet:

na āstrapāṭhamātreṇa

yogasiddhiḥ prajāyate.


Ungemein glücklich hat MARC AUREL denselben Gedanken formuliert, VI. 51: Ό μεν φιλοδοξος αλλοτριαν ενεργειαν ιδιον αγαϑον ὑπολαμβανει; ὁ δε φιληδονος ιδιαν πεισιν; ὁ δε νουν εχων ιδιαν πραξιν.


230. Cf. Mittlere Sammlung S. 164, Saṃyuttakanikāyo Khandhasaṃyuttam No. 86 i.f.; Längere Sammlung 33. Rede, S. 562.

Einen gleichen Ausdruck hat SCHOPENHAUER, Hauptwerk, Anfang der Vorrede von 1818, gefunden; und auch GIORDANO BRUNO hat, am Ende des 33. heroischen Sonetts, gesagt:


Io ad un sol oggetto

Ho fisso il spirto, il senso e l'intelletto.


Ein Fragment HIPPOS lautet:


Πουλυμαϑημοσυνης, της ου κενωετερον ουδεν,


und im Yogasārasaṃgrahas, ed. Bombay, 1894 p. 46, werden folgende wunderschöne Smṛtiverse zitiert:


Sārabhūtam upāsīta

jñānaṃ yat svārthasādhakaṃ:

jñānānāṃ bahutā yaiṣā

yogavighnakarī hi sā.


Idaṃ jñeyam idaṃ jñeyam,

iti yas tṛṣita caret:

ā sa kalpasahasreṣu

naiva jñeyam avāpnuyāt.


231. Vergl. Längere Sammlung, No. 31 (Siṉgālakos Ermahnung) v. 11 u. 12.


233. Das Abzeichen der oberen drei Kasten ist, heute wie früher, eine Brustschnur, [778] aus geweihten Gräsern etc. geflochten; siehe die Gṛhyasūtren. – Cf. die Parallele Brahmopaniṣat I.u. II. 4, v. 2-3.


235. dvāre ist hier enthymematisch; desgl. samaṇā in beiden Versen.


239. Zu diesen vier Personen und ihren bez. Fähigkeiten vergl. Aṉguttaranikāyo, Catukkanipāto No. 147.


244. = v. 31.


245. Cf. den brahmānandas, Taittirīyopaniṣat 2. 8. 2. i.f.


251. Im Gegensatze zur brāhmanischen Lehre, nach welcher der Āryer bekanntlich erst in den letzten Lebensjahren, wann er den Sohn seines Sohnes gesehn hat, der Welt entsagt und in den Wald zieht (v.e.g. Manus VI. i.f.), empfiehlt der Buddhismus Askese in der glücklichen Jugend, in der ersten Mannesblüte, und hält nur wenig von alten Asketen, die da meist unwissend, ungeschickt, ungelehrig, mißmutig sind: Aṉguttaranikāyo, Pañcakanipāto No. 59f.

Vergl. den Spruch des kynischen DIOGENES: Νεκρον ιατρευειν, και γεροντα νουϑετειν, ταυτον εστι: »Einem Toten Arzenei und einem Alten Belehrung geben ist eins.«


255. Vergl. LdN v. 26. – Cf. zu der, am letzteren Orte gegebenen Parallele, die ebenso treffende als schöne Bemerkung KRANTORS: Πολλοις γαρ και σοφοις ανδρασιν ου νυν αλλα παλαι κεκλαυσται τ'ανϑρωπινα, τιμωριαν ἡγουμενοις ειναι τον βιον; και αρχην το γενεσϑαι ανϑρωπον συμφοραν την μεγιστην.


257. = Längere Sammlung S. 266, letzte Strophe. – Vergl. v. 837.


258. Lies dukkhamhi.


259. Lies n'eva-saññisu-asaññisu.


261. = v. 225/7.


265. = v. 147/8.


267. Nāgasamālo wird am Ende der 12. Rede der Mittleren Sammlung genannt.


268. Zu maccupāso cf. den mṛtyupā as der Upanischaden, e.g. vetā vataropaniṣat 4, 15: Tam evaṃ jñātvā mṛtyupā āṃ chinatti.


273. = v. 269/70.


275. = Dhp v. 6; Vinayapiṭakam vol. I.p. 349 v. 6. – leṣās, wie der vorliegende mayaṃ yamāmase, sind in den älteren Texten nicht allzu häufig, kommen nur gelegentlich vor; wie etwa im Manus V. 55:


Māṃ sa bhakṣayitā 'mūtra

yasya māṃsamihādmyaham.


277. = Dhp v. 312, Saṃyuttakanikāyo vol. I.p. 49 v. 5; sithilam ist die richtige Lesart, auch für das Dhp, wie die besten zeilonesischen und barmanischen Mss zeigen. – Zu saṉkassaram cf. Saṃyuttakanikāyo vol. IV. p. 180 § 12.


279. Auge, Ohr, Nase, Mund, After, Scham. FREIDANK nennt sie »neun Fenster«.


283. Zur Praxis indischer Büßer cf. Mittlere Sammlung 12., 36., 45., 57. Rede, insbesondere ib. Anm. 36 u. Längere Sammlung Anm. 746, 748.


285. Vergl. v. 880.


287. Die Gayā, an der die uralte gleichnamige Stadt liegt, wird heute noch, wie einst, auch Phalgu, die Rötliche, genannt. Vergl. hierzu Mahābhāratam III. 8308; Mittlere Sammlung S. 191, und ib. Anm. 21.


290. Zum Garn des Glaubens, Garn der Ansichten, diṭṭhisandānam, diṭṭhisaṃyojanam, cf. Mittlere Sammlung, 2. Rede, S. 12.

Die saṃyojanānaṃ rāgadosamohānam tanuttā, ib. p. 34, passim, ist Yogasūtre II. 2. wörtlich übernommen.


[779] 292. Vergl. Längere Sammlung S. 521.

In einer Homilie des ehrwürdigen BEDA ist ein z.T. ähnliches Gleichnis gebraucht: » ... Stultus ut luna mutatur. Qui numquam in eodem statu permanentes, nunc ad haec nunc ad illa vitia mutati, crescunt atque decrescunt.« Ebenso, aber großartig, BRUNO in seinem 32. Sonett.


295. Rāhulo ist, wie bekannt, der Sohn Gotamo Buddhos gewesen; vergl. Mittlere Sammlung 61., 62. u. 147. Rede.


299. Die indische Frau hält ihr Kind im Arme indem sie es, frei beweglich, rittlings gegen die Hüfte stemmt. Vergl. das hübsche Bild in RANSONNETS Zeilon (Braunschweig 1868 gr. fol.) Tafel XII.


301. = v. 269/70.


303. Vergl. den Spruch, Epigraphia Indica vol. IV. p. 47 l. 166:


dharma atrur na kasyacit.


310. Lies tāma-tamata-saṉgha-suppahitā; natürlich sind es Prädikate der balākā: die Kommentatoren mußten allerdings, ratlos wie sie waren, das burleske Quidproquo mit den amatamadā sappā produzieren.


313. = v. 223/4.


316. vasavatī ist, unter Einwirkung von vasavattī, unregelm. Weiterbildung zu vasavat, dem Willen unterworfen, von Wünschen erfüllt sein.


318. = v. 269/70.


320. Lies āyoge yuñjam.


321. Es ist, mit den älteren Varianten, zu lesen:


Abbūḷham aggham agghatānam vijitam.


322 = v. 226.


324. = Dhp v. 51/2. Cf. Nārāyaṇopaniṣat, ed. Bombay 1895, p. 207f.: Yathā vṛkṣasya saṃpuṣpitasya dūrādgandho vātyevaṃ puṇyasya karmaṇo dūrādgandho vāti.

Vergl. den schönen Vers JAMES SHIRLEYS (um 1640):


All heads must come

To the cold tomb;

Only the actions of the just

Smell sweet and blossom in the dust.


325. Vor sukhā ist zu ergänzen, wie eine Variante zu Vers 1 andeutet; ebenso v. 51/54.


331. Die Satzung, die ihre Bestätigung in sich trägt, keiner äußeren Autorität bedarf, der dhammo anītiho, wird hier enthymematisch den Satzungen gegenübergestellt, die auf Treu und Glauben gegründet, itihītihaparamparāya, auf bloßes Hörensagen, auf Autoritäten hin, überliefert und angenommen werden: siehe Mittlere Sammlung 554, 733.


332. Zum dibbacakkhu cf. das divyaṃ cakṣus der Bhagavadgītā, XI. 8.


333. sikkhā und sussutā sind Instrumentale.


335. Hierzu LdN 204ff.


340. Die Gayā heißt in ihrem mittleren Laufe Nerañjarā (heute Lilañjā).


341. Vergl. das 9. Udānam.


342. Vergl. v. 290. – Zum Begriffe parāmāso cf. Tarkasaṃgrahas, 40. sūtram.


[780] 345. Vergl. v. 287.


346. Siehe hierzu Mittlere Sammlung, 7. Rede; auch die 45 ste. Vergl. LdN 239.


349. Die achtgeteilte Flut = dem achtgeteilten Pfad, ist rechte Erkenntnis, rechte Gesinnung, rechte Rede, rechtes Handeln, rechtes Wandeln, rechtes Mühn, rechte Einsicht, rechte Einigung; s. Mittlere Sammlung 3. Rede, passim, und die Erläuterung im einzelnen, Längere Sammlung 395f., auch Mittlere Sammlung 1035f.


353. Vergl. LdN 161. Ähnlich des BAKCHYLIDES heroischer Vers, XVIII. 38-41:


Ισχυρον τε και αλκιμον

ὡδε και ϑρασυν, ὁστε τουτων

ανδρων κρατερον σϑενος

εσχεν.


354. Cf. Aṉguttaranikāyo 1, 14, 2, 11.


355. Vergl. v. 1107ff.


358. Lies evaṃ damayissāmi tam.


359. Lies vodamessāmi, vi + ava + damo.


360. Vergl. v. 278; Aṉguttaranikāyo, Sattakanipāto No. 29 u. 30 v. 2.


361. Vergl. v. 292.


367. Vergl. Mittlere Sammlung 278 u. 304.


368. Vergl. Aṉguttaranikāyo vo. I.p. 24.


369. Lies nibbissati. – Vergl. Anm. 90. Der Fünferstrunk, pañcakkhandhā, ist eine Bezeichnung des Leibes, des Mikrokosmos, bez. Makrokosmos; stehend und fallend nämlich durch Gesicht, Gehör, Geruch, Geschmack, Getast.

Vergl. das, rein buddhistisch gedachte, Epirrhema GOETHES:


Kein Lebend'ges ist ein Eins,

Immer ist's ein Vieles.


370. Lies vasena, im letzten Fuße dhamme suvisesi assa. (Zur Erklärung des viseso vergl. Majjhimanikāyo vol. II. p. 96; Dīghanikāyo letzte Rede: Eko dhammo visesabhāgiyo: yonisomanasikāro.) Ebenso, aber negativ, ist die lectio im Suttanipāto v. 905ff.; wo, ganz wie Asoko später getan, eindringlich gelehrt wird, es solle keiner seinen dhammo, seine Religion, der Religion eines anderen gegenüberstellend, scharf kennzeichnen, indem daraus nur Streit entstände, fromm sein ist einig sein, aller Hader fahre hin, in jeder Religion sei ja Gutes enthalten; ein Brāhmane neigt nach keiner Seite, er mag den Glauben anderer sorgsam prüfen (suniccheyya): Zänkereien meidend sieht er nicht, als ob nur seine Religion die beste wäre, auf eine andere geringschätzig herab. – Praktisch ist diese Weitherzigkeit wohl sehr schön, wie die unvergleichlichen Denkmale Asoko des Großen es zeigen: philosophisch freilich unhaltbar. Obige Theragāthā stellen gewissermaßen die Antithese zu den angeführten Versen des Suttanipāto dar.


371. Zum Begriffe des thāmavā vergl. Aṉguttaranikāyo vol. I.p. 50, vol. II. p. 250.


374. Zur Bestimmung des atthantaro cf. Dīghanikāyo 30. Rede, ed. Siam. vol. III. p. 171 v. 1. 3-4:


sussūsitā pabbajitam upāsitā

atthantaro atthakathaṃ nisāmayi.


Ähnlich, doch verschieden, hat, wie so manches andere, auch atthakāmo im klassischen Pāli eine durchaus eigenartige, vom Saṃskṛt gar sehr abweichende, Bedeutung angenommen; v.e.g. Majjhimanikāyo vol. I.p. 118, 124.


[781] 375. Die Legende hierzu findet sich Vinayapiṭakam vol. I.p. 24ff.; cf. Aṉguttaranikāyo 1, 14, 4, 6.

Es sei hier nebenbei bemerkt, daß dieselben Wunder, die dem indischen Asketen, auch dem katholischen zugeschrieben werden, als da sind: In aëra sublatus miro fulgore coruscare, rapidos fluvios sicco pede traicere, murum transire, bilocatio, baculum terrae defixum mox in viridem ficulneam excretum facere, etc. etc. etc.; v.e.g.S. PEDRO DE ALCANTARA.

Die Zumutung Wunder zu wirken hat übrigens Gotamo wiederholt entschieden zurückgewiesen: so namentlich im Eingang zur 11. und 24. Rede der Längeren Sammlung. Sehr charakteristisch ist, ib. 28. Rede, die Einteilung in anariyā iddhi und ariyā iddhi, in unheiliges Wunder und heiliges Wunder: zu ersterem gehören alle Arten von Mirakel, letzteres ist Herrschaft über das eigene Herz und vollkommener Gleichmut den Dingen gegenüber.


380. = v. 136; cf. v. 176.


382. Die Krasis findet zwischen buddham und appameyyam, satatam und udaggo statt, das Komma gehört nach passanno.


386. Siehe Mittlere Sammlung 41f., passim.

Die vier appamaññā sind in das Yogasūtram I. 33 wörtlich aufgenommen.


387. Vergl. Mittlere Sammlung 3. Rede; auch Vers 362.


388. Vergl. v. 278 und 363.


393. = v. 315. Vergl. Aṉguttaranikāyo, Chakkanipā to No. 29.


396. Cf. Saṃyuttakanikāyo vol. V.p. 263.


397. Cf. Aṉguttaranikāyo vol. III. p. 323. Saññāsop. 1.


398. pañcaṉgikaṃ turiyam, sc. der Laute, Fiedel, Flöte, Trompete und Trommel. – Zur musikalischen Begabung und dem feinen Gehör der Inder vergl. RĀJENDRALĀLMITTRAS interessante Bemerkung in GRIERSONS Modern Vernacular Literature of Hindustan, Kalkutta 1889, p. 137. Cf. auch den vielsagenden indischen Spruch2 6103; sowie den Titel pañcamahā abdas »Einer der das Privilegium hat, sich die fünffache Instrumentalmusik täglich vortragen zu lassen«: ein Epitheton ornans indischer Könige und Fürsten, Corpus inscriptionum Indicarum vol. III. p. 296ff. Anm.


399. = Dhp v. 334-337. Vergl. Saṃyuttakanikāyo vol. II. p. 95.


404. = Bruchstücke der Reden v. 334.


406. Lies vihārā-n-upao, wie v. 564 vehāsā-n-upa:; cf. LdN 37, 42, 169.


409. = v. 269/70.


412. Vergl. Dhp v. 25.


413. Vergl. Mittlere Sammlung 27. Rede.


420. Lies anuvassako.


421. Vergl. v. 349.


426. Zu vināyako cf. das rein buddhistische venayiko, Majjhimanikāyo vol. I.p. 140 samt der Erklärung im Aṉguttaranikāyo, Aṭṭhakanipāto 11. Rede: Ahaṃ vinayāya dhammaṃ desemi rāgassa dosassa mohassa. Letzteres mag als svābhāvikavinayas, ersteres, wenn auch indirekt, als kṛtrimavinayas gelten.


432. Zu Anuruddho vergl. v. 892ff.


434. Cf. v. 469.


435 = v. 350/1.


439 = v. 337.


440. Vergl. v. 90, 369.


445. āvajja von Anmerkungen zu den Liedern der Mönche. – Das Gleichnis von der Säge findet sich Mittlere Sammlung [782] S. 152: »Wenn auch, ihr Mönche, Räuber und Mörder mit einer Baumsäge Gelenke und Glieder abtrennten, so würde wer da in Wut geriete nicht meine Weisung erfüllen.« – Das Gleichnis vom Kindermahl, Saṃyuttakanikāyo vol. II. p. 98, besagt, daß der heilige Jünger die Nahrung einzunehmen habe wie Eltern, die auf der Reise, in eine Wüste geraten, verzweifelnd ihr einziges, vielgeliebtes Kind schlachten, um nicht alle drei zu verhungern, und brüllend sich die Brust schlagend nach und nach verzehren: wer die Nahrung also betrachte, der kehre nimmer zu dieser Welt zurück. – Das Gleichnis vom Rinderhirten, Mittlere Sammlung 135f., lautet: »Gleichwie etwa, ihr Mönche, ein Rinderhirt im letzten Monat des Sommers, wenn das Korn auf den Feldern ringsum in voller Reife steht, seine Herde hüten und im Walde wie auf der Wiese wohl achthaben muß: ›Die Rinder sind da‹: ebenso nun auch, ihr Mönche, mußte ich da wohl achthaben: ›Die Dinge sind da.‹« Vergl. hierzu noch Saṃyuttakanikāyo vol. IV. p. 195f. – Die Verse 441-444 stehn, nebst der dazu gehörenden, sehr schönen Rede, im 1. Bande des Saṃyuttakanikāyo, p. 161ff. § 2 & 3; cf. auch ib. p. 222ff.; sowie die meisterliche Diatribe gegen den Zorn, Aṉguttaranikāyo, Sattakanipāto Ende des Avyākatavaggo. (Übersetzt in Anmerkung 896 der Längeren Sammlung.)


447. Vergl. meghacchannam, ghanacchadam, u.a.m. Zum Gleichnis: Mittlere Sammlung S. 307. – Cf. Vinayapiṭakam vol. II. p. 240.


453. = Bruchstücke der Reden v. 205. – Vergl. die svāngajugupsā, Yogasūtram II. 40.


457. Vergl. Bruchstücke der Reden v. 768; zum Gleichnis Vinayapiṭakam vol. III. p. 20.


460. mhita: wohl von Anmerkungen zu den Liedern der Mönche, nicht von Anmerkungen zu den Liedern der Mönche.


462. Das Spiel doppelt gewinnen, wörtlich: auf beiden Seiten den (höchsten) Würfel mit vier Augen werfen, stellt die beiden Enden dar, das gemeine Ziel und das heilige Ziel – Lust und Erlösung; siehe Mittlere Sammlung, 26. Rede, Anfang. Zu kaṭaggaho und kaliggaho cf. der selben Sammlung 60. Rede; auch Dīghanikāyo 23. Rede, vol. II. p. 404 der siam. Ausg.


464. = v. 269/70.


466. Cf. Aṉguttaranikāyo 1, 14, 1, 7; Saṃyuttakanikāyo vol. II. p. 279.


469. Aus Sprüchen wie dieser und analogen, rein menschlichen, durchaus nicht mystischen Stellen hat sich später, auf vedāntischer Grundlage das Mahāyānam entwickelt; vergl. den vorletzten Vers in § 26 der Vajracchedikā, den Nucleus der ganzen Phantasmasophie. Ähnlich Aṣṭasāhasrikāprajñāpārāmitā p. 2 v. 15.


473. Lies bahūhi vata cariyāhi.


477. Vergl. v. 517, 628, passim.


478. Die Zeit von Mittag bis Abend war zu einsamer Schauung im Walde, die Zeit von Abend bis Mitternacht zu Gesprächen über die Satzung bestimmt. – Zur Ehibhikkhu-upasampadā vergl. noch v. 625 u. 870; und sogar LdN 109.


486. Vergl. hierzu, sowie zu v. 429 und 479, Saṃyuttakanikāyo vol. I.p. 68-70: Vier Dinge sollen, auch wenn sie noch zart und schmächtig sind, nicht verachtet, nicht geringgeschätzt werden: ein junger Krieger, eine junge Schlange, ein junges Feuer, ein junger Asket. Ähnlich Manus IV. 135-136.


487. Sarabhaṉgo, der Rohrbrecher, ist ein Eigenname, der auch im Mahābhāratam und Rāmāyaṇam als nom. propr. von maharṣis erscheint, und es ist bezeichnend, daß unser Diaskeuast hier gleichfalls das, keineswegs gewöhnliche, Epitheton mahā isi gebraucht.


489. Im 3. pādo ist für vaca- ohne Zweifel ajja zu lesen, im 4. pādo ākārena für -nakarena:


[783] so 'yaṃ rogo diṭṭho ajja

ākāren' atidevassa.


Für atidevo wird in späterer Zeit devadevo und devātidevo gesagt, e.g. Epigraphia Indica vol. I.p. 240 l. 4.


490.In diesem Verse sind, was in unseren Texten selten geschieht, die (mythischen) Vorgänger Gotamos genannt. Dem vorletzten, Koṇāgamano, hatte Asoko in den Vorbergen Nepāls ein Denkmal gesetzt, dessen wohlerhaltene Votivsäule erst kürzlich (1896) wieder entdeckt wurde. – Spätere Legendendichter haben dann das Auftreten eines künftigen Buddho Metteyyo prophezeit; Längere Sammlung 472. Gotamo aber erkennt, ib. S. 511, von der Zukunft nur eins mit vollkommener Gewißheit, und zwar von sich selbst:


Das ist das letzte Leben,

Und nicht mehr gibt es Wiedersein.


495. = v. 124.


496. Vergl. v. 144; Dhp v. 1.-2.; Aṉguttaranikāyo vol. III. p. 415: »Aus dem Denken, sag' ich, geht die Tat hervor: nachdem man gedacht hat vollbringt man die Tat in Gedanken, Worten und Werken.« – Cf. Aitareyopaniṣat 5. 1. 2., Kauṣītakyupaniṣat III. 1. 7.; und auch Yogasūtram III. 34: Hṛdaye cittasaṃvit.


497. Lies veti-d-eva, das d ist euphonisch, wie in bahu-d-eva, samma-d-eva, ajja-d-agge (sic), sa-d-attho, etc.


498. = v. 275.


501. Vergl. v. 582, 1015. Amṛtanādopaniṣat I.u. II. v. 14. – Itidem SOLON: Ὁ δ' αν ιδῃς μη λεγε; ειδως σιγα. Uberius PLOTINUS, Enneadis I. 4. 11.: Ει δε τινες μηδε ζῃν λεγοιεν τον τοιουτον, ζῃν μεν αυτον φησομεν, λανϑανειν δ' αυτους την ευδαιμονιαν του τοιουτου, ὡσπερ και το ζῃν.


507. Siehe Mittlere Sammlung, 47. Rede, Ende. – Cf. Aṉguttaranikāyo vol. III. p. 54; SN vol. V.p. 384.


509. = v. 204.


510. Cf. Aṉguttaranikāyo 1, 14, 4, 7.


511. Sirī, rī, Glück, ist, personifiziert, die indische Fortuna, Frau Sælde.


515. = v. 224.


520. Es ist der heilige achtfältige Pfad gemeint; vergl. Anm. 349.


525. Cf. Yogasūtre I. pāde 2. sūtram: Yoga cittavṛttinirodhaḥ. Ebenso: Dhyānaṃ nirviṣayaṃ manaḥ, Sāṃkhyasūtre VI. 25. – Katham idam? Tataḥ kṣīyate prakā āvaraṇam iti Ys II. 52. Vergl. noch Bhagavadgītā VI. v. 26.


527. Die ersten drei Verse sind an den Buddho gerichtet, eine Aufforderung die Heimat zu besuchen. – Cf. Aṉguttaranikāyo 1, 14, 4, 7.


529. Die Rohiṇī war der Grenzfluß des Sakyergebietes.


530. Vergl. LEOPARDI, Pensieri (ed. 1898) vol. I.p. 269: In che differisce l'ignorante dal savio? Nella speranza. – Braut von Messina, I, 8 i.f.:


Denn das Meer ist der Raum der Hoffnung.


531. Vergl. Saṃyuttakanikāyo vol. I.p. 174, wo ältere, bessere Varianten vorliegen.


532. Zur Pflicht des Wohltuns vergl. den allgemein indischen Gedanken im Aṉguttaranikāyo, Aṭṭhakanipāto 31. Rede: »Ich ernte, diese da ernten nicht; nicht steht es mir an, daß ich, der ich ernte, denen, die nicht ernten, nichts gebe.«


[784] 533. Diesen und die folg. Verse richtet Kāḷudāyī an den Vater Gotamos, einen fürstlichen Sakyer. Sakko ist der Name des Königs der Götter. Beide Namen sind, voneinander unabhängige, Denominativa von Anmerkungen zu den Liedern der Mönchevermögen, mächtig sein. – Es ist mit den besten Texten Sakyo, nicht Sākyo, zu lesen, das a ist wieder kurz geworden: ein Gedanke, den mir BÜHLER, wenige Tage vor seinem so tragischen Ende, bei Besprechung der Inschrift Sukittis bestätigt hat. – Zu vīro sattayugam puneti cf. Raghuvaṃ am VI. 45; Mahopaniṣat, etc.


536. a-sayha-sāhin, wörtlich: Unmögliches vermögend. Vergl. GOETHES Wort:


Nur allein der Mensch

Vermag das Unmögliche.


Die Sakyer nannten sich nach ihren geistlichen Vorvätern, den vedischen Sehern Aṉgirās und Gotamas, Aṉgirāsen und Gotamiden. Der erste Aṉgirās ist bekanntlich Agnis, das himmlische Feuer; vergl. Ṛgvedas I. 1. 1: Agnim īḷe purohitam.

Cf. Ev. Joh. VIII. 12: Εγω ειμι το φως του κοσμου, wozu AUGUSTINUS sehr schön gesagt hat: Est ergo lux quae fecit hanc lucem.


537. Vergl. Mittlere Sammlung S. 64.


538. Vergl. Aṉguttaranikāyo, Pañcakanipāto No. 181 (lies idam atthi, taṃ yeva).


541. Zu katakicco, kataṃ karaṇīyam cf. den identischen Ausdruck Sāṃkhyasūtram VI. 5: Atyantaduḥkanivṛttyā kṛtakṛtyatā.


543. Vergl. Mittlere Sammlung 32. Rede, Ende.


545. Lies vimuttisukhe sukhito.


547. Cf. Aṉguttaranikāyo 1, 14, 4, 13.


548. Um den zerstreuten Geist zu sammeln atmet der Mönch klar besonnen ein, klar besonnen aus: Aṉguttaranikāyo, Chakkanipāto No. 115. – Vergl. Taittirīyopaniṣat II. 10. 2: Yogakṣema iti prāṇāpānayoḥ.


549. Siehe Mittlere Sammlung S. 64, passim.


550. = v. 499.


551. Vergl. Mittlere Sammlung S. 350. – Paññā im 2. pādo, und im 4. idha api, ist enthymematisch; ovaddhanī, wie häufig, Schreibfehler für ovattanī, hier für oavattanī. Im 3. u. 4. pādo lies paññā(ya) u. dukkhe.


552. Vergl. das lapidare Axiom im Jātakam der 19. Rede der Längeren Sammlung, S. 350:


N'atthi jātass' amaraṇam,

Kein Leben gibt es ohne Tod.


554. Die Interpunktion bedarf hier besondrer Aufmerksamkeit: es gehört ein Komma nach paraporisānam und vor yaso, dagegen keines nach ruṇṇam. Zum [piṇḍadānaṃ] jīvitattham paraporisānam cf. die Auslegung der Piṇḍopaniṣat des Atharvavedas. – Vergl. diesen und den folg. Vers mit den entsprechenden Versen Raṭṭhapālos, 779 bis 781.


563. Vergl. das Sāmaññaphalasuttam, Dīghanikāyo vol. I.p. 77f. – Die Legende hierzu, im scholastischen Destillierapparate des 4. Jātakam, ist natürlich eine Sinciputiade, widerspricht obendrein dem vehāsā-n-upasaṉkamim unseres 564. Verses. – Cf. Aṉguttaranikāyo 1, 14, 2, 1-2.

Nb den Spruch im Yogasārasaṃgrahas p. 60:


[785] Yoge varaḥ arīrāṇi

karoti vikaroti ca.


566. Vergl. Mittlere Sammlung 41, passim.


569. Cf. Nāgānandam V.v. 23.


575. Vergl. v. 456 und Saṃyuttakanikāyo vol. II. p. 178ff. (übers. Buddhist. Anthologie S. 923-925).


577. Cf. Aṉguttaranikāyo 1, 14, 3, 5.


581. Vergl. EWALD CHRISTIAN VON KLEISTS berühmten Vers:


Ein wahrer Mensch muß fern von Menschen sein.

(Sehnsucht nach Ruhe 120)


582. Cf. Manus II. 110.


583. Siehe Mittlere Sammlung S. 304.


584. Siehe Mittlere Sammlung S. 65.


589. Lies buddhe susagāravatā.


597. Lies verambhā, von Anmerkungen zu den Liedern der Mönche; im folgenden Verse verambho. – Saṉkicco, i.e. Sāṃkṛtyas: aus dem Saṃkṛtigotram abstammend. Der Name dieses sowie anderer sehr alter Brāhmanengeschlechter ist uns auf donatorischen Inschriften bis herab in das 17. Jahrhundert überliefert. Siehe Epigraphia Indica vol. III. p. 249 l. 226f.

Vergl. auch den bekannten ājīvikaniyyātā Kiso Saṉkicco, Majjhimanikāyo vol. I.p. 238 u. 524.


605. = v. 380.


606. Vergl. Manus VI. 45.


607. = v. 196.


608. Vergl. Asokos Wort, im IV. Felsenedikt: Dhaṃmacaraṇe pi na bhavati asīlasa.


631. = Mittlere Sammlung, 98. Rede, 62. Vers; Suttanipāto 655.


633. Siehe Anm. 15.


635. = Dhp v. 292/3.


638. Das Gleichnis von den Saiten der Laute, die weder zu straff noch zu schlaff sondern richtig gespannt sein müssen, sollen sie den rechten Klang geben. Cf. Mittlere Sammlung S. 953. Vergl. das pythagoräische Homoion: Ὁ βιος ὡσπερ οργανον ανεσει και επιτασει ἁρμοζομενος ἡδιων γινεται. – Die Legende von den persönlichen Schicksalen Soṇos findet sich Mahāvaggo V. 1., und ist, wie hundert ähnliche, ein albernes Ammenmärchen, ohne jeden historischen Kern: das Verständnis unseres, allerdings schwierigen, ersten Verses war total geschwunden und man suchte sich aus der Verlegenheit zu helfen, so gut und schlecht es eben ging, nahm daher auch nicht den mindesten Anstand den Fürsten in einen Kaufmannsohn zu verwandeln und frei weiter zu erfinden. Cf. dagegen Aṉguttaranikāyo 1, 14, 2, 8 und 6, 55, 1-11.


639. Vergl. Mittlere Sammlung, 3. Rede, Ende.

Der madhyamakramas, modus aureus, wird allgemein hochgepriesen, so auch im Bhāratam; cf. Kāmandakis' Vers und das Zitat zu Raghuvaṃ am VIII. 9. – Μετρον αριστον hat KLEOBULOS gesagt.


641. Vergl. Mittlere Sammlung, 38. Rede; āyatanuppādo = paṭiccasamuppādo.


642. Vergl. Majjhimanikāyo vol. I.p. 93, appaṭicayo = anavassavo.


643. Vergl. v. 895 und Dhp v. 81.


644. Vergl. Mittlere Sammlung 164.

Eine auffallende Ähnlichkeit mit diesen beiden Versen zeigt das, zuweilen ganz buddhistisch klingende, Āyāraṃgasuttam p. 138 Strophe 3:


[786] Tahappagārehi jaṇehi hīlie,

sasaddaphāsā pharusā udīritā

titikkhae nāṇi aduṭṭhacetasā:

giri 'vva vāṭena na sampavevae.


Vergl. auch ākuntalam, VI. Akt, ed. PISCHEL p. 126 i.f.: Na kadā vi sappurisā soavattavvā honti tti; ṇaṃ pavāde vi ṇikkampā jjeva girīo.


645. = v. 48.


646. Cf. Mittlere Sammlung S. 321. – Vergl. auch Vers 603.


647. Mittlere Sammlung 41, passim.


650. = v. 999-1001.


653. Vergl. v. 1005.


654. = v. 606/7.


656. = v. 604/5.


658. = v. 1017; cf. Längere Sammlung 291. – Vergl. des Einsiedels Abschied von SIMPLICISSIMUS, Buch 1 Kap. 12: »Liebster Sohn, sagt er, vor allen Dingen bleib standhafftig, dan wer verharret bisz ans Ende, der wird selig.«


659. Vergl. v. 173.


661. Cf. Maitryupaniṣat VI. 14., Schlußvers; Yoga ikhopaniṣat 3. v. 1; Haṭhayogapradīpikā crebro, e.g. IV. v. 103: kālavañcakas »Einer der die Zeit überlistet.«


662. Zu dvayena bālā haññnanti cf. kāyena vācāya manasā dvayakārī vimissakammasamādāno sukhadukkham paṭisaṃvedī: Dīghanikāyo 27. Rede, vol. III. p. 108 der siam. Ausg. – Vergl. Kauṣītakyupaniṣat, Brāhmaṇāraṇyakam I. 2. i. med.: Sa iha pratyājāyate yathākarma [yādṛ am ubhama ubhaṃ vyāmi raṃ vā] yathāvidyam. Ib. 4 i. fin.: Tatsukṛtaduṣkṛte dhunute; paryavekṣate sukṛtaduṣkṛte sarvāṇi ca dvaṃdvāni, sa eṣa visukṛto viduṣkṛtaḥ. Auch Yogasūtram II. 48: Tato dvaṃdvān abhighātaḥ, Bhagavadgītā XV. 5, und den Vers aus dem Kūrmapurāṇam in der Anm. 212.


665. Vergl. v. 700f.; Aṉguttaranikāyo, Aṭṭhakanipāto 5. u. 6. Rede. – Cf. die Smṛti-strophen, im Yogasārasaṃgrahas IV. p. 63:


Yacca kiṃcitsukhaṃ tacca

duḥkhaṃ sarvam iti smaran

na sukhena na duḥkhena

kadācidapi yujyate.


671. Zu bhavābhavo s. Mittlere Sammlung Anm. 35; zu piyāppiyam cf. Manus VI. 62, welcher Vers wie aus dem Dhammacakkappavattanasuttam übertragen scheint.


673. Cf. Aṉguttaranikāyo 1, 14, 1. 1.


676. = Dhp v. 277-279. – Cf. Sāṃkhyasūtram V. 72; Yogasūtram II, 15.

Vergl. das alte Gedicht im Wunderhorn »Die Wahrheit«, wo Feuer, Wasser und Luft sich der Wahrheit offenbaren, ihr sagen wo sie zu finden seien, und endlich fragen:


All drei sie sprachen wonnsamlich:

Du edele Wahrheite!

Wo sollen wir dann finden dich?

Die Wahrheit sprach: Im Leide.


679. Vergl. v. 1246/48.


680. Cf. Dhyānabindūpaniṣat v. 1.


683. = v. 243/4.


[787] 685. = v. 654/5.


687. Vergl. v. 604/5.


689. Vergl. den schönen Eingang zu diesen Strophen im Aṉguttaranikāyo, Chakkanipāto No. 43; sowie Asokos Darstellung des gajuttamo (gajutame, sic) am Kālsī-Felsen, östliches Ende, und des seto in Dhauli, welch letzteren Hinweis ich meinem unvergeßlichen Lehrer BÜHLER verdanke. – Es ist in Vers 689 selbstverständlich brahmapathe (cf. v. 649) zu lesen, was der Herausgeber des 3. Bandes des Aṉguttaranikāyo erkannt hat, ob er gleich sonst nicht immer richtig transkribiert, und gelegentlich verderbte Varianten aufgenommen. Dieser Tadel muß leider noch mehr vom 2. Bande des Majjhimanikāyo gelten und ausgesprochen werden, dessen flüchtige, verständnislose, durch alberne Interpunktion entstellte Ausgabe ein trauriges Gegenstück zu TRENCKNERS meisterhafter Textredaktion des 1. Bandes abgibt. Dieser wird einer künftigen, besseren, wissenschaftlich gegründeten Herausgabe der vier großen Nikāyā fast durchaus als Muster zu gelten haben.


691. Vergl. Aṉguttaranikāyo, Pañcakanipāto No. 23.


692. Vergl. Mittlere Sammlung, 27. Rede; und den, dieser, bis auf den heutigen Tag sehr populären Rede, auffallend entsprechenden Vers Kālidāsas', ākuntalam VII, 31. – Zu der folgenden Melographie cf. die Parallele in der Nādabindūpaniṣat, v. 2-4.


700. Vergl. Aṉguttaranikāyo vol. II., p. 38f.; Dhp v. 58, 59; infra v. 1089.


702. Siehe Udānam, Ende. – Cf. Sāṃkhyasūtram II. 8; Haṭhayogapradīpikā IV. v. 98.


704. Lies parinibbāti; cf. v. 672.


705. Zum Opferdienst und seiner geistigen Umwandlung durch den Buddhismus cf. Aṉguttaranikāyo, vol. IV. p. 42-47 der siam. Ausg.; Längere Sammlung 92-97.


708. Cf. Aṉguttaranikāyo, ed. Siam. vol. IV. p. 107 1. 9.


710. Cf. Mittlere Sammlung 347f.


715. Vergl. Mittlere Sammlung 295 und 208, passim; ib. S. 816. – Nb die wörtliche Aufnahme dieses berühmten buddhistischen Satzes, Sāṃkhyakārikā v. 64, als nâsti, na me, nâham.


717. Vergl. Mittlere Sammlung S. 165.


725. Cf. DIONYSIUS AREOP., bei ECKHART.


726. Vergl. die verwandte Amṛtabindūpaniṣat, Brah mabindūpaniṣat, v. 1.ff. (Puna 1895 p. 71, 337).


730. Lies: n'adhimuccati; im folg. Verse ce statt ca.


737. Vergl. Aṉguttaranikāyo vol. III. p. 32: Speise und Trank wandelt sich in Kot und Harn, Angenehmes in Unangenehmes. Cf. Sāṃkhyasūtram V. 80: Sāṃyogā ca viyogāntās; Ind. Spr.2 5273.


742. Zu v. 738-742 cf. Aṉguttaranikāyo, Ekanipāto No. 1, Pañcakanipāto No. 75 und 76, und vor allem den erstaunlich tiefen Saññogavisaññogapariyāyo, ib. Sattakanipāto, ed. Siam. p. 58-60. (Übersetzt in der Anmerkung zu v. 823 der Bruchstücke der Reden.)


743. Vergl. LdN 344; Jātakam vol. II. p. 239 v. 177.


744. Cf. Mittlere Sammlung 20. Rede. Vergl. Haṭhayogapradīpikā III. v. 105.


745. Diese wohlbekannten fünf balāni, die pañca dhammā visesabhāgiyā, wie sie im Dasuttarasuttantam genannt werden, sind Yogasūtre I. 20 wörtlich rezipiert. Zum letzten pādo cf. Dhp v. 294f.; sowie Bhagavadgītā XVIII. v. 17.


748. Cf. Rāmottarop. II.


749. Sakko, der König der Götter, hatte den Dämon Vepaciti in einer Himmelschlacht besiegt und gebändigt: Saṃyuttakanikāyo vol. I.p. 221ff., IV, 201f. Vergl. Bruchstücke der Reden, Anm. zu v. 588.


[788] 750. Zu añchati, anziehn, cf. Majjhimanikāyo, vol. I.p. 56, l. 15 v.u.


755. Die sechs Sinne, die den Leib ausmachen, sind, nach indischer Anschauung: Gesicht, Gehör, Geruch, Geschmack, Getast, Gedenken.


756. Die Chirurgie, auf die hier angespielt wird, war in Indien hoch entwickelt: man hatte über 100 verschiedene Instrumente in Gebrauch.


761. = Dhp v. 340, 1-2. – Zu den sotā, bez. oghā cf. vetā vataropaniṣat 1. 5. und 2. 8; Āyāraṃgasuttam p. 26:


Uḍḍhaṃ soyā ahe soyā

tiriyaṃ soyā viyāhiyā:

ete soyā viyakkhātā

jehiṃ saṃgaṃti pāsahā.


769. = Dhp v. 147. – Raṭṭhapālo, ein junger Edelmann, der Asket geworden, spricht zu seiner Gattin, später zum greisen König Koravyo, der ihn, wie diese, bewegen wollte zur Welt zurückzukehren. Näheres in der 82. Rede der Mittleren Sammlung. – Vergl. LdN 338-365.


771. Junge Frauen pflegen sich die Sohlen mit Lack rot aufzufärben; vergl. v. 459. – Raghuvaṃ am VII. 7; Ṛtusaṃhāram I. 5.


774. Hierzu die 25. Rede der Mittleren Sammlung.


779. Lies mit dem Kommentator vata.


780. Vergl. Manus IV. 239-241; Bhāratam XII. 12093-94.


782. Vergl. Saṃyuttakanikāyo vol. I.p. 108 § 9f.; Bruchstücke der Reden v. 589, 775, 804.


784. Lies abyositaṭṭhā, i.e. a + vi + ava + sita + ṭṭhā.


788. Vergl. Ind. Sprüche 2 4431. Bruchstücke der Reden v. 576.


789. Lies avañjha mayham pabbajjā; siehe Majjhimanikāyo vol. I.p. 271, l. 12 v.u.


790. Vergl. Mittlere Sammlung 22. Rede.


792. = v. 604f.


794. Hierzu Saṃyuttakanikāyo vol. IV. p. 72ff.; Mittlere Sammlung, 38. Rede, 2. Hälfte.


806. Ein diakritisches Zeichen hat nicht nach dem 1. sondern nach dem 2. pādo zu stehn.


818. = Bruchstücke der Reden v. 548-567 u. 570-573. – Lies vaṇṇavaṇṇo und sukkadāṭho. Vergl. hierzu die spätere Schematisierung im Dīghanikāyo No. 14.


832. Cf. Mittlere Sammlung, 11. Rede.


842. Die tägliche Kost ist, heute wie früher, »ein saftiges, würziges Gericht aus gekochtem gesichteten Reis«; siehe Mittlere Sammlung 5. Rede, gegen Ende, und meine Bemerkung in der Wiener Zeitschr. f.d. Kunde d. Morgenl., vol. X.p. 101f.


846. Vergl. Mittlere Sammlung S. 242.


850. khaluo von Anmerkungen zu den Liedern der Mönche, spülen, sammeln; die Scholiasten hatten selbstverständlich keine Ahnung mehr von Etymologie und Bedeutung.


855. Vergl. Dhp v. 303.


856. Unter Sitzen hat man jene bekannte Stellung mit verschränkten Beinen zu verstehn, die den indischen Heiligen eigentümlich ist. Cf. e.g. Majjhimanikāyo 32. Rede Ende: ujuṃ kāyam paṇidhāya nisīdati; sowie die wörtliche Parallele Haṭhayogapradīpikā I.v. 19: ṛjukāyaḥ samāsīnaḥ.


862. Die zweite Weihe ist die zweite Salbung eines Brāhmanen oder eines Fürsten, der nach den höchsten Würden, bez. Unbesiegbarkeit strebt, eine Feierlichkeit mit [789] großartiger Prachtentfaltung begangen: der vājapeyas – hier im irdnen Bettelnapf dargebracht und, als dutiyābhisecanam schlechthin, zum punarabhiṣekas erhoben. Bhaddiyo, der Sohn der (Königin) Godhā, war also bereits regierender Fürst, rājā, gewesen, was sich übrigens auch aus v. 863 ergibt, da außer dem König keiner Kriegselefanten halten durfte; und zwar soll Bhaddiyo König der Sakyer gewesen sein, während Suddhodano (cf. v. 534) nur Sakyerfürst war. Vergl. die vielleicht teilweise Altes vermittelnde Legende im Cullavaggo, VII. 1. 5-6, vornehmlich aber Aṉguttaranikāyo 1, 14, 1, 6.


863. Vergl. v. 1005. – Viele der altindischen Burgen waren berühmt wegen ihrer Uneinnehmbarkeit: sie wurden, z.B. Epigraphia Indica vol. I.p. 13 v. 17, patatrigamyāni ailadurgāṇi genannt, »Vögeln zugängliche Felsenfestungen«. Noch heute trifft man, zumal in Kaschmir, auf Ruinen dieser ungeheueren Bauten, die wie aus dem Gestein emporgewachsen scheinen.


867. Lies asaññato āsi.


870. Vergl. v. 478, 625; LdN 109.


871. = Dhp v. 172, 173. Vergl. Aṉguttaranikāyo vol. III. p. 34.


873. = Dhp v. 382; vergl. Vers 203 und Anm. 251; v. 548.


876. Lies kiñcinam.


877. = Dhp v. 80; vergl. v. 19.


879. Ahiṃsako, s.v.a. FRIEDRICH.


881. lohitapāṇi, der Bluthändige, gibt uns die Etymologie für aṉgulimālo: aus malam, und nicht aus mālā, wie das spätere Aṉgulimālasuttam, Majjhimanikāyo No. 86, behauptet, hat sich der Beiname entwickelt. Das Aṉgulimālasuttam sieht, wie das Makhadevasuttam (sic) oder das Mahāgovindasuttam des Dīghanikāyo u.a., weit mehr einem Jātakam ähnlich, das unsere alten Sprüche, in seiner Weise, eingekleidet hat; es kann nur als quasi Kommentar gelten.


882. Der kammavipāko hat die anaṇatā erwirkt. Cf. Dhp v. 294, 295, und meine Anmerkung hierzu. Kauṣītakyupaniṣat III. 1. 1 i.f.


883. = Dhp v. 26, 27.


885. = v. 9.


888. Ähnlich heißt es vom großen Antagonisten des Buddhismus, dem uralten indischen Nationalheros Kṛṣṇas, āṇḍilyasūtram 49: Mukhyaṃ tasya hi kāruṇyam, »Sein vornehmstes Merkmal ist Mitleid.« – Vergl. die Worte des DOM AUGUSTIN, einen Tag vor seinem Tode, in den Relations de la mort de quelques réligieux de l'abbaye de la Trappe, Paris 1702, p. 74: »Quel bonheur! Je n'ay plus rien à craindre; quelle misericorde.« Einen Tag vorher hatte er gesagt: »Le monde, et tout ce qu'il a de vrai, de faux ou d'imaginaire, n'est plus rien qui convienne, ou qui puisse arréter un Religieux qui est sur le point de le quitter.« Seite 57 desselben Werkes wird von diesem Heiligen berichtet: »Il enduroit, comme s'il eust été de bronze, les chaleurs de l'été les plus insupportables, et les froids de l'hyver les plus picquans. Et quoi que sa complexion fust foible et délicate, il étoit toûjours prest de passer dans les deserts, et de se cacher dans les grottes et dans les cavernes.« Und so ist auch sogar die Beschreibung seiner äußeren Erscheinung, Seite 59, vollkommen buddhistisch: »Il avoit la tête un peu panchée, les yeuz baissez vers la terre, desquels la necessité toute seule regloit les mouvemens: le marcher en étoit grave, ni trop lent, ni trop precipité; le visage serieux, et toûjours plein de douceur; et dans nulle rencontre on ne le surprenoit sortant hors de lui-même.«


889. Vergl. Mittlere Sammlung, 3. Rede.


[790] 890. Vergl. v. 116, 576. – Cf. Haṭhayogapradīpikā IV. v. 102: eine der höchst seltenen Stellen, wo vamati, wie es unseren Texten eigen, καϑ' υπονοιαν gebraucht ist.


891. = v. 604, passim.


892. Anuruddho tritt sehr schön hervor in der 31. Rede der Mittleren Sammlung.


901. Vergl. v. 375. – Hierzu Aṉguttaranikāyo, Aṭṭhakanipāto 30. Rede, deren drei Schlußverse mit den obigen 901-903 identisch sind.


902. Vergl. Mittlere Sammlung, 47. Rede. – Lies mit dem siam. Texte yathā.


904. Vergl. v. 856.


905. Es ist vom Meister die Rede. – Vergl. Mahāparinibbānasuttam, letztes Bhāṇavāram; Aṉguttaranikāyo, Sattakanipāto No. 3 v. ult.


906. Vergl., nebst LdN Anm. 116 und den dort angegebenen Parallelen, Rel. d.l. Trappe p. 171 u. 227; auch die schönen, identischen Verse PETRARCAS, Trionfo della morte 160-165:


Non come fiamma che per forza è spenta,

Ma che per sè medesma si consume,

Se n'andò in pace l'anima contenta;

A guisa d'un soave e chiaro lume

Cui nutrimento a poco a poco manca,

Tenendo al fin il suo usato costume.


Ähnlich hat BÜRGER das Gleichnis gebraucht, Lenore Strophe 9 und 11; Bruder Graurock Strophe 7:


Verlöschend wie ein Licht.


908. jālini = jāliniyam, locat.; im Saṃyuttakanikāyo, vol. I.p. 200 § 6, ist unter den Händen des Kompilators freilich eine tāvatiṃsadevatā daraus geworden.


914. Vergl. v. 822. Zur indischen Kaiserwürde, als deren klassischer Zeuge Asoko gelten kann, vergl. die 26. Rede der Längeren Sammlung.


916. Lies paṭippassaddhiladdhamhi und tilge das Komma; cf. Dīghanikāyo, ed. Siam. vol. III. p. 288: Ayaṃ samādhi santo paṇīto paṭippassaddhiladdho ekodibhāvādhigato. – Zur ersten Schauung vergl. die Ausführungen Mittlere Sammlung S. 328, die, nebenbei bemerkt, in das Yogasūtram I. 17. wörtlich übergegangen, ja in das Mahābhāratam noch vollständiger aufgenommen sind, als ein Mokṣadharma lokas (im Yogasārasaṃgrahas p. 12):


Vitarka ca vicāra ca

viveka copajāyate

muneḥ samādadhānasya

prathamaṃ yogam āditaḥ.


917. Vergl. Mittlere Sammlung 360 v. 2.


919. Zu dem λαϑε τελευτησας, dieser von aller echten Askese gar hoch gepriesenen Maxime, sei es hier gestattet einen nüchternen Beitrag zu liefern, der wohl geeignet erscheint den stillen Tod Anuruddhos, und so manch anderen Jüngers, in durchaus undogmatischer Weise, typisch zu veranschaulichen. Die Prager Bohemia vom 28. April 1897 schreibt:

»Aus Waitzen wird unter dem 27. d. gemeldet: Im Chor der Franziskanerkirche stieß man gestern auf den Leichnam eines Mannes, der als Mönch MARTIN agnosziert wurde. Derselbe hieß mit dem Familiennamen GATTER, war bis vor sechs Jahren Mitglied [791] des Franziskanerordens und wohnte im dortigen Kloster. Vor sechs Jahren trat er zu den Minoriten über. Zu Beginn des vorigen Monats kam der Mönch nach Waitzen zurück und machte sich, ohne daß man hievon wußte, in einer sehr dunklen Ecke der Franziskanerkirche ein Strohlager zurecht; er hatte folgende Worte an die Wand geschrieben: ›Achter März. So viele Kreuze ich an die Wand zeichne, so viele Tage habe ich gehungert und gedurstet. Binnen zehn Tagen wird es zu Ende sein‹. Als man die Leiche gestern, nach vierzig Tagen, entdeckte, fanden sich neun Kreuze unter diesen Worten; es scheint also, daß der Todeskampf neun Tage gedauert hat. Es ist freilich nicht unmöglich, daß GATTER noch länger gelebt hatte und daß er eben nicht mehr die Kraft hatte weitere Kreuze an die Wand zu zeichnen. Die Leiche war bereits gänzlich eingetrocknet und bloß ein mit Haut überkleidetes Skelett.«


920. Zu den obigen Strophen Pārāpariyos und Phussos (949ff.) cf. die wichtigen Reden No. 79 und 80 im Pañcakanipāto des Aṉguttaranikāyo, wo auf die künftige Weiterbildung und Entartung der reinen Lehre, auf den abhidhammo und kaṇhadhammo, in pessimistischer Voraussicht, hingewiesen ist.


922. Siehe Mittlere Sammlung S. 14. – Sehr ähnlich heißt es in der Biographie des heiligen JOANNES CANTIUS: »Brevis illi somnus atque humi; vestis quae nuditatem, cibus qui mortem dumtaxat arceret.« Der echte Asket, ob nun Christ oder Buddhist, ist eben, seiner Entelechie nach, ein und derselbe


Al fuego indiano y al flamenco frio.


Vergl. auch den, bei wesentlicher Verschiedenheit, doch recht verwandten Vers des reichen Bettlers KRATES, der uns die ganze Heiterkeit der Kyniker widerspiegelt:


Ουκ οισϑα πηρα δυναμιν ἡλικην εχει

ϑερμων τε χοινιξ, και το μηδενος μελειν.


926. nīcaniviṭṭhā = hirottappasampannā. Cf. Aṉgut taranikāyo, ed. Siam. vol. IV. p. 101: Wie der Baum nicht ohne Laubwerk, kann der Mönch nicht ohne Demut bestehn. – Vergl. v. 1079.


953. Vergl. Dhp v. 85. – Cf. das milanesische Sprüchwort:


N'han mæi intes, e semper disen han.


968. Chaddanto, der Sechserilph, ist ein Elefant mit je drei zusammengewachsenen, bez. parallel gekerbten Hauern auf beiden Seiten; siehe die Darstellung in Barāhat, NW Gittersäule No. 74. LEFMANNS Vermutung, Lalitavistaras p. 178f., es wäre ein hundertjähriger Elefant mit zwei Hauern und vier Backenzähnen, wird kaum in Betracht kommen können. – Zur Legende cf. das 221. Jātakam.

Elefanten mit vier Hauern, catuddantā, kommen auf einer Inschrift aus dem 10. Jahrhundert nach Chr. vor: Epigraphia Indica vol. III. p. 176 No. 1 l. 11; aus dem 8. Jahrh. ib. vol. IV. p. 196 l. 12-13; passim.


970. = Dhp v. 9, 10.


976. Siehe Aṉguttaranikāyo, Aṭṭhakanipāto 14. Rede.


980. Lies phusantā.


982. Vergl. v. 154. – Der schöne, alte, seltene mitāhāro des obigen Spruches ist in die Haṭhayogapradī pikā I.v. 17, passim, wörtlich übergegangen, und zwar, recht unvermittelt, als Träger des neunten yamas.


985. Vergl. Anm. 856; v. 922.


[792] 990. Vergl. Aṉguttaranikāyo, Chakkanipāto No. 14 und 15. – Papañco, Sonderheit, natürlich von prapañcyati. Es ist Gesondertsein als Subjekt Objekten gegenüber, im Gegensatze zur Auflösung des Gemütes in der Selbstvertiefung, im samādhi, im nippapañcapatho. Siehe die ebenso klaren als gründlichen, wenn auch nicht gerade populären Ausführungen der 18. Rede der Mittleren Sammlung; desgl. Längere Sammlung S. 374. Mit dem Kommentar papañco schlechthin pāpam gleichstellen, ohne jede eigentliche Erklärung was es wirklich bedeute, kann nur für den praktischen Hausgebrauch taugen, ist für das Verständnis der buddhistischen Dianoiologie wertlos. Die Sonderheit ist zwar vom höchsten metaphysischen Standpunkte, auf dem die alten Texte stehn, identisch mit dem Übel: zu diesem Gipfel der Weisheit gelangt man aber nicht wohl am schlaffen Leitseil scholastischer Tautologien sondern besser auf den Staffeln einer Reihe scharf umgrenzter erkenntnistheoretischer Prämissen. – Nb diese ursprüngliche Bedeutung von prapañcas im Sāṃkhyasūtram III. 21 sowie Vedāntasāras 48 nächst den Kronzeugen in JACOBS Upaniṣadvākyako as s.v. prapañcas und prapañcopa amas. Niṣprapañcas auch später = avyaktas lauter, e.g. Epigraphia Indica vol. I p. 261 v. 75.

Vergl. noch die schönen »Acht Gedanken eines großen Mannes«, aṭṭha mahāpurisavitakkā: »Dem Genügsamen taugt diese Lehre, nicht taugt diese Lehre dem Ungenügsamen; dem Zufriedenen taugt diese Lehre, nicht taugt diese Lehre dem Unzufriedenen; dem Einsamen taugt diese Lehre, nicht taugt diese Lehre dem Geselligen; dem Tapferen taugt diese Lehre, nicht taugt diese Lehre dem Feigen; dem Besonnenen taugt diese Lehre, nicht taugt diese Lehre dem Unbesonnenen; dem Vertieften taugt diese Lehre, nicht taugt diese Lehre dem Unvertieften; dem Weisen taugt diese Lehre, nicht taugt diese Lehre dem Toren; dem keine Sonderheit behagt taugt diese Lehre, dem keine Sonderheit gefällt, nicht taugt diese Lehre, wem Sonderheit behagt, wem Sonderheit gefällt«: Längere Sammlung 614f.


991. = Dhp v. 98f., Saṃyuttakanikāyo vol. I p. 233 v. 2. Vergl. Indische Sprüche2 3913; Sāṃkhyasūtram VI. 31.


992. = Dhp v. 76; vajja: von Anmerkungen zu den Liedern der Möncheabzuleiten; cf. anavajjam, ananuvajjam, āvajja v. 445.


994. = Dhp v. 77.


998. Upatisso ist der Vorname Sāriputtos; s. Mittlere Sammlung 24. Rede Schluß.


1002. Vergl. v. 20.


1003. = v. 606.


1005. = Dhp v. 315; cf. ib. v. 40; Aṉguttaranikāyo, ed. Siam. vol. IV. p. 107-114, und ib. Aṭṭhakanipāto 29. Rede. – Zur Herzensburg vergl. das ähnliche Bild in der Vita Sanctae AGNETIS (ed. HARSTER v. 373f.):


Cuius in arce domum cordis sapientia struxit

Et bene velle suum constare suasit in aevum.


1006. = v. 2.


1011. Vergl. den Jainavers in der Anm. 644; Bhagavadgītā XII. 19; Haṭhayogapradīpikā IV. v. 111.


1014. Siehe Aṉguttaranikāyo, Pañcakanipāto No. 132, Saṃyuttakanikāyo vol. I.p. 191 und Majjhimanikāyo vol. I.p. 150; supra v. 827.


1019. Cf. Saṃyuttakanikāyo V.p. 2f.; vol. I.p. 17f., p. 56f. mit Ind. Spr. 2 6769.


1020. = v. 769.


1021. Ānando war der Vetter Gotamo Buddhos. Der Name kam der ganzen Dynastie zu. Vergl. Anm. 536.


[793] 1025. = Dhp v. 152. – »Drei Arten von Greisen gibt es: dem Alter nach, der Lehre nach, dem Wissen nach«, Längere Sammlung S. 564.


1027. Zu v. 1027ff. cf. Ānandos Gespräch mit Sāriputto im Aṉguttaranikāyo, Pañcakanipāto No. 169, und die Meisterrede ib. No. 156. – Das hohe Ansehn, in dem das gesprochene und wohlverstandene Wort steht, gibt sich überaus schön in der Bezeichnung sotāpanno kund, »Einer der gehört hat«, womit der Beginn der Jüngerschaft gemeint ist; siehe die Belege hierzu in der Mittleren Sammlung Anm. 37. Der sotāpanno ist, ähnlich wie der nahātako, vedagū u.s.w., als veredelter Partner dem vedischen rotriyas gegenübergestellt.


1029. Vergl. Mittlere Sammlung 514. Zum Begriffe tuleti, tulanā vergl. Vers 107, 1101; auch die interessante allgemeine Erklärung der Jainā, die LEUMANN in der Epigraphia Indica, vol. III, p. 207 n. 1, mitteilt.


1046. = Mahāparin. p. 62 v. ult. Vergl. v. 1158.


1051. Cf. Aṉguttaranikāyo 1, 14, 1, 4.


1053. = v. 495.


1057. Zum Begriffe cātuddiso naro, Bürger der vier Weltgegenden, vergl. Aṉguttaranikāyo, Pañcakanipāto No. 109. Der cāturddi a āryyasaṃghaḥ ist uns auf einer Sañcitafel aus dem 5. Jahrh. n. Chr. noch erhalten: Corpus inscriptionum Indicarum vol. III. No. 62 l. 2f.; desgl. als cāturdi o bhikṣusaṃghaḥ auf einer Inschrift aus dem nordwestlichen Panjab: Epigraphia Indica vol. I.p. 240 l. 7 u. 12. – Cf. als Vorgänger das großartige Lied im Ṛgvedas, X. 136. Ähnlich wird ivas, der zumeist Verehrte, auch heute noch allenthalben gepriesen als Sib akul ageh digambar, d.i. als göttlicher Asket ohne Kaste, ohne Haus, ohne Kleid; und zahllose Büßer folgen ihm nach.

Vergl. das Wort des DIOGENES, Ερωτηϑεις, ποϑεν ειη, Κοσμοπολιτης, εφη. Sein Jünger KRATES hat darauf den, ebenso indisch gedachten, Vers gemacht:


Ουχ εἱς πατρας μοι πυργος, ου μια στεγη;

πασης δε χερσου και πολισμα και δομος

ἑτοιμος ἡμιν ενδιαιτασϑαι παρα.


1070. Wasserstern, ambusevālo, Vallisnerie.


1071. Vergl. v. 398.


1072. = v. 484; vergl. v. 1052.


1078. Vergl. v. 360.


1080. Cf. Hitopade as III. v. 9. – DIOGENES hat gerufen προς τον επι τῃ λεοντῃ ϑρυπτομενον; Παυσαι τα της αρετης στρωματα καταισχυνων. Vergl. auch AVIANUS No. 5, BONERS Edelstein No. 67; Gulistan, 2. Buch gegen Ende. Ebenso hat der große Maler und Denker SALVATOR ROSA, Satira VI, 604-606, gesagt:


E spesso quei che noi sembran Soloni

Han manco testa che non hanno i spilli,

Somari con le pelli di leoni.


Ähnlich Jāliyos beißende Humoreske vom alten, feist gewordenen, hochmütigen Schakal, der, dem Löwen nachschleichend, von den Schnippeln und Schnitzeln der Löwenmahlzeit gemästet, sich als Löwe gebärden, ja noch furchtbarer sein will – »Wer bin ich, und wer ist denn der Löwe!« – und doch nur den erbärmlichen Schakal zeigt, Längere Sammlung S. 438-440.


[794] 1089. Zu Gotamo anappameyyo [vide LdN Anm. 495], der Unmöglichkeit Gotamo mit gewöhnlichem Maße zu messen, cf. Mittlere Sammlung 27. Rede Eingang. Vergl. auch den Spruch, Epigraphia Indica vol. I.p. 156 v. 8: »Mehr als sein eigenes Maß faßt ein Krug auch auf dem Meere nicht.«


1091. Cf. Saṃyuttakanikāyo vol. IV. p. 306-308.


1095. Der Löwenthron, siṃhāsanam pūjitaṃ yogipuṃgavaiḥ wie die Haṭhayogapradīpikā I.v. 52 sagt, ist ein Name jener wohlverschränkten Positur, die von den meisten indischen Asketen, insbesondere aber von den buddhistischen gepflegt wird; cf. Anm. 856. Etwas verschieden hiervon ist die sīhaseyyā, das Löwenlager, wo der Mönch, ein Bein über das andere schlagend, auf die rechte Seite sich zur Nachtruhe hinlegt: Mittlere Sammlung 304, passim.


1096. Zu yathāvadassī cf. yathārthadar ī, Raghuvaṃ am VIII. 17. schol.


1104. Vergl. v. 375.


1111. makkaṭasannibham; siehe v. 399. Zu cittaṃ calam vergl. mana calam prakṛtyaiva, Ratnāvalī III. v. 2; dipado, Bipede, für Mensch nicht eben selten, auch inschriftlich, e.g. Epigraphia Indica vol. III. p. 313 l. 6. Vergl. Vers 453.


1112. Cf. Bruchstücke der Reden v. 50.


1115. Vergl. Mittlere Sammlung S. 354.


1119. Vergl. das Candupamam, Saṃyuttakanikāyo vol. II. p. 197f.


1122. Vergl. Dhp v. 37.


1128. Vergl. den cetopaṇidhi, Dīghanikāyo ed. Siam vol. III. p. 363f. – Indische Sprüche 2 4026.


1134. Vergl. v. 457; dubhā = dṛgbhū etc. – Cf. Jesus Sirach XXI. 2: Ὡς απο προσωπου οφεως φευγε απο ἁμαρτιας.


1138. Vergl. Mittlere Sammlung S. 151f.


1139. Cf. die Parallele Haṭhayogapradīpikā IV. v. 91.


1140. Vergl. Aṉguttaranikāyo, Aṭṭhakanipāto 13. Rede.


1144. Im Texte folgt 1145 vor 1144: der Euhemerismus der metrischen Abschnitte (vergl. meinen Wahrheitpfad Anm. 271, 272) läßt es jedoch fast gewiß erscheinen, daß die Verse vertauscht sind. Offenbar war den Redaktoren der Theragāthā v. 1145 nicht klar geworden, so daß sie die beiden letzten Verse irrtümlich umstellten. Vyāsatulyo 'pi muhyati mag hier wie sonst billig bedacht werden.


1146. Mogallāno, der vom Seher Mudgalas Abstammende, ist Ahnenname, nomen gentile; vergl. v. 535f. Das Mudgalagotram, nebst vielen anderen, wird e.g. auf einer Schenkungsinschrift aus dem Jahre 812 n. Chr. als gotram dreier cāturvaidyakās angeführt: Epigraphia Indica vol. III. p. 55/56; im 12. Jahrh. ib. vol. IV. p. 164 l. 73, passim.


1149. Baumheilige, die uns in buddhistischen Texten so oft begegnen, sind im Abendlande nur äußerst selten vorgekommen. Ein neuerdings bekannt gewordener Fall wird in der Wiener Neuen Freien Presse vom 5. November 1897 folgendermaßen berichtet:

»In dem Walde Otolinacs, unweit von Agram, ist diese Woche der Bauer GJURO MARSCHALKO im Alter von siebzig Jahren gestorben, von denen er dreißig in diesem Walde verlebt hatte. MARSCHALKO war einst ein wohlhabender Bauer im Dorfe Nustar; der Tod raubte ihm rasch nacheinander Frau und Kinder, und er nahm sich dies so zu Herzen, daß er in den Wald zog und dort unter einem Baume lebte. Seine Habe bestand bloß aus einem Topfe, einer Hacke und einer Pfeife. Nur wenn er Brot oder Tabak benöthigte, ging er in ein nahes Dorf, um dort welches zu erbetteln. Auf [795] Anordnung des Grafen HEINRICH KHUEN-BELASI wurde MARSCHALKO in dem Walde, und zwar unter dem Baume, unter dem er dreißig Jahre gelebt, begraben.«

Dieser Mann hat also ein reifes, langes Menschenleben am Fuß eines Baumes zugebracht, ist in den rauhen Winternächten in Schnee und Eis auf und ab gewandelt, seine Lebensgeister von Zeit zu Zeit durch ein paar Züge Tabakrauch ermunternd; frei von allem christlichen Aberglauben, ohne Bibel, ohne Rosenkranz, ohne Geißel. Was die Buddhisten, tausende von Jahren und Meilen von ihm entfernt, einst einen Paccekabuddho genannt hatten, auch er war es, in der Tat: erwacht für sich selbst. –

Vielleicht darf noch das heiter verwandte Gedicht GOETHES nicht unpassend als Vignette gegeben werden:


Mitten in dem Wasserspiegel

Hob die Eiche sich empor,

Majestätisch Fürstensiegel

Solchem grünen Waldesflor;

Sieht sich selbst zu ihren Füßen,

Schaut den Himmel in der Fluth:

So des Lebens zu genießen

Einsamkeit ist höchstes Gut.


1151. Vergl. v. 279.


1152. Lies kariparibandham; karīsaparibaddhaṃ vā obādhitaṃ vā iti attho.


1155. Siehe Mittlere Sammlung S. 150.


1157. = v. 1020.


1159. = Mahāparinibbānasuttam p. 62; Saṃyuttaka nikāyo vol. II. p. 193; ib. I. 6, 158 und 200; Jātakam vol. I.p. 392, et passim. Cf. auch die buddhistischen Felseninschriften in Swāt, Epigraphia Indica vol. IV. p. 133ff.

Dieser berühmte Spruch ist so populär, daß er mir in Kolombo von einem Diener, in reinem Pāli, rezitiert und, was in diesem Falle wohl mehr heißen will, volkstümlich vortrefflich interpretiert wurde.

Vergl. ERDAS Offenbarung im Rheingold:


Höre! Höre! Höre!

Alles was ist, endet.


1160. In Beziehung auf Gesicht, Gehör, Geruch, Geschmack, Getast. Diese fünf Teile, pañca khandhā, stellen, vereinigt, ein scheinbares Selbst dar. Cf. hierzu die Verse 90, 369 und die 35. wie die 109. Rede der Mittleren Sammlung. – Vergl. PASCALS tiefen Gedanken von der Zusammengesetztheit des Ich, I. 8. 18 c'est l'assemblage des qualités qui fait la personne; sowie das prophetische Wort GOETHES:


Dich im Unendlichen zu finden

Mußt unterscheiden und dann verbinden.


1163. = v. 39, 40.


1164. Cf. Mittlere Sammlung S. 368 u. unten Vers 1192.


1167. = v. 41.


1170. Zur Kenntnis und Kritik des Brāhmanentums ist nebst der 3., 4., 5., 13. und 27. Rede der Längeren Sammlung insbesondere Aṉguttaranikāyo, Pañcakanipāto No. 191/2 und Chakkanipāto No. 52 wichtig.


[796] 1172. Die hier genannten acht vimokkhā sind gleich den acht phāsuvihārā, von der zweiten Schauung an: siehe Mittlere Sammlung S. 228 und ib. Anm. 25.


1176. Vergl. zu ubhatobhāgavimutto oben v. 662, Bruchstücke der Reden v. 1042, 724-765, und meinen Wahrheitpfad Anm. 384. Zur Etymologie von Sārī cf. v. 1232. – Cf. Yogasūtram IV. 7: Karmā uklākṛṣṇaṃ yoginaḥ.


1177. Vergl. v. 566.


1179. = v. 629.


1181. = v. 909.


1184. Zu pūtilatam bandhanam cf. die pūtikāni bandhanāni, Aṉguttaranikāyo, ed. Siam. vol. IV. p. 129.


1185. Vergl. mit diesem Topus (= 604, 656, 687, 792, 891, 819, 1016, 1088, 1050) den nicht unähnlichen, herculeischen Ausspruch SENECAS, De tranquillitate animi cap. X.: Omnis vita servitium est.


1187. Moggallāno spricht zu Māro; zum Verständnisse der Verse 1187-1208 siehe die Legende der 50. Rede der Mittleren Sammlung. – Der Name Viduro, Wissenswalt, erscheint in Barāhat als Vituro. Vergl. auch den König Veduras, Epigraphia Indica vol. IV. p. 42 l. 59, 62ff.


1202. Vergl. Aṉguttaranikāyo, Chakkanipāto No. 24: Wer der Selbstvertiefung vollkommen mächtig ist könnte den Himavā, den König der Berge, zerspalten – geschweige den eigenen nichtigen Wahn. Cf. hierzu den quasi identischen Spruch 2 7569, wo rasātalam den bhūmisayā nar(ak)ā des obigen Verses entspricht; sowie Yoga ikhopaniṣat 2, 2; auch die symbolische Meru-Besteigung, Epigraphia Indica vol. III. p. 288 l. 11f., und das 17. Divyāvadānam.

Es mag hier der Mythe vom vedischen Büßer Agastyas gedacht sein, der das Vindhyas-Gebirge, wie THÓRR Felsengipfel, gespalten, ja der den Ozean, wie THÓRR es versucht, ausgetrunken und wieder von sich gegeben hat.


1209. Lies kaṇhato, von kaṇham; cf. saccato, thetato, dukkhato, sukhato etc. – Vaṉgīso, nom. pr., s.v.a. Meister der Rede. Der Beiname kommt auch sonst gelegentlich vor, e.g. Epigraphia Indica vol. I.p. 193 l. 16.


1215. Lies vihāsañ ca und mutantā.


1216. paṭigham, Reflex, Bewußtwerden, ist Gegensatz zu mutam, dem deutlichen Denken. – Cf. hierzu v. 7 der Tejabindūpaniṣat (sic).


1217. Lies padullagāhi bhikkhu; padullao vonAnmerkungen zu den Liedern der Mönche .


1218. Vergl. v. 5 u. 196; Vaṉgīso, der so manchen Jünger besingt, preist hier Dabbo. – Paṭicca ist Glosse.


1223. Vaṉgīso spricht hier Ānando, den Vetter Gotamo Buddhos, als Gotamiden an; siehe Saṃyuttakanikāyo vol. I.p. 188. – Vergl. das buddhavacanam im Suttanipāto, v. 340/42; sowie die Zehn Dinge, die der Asket gründlich wahrzunehmen hat, Längere Sammlung letzte Rede gegen Ende: Die Unsauberkeit, das Sterben, die Widerwärtigkeit der Nahrung, die Freudlosigkeit an der ganzen Welt, die Vergänglichkeit, das Leiden der Vergänglichkeit, die Nichtigkeit des Leidens, die Abkehr, Hinwegkunft, Auflösung.

Die sehr wichtige Erklärung hierzu findet sich im Aṉguttaranikāyo, ed. Siam. vol. IV. p. 48-55.


1227. = Bruchstücke der Reden v. 451/54; Saṃyuttakanikāyo vol. I.p. 189 v. 2-5. Vergl. Dhp v. 408.


1231. Vergl. Saṃyuttakanikāyo vol. I.p. 190; Dhp v. 403.


1232. Lies sālikā-y-iva; udīyyati = udīrayati. Zum Begriffe nigghoso cf. den snigdhagambhīranirghoṣaṃ [797] syandanam im Raghuvaṃ am I. 36. Der Vogel Sārī, von dem der Name der Mutter Sāriputtos herzuleiten sein wird, ist ein kleiner, dohlenähnlicher Vogel, den man in den indischen Wäldern gelegentlich wunderschön singen hört, Eulabes musica.


1234. Vergl. Saṃyuttakanikāyo vol. I.p. 191f. – Die offenbare Beichte besteht darin, daß einer der Mönche die Ordensregel, das Pātimokkham, vorträgt, vor den zu diesem Zwecke alle vierzehn Tage versammelten Jüngern: wer sich da eines Fehls bewußt wird, bekennt ihn; wer nicht, schweigt.


1237. Lies palās' ettha.


1238. Vergl. Saṃyuttakanikāyo vol. I.p. 192f.


1242. Vergl. Saṃyuttakanikāyo vol. I.p. 193.


1243. Siehe das Gleichnis vom Floße Mittlere Sammlung 158f.

1244 Lies dasaṭṭhānam.


1246. Vergl. Saṃyuttakanikāyo vol. I.p. 194. – Die sukhavihārā sind gleich den neun phāsuvihārā; siehe Mittlere Sammlung Anm. 25. – Cf. Vers 1172.


1248. Zu cetopariyāyakovido cf. Majjhimanikāyo vol. I.p. 59 i.f. und 69, passim; infra v. 1262.


1249. Vergl. Saṃyuttakanikāyo vol. I.p. 195. – Lies nagassa passe (pār ve).


1252. Vergl. v. 536.


1253. Vergl. Saṃyuttakanikāyo vol. I.p. 196. – Lies kāveyyamattā carimha; vi und pubbe sind Glossen. – Zum Bardenzuge vergl. Vacchāyanos Erzählung vom Leben und Treiben indischer Jünglinge, im Eingang zur 27. Rede der Mittleren Sammlung.


1261. Vergl. v. 9, 885.


1262. Zur Kenntnis der Herzen vergl. die ādesanavidhā in der 28. Rede der Längeren Sammlung, S. 491. – Cf. den analogen Topus der meisten Heiligenbiographien des 16. u. 17. Jahrhunderts im Breviarium Romanum: »Prophetiae dono, et cordium scrutatione ditatus fuit.«


1263. Vergl. Bruchstücke der Reden v. 343/58. – Lies diṭṭhe va; dhamme ist enthymematisch.


1264. Lies muttyapekho.


1265. Sakko = Sakyer, patronymische Anrede; auch Name des Götterkönigs. Siehe v. 533.


1266. Lies chind' eva vicikiccham und majjhe ca.


1269. Lies vipassanaṃ jānam upāgamimha dopp. Acc.


1270. Lies saṇikam.


1271. Lies va; va = eva; 'va = iva.


1272. añjali pacchimo, die Gebärde der nach rückwärts erhobenen Hände.


1273. Lies paroparam; es ist ein dvandvam. Cf. Majjhimanikāyo vol. I.p. 328 v. 2.


1274. Kappo, d.i. Nigrodhakappo; s.v. 1264. – Lies nibbāyi so ādu 'nupādiseso.


1275. Lies dīghānusayitam. – Pañcaseṭṭho, wörtlich: der Höchste der fünf, nämlich Völker; wobei die Hindu als das Volk der Mitte, die Barbaren als die Völker der vier Weltgegenden angesehn werden. Vergl. BÖHTLINGK-ROTH 1 s.v. kṛṣṭi.


1279. Kappo ist, wie viele andere, der geistige Sohn des Herrn; vergl. v. 174, 348, passim, LdN 336.

Quelle:
Die Reden Gotamo Buddhos. Bd. 3, Zürich/Wien 1957, S. 511-512,769-799.
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