Anmerkungen

[1089] [1091] 1 abhibhū, der Übermächtige, der Überwältiger, ist nicht etwa eine Hypostase Brahmās (die ja samt und sonders ad absurdum geführt werden, e.g. DN vol. I., p. 17f., 221f.), sondern es ist der Weltüberwinder, der Jino. Cf. MN vol. I., p. 171.


2 nibbānam: von Anmerkungenwollen, wünschen, wähnen; siehe meinen »Wahrheitpfad«, Anm. 283. Zur Etymologie vergl. noch Theragāthā v. 689ff. Manussabhūto sambuddho vanā nibbānam āgato; zur Semasiologie SN vol. II., p. 118, Bhavanirodho nibbānan ti.


3 buddho erwacht; vergl. paṭibuddho wiedererwacht, MN. vol I., p. 365.


4 die Reihe appicchatā, santuṭṭhī, sallekhā, subharatā, viriyārambhā weist auf die wahre Abstammung von sallekhā, sallekho hin: nicht aus likho, sondern aus lagho hat sich entwickelt saṃlaghuka, sallahuka, sallaukha, sallœkha, sallekho. – In sallikhitagatto, SN vol. I., p. 82, ist das i dialektische Differenzierung, wie bei nisinno für niṣaṇṇas.


5 pubbe 'va sambodhā anabhisambuddhassa bodhisattass' eva sato: bodhisatto = bodhi + sakta, Anmerkungen; cf. āsatto, MN I., 120, 1; AN I., 138, SN I., 212 (CV II, 156), asatto, Suttanipāto v. 176f. etc., ādānasattam maccudheyyam v. 1104, auch MN I., 376 manosatto = manopaṭibaddho, Suttanip. v. 473 mānasatto, SN IV., 23, 66 bhavasatto. Diese Ableitung war dem ursprünglichen Buddhismus so geläufig, daß er sie, metaphorisch, sogar auf sattva bezogen hat, siehe SN III., 190.


6 anussaranti, praesens praeteriti soliti: cf. Ekaṃ samayaṃ ... viharati u.a.m. – WHITNEY, Ind. Gramm. § 777.


7 Die richtige Auslegung dieser Stelle verdanke ich GEORG BÜHLER; vgl. auch R. OTTO FRANKE in der Wiener Zeitschrift für die Kunde des Morgenlandes, vol. VII., p. 353. Zum Begriffe anuggaho cf. übrigens Ṛgvedaprāti ākhyam XI, 10, samt Kommentar, mit WILSONS Viṣṇupurāṇam vol. I., p. 76 n. 1, und BURNOUFS Bhāgavatapurāṇam VII, 9, 48.


8 Magen für antam (von antaram) ergibt sich aus SN vol. II. p. 270, lin. ult.


9 Freie Brüder = Nigaṇṭhā, wörtlich Knotenlose, einer der Zweige der großen Sekte der Jainās, die noch heute in Indien besteht, gegründet von Nāthaputto, einem Zeitgenossen Gotamos. Vergl. Anm. 24.


10 Die tief im Wesen des Ordens begründete Geringschätzung aller Riten (vgl. die keineswegs seltene Ehi-bhikkhu-upasampadā) gibt sich auch hier, fast überraschend, zu erkennen: selbst die, Vin. vol. I.p. 159, klar normierte Pavāraṇā-Feier mag der Mönch, ganz nach Belieben, mitmachen oder nicht mitmachen, es gilt gleich; wie eben schon ein alter, dem aṉkhas (Saṇh. VII, 16, 4) zugeschriebener Spruch sagt: Hṛdi sarvam pratiṣṭhitam.


11 Hohe schlanke Bäume voller wohlriechender Blüten; die köstliche Frucht, von außen wie eine große grüne Orange anzusehn, heißt Bilva.


[1092] 12 bhavābhavo ist hier zu erklären wie kusalākusalam, sāvajjānavajjam, karaṇīyākaraṇīyam, maggāmaggo u.a., AN vol. I.p. 129, 174, II. 37; vgl. insbes. das 49. Itivuttakam, Suttanipāto v. 6 und 514, DN vol. I p. 179.


13 Vergl. Anm. 29.


14 Die ersten sieben Gleichnisse werden in der 54. Rede näher erklärt: Ein kahler Knochen, ohne Fleisch, abgeschabt, blutbefleckt, vom Schlächter einem halbverhungerten Hunde zugeworfen; ein Fleischfetzen, von einem Geier gepackt, doch von anderen herniederstürzenden Geiern im Kampf auf Leben und Tod entrissen; eine Strohfackel, die gegen den Wind getragen gar bald Hand, Arm und Leib ergreift; eine Grube voll glühender Kohlen, die dem Hineingestoßenen jämmerliches Unheil bereitet; Gärten, Haine, Gewässer, die man im Traum gesehn hat, aber wiedererwacht (paṭibuddho) vergebens suchen würde; ein zusammengeborgter Schatz, mit dem man am Markte großtut: aber die Eigner kommen und nehmen ihn weg; Nüsse, die einer, der klettern kann, auf hoher Palme oben sitzend pflückt: aber ein anderer, der nicht klettern kann, kommt mit scharfem Beile versehn heran und hackt auf den Stamm los, die Nüsse zu kriegen. – Die weiteren drei Gleichnisse kommen a.a.O. nicht vor, sind übrigens allgemein verständlich.


15 Der Text fügt hier als Kommentar, gleichsam in Klammern, hinzu: suttaṃ geyyaṃ veyyākaraṇaṃ gātham udānam itivuttakaṃ jātakam abbhutadhammaṃ vedallaṃ – eine augenfällige Interpolation.


16 sabbasaṉkhārasamathāya; cf. meine »Buddhistische Anthologie«, Leiden 1892, p. XXV.


17 mārassa pāpimato; cf. die 29. Anmerkung. Māro, personifiziert, ist der indische Große Pan.


18 Dieses Bewußtsein ist gleich dem inneren Sinn, d.h. dem Bewußtsein von der Unendlichkeit der Zeit.


19 pubbāpayamāno: pubbe apayamāno, von payate.


20 Sahampati ist Eigenname dieses Brahmā, wie Bako, der Blitzstrahl, in der 49. Rede, oder Sanaṉku māro, Der ewige Jüngling, in der 53. Rede (auch DN Nr. 18, 19, 27 und SN, vol. I.p. 153), Eigennamen anderer gleichzeitiger und gleichmächtiger Brahmās sind. Sahampati ist nur par parum.


21 Die Umgebung von Benāres, wald- und wasserreich, ist flach: doch sieht man hier und da anmutiges kleine Erd- und Steintumuli, von mächtigen Bäumen und Baumgruppen umstanden. Ein solcher dürfte auch der Seherstein, Isipatanam, gewesen sein. Eine Tagereise Bahnfahrt ostsüdöstlich liegt die uralte Gayāstadt an der freundlichen, hellen Gayā, die heute Phalgu genannt wird; ein schöner Spaziergang den Fluß entlang führt zum berühmten Tempel des Dorfes Buddh' Gayā. Ureli, einst Uruvelā, ist einen Tagemarsch weiter nach Süden gelegen, drüben, am rechten Ufer, an einem Knie der hier Lilañjā, früher Nerañjarā genannten mittleren Gayā. Die Landschaft mit ihren schattigen Auen und weiten Wiesen und sanften bewaldeten Hügeln und Felsen im Hintergrund erinnert, bei auffallend zurücktretender Tropenvegetation, an die untere Maingegend.


22 sāvakā: hier gleich upāsakā, gegenüber den späteren samaṇā; cf. Asokos Felsen edikt von Rūpnāth, l. 1, mit der entsprechenden Stelle von Sahasarām.


23 tathāgatapadam.


24 Siṇh. Mss haben uns diese offenbar ältere und bessere Variante zu nātao und nāṭao erhalten; vgl. FEER im Journal asiatique, April-Juni 1887, p. 314 Anm. 2; SN, vol. I, p. 68 Anm. 7, I, 220 (B = SS?), DN I, 49, 57f., auch Vinayapiṭakam I, 385.[1093] Nāthaputto ist »der Sohn aus fürstlichem Hause«, wörtlich »der junge Herr«, analog dem späteren Nāthakumāras; cf. auch die beliebten Namen Vi vanāthas, Bhoganāthas, Rāmanāthas, Jagannāthas, Lokanāthas, Dharmanāthas, Yoganāthas, Bhāvanāthas, Vīranāthas und noch ein Dutzend ähnlicher. Die Nāthakṣatriyās nun aus einem imaginierten *Jñātavaṃ as abzuleiten ist ein würdiges Kommentatorenstücklein, das denn auch unsere Jainologen gläubig hingenommen haben, ohne Kritik. Der allerdings befremdliche Übergang des ha in ya ist nämlich, wenn nicht etwa bloß ein alter Irrtum vorliegt, zu erklären nach Hemacandras I. 214 (vgl. 249, 250), ta : ha = ta : ya. Es wurde also nāthao zunächst regelrecht nāhao: dieses aber, nach Hem. l.c., hier fälschlich auf nāta° bezogen, mußte nāyao ergeben. Eine volle Bestätigung von seiten der Inschriften wird sich vielleicht im Laufe der Zeiten finden. Einstweilen genüge BÜHLERS Nachweisung verballhornter Namen, Ep. Ind. I. 378, ferner die Statue des 3. Jinas Sambhavanāthas, ib. 153, und endlich der alles eher als zufällig gewählte Name Pār vanāthas für Nātha putras' quasi Vorgänger. – Der Dialektiker Saccako ist möglicherweise des Nigaṇṭhers bekannter Tochtermann (jāmātā), der das erste Schisma unter den Jainās verursacht haben soll. Die Charakteristik in unserer 35. und 36. Rede trifft genau zu. Jāmātā ~ jāmas, jāmis, mit dem prākṛtischen Personalsuffixe li verziert, mag später Nom. propr. geworden sein; cf. Jābāli. Die irrige Übertragung von Saccakos gotram auf das seines Schwiegervaters und mütterlichen Oheims, DN vol. I.p. 57, scheint darauf zu beruhen, daß man den Nigaṇṭhaputto für den leiblichen Sohn gehalten hat, ein verzeihliches Versehn, »als dan noch bey uns heutigen tag der brauch ist, dasz der schweher sein tochterman sein sun heist«: Aventin vol. IV. p. 728. – Buddhaghosos Variante Nigaṇṭhiputto weist übrigens direkt auf die Mutter hin; ob auf Grund geschichtlicher Überlieferung oder geschwätziger Allwissenheit, wage ich nicht zu entscheiden.


25 Diese wohlbekannten neun phāsuvihārā hat wohl Asoko gemeint, wenn er, auf dem Bairāter Edikt l. 5, von den aliyavasāni spricht: denn sie heißen auch ariyavisesā, z.B. in der folgenden Rede. – Freilich ließe sich noch an den ariyūposatho, AN III. Nr. 70, und an die Dekade im Saṉgītisuttam denken. Für Asokos aliyavasāni = phāsuvihārā spricht noch Khuddakapāṭho IV, 9 santāvāsā (so ist zu lesen) = MN vol. I.p. 42 santā vihārā. Als 6. Fassung derselben Begriffe sei hier noch anupubbavihārā gegeben: Paṭisambhidāmaggo, Pāli-Mss NEUMANN Nr. 5 fol. ki. – Der von Asoko im selben Edikt als moneyasūte belobte Text ist weder im Sāmaññaphalasuttam noch im AN III. Nr. 120, wie OLDENBERG Vin. I. XL1 vermutet hat, wohl aber im 2. Teil des Nālakasuttam des Suttanipāto, vv. 699-723, mit voller Sicherheit wiederzuerkennen. Der selben, dem götterbegnadeten Gnadenreich so sympathischen Sammlung könnte auch der Upatisapasine entnommen sein: der unermüdliche Prediger der ahiṃsā hätte damit nämlich das Sāriputtapañhasuttam (vv. 955-975) empfehlen wollen, keineswegs die erst später zu hohem Ansehn gelangte dunkle metaphysische Formel ye dhammā hetuppabhavādi. Die Verse 964/5 stellten die Anāgatabhayāni im Auszuge dar. Wahrscheinlich aber wird unsere 24. Rede gemeint sein, welcher der Titel Upatissapañho ganz eigentlich zukommt und die überdies noch durch e-cā unserer 61. Rede, dem Rāhulovādo, verbunden ist: Asokos allgemeine Angabe bhagavatā bhāsite widerspricht, im Grunde genommen, nicht.


26 rittam, Anmerkungen, in urspr. Bed.: Wer bemerkt, daß man nicht mehr braucht. Cf. rittāsanam eine verlassene Stätte, rittapesuṇo einer der das Ausrichten aufgegeben hat, muni ritto caranto der entrückt wandernde Einsiedler, Suttanip. v. 963, 941. 823, Thera gāthā vv. 502ff.; rittassādo müßiges Behagen, AN vol. I.p. 280. – Zur »inneren Meeresstille«, S. 235, passim, vergl. Theragāthā. v. 372, Suttanipāto vv. 920, 723 und 720:


[1094] Das lernet von der Flüsse Flut,

Vom Bergesbach, vom Stufensturz:

Geschwätzig wellt ihr Wasserschwall –

Verschwiegen wellt der Ozean.


27 Mönchen und Nonnen, Anhängern und Anhängerinnen.


28 Unterkleid, Oberkleid und doppelte Toga; vgl. Mahāvaggo p. 287ff.


29 māradheyyam, amāradheyyam, maccudheyyam, amaccudheyyam. – māradheyyam wörtlich: das Reich der Mortur, genau wie SCHOPENHAUER den Ausdruck anwendet, Nachlaß Bd. IV., § 551.


30 lies: rūpattāyam, vedanattāyam etc.


31 Das waren die Häupter jener ante- und conbuddhistischen Wunderbaren Heiligen, der Unbekleideten (Acelakos), der Ungebundenen (Muttācāros AnmerkungenĀjīvikos), der Handverköster (Hatthāpalekhanos). Die Geißelung aber war diese, daß der völlig Nackte, der nicht einmal einen Napf besaß, das Almosen nicht zum Munde führen, sondern nur aus seiner Hand aufschlürfen durfte. Vgl. hierzu das Kukkuravatikasuttantam, MN Nr. 57, wo noch inbrünstigere Geißelbrüder die Sache cagnescamente, bzw. vacchescamente betreiben, u.a.m. Acelakā, vivasanā, muttavasanā, muttācārā, naggacariyā (cf. Dhp. v. 141), digambarā, nigaṇṭhā (cf. Suttanip. v. 381) sind übrigens Synonyme und gehören unter den Begriff des kṣapaṇājīvas, als dessen bekannteste Vertreter sich bis auf den heutigen Tag die Jainās erhalten haben.


32 Zu unseren fünf Sinnen zählen die Inder als sechsten die Funktion des Denkens hinzu: Gesicht, Gehör, Geruch, Geschmack, Getast, Gedenken. Vergl. die 9., 10. und 11. Rede.


33 Die Antithesen samaṇo : samitā, brāhmano : bāhitā, nahātako : nahātā, vedagū : viditā, sottiyo : nissutā, ariyo : ārakā, araham : ārakā sind metaphorisch angewandt, nicht etymologisch: denn daß der Buddho die wahren Etymologien nicht gekannt habe, ist bei seiner gründlichen Vertrautheit mit dem Brāhmanentume (DN) kaum anzunehmen. – Vergl. die tiefsinnige Ableitung des rūpam vonAnmerkungen , SN vol. III. p. 86; auch Suttanip. v. 1121. Ebenso loko von Anmerkungen, SN vol. IV. p. 52.


34 Einen trefflichen Auszug dieser Reden, die auch heute noch im Volke recht beliebt sind, gibt Asoko auf seinem XI. Felsenedikt.


35 vibhavataṇhā; vibhavo = vibhu, vibhūti, ist hier positiv. Der Gebrauch κατ᾽ ἐναντιοτην findet sich ebenso oft, z.B. MN vol. I.p. 65: da ist vibhavo in den negativen Pol umgeschlagen und ist gleich abhavo, nämlich jenem Begriffe, der scharf hervortritt in dem reinen Dvandvam bhavābhavo, Sein und Nichtsein – wohl zu unterscheiden von dem gleichlautenden Āmreḍitam. Cf. die Anm. 12 und die schönen Belegstellen im P.W.


36 Siehe die 31. Anm. Zur Fastenübung: Manus XI., 216/18, VI, 19/20. Der addhamāsiko pariyāyabhattabhojanānuyogo ist ohne Zweifel eine Gattung des candrāyaṇam, der Mondesrunde: von Vollmond bis Neumond von 15 auf o Bissen täglicher Nahrung fallend und dann wieder bis 15 Bissen steigend; eine Hungerkasteiung von je 1/2 Monat, die bei den Brāhmanen in höchstem Ansehn steht. Kṛcchrātikṛcchrau cāndrāyaṇam iti sarvaprāya cittaṃ sarvaprāya cittaṃ, und etam āptvā vipāpo vipāpmā sarvam eno hanti sagt Gautamas XIX. 20, XXVII. 16. – Teile der folgenden dukkarakārikā lassen sich, parallel oder gar wörtlich, wiedererkennen. Man. VI, 5, 6, 13, 21, 22, XI, 223, 224. Ebenso schon in den Sūtren Gautamas', Baudhāyanas', Āpastambas'. Recht ergiebig ist, als Nachprobe, eine Vergleichung der Fragmente des MEGASTHENES, siehe besonders p. 135 [1095] bis 141 und 155-160 ed. SCHWANBECK. So heißt es, wie auf unseren Text bezogen, p. 139, 22: ᾽Ασκειν δε και τουτους κᾀκεινους καρτεριαν, την δε ἐν πονοις και την ἐν ταις ὑπομοναις, ὡστ᾽ ἐφ᾽ ἑνος σχηματος ἀκινητον διατελεσαι την ἡμεραν ὁλην. Mit letzterem Beispiele sind ganz gewiß die Stetigsteher gemeint (möglicherweise zugleich auch die Jainās, vgl. unseren Text S. 105), während die im selben Fragmente sub 19 genannten ἐσϑητες ἁπο φλοιων δενδρειων Rinden- und Laubflechten sein sollen. Der Acelako, den der Begleiter ALEXANDERS, ARISTOBULOS, schildert als ὑπτιον πεσοντα ἁνεχεσϑαι των ἡλιων και των ὀμβρων (bei STRABO, ed. μεινεκε p. 995, 6) hat sein Vorbild in dem sehr alten Spruche unserer 12. Rede, p. 183. Die zwar allgemein gehaltene Mitteilung STRABOS, ὠς δ᾽ εἰπειν, ᾽Ινδους ... ἀναπλεκομενους δε μιτρουσϑαι τας κομας (l.c. 1002, 5), dürfen wir doch wohl insbesondere von den Jaṭilos gelten lassen. Die Hatthāpalekhanos sind uns als ταις χερσι ὑδωρ πινοντες überliefert von CLEMENS ALEXANDR. (nach Historiographen? nach Pantänus?) Strom. I., ed. SYLBURG p. 305B.


37 sotāpatti, die Hörerschaft, nicht von Anmerkungen, sondern von Anmerkungen, daher sotāpanno und ohitasoto: Der gehört hat und Der offene Ohren hat. – Vgl. MN vol. I.p. 169, 172, 445, 480, 512. SN vol. II. p. 68-70, vol. IV. p. 138, Nr. 152 aññatra anussavā, AN vol. I.p. 198 Nr. 6, vol. II. p. 116f. und ib. 185 sotānugato, DN vol. I.p. 230f., Mahāparin. p. 39. Ein sotāpanno ist schon der sāvako: nämlich der sutavā ariyasāvako ariyānaṃ dassāvī; im SN vol. II. p. 43 noch deutlicher genannt dhammasotaṃ samāpanno.

Bei dem hohen Werte des gesprochenen Wortes, der selbst vor der kleinsten Rede durch die Versicherung Evam me sutam bekräftigt wird, könnte das Buddhavacanam wohl auch als Sutapiṭakam gelten. Vom sutantiko zum suttantiko = rutvāntikas wäre der Schritt jedenfalls näher als zum sottaniko = sautrāntikas, zumal für unseren Kanon nicht leicht etwas unzutreffender sein kann als der Begriff des sūtram, und nichts zutreffender als der des sutam. Es spielt keine Rolle, wenn gelegentlich einmal, wie Vinayapiṭ. vol. III. p. 8f. (cf. Dhp. vv. 44, 45), von der Lehrmethode als von dem die Blumen zusammenhaltenden Baste, suttam, gesprochen wird, was nicht mehr und nicht weniger als ein Gleichnis wie hundert andere sein will. Ein dunkles Gefühl der Sache, sprachlich bedingt und rückgedeutet, läßt sich bei Asoko und Späteren mehr vermuten als nachweisen: cf. Epigraphia Indica vol. II. p. 105 Nr. 79, p. 106 Nr. 80, p.400 Nr. 59. – Die Sprache aber war die Magadhās, und zwar die gewählte Rede, nicht der schwankende Kanzleipatois der Edikte. Und daß dieses unser Pāli wirklich von Magadhā bis nach Zeilon herab rein überliefert wurde, dafür gewährt uns die Stelle Cullavaggo p. 139 starken Anhalt. Zwei Jünger, früher brāhmanische Gelehrte, wird da erzählt, wollen das Buddhavacanam in gebundenes Saṃskṛt übertragen. »Denn es gibt jetzt viele Jünger, aus den verschiedensten Kasten und Ständen: die verderben das Meisterwort in seiner Sprache« – trüben seine Reinheit, meinen sie; in vedischem Saṃskṛt bliebe es Unberufenen unzugänglich. Der Meister aber weist den Vorschlag ab und sagt: Anujānāmi bhikkhave sakāya niruttiyā buddhavacanam pariyāpuṇitum, ›Das Meisterwort, ihr Mönche, soll in seiner Sprache gelernt werden‹. Das ist die richtige Übersetzung, und nicht wie OLDENBERG meint, jeder solle in seinem eigenen Dialekt die Lehre lernen (Vinayapiṭ. vol. I.p. XLVIII, Sacred Books East vol. XX. p. 151, Buddha 2p. 192). Wäre dies gemeint, dann müßte die Klage der brāhmanischen Jünger lauten: te sakāya sakāya niruttiyā buddhavacanam dūsenti oder te puthu sakāya no oder te sakāhi niruttīhio oder te nānāniruttīhio oder ähnlich. Der klare Wortlaut aber ist te sakāya no, und der ist frei von jeder Zweideutigkeit, kann sich lediglich auf buddhavacanam beziehn, wie es übrigens die Tradition, grammatisch freilich ungenügend, stets getan hat.

[1096] Durch das gehörte, verstandene Wort wurde also der Kanon, bis zur Fixierung, mündlich bewahrt. Der schon längst vorher in Indien gepflegten Schrift haben sich weder der Meister noch die eigentlichen Jünger bedient, wie dies eben in der Art ihres Ordens begründet war. Mag dieser immerhin brahmacariyaṃ saṉkhalikhitam (MN I, 179, 267, DN I, 63, passim) genannt worden sein: der Ausdruck ist älter als der Buddhismus und von den Brāhmanen überkommen, vergl. Vorrede p. XXIV. – Zur Erklärung des letzteren Begriffes sei hier noch erwähnt, daß saṉkhalikhitam, Punkt für Punkt, wörtlich heißt: der Reihe nach geschrieben; cf. MN I, 105ff. saṉkhā pi, erst nach einer Reihe (von Tagen, Gegensatz: yāvajīvam 106, 108), auch 109 l. 3 v.u.ff., und P.W. 1s.v. aṉkha Nr. 5 (mahā aṉkha Nr. 3), das, prākṛtisch wie es ist, eher zu saṉkhya als zu κογχη etc. gehört. Zwar liefert nun die Tradition auch hier, wie oft, eine richtige interpretatio finalis, aber das etymologische Verständnis ist ihr, schon seit dem 12. Buche des Mahābhāratam, total abhanden gekommen: die Geschichte von den altehrwürdigen Gesetzgebern aṉkhas und Likhitas verdient, trotz der je unter einem der beiden soi-disants Namen zusammengestellten, hier und da recht altertümlichen längeren, bzw. kurzen Vaiṣṇavasaṃhitā, gewiß nur ebenso viel Glauben wie die vom Reliquienschäffler Doṇo, Mahāparin. p. 69. Jene uralten, wahrscheinlich prähistorischen Symboloiden aber, das cakram, die caityās, der svastikas, padmas, eṣas, aṉkhas (vgl. bes. BÜHLER, Ep. Ind. vol. II., p. 323, l. 8-12), kommen hier, als dem Geist und der Form durchaus widersprechend, nicht in Betracht. Mysteriolemmata und Mahāmudrās haben im Theravādo keinen Platz gefunden.


38 bako von Anmerkungen, vaṉk = kauṭilye im ursprünglichen Sinne: zickzacksein; entspricht volvi, volo [»fulmina volant«], τραπω, ἁστραπη. Daher wird auch Yāskas' und seiner Vorgänger Erklärung zu bakuras, Ṛgv. I, 117, 21, wohl richtig sein. Die allerdings verlockende tropische Potenzierung, nach dem Muster der Purāṇen, scheint mir hier kaum mehr als in tautophoner Prosonymie zulässig. Siehe die 20. Anmerkung.


39 lies: mā h'eva te rittakam eva ahosi tucchakam eva ahosi viññāṇam anidassanam anantaṃ sabbato paham. Siehe die Schlußverse des Kevaṭṭasuttantam, Dīghanikāyo vol. I.p. 223. Die Variante pabhaṃ wäre von Anmerkungenabzuleiten; cf. bhaṃgo, pabhaṃgu, pabhaṃguṇo: Jātakam vol. I.p. 392 lin. ult., p. 393 lin. 3., Dhammapadam v. 148, Therīgāthā. v. 140, Itivuttakam p. 37, Saṃyuttakanikāyo vol. III. p. 32. Doch ist in siṇhalesischer wie barmanischer Schrift das bha dem ha sehr ähnlich, und eine Verwechslung mag schon früh aufgekommen sein. – Zum Folgenden vgl. die vier Verse am Ende des Dhammahadayavibhaṉgasuttam (im Suttasaṉgaho Nr. 13), deren zweiter lautet:


Tāva dīghāyukā devā

Sattā cavanti saṉkhayā:

N'atthi koci bhavo nicco –

Iti vuttam mahesinā.


Bis durch die höchste Götterwelt

Reibt alle Wesenheit sich auf:

»Kein Dasein hat Beharrlichkeit« –

Das ist das Wort des Meisterherrn.


Aller tieferen Ursprünglichkeit solcher Stellen eingedenk, wollen wir uns inzwischen erinnern, daß es auch bei uns, selbst in den ödesten Zeiten, nie gänzlich an Männern gefehlt hat, von denen das stolze Wort BRUNOS gilt: »Vidimus quantum satis est.« Man sehe nur z.B. den höchst merkwürdigen Brief PETRARCAS, de reb. [1097] fam. VIII., 8. Auf die Frage, was er vom Leben halte, antwortet der Vielerfahrene einem vertrauten Freunde u.a.: »Videtur mihi vita haec labyrinthus errorum, desertum horribile, limosa palus, habitatio ferarum, terra infelix, fons curarum, mare miseriarum, grata phrenesis, pondus infaustum, ficta fabula, falsa laetitia, verus dolor, cupiditas infinita, sitis insatiabilis, famelica nausea, fugax forma, latens praecipitium, abdita retia, officina scelerum, catena consuetudinum, rerum unci, prolixa brevitas, latae angustiae, calles inexplicabiles, passus impliciti, circulorum motus, statio instabilis, rota volubilis, manens cursus, concors discordia, bellum inexorabile, obliviosa peregrinatio, spirans mors, viventium infernus, longum funus, pomposa vanitas, superba miseria, miseranda felicitas. En, amice, qualis mihi haec videtur, quae tam multis exoptatissima ac gratissima vita est; necdum tamen conceptum omnem meae mentis expressi: peior enim est multo miseria, quam a me, seu quocumque hominum, dici possit. Sed quo es ingenio, ex his paucis totum, reor, animum loquentis introspicis. Unum tot in malis habe bonum, quod ad bonam et aeternam vitam, nisi dexter trames deseratur, via est.« Und gewiß ließe sich eine ariyapaveṇi durch Länder und Jahrhunderte hindurch ohne Mühe herstellen.


40 s.g. weil jedem der sechs Sinne (vergl. die Anm. 32) nur Qual zuteil wird: SN vol. IV. p. 126.


41 zu kasaṭam cf. karṣū.


42 Eine gute Übersicht des unglaublich peinlichen Opferwesens hat HILLEBRANDT in seiner »Ritualliteratur« gegeben, BÜHLERS Grundriß III. 2. Vgl. daselbst p. 126 zum obigen magavisāṇena piṭṭhiṃ kaṇḍūvamāno, p. 110 zur Melksymbolik; zur gāvī sarūpavacchā die Gṛhyasūtren, e.g. āṃkhāyanas 5. 5. 7.


43 saṉkhalikhitam, das ich von saṉkhyao abgeleitet habe, kann möglicherweise doch auf aṉkhao zurückgehn: also »angereihte Gaurī-Schnecken (Cypraea moneta)«, statt »der Reihe nach geschrieben«. Die Bedeutung ist in diesem wie jenem Falle die selbe: Punkt für Punkt.


44 ajjhattaṃ sampasādanam; cf. Chāndogyopaniṣat VIII, 3. 4: Atha ya eṣa saṃprasādo ... eṣa ātmā. Entspricht der γαληνῃ ἡσυξιᾳ τε εν τῃ ψυχῃ PLATONS, De legibus 791a.

Vgl. Anm. 26.


45 Cf. Asoko, VI. Säulenedikt i.f.: E cu iyaṃ atunā pacūpagamane, se me mokhyamate.


46 Vergl. Manus II, 245f.


47 Die Stadt Aṭṭhakam ist auf der Sāñci-Stele Nr. 204 aus dem dritten vorchristlichen Jahrhundert, als Heimat eines Mönches Gaṉgadatto, bezeugt: Epigraphia Indica vol. II. p. 378.


48 Zu dieser Weihe des Hauses cf. den Spruch Ṛgvedas VIII. 17. 14.


49 Lies mit dem siam. Texte santharāpetvā.


50 Obiger Spruch findet sich, wie TRENCKNER bemerkt hat, auch in den anderen drei Sammlungen, und zwar im Dīghanikāyo Mitte der dritten Rede und besonders Ende der 27., im Aṉguttaranikāyo XI., 1., Ende, im Saṃyuttakanikāyo XXI., 11., v. 1., und VI., 2., 1. Ja BÜHLER ist einem analogen Worte Sanaṉkumāros sogar im Mahābhāratam begegnet: worauf RHYS DAVIDS in seiner Übersetzung des Dīghanikāyo, vol. I.p. 121, hingewiesen hat. Eine wichtige, wörtliche Parallele bietet die Bṛhadāraṇyakopaniṣat I., 4., 23.: kṣatrāt paraṃ nāsti.

Vergl. auch die 37. Rede.

Die bekannte Gegenbehauptung der Priester wird in der 84., 93. und 98. Rede erörtert.


51 Lies mit den barm. und siam. Texten oropeyya, von Anmerkungen+ ava.


[1098] 52 Potaliyo ist Halbasket gewesen, wie etwa Keṇiyo in der 92. Rede: nach der Smṛti zu den kuṭīcakās gehörig, die sich noch einen gewissen Besitz, und sei es auch nur eine Hütte, erlauben.


53 komārabhacco, kaumārabṛtyas, ist wohl insbesondere der Titel des Arztes im rājorodho. Der Kommentar, d.i. Vinayapiṭakam vol. I.p. 269, trägt, wie gewöhnlich, Legenden vor.


54 Die Schlußfolgerung dieser Rede ist bei Manus V, 51 in den Spruch zusammengefaßt:


Anumantā vi asitā

nihantā krayavikrayī

saṃskartā copahartā ca

khādaka ceti ghātakāh.


Die Lehre vom brahmavihāro, von der Jīvako hat reden hören und hier Bürgschaft gesehn, wird nahezu gleichlautend von Āpastambas gepriesen, Dharmasūtram, 1, 8, 23, 1:


Ātmanpa yansarvabhūtāni

na muhyeccintayankaviḥ:

ātmānaṃ caiva sarvatra yaḥ pa yet

sa vai Brahmā nākapṛṣṭhe virājati.


55 Nāthaputto ist bekanntlich der Meister der Jainās gewesen. Vgl. Anm. 9 und 24.


56 Das Dogma der Jainās vom dreifachen (kamma-)daṇḍo findet sich in der großen Sannyāsopaniṣat, II. Teil v. 97, bestätigt:


Vāgdaṇḍe maunamātiṣṭhet,

kāyadaṇḍe tvabhojanam,

mānase tu kṛte daṇḍe

prāṇāyāmo vidhīyate.


Dementsprechend ist Manus XII, 10 zu erklären.


57 Der jinistische Büßer darf allenfalls Flußwasser, aber kein Brunnenwasser trinken, um angeblich das Einschlürfen kleiner Lebewesen möglichst zu vermeiden. Vergl. die peinlichen Wasserregeln im Aupapātikasūtram § 80.


58 In genealoger Beziehung zu den Manosattā devā scheint der vidyādharas Manovegas zu stehn, die Hauptperson in Amitagatis' überschattender Dharmaparīkṣā, BHANDARKARS Report on the Search for Saṃskṛt Mss, Bombay 1894, p. 13-19 etc.


59 Zur magischen Zornesmacht cf. die Legende von Asito Devalo und den Sieben Sehern, gegen Ende der 93. Rede.

Nach den kommentariellen Sagen des Milindapañho und Mahāvastu wäre Daṇḍakāraññam usw., der Daṇḍaker Wald, im weiteren Sinne als der Daṇḍaker Reich aufzufassen. Aber raññam in der Bedeutung rajjam ist mir nicht bekannt; auch würde da wohl der Text Daṇḍakaraññam usw. erfordern. Die siamesische lectio hat allerdings das zweifelhafte Daṇḍakīraññam, dagegen aber wieder ganz klar Kāliṉgāo, Mejjhāo, Mātaṉgāraññam. Richtig erscheint dem nach unser Daṇḍakāraṇṇam im Saṃskṛt als Daṇḍakāraṇyam und wird nur als undurchdringlicher Urwald erklärt, z.B. in einer ungemein interessanten und geistvollen südindischen Legende, mitgeteilt vom Paṇḍit NATE A ASTRĪ im Indian Antiquary vol. XVII. p. 259-264.


[1099] 60 Vergl. den schönen Brauch der dhammaparipucchā bei Asoko, VIII. Felsenedikt.


61 anuvicca, Anmerkungen; cf. anuvicarati.


62 Lies mit dem siam. Texte bhagavato sāvakānam bho.


63 nisabho, yassa paṭibalo sabhāyaṃ n'atthi = appaṭipuggalo.


64 Lies mit dem siam. Texte appabhītassa, a + prao.


65 Wie allgemein bekannt diese Rede noch im dritten Jahrhundert nach Gotamo war beweist ein Relief zu Barāhat mit der Unterschrift Dighatapasi sise anusāsati: offenbar eine Darstellung jener Szene oben Seite 408. Denn ein anderer Dīghatapassī kommt im Kanon nicht vor.


66 Vergl. die zum Teil analoge Stelle der 12. Rede, p. 73 l. 13, 14, der obigen entsprechend; eine Berichtigung, welche ich dem Freunde ROBERT L'ORANGE verdanke.


67 Ähnlich der tadvrata catvāri varṣāṇi prayuñjāno muniḥ im Sāmavidhānabrāhmaṇam II, 4, 9; III, 9, 5.


68 Von einem anderen Hundelehrling, der ein schmähliches Ende nimmt, berichtet die 24. Rede der Längeren Sammlung. – Auf das Hundegelübde bezieht sich vielleicht der valid, cf. BÖHTLINGK-ROTH 1s.v.; das Kuhgelübde wird im Mahābhāratam dahin erklärt, daß dem Befolger da jederzeit jegliches Lager, jegliche Atzung, jegliche Kleidung recht sei, cf. das Zitat ib. s.v. govratas. Das ist aber spätere Auslegung. Denn wir haben eine ganz eigentliche govṛtti, Kuhgehabung, jenes höchsten Asketen der Turīyātītāvadhūtopaniṣat und Paramahaṃsaparivrājakopaniṣat, in med.; ebenso eine gomukha- und ajagaravṛtti, eine Krokodil- und Schlangengehabung, jener äußersten Büßer der großen Sannyāsopaniṣat, II i.m., und der Nāradaparivrājakopaniṣat, V i.m., VII i.f. – Eine allgemeine Behandlung der obigen Sätze findet man im 9. Kapitel der Subālopaniṣat. Lapidar ausgesprochen schon in der Bṛhadāraṇyakopaniṣat III, 2, 14, IV, 4, 6ff.

Zu den metaphysischen Folgerungen dieser und der 19. Rede hat GIORDANO BRUNO, wie mir DE LORENZO einmal im Gespräche mitteilte, einen bewunderungswürdigen Kommentar geschrieben, auf Grund der wirklichen, täglichen Anschauung und Erfahrung, Mitte der Epistola esplicatoria zum Spaccio de la bestia trionfante, ed. WAGNER p. 113.


69 nivāpo, Futterplatz, dann der bez. Ort selbst; vergl. die 77. Rede, Anm. 137.


70 Zu kappaṭṭho cf. das entgegengesetzte kappātīto, Suttanipāto v. 373, 521, 517, 860; auch akāliko. Die kommentarielle etc. Erklärung ist natürlich irrelevant.


71 Die eingangs aufgestellte doppeldeutige Frage Nāthaputtos bezieht sich auf ein altes Wort der Dharma āstren, e.g. bei Manus IV, 138:


Satyaṃ brūyāt priyaṃ brūyān

na brūyāt satyam apriyam,

priyañ ca nānṛtaṃ brūyād:

eṣa dharmaḥ sanātanaḥ.


Gotamos Beantwortung ist in einem späteren Smṛti-Vers, als Viṣṇupurāṇe III, 12, paenult., leicht zu erkennen:


Priyaṃ yuktaṃ hitaṃ naitad

iti matvā na tad vadet:

ṣreyas tatra hitaṃ vācyaṃ,

yadyapyatyantamapriyam.


[1100] 72 Lies mit dem siam. Texte aṭṭhasatam pi vedanā vuttā. – Vergl. meine Anmerkung zu Vers 339 des Wahrheitpfades.


73 Es mag hier auf die vollkommene Ähnlichkeit der formalen Gedankenfolge dieser und zahlreicher paralleler Reden mit einer Rede SAN FRANCESCOS VON ASSISI, im 8. Fioretto, hingewiesen sein.


74 vambheti wird, ohne Zweifel richtig, von ROBERT L'ORANGE als vaṃghate erklärt; cf. WESTERGAARDS Radices. Vgl. TRENCKNERS Bemerkungen, Pāli Miscellany p. 59.


75 Eine Verherrlichung dieser Lehre, atthi kiriyā, hat Asoko auf allen seinen Edikten, oft mit den selben Worten, in schlichter und machtvoller Rede gegeben. Vgl. besonders IX. Felsenedikt, Ṣāhbāzgarhī i.f.


76 Ambalaṭṭhikā, nahe bei Rājagaham, von DE LORENZO richtig erklärt.


77 Diese Rede, sowie die vierundzwanzigste der selben Sammlung, hat Asoko auf dem Bairāter Edikte den Mönchen und Nonnen, Anhängern und Anhängerinnen, namentlich und mit genauer Kennzeichnung, empfohlen, als »Rāhulos Ermahnung: Abscheu vor Lüge«, bzw. als »Upatissos Fragen«; cf. meine Anm. 25, und in der Wiener Zeitschrift f.d. Kunde des Morgenlandes vol. XI. p. 159.

Vgl. den Archäotropus im 537. Jātakam v. 35:


Sace pi vāto girim āvaheyya,

cando ca suriyo ca chamā pateyyuṃ,

sabbā va najjo paṭisotaṃ vajeyyuṃ:

na tveva 'haṃ rāja musā bhaṇeyyam.


78 Vergl. die zehnte Rede; später auch die einundzwanzigste.


79 Die tathāgatappaveditā bhāvanā dieser Rede, die paṭhavīsamā, āposamā, tejosamā, vāyosamā und ākāsasamā, sind späterhin von den Jainās offenbar als pārthivī, vāruṇī, āgneyī, mārutī und rūpavatī (bzw. tatrabhū) dhāraṇā übernommen worden. Cf. BÜHLERS Grundriß III. 4. p. 39 § 7 i.f. – Zur ānāpānasati, der Bedachtsamen Ein- und Ausatmung, cf. Lieder der Mönche v. 548 Anm. und Längere Sammlung Anm. 691 u. 1034.

Den letzten Satz der Rede gibt MEGASTHENES, bei STRABO p. 713, sehr deutlich wieder: διο τῃ ασκησει πλειστῃ χρησϑαι προς το ἑτοιμοϑανατον. Es ist wohl möglich, daß er zu Pāṭaliputtam wirklich den Satz gehört habe.


80 Vergl. Sarvasāropaniṣat i.f.: anādirantavatī, pramāṇāpramāṇasādhāraṇā, na satī, nāsatī, na sadasatī māyā.


81 Vergl. die 12. Rede, S. 93.


82 Lies mit dem siam. Texte vekaṇṇaṃ. Cf. vikarṇas.


83 Das Gleichnis findet sich im Anfang der Brahmopaniṣat: yathā kumāro niṣkāma ānandam upayāti, »wie ein Knabe, ohne Begier, in Wonne verharrt« etc.


84 Lies mit den barm. und siam. Texten gacchissāmi. Die lectio samatitthikā verdient den Vorzug.


85 Ein bemerkenswertes Analogen zu sabbasaṉkhārasamatho, dem Aufgehen aller Unterscheidung, findet sich bei JAKOB BÖHME als Einheit im Gegensatz zur Schiedlichkeit, Tafeln von den drei Prinzipien etc. § 68. Im folgenden Schlüssel etc. stellt er einige Glieder des paṭiccasamuppādo dar, namentlich in den §§ 29-31, 34-37, 41, 42, 43, 44 und 80: freilich alles in apokalyptischen Träumen gesehn.


86 ekāsanabhojanam = ekā anabho; cf. den ekabhattiko des Cūḷasīlam, e.g. vol. I.p. 180 l. 5, passim, und die 70. Rede. Ebenso in der 21. Rede; auch Dhp v. 305.


87 Cf. die 70. Rede, in med.


[1101] 88 adhicca = α + dhitya, von dhi dhāraṇe.


89 Cf. die 47. Rede, p. 318 i.f. – Vergl. Tao-te-king Kap. 18 und 38.


90 Lies khurakāse, von kṛṣ, und davatthe.


91 Das ausführliche Gleichnis vom Pferde, womit diese Rede schließt, läßt es fraglich erscheinen, ob in den Theragāthā v. 45, 173, 659 mit bhaddo ājānīyo auch das edle Rassenroß gemeint sei, nicht der Büffelstier, wenn schon bhaddo im Saṃskṛt allerdings gern letztere Bedeutung hat. Vgl. noch Dhp v. 208 dhorayhasīlo.


92 Lies bhikkhu 'ssa ātumāri, bhikkhu 'ssa mātumāri; ātu = ātumā. Es ist Volksdialekt.


93 Zu adhisallikhato cf. die 8. Rede und meine Anm. 4.


94 khaṭopikā, von khaṭvādi.


95 »Fugere nos oportet omnem cognitionem multifariam distrahentem atque fallentem, ut ueritatem simplicissimam consequamur«: AGRIPPA, De occ. phil. p. 530, ex PROCLO.


96 Eine Autobiographie Udāyīs, mit wenigen Zügen in antiker Größe gezeichnet, enthält der Saṃyuttakanikāyo vol. V.p. 89-90. (Übersetzt in Anmerkung 860 der Längeren Sammlung.)


97 Āmalakī, hochgewachsen, mit gelblichen Blüten, ist die Myrobalane.


98 Cf. hierzu die 48. Rede p. 324. i.f. – Vergl. Ṛgv. III, 33, 3, Atharvavedas III, 30, 1; sowie das vātsalyam in der Muktikopaniṣat I i.f., im Rāmāyaṇam II, 96, 33, aliubi. Ähnlich ist auch das Gleichnis vom Säugling und der Amme, Aṉguttaranikāyo vol. III. p. 6, welches um seiner Anschaulichkeit willen dem großen Asoko so gefallen hat, daß er es in sein IV. Säulenedikt aufgenommen. – Brahmās Echo ist mahāyānische Improvisation; vgl. die analoge Stelle in der 85. Rede nebst Anm. 215.


99 Vergl. Lieder der Mönche, Anm. zu v. 84; Akṣyupaniṣat v. 47; Māṇḍūkyakārikā III, 40: duḥkhakṣayaḥ prabodha ca. – Die richtige Wiedergabe der obigen Stelle, die mit der entsprechenden der 29. und 30. Rede gleichlautet, verdanke ich meinem Freunde ROBERT L'ORANGE. Zu dem »Versunken in Geburt usw.« cf. den Topus vom Ewigen Ufer, e.g. in der 98. Rede v. 42. Dann i.a. Rāmottaratāpanīyopaniṣadi 2: garbhajanmajarāmaraṇasaṃsāramahadbhayam. Ganz ähnlich spricht JAKOB BÖHME von dem »gefährlichen Jammermeere«, Aurora Kap. 25, und SHAKESPEARE von der »sea of troubles«, Hamlet III. 1. 59; vgl. auch den φοινιον σαλον des SOPHOKLES, Oed. r. 24.


100 Der Laubwald schlechthin = palāsavanam; der palāso, butea frondosa, ist ein hoher, mächtiger Baum mit sehr großen, prachtvollen Blättern, mit vielen roten, silbern schimmernden Blumendolden behangen.


101 Vergl. den ṣraddhāvantaṃ satkulabhavaṃ ṣrotriyam und satkulabhavopanītam der Muktikopaniṣat und Nāradaparivrājakopaniṣat I i.f.


102 In der 33. Rede der Längeren Sammlung als »Viererlei Stützpunkte« aufgezählt. Vergl. zu dieser subtilen Stelle die 2. Rede und auch Saṃyuttakanikāyo vol. V.p. 272-273; »Zur Willensüberwindung, chandapahānattham, wird beim Erhabenen das Asketenleben geführt; chanden' eva chandam pajahati, eben durch den Willen wird der Wille überwunden: denn ist durch den Willen die Heiligkeit erreicht, so ist der Wille danach gestillt.«

Als vorbuddhistische Gleichnisparallele cf. die Verse Bṛhadāraṇyakopaniṣat III, 9 in fine.


103 Lies na iti: maṃ etc.


104 Eine vedāntische Hypostase des kāyasakkhī als jagatassākṣī prajñānaghanalakṣaṇaḥ findet sich in der Kaṭharudropaniṣat v. 8, und v. 23 als sākṣāddehī sukhī sarvatra.


105 TRENCKNERS Konjektur uddisissāmi ist durch den siam. Text bestätigt. Lies mit dem siam. Texte āmisagaruko und na ca no evam assa, sowie avasissatu me sarīre, upasussatu; [1102] pariyogāya instr. von pariyogo. Cf. die 32. Rede in fine, Theragāthā v. 312. Auch Asokos I. Säulenedikt, in initio; Anm. 75.

Altrömisch ist unser Heroenwort von C. LUCILIUS geprägt, fragm. virtutis definitionem sequ.:


Vis est vita, vides; vis nos facere omnia facit.


106 Ist ein Dogma der Jainās: cf. die 14. Rede; auch die 79ste. So heißt es z.B. im Aupapātikasūtram § 16 vom Jina-Meister: appaḍihayavaranāṇadaṃsaṇadhare savvaṇṇū savvadarisī – ganz wie oben.


107 Von den drei Meistern der Nackten Büßer handelt das Ende der 76. Rede; vgl. auch die 36., im Anfang. Vacchagotto der Pilger scheint vorher Jünger des Nando Vaccho, des ersten jener drei Meister, gewesen zu sein. – Nackte Büßer (Ājīvikā, Acelakā), Freie Brüder (Nigaṇṭhā, Jainās) und voran der buddhistische Orden (Saṉgho): das sind die großen gleichzeitigen Asketengilden, welche Asoko je namentlich nennt und mit ›all den anderen und irgend sonstigen Genossenschaften‹ königlich beschirmt. Cf. Säulenedikt VII, 2, l. 4-5.


108 Es ist mit den barmanischen und siamesischen Texten sabba-m-atthitānaṃ zu lesen.


109 Vergl. die formal ähnliche Stelle in der Bṛhadāraṇyakopaniṣat II, 4, 13, 14: Atraiva mā bhagavān amūmuhat ... Na vā are 'haṃ mohaṃ bravīmi, alaṃ vā ara idaṃ vijñānāya.


110 Vergl. Chāndogyopaniṣat VII, 26: Tasya ha vā etasyaivaṃ pa yata evaṃ manvānasyaivaṃ vijānata ... ātmata āvirbhāvatirobhāvau ... sa ekadhā bhavati, tridhā bhavati, pañcadhā saptadhā navadhā caivādi.


111 Cf. die analoge prāpti des Yogas, BÜHLERS Grundriß III. 4. p. 46. – Ob hier, wie ROBERT L'ORANGE vermutet, etwa an den wohlbekannten somnambulen Sonnenkreis, e.g. Seherin von Prevorst 1, 231, zu denken sei, bleibe dahingestellt. Die Art und Weise, wie z.B. der Mönch im Kevaṭṭasuttantam, Dīghanikāyo vol. I.p. 215 und 220, die Pfade zu den Göttern und zu Brahmā in seinem eigenen Inneren findet, scheint allerdings jene Vermutung zu bestätigen.

Vgl. noch Nāradaparivrājakopaniṣat i.f. sūryo na tatra bhāti na a āṉko'pi; Harivaṃ am I, 50, 6:


Na tatra viṣayo vāyor

nendor na ca vivasvataḥ:

vapuṣaḥ padmanābhasya

sa deṣas tejasāvṛtaḥ.


Auch Faust, gegen Ende, wo der Pater seraphicus die Seligen Knaben »in sich nimmt«.


112 Vergl. Māṇḍūkyakārikā IV, 42:


jātis tu de itā buddhair

ajātes trasatāṃ sadā.


Näher noch steht die wörtliche Parallele im Sāmavidhānabrāhmaṇam III, 7, 1: Atha yaḥ kāmayetāmuhyantsarvāṇyājanitrāṇi parikrāmeyam iti; sowie III, 8, 4 der vedische Wunsch: Nāhaṃ yoniṃ pravekṣyāmi bhūtottamāyā brahmaṇo duhituḥ saṃrāgavastrāyā – jāyate mriyate sandhīyate ca. Cf. auch das wichtige Smṛti-Wort von der paurvikī jāti, bei Manus IV, 148f., wozu Kullūkas bemerkt: bahūni janmāni smaraṃs teṣu ca garbhajanmajarāmaraṇaduḥkhānyapi smaran, saṃsāre virajya ... ravaṇamananadhyānaiḥ ... mokṣasukhaṃ prāpnoti.


[1103] 113 Vergl. der 98. Rede 50. Vers; Theragāthā 917 AnmerkungenViṣṇupurāṇe aṃ. 6a. 5 (cit. in Rāmatīrthas' Komm. zu Maitryup. I, 2):


Utpattiṃ pralayaṃ caiva

bhūtānām āgatiṃ gatim,

vetti vidyām avidyāṃ ca,

sa vācyo bhagavān iti.


114 Patronymische Anrede, gleichwie Gotamo nomen gentile eines jeden Sakyers ist; Dīghanakho ist offenbar ein Nāthaputtiyo. Cf. meine Anmerkung 24.


115 Vgl. Theragāthā 567-571 AnmerkungenManus VI, 76-77. Cf. auch Saṃyuttakanikāyo Bd. III, Th. ΧΧII, Nr. 95 AnmerkungenMaitryupaniṣat IV, 2; Subālopaniṣat 8: Medomāṃsakledāvakīrṇe arīramadhye 'tyantopahate citrabhittipratīkāṣe gandharvanagaropame kadalīgarbhavanniḥsāre ialabudbudavaccañcale niḥsṛtam ātmānaṃ ... pa yanti vidvāṃsas.


116 Zu den drei Arten von Gefühlen und ihrer Wandelbarkeit, wovon gegen Ende dieser Rede gesprochen wird, vergl. die klassischen Untersuchungen BICHATS über den Zusammenhang und die Auflösung der Wehgefühle, Wohlgefühle und indifferenten Gefühle, Recherches etc. Ie partie, article V, § 2.

Nicht ohne Wert für die hochindische Überlieferung ist das Ansehn, in welchem unsere Rede noch im nepālischen Buddhismus gestanden: cf. Mahāvastu, ed. SENART vol. III. p. 67 und 474, und OLDENBERG in der Zeitschr. d. deutsch, morgenl. Ges. Bd. 52, S. 661.


117 Diese lectio, und nicht Kammāssadammam, wird die richtige sein; vgl. Jātakam vol. V.p. 511.


118 Das indische Jahr wird in diese drei Hauptzeiten zu je vier Monaten eingeteilt. Der Herbst ist die Regenzeit. Vgl. Mantrabrāhmaṇam II, v. 11:


Grīṣmo, hemanta uta no vasantaḥ

aradvarṣāḥ suvitanno astu:

teṣām ṛtūnāṃ ata āradānāṃ

nivāta eṣām abhaye syāma.


In ebendiese Hauptzeiten ist das Jahr auch bei Asoko eingeteilt, Jaugoḍo-Edikt II, l. 15: Iyaṃ ca lipī a[nu]cātuṃmāsaṃ sotaviyā tisena. Die alte Einteilung ist bis heute die volkstümliche geblieben. Siehe BÜHLERS lehrreiche Ausführungen in der Epigraphia Indica vol. II. p. 261-265; Zeitschr. d. deutsch, morgenländ. Ges. Bd. 41, S. 28. Auch Journal Royal As. Soc. [N.S.] vol. V.p. 182-184, Inschrift 1, 2, 4-7. – Dīghanikāyo, ed. Siam, vol. II. p. 286.


119 Zu sāhulo cf. sopāko, Manus X, 37, 38; hu von Anmerkungen, lo Suffix (Rāghulo). Suttanipāto 137.


120 Lies mit den barm. und siam. Texten puthujjanagāthā; cf. munigāthā, theragāthā.

Ähnlich die gleichzeitige Parömie:


'Υγιαινειν μεν αριστον ανδρι ϑνατῳ.


Bei GOETHE: Ist nicht Gesundheit Allen uns das höchste Gut, Prolog, Halle den 6. August 1811.


121 Noch von PTOLEMÄUS, Geogr. lib. VII. cap. I. § XVII., genannt Κωσαμβα, εν Γαγγητικα κολπῳ; wodurch die von V.A. SMITH, Journ. Roy. As. Soc. 1898 p. 503 bis 519, vorgebrachte Hypothese, das alte Kosambī sei in Barāhat zu suchen, widerlegt ist. Übrigens war die Kosambī-Halle auf einem Relief in Barāhat dargestellt, mit der [1104] Inschrift Kosabakuṭi: natürlich als nicht einheimische Sehenswürdigkeit. Die Ruinen des alten Kosambī liegen ohne Zweifel im Gebiete von Mañjhānpur, wo heute die Dörfer Kosām und Pālī stehn, sechs bis acht Meter unter zweitausendjährigem Humus. Vgl. Epigraphia Indica vol. II. p. 240.


122 Zu Devakaṭasobbho vgl. Devakhātabilam; auch TRENCKNERS Bemerkung, Pāli Miscellany p. 61.


123 Ist die Lehre der Cārvākās, i.e. Wohlredner, der indischen Sensualisten; cf. die zum Teil wörtliche Parallele im zweiten Akte des Prabodhacandrodayam, wo es heißt: nāsti paralokaḥ, mṛtyur evāpavarga iti. Ebenso das erste Kapitel des Sarvadar anasaṃgrahas. – Für diese extrem einseitige, also auch nur extrem gültige Auffassung hat bei uns CABANIS ein hübsches Merkwort gefunden: »vivre, c'est sentir«, Rapports etc. tome 1, mém. 2, § 2. Vgl. noch LUKREZ II, 999-1001, wo einer der obigen Sätze fast im Echo ertönt:


Cedit item retro, de terra quod fuit ante,

in terras; et quod missum est ex aetheris oris,

id rursum coeli fulgentia templa receptant.


124 Ehebrecher werden in einem alten Spruche, Jātakam vol. VI. v. 487, uttamabhaṇḍathenā genannt, was wörtlich dem Satze SCHOPENHAUERS entspricht, Ehebruch sei der ärgste Diebstahl, Nachlaß 4. Band § 355 i.f.


125 Lehre der Bārhaspatyās, der indischen »Übermenschen«: cf. Sāyaṇas' Exzerpt im Sarvadar anasaṃgrahas, Ende des ersten Kapitels.


126 Lehre der Fatalisten, der Daivaparās; cf. deren Placitum im P.W. 1s.v. – Die niyati entspricht genau der είμαρμενη, e.g. bei PLUTARCH, De plac. philos. I, 27: 'Ηρακλειτος, παντα καϑ᾽ είμαρμενην, την δ'αυτην ὑπαρχειν και αναγκην.


127 Zu kūṭaṭṭhā cf. Sarvasāropaniṣat i.m.: sarvaprāṇibuddhistho yadā tadā kūṭastha ityucyate.


128 Cf. Bhagavadgītā II. 19., 30. Auch mit den Sāṃkhyās, zumal ihrem satkāryavādas, finden sich hier manche Berührungspunkte; vergl. GARBE, s.v. in seiner Sāṃkhya-Philosophie.


129 Der letzte Absatz erinnert an unsere naturhistorischen Weltprozeßrealisten. – Zu suttaguḷo cf. goṭaviyo, auch von guḍas, 544. Jāt. v. 37.


130 Dogma Nāthaputtos: siehe bes. die 79. Rede. – So gibt auch IARCHAS, in PHILOSTRATS Vita APOLLONII lib. III, ca. VI, sich und die Seinen mit παντα ειδοτας = sabbadassāvino alsbald für Jainās zu erkennen. Cf. Anm. 278.


131 Die Orthodoxie der rautasmārtās. Vgl. Manus I, 108:


Ācāraḥ paramo dharmaḥ

rutyuktaḥ smārta eva ca.


132 Der takkī vīmaṃsī wird wohl naiyāyiko vai eṣikas, Logiker-Physiker, sein. Von ihnen, den prāmāṇās, dürfte STRABO p. 719 reden: als Πραμνας, εριστικους τινας και ελεγκτικους trefflich bezeichnend; und zwar allgemein, nicht als besondere Schule, wie LASSEN, Indische Altertumskunde 2II, 731, angenommen. Vergl. den pramāṇapravīṇas im Vorspiel zum Prasannarāghavam.


133 Lehre der Syādvādinas, der Skeptiker.


134 Vergl. die vorwiegend buddhistische Nāradaparivrājakopaniṣat III, v. 38 (Anmerkungen Manus II, 98):


rutvā spṛṣṭvā ca bhuktvā ca

dṛṣṭvā ghrātvā ca yo naraḥ

[1105] na hṛṣyati glāyati vā,

sa vijñeyo jitendriyaḥ.


135 Einen Auszug dieser Stelle gibt i.a. Jābālopaniṣat in fine, im Stil der Dharmasūtren.


136 puttamatāya puttā; drastisches Sideroxylon. Entspricht dem bandhyāputrādivat der Vedāntācāryās etc. – Zur sadhammokkaṃsanā und paradhammavambhanā cf. Asokos ΧII. Felsenedikt.


137 Moranivāpo; Moragiryādi, Pfauenberg usw., häufig in den Inschriften von Sāñci und Barāhat.


138 Der siamesische Text hat Annabhāro.


139 Wie der siam. Text wohl auch die anderen richtig kañ ca; vorher garuo.

Die Auskunft über die sechs anderen Meister, welche die Kommentatoren zu geben wissen, hat gewiß keinen höheren Wert als ihre sonstige Stegreif-Exegese. So wird z.B. vom ersten, Pūraṇo Kassapo, erzählt, er sei von gemeiner Geburt und ehedem eines großen Herrn Diener gewesen, und zwar der hundertste mit neunundneunzig anderen zusammen, habe also die Zahl gerade vollgemacht, pūretvā: daher der Name Pūraṇo, usw., usw. Solche Gassenetymologien sind ja allgemein recht beliebt, nicht nur in Indien. Eine vogtländische Sage weiß nicht minder verbürgt von einem »heiligen Loff« zu berichten, der als Klausner im Walde zwischen Roda und Gera lebte, und zu welchem die Leute von weither gewallfahrtet kamen: allmählich sei dann später ein Ort entstanden, von diesem »Gange zum heiligen Loff« St. Gangloff geheißen – der ursprüngliche GANGOLF war den biederen Nachfahren natürlich längst entschwunden. Indogermanische Volksverwandtschaft zeigt auch hier typische Züge.


140 Lies mit dem siam. Texte adhiciṇṇaṃ.


141 Ebenso heißt es noch auf einer Inschrift aus dem I. Jahrhundert n. Chr. von einem berühmten Jainameister in Mathurā bahavovacaka-ca-gaṇino-ca: Epigraphia Indica vol. II, p. 209, Nr. 36.


142 So berichtet auch STRABO p. 712, nach MEGASTHENES: Τον δ'ακροωμενον ουτε λαλησαι ϑεμις ουτε χρεμψασϑαι αλλ' ουδε πτυσαι. – Zum Gleichnisse cf. des ARISTONYMOS Wort, STOB. Flor. ΧIII, 23: 'Ωσπερ το μελι τα ἡλκωμενα δακνει, τοις δε κατα φυσιν ήδυ εστιν, οὑτω και οί εκ φιλοσοφιας λογοι.


143 Nicht töten, nicht stehlen, nicht ausschweifen, nicht lügen, nicht sich berauschen. – Die obige Klage vernimmt man wörtlich in einem Ausspruche Bhartṛharis' wieder, den uns I-TSING aufbewahrt hat, bei MAX MÜLLER »India usw.« Exkurs F.


144 In der editio P.T.S. ist der Satz yam pi bis vaṇṇavādī, ferner dhammaṃ vergessen, usw.


145 Eine Bilva faßt ungefähr einen Drittelliter. – Mit der hier und im folgenden dargelegten strengen Zucht vergleiche man namentlich den zweiten Teil der großen Sannyāsopaniṣat, v. 59-103, sowie der Nāradaparivrājakopaniṣat fünften Teil, dessen v. 12 e.g. lautet:


Pāṃsunā ca praticchanna

ūnyāgāraprati rayaḥ

vṛkṣamūlaniketo vā

tyaktasarvapriyāpriyaḥ.


146 nantakāni; von Anmerkungenna(ṃ)tas. Cf. naṃtum, naṃtva; zur Bed.: pariṇatādi. Das nördliche namatam hat natürlich nichts damit zu schaffen.


147 Lies mit dem siam. Texte daḷhāni suttalūkhāni.


[1106] 148 Es ist, wie der siam. Text andeutet, ucchepake va te ratā zu lesen. – Cf. die, dem Sinne nach identische, Variante Theragāthā v. 843, 1146: uñchā[ya] pattāgate ratā. Damit urverwandt ist unsere Unze, von unica, uncus, ογκος, aṉkas, Anmerkungen, Anmerkungen, Anmerkungen; eine Unze ist demnach eigentlich gleich einer Krume (panis, aeris, etc.).


149 nur für die Regenzeit eine Hütte sich selber errichten. Cf. Theragāthā v. 127f.


150 Zu dieser ursprünglichen Bedeutung von pāṭihāriyam, das patiggaho analog ist, cf. Chāndogyopaniṣat I, 11 i.f.: ... sarvāṇi ha vā imāni bhūtānyannam eva pratiharamāṇāni jīvanti.


151 Der siam. Text hat ovimatthaṃ; es ist, wie vol. I, p. 385, ovimaṭṭham zu lesen.


152 Vergl. hiermit Maitryupaniṣat IV, 2: Citrabhittir iva mithyāmanoramam ityathoktam = Therīgāthā 393.

Eine eigentümliche Gegenseitigkeit der obigen Ausführungen und der schönen Farbenversuche SCHOPENHAUERS ist in der Form sowohl als in der tieferen Bedeutung bis auf den einzelnen Fall nachweisbar.


153 Ein verwandtes Gleichnis, palalapiṇḍaḥ snehena vyāptaḥ, findet sich Harivaṃ e II, 71, 27; Atharva iraupaniṣadi 4.


154 Es darf hier wohl an den bekannten adhyāropas erinnert werden, rajjusarpavat: Nirvāṇopaniṣat i.m., im Vedāntasāras Nr. 34 und Nr. 70; wiederum, auch zweimal, von SEXTUS EMPIRICUS vorgetragen, I. Pyrrhon. 227 und I. Logic 187.


155 Einem der obigen Gleichnisse nahezu wörtlich entsprechend wird magische Schöpfung vom gewaltigen Hylourgen PARACELSUS beschrieben: » ... wie ein Erd in deß Hafners Hand, der macht vnd formirt darauß was er will vnd was jhn gelust«: Straßburger Ausgabe 1603 vol. I. fol. 882.


156 Zum Gleichnisse cf. Chāndogyopaniṣat VI, 14, 2; Rāmāyaṇam II, 108, 5-6.


157 Ähnlich Chāndogyopaniṣat VIII, 6, 2: Tadyathā mahāpatha ātata ubhau grāmau gacchatīmaṃ cāmuṃ ca, evamevādi.


158 Mallikā war die ebenso milde als geistvolle jüngste Gemahlin Pasenadis von Kosalo; vgl. die 87. Rede. Sie hatte, wie andere edle Gönner, Garten und Halle gestiftet. – Zur Samaṇamuṇḍikā cf. Smṛti-Stellen wie die von der ramaṇā dharmanipuṇā im Rāmāyaṇam I, 1, 55, Mhbh. ΧII, 320. Eine Matrone, die später in einen der geistlichen Schwesterorden eingetreten. So stehn z.B. die jinistischen Nonnen auch in der Gegenwart noch auf ziemlich hoher Stufe, wie die ausführlichen Belege im Indian Antiquary vom Oktober 1884 dartun.


159 Lies kujjhitamattā. – Zum Gleichnisse cf. die 64. Rede, im Anfang.


160 Vergl. Subālopaniṣat I i.f.: hṛdayāt sarvam idaṃ jāyate.


161 Der Text hat yaṃ cittaṃ sarāgaṃ sadosaṃ samoham.


162 Zu dieser typischen Bemerkung cf. das Wort vom lehrreichen Gespräche und dem heiligen Schweigen, in der Einleitung zur 26. Rede p. 161, welche Stelle noch von Parākramabāhus I. auf seiner schönen großen Galvihāre-Felseninschrift (b) l. 35, 36 wörtlich zitiert ist, Nr. 137 von ED. MÜLLERS Ancient Inscriptions in Ceylon. – Aus gleichen Vorbedingungen zu feiernder, lautloser Versammlung, die des rechten Redners gewärtig ist, ist die Upaniṣat hervorgegangen, ja schon das Sattram, beide von Anmerkungensitzen.


163 Der Text hat natürlich yo.


164 Siehe die 38. Rede, Seite 292-295.


165 Zu appāṭihītrakatam bhāsitam cf. Anm. 150.


166 Dogma der Sāṃkhyās: cf. Lieder der Mönche, Anm. zu v. 107. – Vergl. hiermit den verwandten Spruch im Cherubinischen Wandersmann I, 60:


[1107] Die Seel ist ein Kristall, die Gottheit ist ihr Schein,


ein Bild, das auf eine im Mittelalter wohlbekannte Vorlage zurückweist, e.g. bei WALTHER VON DER VOGELWEIDE, im Leich v. 35.


167 Zu kimi khajjopanako cf. Chāndogyopaniṣat, VI, 7, 5 AnmerkungenJātakam vol. VI. p. 371; Ancient Inscriptions in Ceylon, Obelisk Nr. 149b, l. 14; TRENCKNER, Pāli Miscellany p. 59. Cf. SHAKESPEARE, Pericles II, 3:


a glow-worm in the night,

The which has fire in darkness, none in light.


168 Lies panassāma, cf. vol. I, p. 177 l. 20; von na ate + pra.


169 Die sīlāni und jhānāni von idha bis so sind interpolierte Iteration.


170 Lies *udekamaṇiko assa. – Cf. das Gleichnis am Ende der 5. Rede; dann ebenso der 15., welches auch in der Chāndogyopaniṣat VIII, 8 gegeben ist.


171 Die allerhand gemeinen Dinge, wie Könige usw., zu Beginn der letzteren Reden öfters erwähnt (S. 548, 562, 579, 585), haben, nebenbei gesagt, ganz die nämliche großartig heitere Abweisung von POPE erfahren, zu Beginn seines Meisterwerkes:


Awake, my St. John! leave all meaner things

To low ambition, and the pride of kings.


172 nomen gentile Vekhanasos. – Vekhanaso, von vikhanas, ist offenbar eine ältere Variante zu Vekhānaso.


173 Eine klare Bestätigung der aññadiṭṭhikenādi als karmadhārayās, p. 369 bzw. 487 in Nr. 72, bietet Asokos X. Felsenedikt i.f.: Dukaraṃ tu kho etaṃ chudakena va janena usaṭena va añatra agena parākamena; desgleichen das VI. i.f. sowie das I. Säulenedikt, Delhi-Sivalik l. 3f. Vergl. ferner das von RHYS DAVIDS kürzlich entdeckte und von SENART besprochene Girnār-Fragment des ΧIII. Felsenedikts, im Journ. Roy. As. Soc. 1900 p. 335, wo in l. 5 añatra-yo-nesa[ṃ] zu lesen ist, das heißt, wie BÜHLERS Kālsī-Version lehrt, añatra-yo (janapado) nesa[ṃ] (nikāyānaṃ yadidaṃ) baṃhmane cā samane cā. – Zur Sache cf. die 70. Rede S. 514, die 95. gegen Ende.


174 Lies mit dem siam. Texte nisinno.


175 Eine ähnliche Sage von einer solchen Stelle in der Nähe der uralten Stadt Sāṃkā yā weist CUNNINGHAM im Archaeological Survey of India vol. I.p. 273 nach.


176 sotthisinānī ist richtig, wie in der 93. Rede; zu sotthi cf. othas usw., nicht etwa āṭī.


177 Auch Ghaṭīkāro gehört einem, zwar geringeren, Brāhmanengeschlechte an. Cf. infra Anm. 183.


178 Lies yāv' etado hi pi.


179 König Kikī, der Kṛtī rājā der Purāṇen, wird ständig in Legenden, wie Vessantarajātakam i. in., als Zeitgenosse Kassapos angeführt. – Kikī-, Kṛtī-rājā entspricht unserem ›König Karl‹, von der selben Wurzel kṛ karoti.


180 Lies mit dem siam. Texte paṇḍumudikassa; vorher, mit den anderen Mss und TRENCKNER, khādaniyam bhojaniyam. – Reis lieben die Inder bekanntlich als vorzüglichste Nahrung: »Den reinen Reis, der Kraft verleiht«, wie es in den Liedern der Mönche v. 842 heißt. So nennt auch HOMER αλφιτα μυελον ανδρων, Mehl das Mark der Männer, Od. II, 290.


181 Um kein lebendes Wesen zu verletzen. – Lies na musalena, sahatthā paṭhaviñ ca khanati.


[1108] 182 Lies paṭivibhattāni.


183 Ghaṭīkāros nomen gentile: Der vom Seher Bhagu abstammt. Vergl. Dīghanikāyo Nr. 24.

Im 408. Jātakam wird gleichfalls ein Hafner mit ›Bhaggaver‹ angesprochen, wie auch in der 140. Rede unserer Sammlung.


184 Vergl. die Legende vom magischen Obdach des Mucalindo, im Mahāvaggo I, 3, und Mahāvastu vol. III. p. 301. Auch die Olympier sind vor Niederschlägen immer geborgen, da ihr Saal ὡς ύπερνεφη ουτε νιφεται ουτε κατομβρειται, nach EUSTATHIUS, Comm. ad Il. I, ν. 420.


185 Siyā bis ahosiṃ ist kommentarielle Jātakam-Interpolation; die ganze Rede apokryphe Sage. Schon im ersten Jahrhundert vor Chr. in das nordbuddhistische Saṃskṛt des Mahāvastu übersetzt, vol. I, p. 317-335: teils wörtlich genau, teils freilich recht mißverständlich – e.g.p. 321 wo ovaṭṭikāya (von varti) parāmasitvā halsbrecherisch in kṛkāṭikāyāṃ gṛhya verzerrt wurde – teils auch mahāyānisch multipliziert, verfälscht und ausgeschmückt.


186 Vergl. den alten Spruch, im Aitareyabrāhmaṇam II, 32, 3: Cakṣur vā etad yajñasya yat tūṣṇīṃ aṃsaḥ, »Denn das Auge ist es der Andacht: die stille Verehrung«.


187 der Adeligen, Priester und Bürger.


188 Vergl. HERODOT II, 78.


189 So der barm. und siam. Text.


190 Koravyo, Kauravyas, Der von den Kurū stammt, d.i. der Kurūner.


191 Ganz ähnlich der pythagoräische Arzt ALKMAEON: Της μεν ὑγειας ειναι συνεκτικην ισονομιαν των δυναμεων, ὑγρου, ϑερμου, ξηρου, ψυχρου, πικρου, γλυκεος, κτλ. την δ'εν αυτοις μοναρχιαν, νοσου ποιητικην' φϑοροποιον γαρ ἑκατερου μοναρχία ... την δε ὑγειαν συμμετρον των ποιων την κρασιν., bei PLUTARCH, De plac. philos. V, 30.


192 Cf. Maitryupaniṣat I, 4.


193 Der Topus vom Greisenalter, S. 619 hat seinen Gegenplatz im HOMER, z.B. Ilias letzter Gesang, Mitte, wo Priamos ergreifend anhebt: Μνησαι πατρος σειο ... τηλικου, ὡσπερ εγων ολοψ επι γηραος ουδψ. Zum Überfluß und der Eroberung, S. 513f., cf. Pyrrhus' Gespräch mit Kineas, bei PLUTARCH cap. 14, auch des BAKCHYLIDES verwandte Strophe, 1, 36-39:


το δε παν-

των ευμαρειν ουδεν γλυκυ

ϑνατοισιν' αλλ' αιει τα φευ-

γοντα διζηνται κιχειν.


Der vorletzte Lehrsatz, S. 620, ist von HORAZ ungemein schön und innig erkannt worden, carm. II, 14, 6:


Linquenda tellus et domus et placens

Uxor, neque harum quas colis arborum

Te praeter invisas cupressos

Ulla brevem dominum sequetur.


194 Uralte Mangohaine, mit Steinaltaren, moosbewachsen, von hohen Akazien umstanden, sind auch heute noch vielfach anzutreffen, so in der weiten, stillen, fruchtbaren Ebene um Benāres, in Sārnāth, etc. Zum Namen Makhadevo cf. atapathabrāhmaṇam XIV, 1, 1, 13, und die Makhadevatās im Harivaṃ am III, 53, 38.


195 Diesem Ideal eines indischen Königs ist Asoko in der Tat sehr nahe gekommen.

[1109] Sagt er doch u.a. auch: hemevā savanikāyesu paṭivekhāmi, »Und so überwache ich alle Stände«, Säulenedikt VI l. 7; vgl. noch insbesondere VII 2 l. 4: dhaṃmamahāmātā pi me te bahuvidhesu aṭhesu ānugahikesu viyāpaṭā, se pavajītanaṃ ceva gihithānaṃ cādi; und Felsenedikt IV und V. Cf. BÜHLER, Zeitschrift d. deutschen morgenl. Ges. Bd. 48, Seite 53-54.


196 Zu palitas paliknī cf. urverwandtes pallidus blank ~ bleich. Weitere Belege bei PRELLWITZ, Etym. Wörterbuch d. griech. Spr. s.v. πελιδνος.


197 Vergl. das letzte Kapitel des Vāsiṣṭhadharma āstram; Mahābhāratam ΧIII, 7, 24:


Jīryanti jīryataḥ ke ā,

dantā jīryanti jīryataḥ,

cakṣuḥ