Oßian

[865] Oßian.

Ein alter brittischer Barde, dessen Gesänge in der alten gallischen, oder celtischen Sprach viele Jahrhunderte durch in Schottland, wo er in der zweyten Hälfte des dritten, und Anfangs des vierten Jahrhunderts gelebt hat, durch mündliches Ueberliefern sich so weit erhalten haben, daß der Schottländer Mac-Pherson im Stande gewesen eine beträchtliche Sammlung davon zusammen zu tragen, die Zusammengehörigen in Ordnung zu bringen, und in einer englischen Uebersezung herauszugeben. Ob es gleich eine durch das Zeugnis manches alten Schriftstellers sehr bekannte Sache gewesen, daß bey den alten Galliern die Barden eine besondere und ansehnliche Classe der Nation ausgemacht, deren öffentlicher Beruf es gewesen, die Heldenthaten ihrer und vergangener Zeiten in Liedern zu besingen; so fiel Niemanden ein zu vermuthen, daß solche Lieder sich könnten bis auf unsere Zeit erhalten haben. Man hielt sie durchgehends für verlohren, und war auch vermuthlich in der Meinung, daß die Geschichte mehr als die Poesie und der Geschmak überhaupt, dadurch verlohren haben mochten.

Aber die Sammlung des Hrn. Macphersons zeigte, wie sehr beyde Vermuthungen der Wahrheit entgegen sind. Sie legte der Welt Gedichte von mancherley Art, von so großer Schönheit, in solcher Menge und von solchem Alterthum vor Augen, daß gar viele diese außerordentliche Erscheinung für einen Kunstgriff des Betruges hielten. Es schien eben so unglaublich, daß unter einem Volke, das man für wild und barbarisch gehalten hatte, ein Dichter sollte gelebt haben, der den größten griechischen Dichtern den Rang könnte streitig machen; als daß seine Gedichte durch so viel Jahrhunderte, durch blos mündliche Ueberlieferung, sich sollten erhalten haben. Und doch ist beydes durch die unleügbaresten Beweise, außer allen Zweifel gesezt. Wer nicht schon aus dem innern Charakter dieser Gedichte sich überzeugen kann, daß sie authentisch sind, wird keinen Zweifel mehr dagegen behalten, nachdem er die Nachrichten gelesen, die der Edimburgische Professor Blair [865] seiner Abhandlung über die Oßianischen Gedichte, als einen Anhang beygefügt hat.1

Wir haben also an Oßian einen wahren Barden, nicht einen nachahmenden Dichter; er dichtete, und sang, weil es sein Amt mit sich brachte: zu diesem Amt aber hatte er, nicht blos einen äußerlichen, sondern einen noch weit ehrwürdigern, innerlichen Beruf von der Natur selbst, die ihm das erfinderische, blumenreiche Genie und das empfindsame Herz gegeben hatte, wodurch er auch ohne äußerlichen Beruf ein Dichter würde gewesen seyn. Er nahm die Harpfe nicht zum Zeitvertreib in die Hand, auch nicht aus Ruhmbegierde sich einen Namen zu machen. Zu seiner Zeit waren Musik und Poesie nicht Künste, die ein Muße verschaffender Reichthum zu seinem Zeitvertreib herbey ruft; sie waren öffentliche auf das innigste mit der Politik und den Nationalsitten vereinigte Anordnungen, deren unmittelbarer Zwek die Ausbreitung der Tugend, und Erhaltung der Freyheit war; Künste die einen wesentlichen Theil der Maschine waren, wodurch der Nationalcharakter verbessert, oder wenigstens in seiner Kraft erhalten, und der Staat in seiner Stärke befestiget werden sollte.

Deswegen ist er von allen Dichteren, die wir kennen, der einzige seiner Art. Denn er hat als epischer Dichter vor anderen den Vorzug, daß er bey den meisten der großen Thaten, die er besingt, nicht nur ein Augenzeuge, sondern auch eine Hauptperson gewesen. Die Helden deren Charakter er schildert, waren gröstentheils ihm von Person bekannt; die Vornehmsten durch langen Umgang und durch Bande der Verwandschaft, oder der Freundschaft; andere durch die Handlungen, in die er selbst mit verwikelt war, oder aus Erzählungen von Augenzeugen. Er war ein Sohn Fingals eines Königs verschiedener Stämme der Caledonischen Nation, ein Barde und zugleich ein Heerführer: sein Vater aber, war der berühmteste Held seiner Zeit; ein besserer Achilles, dem kein Feind zu wiederstehen vermochte, und der selbst über römische Heere gesieget hatte. Aus seinen Gedichten sehen wir, daß zu seiner Zeit die alten Chaledonischen Celten auf dem höchsten Punkt der Tapferkeit gestanden, und in ihren Sitten, es zu einem hohen Grad des Edelmuths gebracht hatten.

Sie waren nichts weniger, als Barbaren, obgleich ihre Verfassung und Lebensart durchgehends noch die Jünglingsjahre des gesellschaftlichen Lebens verräth. Die Nation war in verschiedene kleine Stämme getheilt, deren jeder sein unumschränktes Oberhaupt hatte; der Krieg aber vereinigte die Stämme mit ihren Häuptern unter den Befehlstab des Königs. Jedes Oberhaupt hatte seine Burg; aber von Städten finden wir noch keine Spuhr, so wenig als von Landbau, Handlung, oder von Künsten, Gesezen, Einrichtungen, und innerlichen Unternehmungen, die Ruhe und Frieden in grössern bürgerlichen Gesellschaften zu veranlassen pflegen. Die Jagd ist die einzige Beschäftigung im Frieden; und freundschaftliche Gastgebothe, wobey die Gesänge der Barden und des schönen Geschlechtes allemal eine Hauptsache sind, machen ihren Zeitvertreib aus. Aber bey dieser noch so nahe an die Kindheit des menschlichen Geschlechtes gränzenden Einrichtung, finden wir diese Caledonier höchst empfindsam für Ruhm und Ehre; wir treffen bey ihnen ein so feines Gefühl von Menschlichkeit, einen so feinen sittlichen Geschmak, und in Ansehung der Hauptleidenschaft aller Völker, der Liebe zum schönen Geschlecht, eine Sittsamkeit, eine Zärtlichkeit und eine nicht gekünstelte, sondern natürliche Gallanterie, daß sie in allen diesen Zügen, die die verschiedenen Nationalcharaktere bezeichnen, mit den gesittesten Völkern, um den Vorzug streiten können.

Dieses allein muß uns den Dichter schon höchstmerkwürdig machen: aber wenn wir ihn erst kennen gelernt haben, so finden wir uns mit Bewunderung und Hochachtung für sein Genie und für seinen Charakter und mit Liebe für sein edles Herz ganz durchdrungen. Es wäre ganz überflüßig, wenn ich hier eine methodische Untersuchung über sein Genie und über den Werth seiner Gedichte vornehmen wollte, da Herr Blairs dieses in einer fürtreflichen Schrift, die der Pater Denis seiner deutschen Uebersezung der Oßianischen Gedichte beygefüget, bereits besser, als ich zu thun im Stand wär, ausgeführt hat. Ich begnüge mich also für die, denen der Barde noch nicht bekannt seyn möchte, oder die ihn etwa nicht mit der größten Aufmerksamkeit gelesen haben, das, was ich über Hr. Blairs Bemerkungen bey ihm [866] wahrgenommen habe, kurz anzuzeigen. Und weil dieser einsichtsvolle Mann gezeiget hat, worin der Celtische Barde mit Homer übereinkommt, Cesarotti aber in seiner italiänischen Uebersezung vielerley poetische Schönheiten ausgezeichnet hat, in denen seinem Urtheil nach der Celte den Griechen übertrift; so werde ich vorzüglich das anzeigen, worin beyde von einander abgehen, und wo durch jeder seinen eigenen Charakter behauptet.

Man würde sich überhaupt sehr betrügen, wenn man von unserm Barden schlechte erzählende Lieder, ohne Poesie, Enthusiasmus und sittliche Schilderungen erwartete, wie etwa die historischen Lieder und Romanzen, die aus den mittlern Zeiten her noch hier und da vorhanden sind. Oßians Heldenlieder sind wahre Poesie, in der reifesten Gestalt. In seinen zwey großen Epopöen, Fingal, und Temora ist Plan und überlegte Anordnung; in der Ausführung hohe Begeisterung, höchst mahlerische Schilderung des Sichtbaren, sehr nachdrükliche und bestimmte Zeichnung der Charaktere, kühner und das Herz treffender Ausdruk der Empfindungen, der bey ernsthaften Gelegenheiten höchst pathetisch, bey zärtlichen in einem hohen Grad rührend, und bey lieblichen sehr reizend ist. In diesen Stüken, die der wahren Poesie zu allen Zeiten und unter allen Völkern wesentlich sind, kann unser Barde, es mit jedem Dichter neuer und alter Zeit aufnehmen.

Bey ihm zeiget sich natürlicher Weise, wie bey jedem andern, der besondere persönliche Charakter mit dem allgemeinen seiner Zeit vermischt. Deswegen würd unser Barde, wenn er gerade den persönlichen Charakter Homers, oder Virgils gehabt hätte, sich dennoch in einer ganz anderen Gestalt zeigen. Und wir finden uns durch diese besondere Gestalt des Dichters sehr angenehm überrascht, da wir etwas ganz anderes sehen, als das, dessen wir gewohnt sind. Im epischen Gedicht sind wir der Art, wie Homer es behandelt, und worin ihm Virgil und die Neueren, jeder nach seinem besondern Genie, gefolget sind, so sehr gewohnt, daß wir uns bey Lesung der Heldengedichte des Oßians wie in einem ganz fremden Lande befinden. Es verdienet etwas umständlich erwogen zu werden, worin Homers Art, von der Oßianischen abgeht.

Die Griechen, womit Homer uns bekannt macht, waren ein Volk, das zu großen und weitläuftigen Unternehmungen aufgelegt, standhaft, listig und verschlagen war; aber sie waren dabey mehr ruhmräthig und prahlerisch, als ehrbegierig. Sie hatten weit mehr Geist und Phantasie, als Empfindsamkeit von zärtlicher Art. In ihren Leidenschaften waren sie heftig, brutal, und giengen hitzig und gerade zum Zwek. Sie besaßen schon die meisten Künste der neuern Zeiten; hatten große Städte, besaßen Reichthümer, die sie habsüchtig machten. Sie waren große Liebhaber feyerlicher Versammlungen, prächtigen Spiehle, Aufzüge und Leibesübungen; dabey große Redner und schöne Schwäzer. In der Religion höchst abergläubisch und feyerlich; in öffentlichen Geschäften ceremonienreich und umständlich. Die sanfteren häuslichen Vergnügungen kannten sie fast gar nicht; das schöne Geschlecht spiehlte bey ihnen eine schlechte Role. Befriedigung sinnlicher Triebe und Bestellung des Hauswesens, waren hauptsächlich die Dinge, wozu dies Geschlecht ihnen bestimmt schien.

Hält man ein solches Volk, gegen das, unter dem Oßian gelebt hat; so wird man leicht begreifen, daß auch in den Gesängen von den Thaten und Unternehmungen dieser beyden Völker ein himmelweiter Unterschied seyn müsse. Homer besingt große, weitläuftige Unternehmungen; Oßian sehr kurze und wenig verwikelte Kriegeszüge, und Unternehmungen von wenig Tagen, wobey keine große Verwiklung und Mannigfaltigkeit der Begebenheiten statt hatte. Wir sehen da weder Belagerungen noch Zerstöhrungen, noch weitläuftige Plane der Unternehmungen. Nach dem Aberglauben seiner Zeit mischt Homer unaufhörlich die Götter in das Spiehl der menschlichen Unternehmungen; bey Oßian ist alles blos menschlich. Träume und Erscheinungen verstorbener Helden, die sich aber nicht in die Handlung einmischen, vertreten bey ihm die Stelle des übernatürlichen. Feyerliche Opfer, Spiehle und Feste, weitläuftige und förmlich studirte Reden, sehr umständliche Beschreibungen jeder Feyerlichkeit und bald jedes erheblichen Gegenstandes; ceremonienreiche Anreden und Botschaften; alles dieses findet sich beym Homer eben so natürlich, als es von Oßian übergangen wird. Selten stellt uns dieser andre Gegenstände vor das Gesicht als die Personen selbst und ihre Thaten; die Scenen, wo er sie aufführet sind ein Thal mit einem durchströhmenden Flus; eine Seeküste mit Felsen umgeben; ein Hügel mit Eichen bewachsen, eine natürliche Grotte, eine Halle oder [867] ein Saal, wo die Fremden bewirthet werden, wo die Waffen der Krieger und die Harpfen der Barden aufgehängt sind. Jeder dieser Gegenstände wird in den wenigsten Worten, aber durch meisterhafte und mahlerische Zeichnung, uns ganz nahe vors Aug gebracht; so daß wir selbst uns weit länger dabey verweilen, als der Dichter, und weit mehr sehen, als er sagt. Eben diese Sparsamkeit der Worte beobachtet der Dichter auch, wenn er seine Personen sprechen läßt. Alle Homerische Personen bis auf ein Paar, sind Redner, oder gar Schwäzer, die Oßianischen eilen so viel möglich über das Reden weg zum handeln; kein Beurtheilen, kein Beweisen, kein umständliches Erzählen, sondern kurze Eröffnung dessen, was man denkt und empfindet. Eine der wichtigsten Botschaften, die ein Griech mit sehr viel schönen Worten und in künstlichen Perioden würde vorgebracht haben, wird hier in überaus wenig Worten, aber nachdrüklich und vollständig abgelegt. Der Herold, der dem feindlichen Heerführer vor der Schlacht den Frieden anbiethen soll, erscheint, und sagt, ohne weitere Ehrenanrede, kurz und gut:


–– Ergreif ihn den Frieden von Swaran,

Welchen er Königen giebt, wenn Völker ihn huldigen! Ullins

Liebliche Flächen begehrt er und deine Gemahlin, die Dogge mit Füßen des Windes.

Gieb ihm diesen Beweis von deinem unmännlichen Arme,

Führer und lebe forthin dem Winke von Swaran gehorsam2.


Dieses ist eine der längsten Reden bey Gesandschaften. Noch kürzer ist die Antwort:


Sag es ihm, jenem Herzen des Stolzes, dem Herrscher von Lochlin.

Cucullin weicht nicht! Ich bieth ihm die dunkelblaulichte Rükfahrt

Ueber den Ozean, oder hier Gräber für all sein Geleit an.

Nie soll ein Fremder den reizenden Strahl von Dunscaich3 besizen!

Niemal ein Rehe durch Berge von Lochlin dem hastigen Fuße

Meines Luaths4 enteilen.


Bey Botschaften, deren Inhalt und Antwort man errathen kann, läßt der Dichter insgemein gar nicht sprechen. Cairbar ein Heerführer sendet den Barden Olla (diese sind insgemein die Herolde) um nach der Gewohnheit dieser Völker den Oscar, einem feindlichen Heerführer, zum Fest einzuladen. Aber weder Cairbar, noch der Dichter legen dem Herold eine Red in den Mund. Der Dichter sagt:


Izo kam Olla mit seinem Gesang: Zum Feste Cairbars machte mein Oscar sich auf.


Die feyerlichsten Feste, werden in zwey Worten beschrieben. Nach einem großen Sieg gab Fingal ein Fest. Die ganze Beschreibung hiervon ist folgende:


Aber die Seite von Mora sieht izo die Führer zum Mahle

Alle versammelt. Es lodert zum Himmel die Flamme von tausend

Eichen. Es wandelt die Kraft der Muscheln5 ins Runde. Den Kriegern

Glänzet die Seele von Lust.


Diese Kürze herrscht überall, es sey daß der Dichter selbst spreche, oder daß er andere reden lasse. Und darin ist der Vortrag mehr lyrisch, als homerisch-episch. Denn sogar viel zur Handlung nothwendig gehörige Dinge, werden, wo man sie errathen und selbst hinzudenken kann, übergangen; daher oft ein schneller, wahrhaftig lyrischer Uebergang von einem Theil der Handlung auf den folgenden.

Man nihmt überhaupt bey Oßians Epopöe wahr, daß es dem Barden nicht so wol um die umständliche, als um eine nachdrükliche Schilderung, der Haupthandlung selbst, und des Einzelen, zu thun war. Sein Zwek ist allein die Schilderung seiner Helden; dies war des Barden Amt: Homer läßt sich in tausend Dinge ein, die aus andern Absichten da sind. Daher entsteht meines Erachtens der größte Unterschied in der Manier beyder Dichter. Oßians Epopöe, als ein vor unsern Augen liegendes Gemählde betrachtet, ist unendlich weniger reich an Gegenständen, und an Mannigfaltigkeit der Farben, als die Homerische; aber die Zeichnung ist dort kühner, Licht und Schatten, bey sehr guter Haltung, abstechender. Die ganze Epopöe des Barden besteht aus wenig und gegen die Homerische vergliechen, sehr einfachen Gruppen, und so mußte [868] sie seyn, um durch blos mündliches Ueberliefern auf die Nachwelt zu kommen.

Auch darin zeichnet der Caledonier sich von dem jonischen Sänger sehr merklich aus, daß er sehr oft lyrische Anfälle bekommt, denen er sich überläßt, weil er wegen des geringen Reichthums im Stoffe selbst, weniger nöthig hatte sich an die Erzählung zu halten. Ofte kommt man auf Stellen von ziemlicher Länge, die nicht so wol für epische Beschreibungen oder Erzählungen dessen sind, was der Barde gesehen, als lyrische, Oden- oder Elegienmäßige Aeußerungen dessen, das er dabey empfunden hat. Nicht selten tritt er aus seiner Erzählung heraus, um mit sich selbst zu sprechen. Aber eben dieses giebt dem Gedicht große Lebhaftigkeit.

Ein sehr beträchtlicher Unterschied in der Anlage, zwischen der Homerischen und Oßianischen Epopöe befindet sich darin, daß in dieser das Intresse der ganzen Handlung weder so groß ist, noch uns so beständig vor Augen schwebt, als in jener. Hier ist es nicht um weit aussehende Unternehmungen, nicht um Eroberung großer Länder, oder Zerstöhrung großer Städte und ganzer Staaten zu thun, dergleichen Intresse konnte bey so kleinen Völkern nicht statt haben; sondern darum, daß ein plözlich einfallender Feind, durch eine einzige Schlacht zurük getrieben werde. Man wird also dabey weniger, als beym Homer angestrengt, sich die Lage der Sachen in Absicht auf das Ganze vorzustellen, mancherley Anschlägen durch ihre Ausführung zu folgen, und die Politik der Helden zu beobachten; der Verstand hat wenig dabey zu thun, aber das Herz wird mehr beschäftiget. Darum endiget sich die Handlung auch mit keiner wichtigen Catastrophe; der Feind ist überwunden, und nun sind Handlung und Gedicht zu Ende.

Der National Unterschied zeiget sich eben so stark in den Charakteren. Man findet bey Oßians Helden keine Spuhr von dem hizigen und im Zorn brutalen griechischen Temperament. Hier sind gesezte, kalte, aber darum doch unüberwindliche, und ohne Hiz überall durchdringende Helden, und, was man bey den Griechen nicht findet, bis zum Erhabenen edle und menschlich gesinnte Charaktere. Der Griech ist fast allezeit auf seinen Feind erbittert, und im Streit giebt diese Erbitterung ihm Kräfte; die Caledonischen Helden sind fast durchgehends gelassen und streiten, ohne alle Erbitterung, um den Vorzug der Stärke und der Tapferkeit. Man wird schweerlich, weder in Gedichten noch in der Geschichte, einen edlern Heldencharakter antreffen, als des Fingals. Ich kann der Begierde, die reizenden Züge desselben hier anzuführen, nicht wiederstehen. Auch für die, denen Oßian wol bekannt ist, wird es Wollust seyn, die Züge dieses großen Charakters hier wieder zu finden.

Ich sagte, Fingal sey der bessere Achilles. Denn er führte überall wo er hinkam den Sieg mit sich, und wenn schon alles verlohren war, wurd durch ihn alles wieder gut gemacht; jeder der stärksten und kühnesten ward von ihm überwunden, und nie vermochte ein Feind ihm zu wiederstehen: dabey war er der beste Mensch. Wie groß sein Kriegesruhm gewesen sey und was für Schreken seine Gegenwart dem Feind eingepräget habe, kann man aus folgender Stelle abnehmen, die zugleich von Fingals Größe und von seines Sohnes Genie, sie zu schildern, zeuget. In der Schlacht, die den Stoff der Epopöe Temora ausmacht, sah der König, nach Gewohnheit seiner Zeit, dem Streit von einer Höhe zu. Die Feinde waren außerordentlich tapfer und Fillan Fingals Sohn, der der Hauptanführer war, fiel unter dem Schwerdt des feindlichen Heerführers, als eben die Nacht die beyden Heere vom Streit abrufte. Der König entschließt sich nun selbst in die Schlacht zu gehen, und thut diesen Schluß nach damaliger Kriegesart dadurch kund, daß er mit dem Speer dreymal an sein Schild klopfet. Dieses Zeichen wird von seinem und dem feindlichen Heere wol verstanden, und der Dichter beschreibet uns die Würkung davon also:


Geister entwiechen von jeglicher Seite;6 sie rollten im Winde

Ihre Gestallten zusammen; die Stimmen des Todes erfüllten

Dreymal das schlänglichte Thal, und ohne den Finger der Barden

Bebte von jeglicher Harfe den Hügel hinüber ein Weh' laut.

Aber der Schild klang wieder. Da träumten die Männer von Morven

Eitel Gefechte, da glänzte der weit sich wälzende Blutstrauß

Ueber ihr ganzes Gemüth: Blauschildige Könige stiegen

Nieder zur Schlacht. Es blikten Geschwader im Fliehen zurüke.

Endlich erhub sich das dritte Getön, und von Höhlen der Berge

[869] Sprang das erbebende Wild. Man hörte durch Wüsten der Vögel

Zages Gekreisch ––7.


Und dieser im Streit so fürchterliche Held, hat ein Herz voll Großmuth, voll Zärtlichkeit und voll Bescheidenheit. Man denke nach, ob folgende Züge dieses Urtheil bestätigen.

Swaran, König von Scandinavien, ein finsterer, troziger und grausamer Fürst, hatte einen Einfall in Irland gethan und Fingal war auch mit einer Flotte dahin gekommen, um dem noch minderjährigen König in Irland Hülfe zu leisten. Vor der Hauptschlacht hatte Fingal, wie es damals gebräuchlich war, den Swaran freundschaftlich auf ein Mahl eingeladen; aber dieser hatte die Einladung brutal abgeschlagen. Diesen Swaran überwand Fingal in einem Zweykampf, nahm ihn gefangen und übergab ihn zween seiner Helden mit dieser Empfehlung:


–– Bewahret

Lochlins Gebiethern! Er gleichet an Stärke den zahllosen Wogen

Seiner Meere. Sein Arm ist Meister im Kampfe, von altem

Heldengeschlechte sein Blut. Du, meiner versuchtesten erster,

Gaul! und Oßian! du, der Lieder Gewaltiger! thut euch

Freundlich zum Bruder der Angadecca! Durch eure Gespräche

Schwinde sein Trübsinn dahin.8


Aber der wilde Swaran war nicht zu besänftigen. Als er nach vollendeter Schlacht zu Fingals Gastmahl gezogen wurd, erschien er in finsterer Traurigkeit da. Dieses schmerzet unsern Helden, er sagt:


Ullin9 Erhebe den Friedengesang, –– –– ––

–– ––

Hundert Harfen die will ich hier nahe. Sie sollen mir Swarans

Seele vergnügen. Ich will ihn in Freuden entlassen; Denn keiner

Schied noch traurig von mir.10


Die Art wie Fingal dem überwundenen Feind den Frieden anbiethet und ihn mit seinem Heere von sich läßt, ist so großmüthig, daß der wilde Swaran selbst davon gerührt wird. Er biethet dem Sieger wenigstens die Schiffe an, die ihre Mannschaft verlohren hatten; aber es wird nicht angenommen.


Kein Fahrzeug,

Sagte der König: noch irgend ein Land mit Hügeln besezet,

Nimmt sich Fingal zur Gabe, genugsam mit seinen Gebirgen

Seinen Wäldern und Hirschen beglüket.


Auf die edelste Art tröstet er ihn noch.


Tilge dein Grämen, o Swaran hinweg! Auch wenn sie besiegt sind

Bleiben die Tapfern berühmt. Die Sonne verhüllet zuweilen

Tief in die südlichen Wolken ihr Antliz; doch bliket sie wieder

Ueber die grasigten Höhen herunter.


Er entläßt endlich seinen Ueberwundenen unter der Abschiedsrede, die den bescheidenen Helden in seiner Größe zeiget:


–– Ja Swaran! –– heut hat den Gipfel

Seiner Größe bestiegen der Ruhm von Swaran und Fingal.

Aber wir werden, wie Träume, vergehn. In keinem Gefielde

Wird man mehr hören den Schall von unsern Schlachten. Die Gräber

Selbsten, die werden verschwinden und Jäger vergebens den Wohnsiz

Unserer Ruhe die Flächen durchsuchen.


Eben diese Großmuth und Bescheidenheit zeiget unser Held bey jedem Sieg, wie ungerecht, wie beleidigend auch der überwundene Feind mochte gewesen seyn. Um den höchsten Contrast in Charaktern zu fühlen, erinnere man sich der Wuth mit welcher Achilles gegen den Hektor getobet; weil dieser seinen Freund im Streit erlegt hatte: und denn seze man Fingals Betragen gegen Cathmor den Irländischen Hektor, den ersterer im Zweykampf überwunden und gefangen genommen hatte, dagegen. Unmittelbar nach dem Sieg sagt der Held zum überwundenen Feind, der den Abend zuvor den Fillan, Fingals geliebtesten Sohn mit eigener Hand umgebracht hatte:


–– Nun folge zum Hügel

Meines Mahles mir nach! Gewaltige siegen nicht immer.

Fingal flammet nicht auf in erlegener Feinde Gesichte,

Jauchzet nicht über des tapferen Fall.


Aber es findet sich, daß Cathmor tödtlich verwundet ist. Er bezeuget sein Verlangen nahe bey seinem Wohnsiz begraben zu werden, worauf Fingal:


[870] König! du redest vom Grabe? die Seele des Helden entschwingt sich!

Oßian! Ueber den Geist von Cathmor, dem Freunde der Fremden

Komme mit Ströhmen die Freude!11


Mit welchem Glanze leuchtet nicht der erhabene Charakter des Helden in folgender Stelle. Aldo, einer seiner Vasallen wurd mißvergnügt und gieng zu Fergthonn König von Sora in Scandinavien über, der Fingals offenbarer Feind war. Dort verliebt er sich in die Königin, entführt sie, kommt wieder nach Hause, und erkühnet sich bey Fingal gegen die ihm nachsezenden Scandinavier, die nun Fingals Gebieth anfallen, Schuz zu suchen. Dieser empfängt ihn mit folgender Rede:


Aldo! du schwülstiges Herz ––

–– Ich sollte dich schüzen vor Soras gekränktem

Zürnenden Herrscher? –– Wer wird mein Volk in seinen Gewölben

Künftig empfangen? Wer laden zum wirthlichen Mahle? Nun Aldo,

Aldo! die niedrige Seele den Schimmer von Sora geraubt hat? ––

Suche dein hüglichtes Heimat, unmächtige Rechte! Dort mögen

Deine Grotten dich bergen! Du dringst uns die traurige Noth auf

Wieder den düsten Gebiether von Sora zu kämpfen! O Trenmors12

Herrlicher Schatten! wenn kommt das lezte von Fingals Gefechten?

Mitten in Schlachten erblikt ich den Tag, und wandle zu meinem

Grabe nur blutige Steige! Doch niemal bedrükte den Schwachen

Dieser mein Arm. War jemand gewehrlos, dem schonte mein Eisen.

Morven, Morven! die Stürme, die meine Gewölbe bedräuen,

Schweben vor mir! wenn einstens in Treffen mein Stammen dahin ist.

Keiner in Selma mehr wohnt; denn werden die Feigen hier walten.13


Solche Menschlichkeit und an einem solchen Helden! Auf eine höchst rührende Weise zeiget er diese hohe Gemüthsart, da er izt seinen Enkel Oscar, Oßians Sohn, der eben die ersten Proben seiner Tapferkeit abgelegt hatte, zum Stand der Helden gleichsam einweihet. Wer kann folgendes ohne Bewundrung und Rührung lesen:


Zierde der Jugend! o Sohn von meinem Sohne! ––

Den Bliz von deinem Stahl den sah ich, und freute mich meiner Erzeugten. O! folge

Folge dem Ruhme der Väter, und was sie gewesen das werde!

–– –– ––

–– O beuge bewaffnete Stolze,

Jüngling! und schone des schwächeren Arms. Begegne den Feinden

Deines Volkes wie reißende Ströhme; doch flehet um Rettung

Jemand zu dir, dem sey du wie Pflanzen umschmeichelnde Lüftchen.

Also war Trenmor und Trathal gesinnt, so denket auch Fingal.

Jeden Gekränkten beschüzte mein Arm, und hinter dem Blize

Meines Stahles war immer den Schwachen Erholung bereitet.14


Ich könnte leicht noch hundert rührende Züge, die diesen großen Charakter bezeichnen, anführen. Oßian hat seinen erhabenen Vater in wenig Worten geschildert:


–– Du gleichest im Frieden

Frühlingslüftchen, im Kriege den Ströhmen vom Berge.15


Weniger groß, aber doch noch bis nah ans Erhabene tapfer und edelgesinnet sind die meisten von Oßians Helden, so wol von seiner, als von feindlichen Nationen Celtischen Stammens. Und bey dieser allgemeinen Uebereinstimmung treffen wir doch eine höchst angenehme Mannigfaltigkeit sehr wol gegen einander abstechender Charaktere. So wenig Grund hat es, daß vollkommene Charaktere sich nicht für die Epopöe schiken,16 daß wir bey Oßian wenig andere antreffen, und doch wird man von Schönheit zu Schönheit, von einer lebhaften Empfindung zur andern immer fortgerissen. Bey Lesung seiner Gedichte finden wir uns in ein Paradies versezt, so wie wir in der Ilias uns in beständigem Getümmel der hizigsten und kühnesten Männer befinden.

Bescheidenheit, bey der höchsten Ruhmbegierde, und Sanftmuth bey der größten Tapferkeit, Billigkeit[871] und Mäßigung im Glük, erstaunliche Gleichgültigkeit gegen den Tod, und das höchste Verlangen mit Ehren in den Liedern der Barden zu erscheinen, treffen wir bey den meisten celtischen Helden an. Die lezte der erwähnten Gesinnungen, ist der herrschende Zug in ihrem Charakter. Ihr höchstes Gut ist ein ehrenvolles Grab und ein bey demselben gesungenes Loblied eines Barden, das von Mund zu Mund auf die Nachwelt komme. Und doch sind diese gebohrne Krieger höchst empfindsam für weibliche Schönheit. Ein weißer weiblicher Arm, schwarze über eine weiße Brust wallende Loken, eine schöne Stimme, erweken in ihnen ein süßes, aber dabey sehr sittsames Gefühl. Es kommen in Oßians Gedichten viele Scenen der Liebe vor, immer auf die angenehmste und sittsameste Weise behandelt. Doch herrschet in dem Charakter und in den Unternehmungen seiner Heldinnen der Zärtlichkeit, etwas Einförmigkeit. Sie erscheinen sehr oft in der Rüstung junger Helden, in der sie dem Geliebten folgen. Aber höchst angenehm und überraschend ist insgemein die Entdekung, die sie dem Geliebten zu erkennen giebt. Nur ein Paar Beyspiele hiervon, die zugleich beweisen, daß Oßian auch im Angenehmen es mit den besten Dichtern aufnehmen kann.

Fingal hatte seine Söhne Oßian (unsern Barden) und Toscar ausgeschikt, um an den Ufern des Cronastrohms ein Siegeszeichen zu sezen. Als sie damit beschäftiget waren wurden sie von Carul einem benachbarten Oberhaupte zu einem Fest eingeladen, dabey Toscar sich in Colnadona, des Oberhaupts Tochter, die den Gästen durch ihren Gesang und Harfenspiel ein Vergnügen machte, verliebte. Den folgenden Morgen wird eine Lustjagd angestellt. Der Zufall mit dem der Dichter seinen Gesang schließt, wird von ihm also erzählt:


–– Da kam uns

Aus den Gebüschen ein Jüngling entgegen. Ein Schild und ein Speerschaft

War sein Gewehr. O du flüchtiger Stral! sprach Toscar von Lutha:

Sage, was bringt dich hieher? Umwohnt in Colamon der Frieden

Colnadona die glänzende Saytenerwekerin? Einstens

Wohnte das glänzende Fräulein am wasserreichen Colamon!

Seufzte der Jüngling: Sie wohnte! doch izt durchstreift sie die Wüsten

Von dem erzeugten des Königs begleitet, der ihrem Gemüthe,

Als es im Saale den Blik versandte, die Freyheit entführt hat.

Toscar fiel ein: o erzählender Fremdling! und hast du des Kriegers

Wege bemerket? –– Er muß mir erliegen! den wölbenden Schild, den

Tritt du mir ab! –– Er erhaschte den Schild in Erbitterung –– Ein zarter

Busen empörte sich hinter dem Schilde, dem Busen des Schwanes

Wenn er vom schnelleren Schwalle sich hebet an Weiße vergleichbar.

Colnadona die Saytenerwekerin war es, des Herrschers

Tochter. Sie warf ihr blaulichtes Aug auf Toscarn und liebt ihn.17


Diese Entdekung ist, wie manche dieser Art bey unsern Barden, blos überraschend und angenehm: folgende aber höchst pathetisch:


Comal ein Schottischer Krieger liebte Galvina des mächtigen Conlochs

Zierliche Tochter, im Chore der Mädchen der Sonne nicht ungleich,

Glänzender schwarz, als die Schwinge des Raben von Haaren. Kein Wild blieb

Ihren Hunden im Jagen verborgen. Es zischte die Sehne

Ihres Bogens am Winde des Haines. Der liebenden Blike

Fanden sich oftmals einander. Sie zogen vereinet aufs Waidwerk,

Ihres Geflüsters vertraulicher Inhalt war süß und gefällig.


Aber auch Gormal, Comals Feind, liebte die Schöne. Einstmals trafen Comal und Galvina, die beym Jagen ein Nebel von ihren Gefährten getrennt hatte, bey Ronans Grotte zusammen. Der Jüngling erblikt einen Hirschen auf der Höhe. Er bittet die Schöne in der Grotte sich etwas zu verweilen, bis er den Hirschen erlegt habe. Die Folge der kurzen Geschicht erzählt der Barde so.


Comal! –– –– Ich fürchte den düstern Gormal,

Meinen Verfolger. Auch er besuchet die Grotte von Ronan.

Unter den Waffen, da will ich hier ruhn; doch kehre mein Theurer

Kehre bald wieder! –– Er eilt auf Mora den Hirschen entgegen.

[872] Aber indessen entschließt sich die Tochter von Conloch den Treusinn

Ihres Buhlen zu prüfen. Die niedlichen Glieder bedeket

Mit dem Geschmeide des Kriegs verläßt sie die Grotte. Nun glaubet

Comal den Gegner zu sehn. Ihm pochet das Herz; er entfärbt sich;

Finster wirds um ihn her. Er belastet den Bogen; der Pfeil zischt.

Ach Galvina! sie sinkt in ihr Blut! Nun stürzt er zur Grotte

Wütend, und rufet die Tochter von Conloch –– Die einsamen Felsen

Starren verstummt –– Mein süßes Vergnügen wo bist du? –– Gieb Antwort ––.

Endlich erblikt er ihr zitterndes Herz. Sein Pfeil ist darinnen ––

Meine Galvina! dich hab ich erlegt? und vergeht ihr am Busen.18


Man hat hier zugleich eine Probe von der Kürze der Erzählung deren wir oben erwähnt haben. Die Schöne hat die Grotte kaum verlassen, da Comal sie verkleidet sieht. Dann sagt uns der Dichter nicht, was dieser, da er sie in der Grotte vergeblich gesucht, gedacht habe. Wir sehen ihn gleich wieder an dem Orte wo Galvina gefallen ist. Denn ist Comals Klage, so kurz, wie der tödtende Schmerz es erfodert. Wie viel Verse würde hier nicht ein poetischer Schwäzer wie Ovidius, verschwendet haben?

Der Lieblingsstof unsers Barden scheinet das pathetische zu seyn, worin er ganz fürtreflich ist. Man wird in dieser Art nicht leicht etwas schöneres antreffen, als die Stelle von Fillans Tode im VI Buche des Gedichts Temora.

Aber es ist Zeit abzubrechen. Man trist auf jeder Seite dieser fürtreflichen Barden Gesänge auf Stellen, deren Schönheit man anzupreisen Lust fühlet. Was hier gesagt worden ist ohne Zweifel hinlänglich denen, die ihn noch nicht kannten, schnell die Hand danach auszustreken, und denen, die ihn schon aus der Hand gelegt, Lust zu machen, ihn wieder vorzunehmen.

1Ich wünschte für manchen deutschen Leser, daß der Pater Denis in seiner Uebersezung der Macphersonischen Sammlung diesen Anhang nicht übergangen hätte.
2Fingal II. Buch. Ich führe die Stellen nach des P. Denis Uebersezung an, die freylich durchgehends etwas weniger kurz ist, als Macphersons Prose.
3Cucullins Gemahlin.
4Sein Hund.
5Das Getränk, das aus Muscheln getrunken ward.
6Die Celten glaubten die Luft sey voll von Geistern verstorbener Helden die einen Körper von sehr feiner Nebelmaterie hätten.
7Temora VII Buch.
8Fingal V Buch
9Dieser war der Hauptbarde Fingals.
10Fingal VI B.
11Nämlich Oßian soll den Cathmor gleich nach seinem Tode besingen, weil nach dem Aberglauben selbiger Zeit, ein solcher Gesang des verstorbenen Seele gleich zum seeligen Size der Helden vergangener Zeit empor hebte.
12Dieser war Fingals Urältervater.
13In der Schlacht von Lora.
14Fingal III Buch.
15Temora IV B.
16S. Charakter S. 198.
17Colnadona.
18Fingal II B.
Quelle:
Sulzer: Allgemeine Theorie der Schönen Künste, Band 2. Leipzig 1774, S. 865-873.
Lizenz:
Faksimiles:
865 | 866 | 867 | 868 | 869 | 870 | 871 | 872 | 873
Kategorien:

Buchempfehlung

Hoffmann, E. T. A.

Seltsame Leiden eines Theaterdirektors

Seltsame Leiden eines Theaterdirektors

»Ein ganz vergebliches Mühen würd' es sein, wenn du, o lieber Leser, es unternehmen solltest, zu den Bildern, die einer längst vergangenen Zeit entnommen, die Originale in der neuesten nächsten Umgebung ausspähen zu wollen. Alle Harmlosigkeit, auf die vorzüglich gerechnet, würde über diesem Mühen zugrunde gehen müssen.« E. T. A. Hoffmann im Oktober 1818

88 Seiten, 5.80 Euro

Im Buch blättern
Ansehen bei Amazon

Buchempfehlung

Große Erzählungen der Frühromantik

Große Erzählungen der Frühromantik

1799 schreibt Novalis seinen Heinrich von Ofterdingen und schafft mit der blauen Blume, nach der der Jüngling sich sehnt, das Symbol einer der wirkungsmächtigsten Epochen unseres Kulturkreises. Ricarda Huch wird dazu viel später bemerken: »Die blaue Blume ist aber das, was jeder sucht, ohne es selbst zu wissen, nenne man es nun Gott, Ewigkeit oder Liebe.« Diese und fünf weitere große Erzählungen der Frühromantik hat Michael Holzinger für diese Leseausgabe ausgewählt.

396 Seiten, 19.80 Euro

Ansehen bei Amazon