Bemerkungen.

[47] I, 16.


Vgl. Weber, Ind. Stud, 4, 409f.

1, a. atríṇas »Gefrässige«, eine Art Dämonen, 1, b. turī'ya Weber: geschickt, kräftig (– ohne Beleg). Vgl. turī'ya áditya ṚV. 1021, 7. – Sollte hier turī'a auf eine Mondphase gehen (da Neumond als Hexensabbath erscheint)?

2. Zum Gebrauch des Bleis vgl. XII, 2, 19. 20.

3, a. víṣkandha n. ein nicht näher zu bestimmendes körperliches Uebel. Vgl. Zimmer, altindisches Leben. Berl. 1879. S. 390f.

3, b. piçācī' (– á) Bezeichnung von Dämonen (vielleicht ursprünglich Irrlichter).

4, a. Das zweite yádi scheint zum ersten pāda zu gehören und áçvam (wie mehrfach im ṚV) áçuam gelesen werden zu müssen.


I, 17.


Vgl. Weber, Ind. Stud. 4, 411. Ludwig, Rigveda oder die heilgen Hymnen der Brâhmana. III, 508.

1, b. abhrátara iva zu »verschleifen«. (S. Bollensen, zur Herstellung des Veda in »Orient und Occident« herausgeg. von Th. Benfey II, 457ff. besonders 459ff.). Zur Sache vgl. Zimmer, altind. Leben S. 328.

3, a. Lies dhamánīnām fünfsilbig, hiráṇām viersilbig. Ludwig übersetzt: »von den 1000 gelben«. Vgl. zu hirá Weber in Abh. d.K. Akad. d. Wiss. zu Berlin 1858. p. 346.

4. Ist angehängt, obgleich der ursprünglichen Sammlung des ersten kāṇḍa schon angehörig. dhanū' wird von Weber auf einen bogenförmig umgelegten Verband gedeutet, der mit nassem Sand gefüllt war, um zu drücken oder zu kühlen; wobei übrigens zu beachten, dass dhanū' von dhanú, dhánus (Bogen) sprachlich und sachlich verschieden ist.


I, 23.


Vgl. Weber, Ind. Stud. 4, 416f. Ludwig, RV. III, 506.

1, b. Roth: palitá wohl von der weissen Farbe des Aussatzes. Vgl. auch Zimmer a.a.O. S. 391.

2, b. Der erste Theil muss als Anrede an den Kranken gefasst werden (so auch Weber).


I, 24.


Vgl. Weber, Ind. Stud. 4, 417ff. Ludwig, RV. III, 509.

1. Der Vers ist etwas unklar. Die āsurī' ist wohl Personifikation des nächtlichen Dunkels: von ihr kommt die einfarbig dunkle Pflanze, die den Aussatz heilt. Vgl. I, 23. Unter dem Vogel versteht Weber die Sonne. 1, b. hat Paippalāda-Recension »richtig nach altem Sprachgebrauch – PW. sub rūpá Sp. 421 – vánaspátiḥ: die Āsurī verwandelte sich in ein Kraut. Vielleicht also a und b: Zuerst war's ein Vogel, dessen Galle das Heilmittel (und der Vogel war die Āsurī)« (Roth). Ludwig liest jitám und versteht: »Im Kampf erbeutet hat es die Āsurī zur Farbe der Bäume gemacht (um das Heilmittel der Benützung unzugänglich zu machen)«.[48]

2, a. idám kilāsanáçanam Glosse. 2, b. sárūpa ist hier Gegensatz zum gesprenkelten Aussehen des Aussätzigen, also: gleichfarbig (concolor), kilāsam viersilbig zu sprechen.

4, a. Statt çāmā lies çāmā (die Schwarze), was Paipp. bietet. Vgl. dazu I, 23, 1. Beachte auch çāmāka = çyāmāka in Kauç. S. 8. 11. çyāmā ist Name verschiedener Pflanzen. S. PW. s.v.


I, 34.


Vgl. Weber, Ind. Stud. 4, 429.

2, a. »Die Wurzel« sc. der Zunge.

5. Die ursprüngliche Zugehörigkeit dieses Verses wird durch das Princip der Sammlung (vgl. Roth, Abhandlung über den Atharva-Veda p. 19) in Frage gestellt. Die zweite Zeile kehrt mehrfach in Liebesliedern wieder. Zum Süssholz und Zuckerrohr vgl. Zimmer a.a.O. S. 69. 72.


II, 3.


Vgl. Weber, Ind. Stud. 13, 138ff. Ludwig RV. III, 507.

1. 2. Die Vorstellung scheint sich mit ṚV. X, 97, 17. 19. 21 zu berühren. Weber denkt an einen Zusammenguss verschiedener Stoffe. Roth bemerkt: avatka ist nicht Brunnen (avata ist ein Schöpfbrunnen), es ist irgend ein Gegenstand, der als bheṣajá gebraucht wird. Paipp. hat au anderer Stelle (diese im MS. zerstört): avatakam mama bheṣajam avatakam parivācanam, wo nach Metrum avatkam zu erwarten«.

2, b. Eines der aṇgá dreisilbig zu sprechen? Roth: »ist verdorben. Paipp. ād a gāçcatam yad bheṣajāni te sahasram vā gha yāni te; aber ād a ga passt dazu nicht«. āsrāva Fluss, eiternde Wunde. Vgl. Zimmer a.a.O. S. 392.

4. upajī'ka fasse ich hier (wie VI, 100, 2) – upajíhvikā (aus dem es vielleicht zusammengezogen ist) und upadīkā Ameise, unter Verweisung auf die von Weber angezogenen Stellen Taitt. Ar. 5, 4, 1. 5, 10. Sāmkhyakār. p. 113. Varāh. Bṛih. 54, 9ff. Der Vorstellung von der nahen Beziehung zwischen jenem Thier und dem Wasser haften sicherlich mythische Züge an. Vgl. de Gubernatis, die Thiere in der indogerm. Mythologie p. 372ff.

6. Ist angeflickt, handelt von Kräutern.


II, 7.


Vgl. Weber, Ind. Stud. 13, 148f. Ludwig RV. III, 508.

1. fehlt in Paipp. 1, b. máleva zu lesen.

2, a. jāmyáḥ Weber: der Schwester oder der Basenschaft. Ludwig: der Schwester. Ich vermuthe jāmyáḥ = von Verwandten kommend. Vgl. Stellen wie ṚV. IV, 4, 5. Andernfalls dürfte sāpatná = von der Nebenfrau kommend sein.

3. Es scheint eine Schmarotzerpflanze gemeint zu sein. S. Weber. Vgl. auch XIX,. 32, 3.

4, b. Die Zeile hat zu viele Silben, vielleicht ist das zweite nas zu streichen oder zu lesen:

abhímātir no má tārīn má nas tārṣūr árātayas. (Vorschlag Roth's).


II, 9.


Vgl. Weber, Ind. Stud. 13, 153ff. Ludwig R V. III, 506.

1, a. Lies muñcá imám mit Hiatus. Roth: »nach Paipp.:

daçavṛixa muñcemam ahinsro grāhyāc ca |

darnach ist zu vermuthen, dass yā – parvasu gestrichen werden muss.« Unter daçavṛixa versteht Weber auf Grund von Kauç. S. 27 zehn Splitter von verschiedenem Holz (»zehnerlei Holz«), die bei der Beschwörung von zehn Freunden des Kranken berührt wurden. Roth bemerkt: »In Kauç. S. 27 stehen nur die Worte: daçavṛixeti[49] çokalo ||| daçasu hṛito japanto 'bhimṛiçanti | ein Spahn in zehn (Stücke) getheilt [har heisst auch dividiren], die Verse murmelnd streichen sie damit (den Kranken). Oder: unter 10 (Personen) vertheilt. Für letzteres scheint der Plural der handelnden zu sprechen.«

2. Die Aoriste lassen das Gewünschte als eben schon in Verwirklichung begriffen erscheinen. Vgl. den Gebrauch des perf. im Semitischen. Lies áagād.

3, b. asya beziehe ich auf den Kranken, der an dem daçavṛixa das alles hat. Anders Weber. 4, b. Lies víçue. vīrúdhas fasse ich, wie Ludwig, als genet.

5, b. Lies sá evá zweisilbig, v. 5 ist dunkel. Weber: »Wer's gemacht hat, der bring's zurecht! Es ist eben der beste Arzt. Er soll eben die Heilmittel dir verschaffen als reinster Arzt.« Weber liest bhiṣajām. Sollte bhiṣájā zu belassen sein, so kan ich es nur »sammt dem Arzt« übersetzen. Paipp. hat: sa eva tu bhyam bheṣajam cakāra bhiṣajāti ca.


II, 12.


Vgl. Weber, Ind. Stud. 13, 164ff. Ludwig RV. III, 445. Schlagintweit in der Abhandlung »über die Gottesurteile der Inder« München 1866. (Abhdl. der K. bayr. Ak. der Wiss.). Vgl. auch Stenzler »die indischen Gottesurtheile« in Zeitschr. d.D.M. Ges. IX, 661-682. Zimmer a.a.O. S. 183. 184.

1, a. Der Weitschreitende ist Viṣṇu. Es sind in v. 1 die Gottheiten der 3 Welträume als Zeugen beschworen. Der Schluss ádbhutaḥ lässt Verderbniss vermuthen. 1. b. tá ihá zu verschleifen.

2, a. Lies yajiñyá. 2, b. Lies yujyām oder yu ktām. mána idám hinásti Weber: diesen meinen Schwur antastet, mein Wort bezweifelt. Ludwig: »diesen meinen Sinn anklagt (verleumdet).«

3, a. Erster pāda hat eine Silbe zu wenig; Weber fügt zu somapa noch tvám; Roth: »soumpa auch in Paipp.; etwa somapāna (auch °pāvan, °pāyin möglich).«

4, a. In Chānd. Up. 8, 16. wird das Tragen einer geglühten Axt als Feuerordal für einen angeschuldigten Dieb erwähnt. Hierauf ist dieses Lied von Schlagintweit, Weber u.A. scharfsinnig gedeutet worden. Die Gründe dafür scheinen jedoch nicht über allen Zweifel erhaben, wie auch Ruth bemerkt (»von einem Gottesurteil finde ich nichts in dem Lied«). Beachte, dass die Axt in v. 3 zunächst nur in einem Vergleich auftritt, und dass das tap in v. 1 nicht nothwendig buchstäblichen Sinn hat. Das Lied erinnert stark an die Situation von RV. VII, 104, 8-16. Sollte die Deutung auf das Ordal das Richtige treffen, so liesse die grosse Anzahl von Eideshelfern (240 Sāmasänger) vermuthen, dass es sich hier nicht um einen gewöhnlichen Diebstahl, sondern um die Reinigung einer hochstehenden Person vom Verdacht eines Frevels handle. Hiezu und zur hervorragenden Bedeutung der Zahl 80 beim alten Feuerritual (und der Zahl 84 = 3. 4. 7 bei Aufzählungen überhaupt) vgl. Weber z. St. Ludwig corrigirt sāmagébhir in somapébhir. 4, b. hárasā gibt Weber »mit Glut«. PW.: »mit göttlichem Griff halte ich«. amúm den Feind oder das glühende Beil?

5. a. dīdhītbām statt dīdhīyāthām.

6. Ist wahrscheinlich angehängt und ṚV. VI, 52, 2 entnommen, wo er einem Spruch an die Viçvedevās zugehört. Veranlassung lag im Inhalt der zweiten Zeile. Der Vers soll hier wohl dem dienstthuenden Priester in den Mund gelegt werden.

7. 8. betrachte ich als Spruch zur Feuerbestattung, den erst eine spätere Zeit bei einem Feuerordal, wie dem fraglichen oder dem ähnlichen des durch's Feuer Schreitens, verwendet haben könnte. Roth: 7. 8 sind heterogen, stehen aber auch in Paipp.« Ludwig: »Gegenbeschwörung und Verfluchung des Anklägers.«[50]

7, a. Der siebenfache Hauch geht durch die 7 Oeffnungen des Kopfs, das achtfache Mark ist in den Ober- und Unterarmen, Ober- und Unterbeinen (s. Weber). 7, b. áyās fasse ich als conj. von i. Der Todte soll fertig gemacht, wie eine Opferspeise, zu der andern Welt gelangen. Vgl. ṚV. X, 14, 13 mit X, 16, 2.

8, a. dadhāmi viersilbig? 8, b. Weber, der die beiden Verse aus der Situation des Gottesurtheils erklärt, findet hier eine Alternative: »die Flamm verzehre deinen Leib! Oder ein zum Leben geh dein Wort!« (= führe dich in's Leben ein). Ich fasse ásu wie ṚV. X, 15, 1. Zu der von Grohmann gegebenen Erklärung von v. 7. 8. vgl. Weber l.c.


II, 14.


Vgl. Weber, Ind. Stud. 13, 175ff. Ludwig RV. III, 522.

1. Nach Kauç. S. 72. 82 begleitet dieses cātana (Spruch zum Verscheuchen) die Besprengung des Hauseingangs mit Weihwasser. Unter den bezeichneten Unholden versteht Weber Ratten und dgl. Ungeziefer. Die Namen entziehen sich einer sichern Deutung. Nach Roth's Auffassung gehört niḥsālám (abhängig von nāçayāmaḥ) zu allen (»so dass sie vor dem Haus draussen bleiben«).

2, a. upānasá der Wagenraum oder was aufgeladen ist. Weber vergleicht mahānasa Küche. 2, b. Lies duhitro, wofern nicht dhītaro nach Analogie des Prākṛit und Pāli vorzuziehen. Vgl. Lassen, inst. l. pr. p. 172. E. Kühn, Beiträge zur Pāli-Grammatik S. 34. Zimmer a.a.O. S. 320.

4. Ist als überzählig zu betrachten, findet sich in Paipp. an andrer Stelle.

4. b. sind einige Silben zu viel; nach Paipp. ist Indro zu streichen.

5. xetriyá ist nicht ganz deutlich. Weber denkt an Feldmäuse, Ludwig: »ob ihr von dem Felde seid«. Roth: zum Ort gehörig, heimisch, im Gegensatz gegen die puruṣe°.

6. Weber liest ivāsaram und übersetzt: »Ihre Sitz' ich umgangen hab, wie rasches Ross den Pfahl am Ziel«. Lies āsām dreisilbig.


II, 25.


1. Das Lied ist ein cātanam (Spruch zur Verscheuchung dämonischer Wesen). Die pṛiçniparṇī' (Hemionitis cordifolia Roxb. oder Glycine debihs Lin.?) wird nach Suçruta 1, 377, 7 gegen Fehlgeburt gebraucht. Vgl. Weber Ind. St. 13, 187f. 1, a. Eigentlich: Uns schafft Heil und der Nirṛiti (Göttin des Verderbens) Unheil die göttliche Pṛ.

2, b. Die »Bösnamen« (durṇāman) sind Dämonen. Weber setzt sie zum Blutabfluss (beim abortus) in Beziehung, da durṇāman, durṇāmaka auch Hämorrhoiden bedeutet.

4, a. jīvitayópana vgl. çapathayópana II, 7, 1. 4, b. Lies agnír'va. 5, b. támānsi Weber: Dunkel des Waldes


II, 26.


1. Vgl. Weber, Ind. St. 13, 188f. Ludwig RV. III, 371. Statt yachatu ist nach Paipp. zu lesen yachāt.

3-5. sind nicht zum Vorhergehenden gehörig, obgleich schon bei der Sammlung des zweiten Buchs damit vereinigt. Das Lied bildet auch in Paipp. ein Ganzes. Die Anfügung ist durch sám sravantu v. 2 veranlasst. Eine Vergleichung von v. 3-5 mit I, 15 zeigt, dass es sich hier um einen Opferspruch handelt, dessen Zweck Vereinigung von allerlei Gütern und Reichthümern auf die Person des Opfernden ist (smsrāvỳam havís).


II, 27.


1. Vgl. Weber, Ind. St. 13, 190ff. Ludwig RV. III, 461. Die Kanç. S. 38. beschriebene Cerimonie mit der pāṭā-Wurzel ist nicht recht klar. Ludwig fasst prátiprāças als genet. und corrigirt daher arasán in arasám.[51]

2, a. suparṇás ein grösserer Raubvogel ist gemeint (Adler, Geier oder dgl.).

3, a. Weber: Er nahm das Kraut nicht etwa als Waffe in die Hand, sondern steckte es als Amulet an den Arm. Roth: nahm in den Arm, sammelte.

4, a. Lies víāçnaād. 5, a. Lies táyā ahám. sāxe wird als conj. aor. zu betrachten sein; Weber denkt an eine Desiderativbildung. sālāvṛiká Hyäne, wilder Hund, hier wohl Bezeichnung von Dämonen. S. Näheres bei Weber l.c.

6. 7. sind wie es scheint erst später dem vorausgehenden Lied angefügt worden, weil sie gleichfalls die práç betreffen. Wegen jálāṣabheṣaja ist Weber geneigt, práç hier im Sinn von Verdauung zu nehmen, womit jedenfalls das zugegeben wäre, dass die beiden Verse Anhängsel sind.


II, 28.


1. Vgl. Weber, Ind. St. 13, 192ff. In der ersten Zeile ist anyé (Roth) oder çatám (Glosse aus anderen Stellen? vgl. auch v. 4) auszuwerfen. Zur zweiten Hälfte vgl. ṚV. IV, 55, 5. Freundesunbill schlimmer als die des Feindes. Vgl. auch v. 3. Ludwig erinnert an das italienische: Da chi mi fido, guarda mi Dio, da chi mi non fido, mi guarderò io (RV. III, 344).

2. Weber: »der Zusammenhang der beiden Hemistiche ist mir unklar. Ist das zweite Hemistich etwa auf eine Geburtscerimonie hinweisend?« Weber übersetzt: Agni verkündigt alle Ursprünge der Götter.

3, a. Anrede an einen Gott; aber an welchen? An Tvaṣṭar, oder Pūṣan oder Rudra? vgl. II, 34, 1. Lies jātaá. 3, b. Lies má imám. Statt amítrāḥ haben die MSS janítrāḥ; die Correctur von Roth-Whitney wird durch Paipp. bestätigt.

4, a. Lies díauṣ ṭuā. 4, b. jī' vaā?

5, a. der werthe Samen = das liebe Kind. Zum Vers vgl. Taitt. S. 2, 3, 10, 3. Taitt. Ār. 2, 5, 1.


II, 30.


1. Vgl. Weber, Ind. St., 5, 218f. Ludwig RV. III, 517. Zum zweiten und dritten pāda des zweiten Hemistichs vgl. VI, 8, 1. 2. 3.

2, a fasst PW, wie auch Weber, céd = ca aneinanderreihend, die von mir gegebene Uebersetzung mit Rücksicht auf ein von Roth wegen der Betonung des Verbums geäussertes Bedenken als Bedingungspartikel.

2, b. bhága in ähnlichem Sinn, wie v. 5 zu fassen; Ludwig: eure Schicksale (Loose). vratá Aufgabe, Beruf, Geschäft.

3, a. Eigentlich: wenn die kreischenden u.s.w. Vögel sc. auf die Lockstimme gehen. Vgl. auch Zimmer a.a.O. S. 88. 3. b. çalyá iva dreisilbig zu lesen.

4, a. Weber: Das ganze Denken des Mädchens soll umgekehrt werden. Roth bemerkt: formelhaft, wie so oft in solchen Zaubern. Es muss etwas werden was nicht war. 4, b. viçvárūpāṇām Weber: wankelmüthig, Roth: von allerlei Reizen, wenn nicht einfach: mancherlei; Ludwig: von vollendeter Gestalt.


II, 31.


Vgl. Kuhn in seiner Zeitschrift 13, 135ff. Weber, Ind. St. 13, 199ff. Ludwig RV. III, 323.

1, a. dṛishát Kuhn: »Mühlenstein« (sc. der untere; – vermuthet eine den germanischen Vorstellungen von der Sonne als Mühle ähnliche Auffassung). khálva eine gewisse Körner- oder Hülsenfrucht. S. PW. s.v.

2, a. dṛiṣṭá, und adṛíṣṭa zweierlei Gewürm. 2, b. krímīn Glosse.

3, a. dūná ádūnā Weber: »gebrannt oder nicht« – mit Beziehung auf die Kauç. S. 27 beschriebene Cerimonie, wobei Feuer (aber wie?) zur Verwendung kommt.[52]

4, a. Lies átha u. 4, b. krímīn Glosse. vyadhvarám = vyadvarám kann Name oder appell. sein.


II, 32.


1, Vgl. Weber, Ind. St. 13, 201ff. Ludwig RV. III, 500. Der erste Vers ist eine gāyatrī, wenn das offenbar eingeschaltete erste hantu getilgt wird.

2, a. asya dreisilbig. »Vieräugige« – mit Rücksicht auf 2 bei den Augen befindliche Flecken so genannt? sārá gam Weber: schwärzlich.

3, a. vaḥ erklärendes Einschiebsel.

4, a. Zu sthapáti vgl. Weber l.c. Er erscheint unmittelbar nach dem Bruder des Königs unter dessen Hauptbeamten; es scheinen ihm hauptsächlich richterliche Functionen zuzukommen. Lies krímīṇaam.

6, a. çrī ge und yábhyām dreisilbig zu lesen. 6, b. scheint verstümmelt zu sein. Paipp. liest:

atho bhinadmi tam kumbham yasmin te nihatam viṣam (Roth: etwa nihitam).

Hiezu vergl. Mantra Brāhm. (Serampore çaka 1794) 2, 7, 3:

hataḥ krimīṇām xudrako hatā mātā hat aḥ pitā |

athaiṣām bhinnakaḥ kumbho ya eṣām viṣadhānakah ||


II, 36.


1. Vgl. Weber, Ind. St. 5, 219. Kühn, Zeitschr. 13, 138f. Ludwig RV. III, 476. Zimmer, a.a.O. S. 306. Zu bhágena im ersten Hemistich bemerkt Roth: bhaga heisst auch Bräutigam, was hier passen würde.

2, a. aryamṇá dürfte hier den Gott bezeichnen, PW fasst es als appell. bhága ist nach Roth's Auffassung auch hier wahrscheinlich = yoni. Vgl. zum ersten Hemistich ṚX. X, 85, 40. Ludwig: Als Glück, dem Soma lieb, dem brahma lieb, von Aryaman gefüget, mit des Gottes Dhātar Wahrheit vollziehe ich die Gattenfindung (Orakel).

3, b. »Erste Gattin« zugleich im Sinn der vornehmsten Gemahlin.

4, a. suṣádā Roth: »entweder suṣádā instr. durch bequemen Sitz, oder suṣádo babhūva. Paipp. liest auch suṣádā. Wie dem Wild sein Lager, zu dem es zurückkehrt, so soll sie ihm lieb sein.«. Ist nicht ein suṣádas = suṣád anzunehmen? maghavan ist nach Roth's Ansicht Indra; gehören v. 1. 3. 4 ursprünglich zusammen, so läge Agni näher, der auch im Ṛigveda öfters so heisst. 4, b. Bhaga der Glücksgott, speciell als Gott des ehlichen und häuslichen Glücks angerufen. juṣṭéyém astu ist viersilbig zu lesen.

5. Anrede an das Mädchen. Ludwig: auf diesem befördre heran den Freier.

6. Dhanapati deutet PW auf Indra; Weber denkt an den Gott des Hausfeuers v. 1. 3.

7, a. gúgguln ein kostbares Räuchwerk (s. zu XIX, 38), bei der Mitgift oder den Hochzeitgaben (Roth). Der zweite pāda ist etwas dunkel. Weber: »das Mädchen scheint mit Gold geschmückt, mit Bdellion gesalbt, auf einem Ochsenfell (? vgl. Kauç. S. 79, 1, aber masc.!) sitzend ihr Schicksal zu erwarten.« 7, b. tvám könnte auch auf Dhanapati bezogen werden.

8. Das zweite nayatu ist als interpolirt zu betrachten.


III, 6.


1. açvattá ficus religiosa L., ein Baum, der auf andern Bäumen, wie auch auf Mauern und Gebäuden, Wurzel schlägt und dieselben zerstört. Vgl. Lassen, indische Alterthumskunde I, 304ff. Zimmer a.a.O. S. 58. khadirá ist acacia Katechu, mit sehr hartem Holz.

2, a. Trenne vaibādha vom Folgenden.[53]

3, a. nirábhano für nirábhanak. Paipp. hat übrigens Formen von bhid statt bhañj. Es ist wohl das Spalten des khadira gemeint.

7, b. Lies vaibādha praṇ°. 8, a. Lies prá eṇān.


III, 7.


1. Das xetriyá ist wahrscheinlich ein organisches Uebel, nach dem Scholiasten zum Taitt. Brāhm. ein vererbtes. Vgl. hiezu und zur mehrfachen Etymologie Ind. St. 5, 145. 13, 157. 159. S. auch Zimmer a.a.O. S. 391f.

2, a. Die Krankheit wird von dem Thier verfolgt.

3, a. Weber deutet (zu Ath. V. II, 10, 1) dies im Zusammenhang mit den Vicṛit auf ein »anderes vom Himmel wie ein vierbeschwingtes Dach herableuchtendes Gestirn«. S. Ind. St. 13, 157. Die Uebersetzung gibt meine eigene ursprüngliche, von Roth bestätigte Auffassung.

4, a. vicṛítan die beiden »Löser«, ein Doppelgestirn, das später mūlabarhaṇī heisst. Vgl. Weber zu II, 8, 1. Zimmer a.a.O. S. 356.

5. Vgl. RV. X, 137, 6 (ápaḥ sárvasya bbeṣajī's tá s te kṛiṇvantu bheṣajám). Weber bezieht den Vers auf eine mit der Beschwörung verbundene Waschung. Vgl. zu II, 10, 1.

6. kriyámānāyāḥ ist viersilbig zu sprechen (kryám°).

7, a. apavāsá uṣásām ist zu verschleifen.


III, 12.


Vgl. Ludwig RV. III, 463. Zimmer a.a.O. S. 150f.

2. Vgl. Çānkh. Gṛihy. 3, 3 (Oldenberg in Ind. St. 15, 71. 143f.): ihai 'va sthūṇe prati tiṣṭha dhruvā' çvāvatī gomatī sīlamāvatī (V) | xeme tiṣṭha ghṛitam uxamāṇe 'hai 'va tiṣṭha nimitā [ni] tilvilā sthājirāvatī (?) madhye poṣasya tṛimpatām.

3, a. Verstümmelt? Der Vers ist vielleicht eingeschoben. pūtidhānyā ist nach Paipp. in pūtadhānyā zu corrigiren, wie schon PW richtig coujicirt hat.

4, b. Lies uxántu unná. Roth: »Ich würde unná in udná ändern, wenn nicht auch Paipp. läse wie Text«.

5. a. sioná. mánasya patui eigentlich: Herrin, Schutzgeist des Baus (nicht: des Verweilens, wie Ludwig übersetzt).

6, b. má te 'rṣan zu lesen, und çarádaḥ als Glosse zu betrachten? upasattáro Ludwig: nicht sollen dich verletzen die Belagerer (-stimmt nicht zum alten Sprachgebrauch).

7. Vgl. Çā kh. Gṛihy. 3, 2 Schluss: enam kumāras taruṇa ā vatso bhuvanas pari | enam parisrutaḥ kumbbyā ā dadhnaḥ kalaçair gaman. Zu parisrút Vgl. Zimmer a.a.O. S. 281f. Sie »scheint besonders das Familiengetränk gewesen zu sein«.

8, a. nāri das Weib des Hausherrn. Paipp. hat den achten Vers in einem andern Lied, mit starken Varianten (fehlerhaft im MS).


III, 14.


Vgl. Ludwig RV. III, 469.

1, b. áharjātasya dem Tag entstammt; opp. Ausgeburt der Nacht, dämonisches, schädliches Wesen. Vgl. PW s.v. Roth: »Könnte allerdings sein: mit allem, was das Licht sieht d.h. mit allen guten Dingen (= alles was unter dem Himmel ist)«; Ludwig: mit dem, was man taggeboren nennt, versehen wir euch.

1. 2. Vgl. V, 28, 12 (áharjāta von einem Amulet gebraucht).

4, a. çákeva = çáke iva. Vgl. Bollensen, Herstellung des Veda in der Zeitschrift Orient und Occident 2, 471ff.[54]

5, a. PW: çāriçákeva verdorben. Roth: »etwa çāriḥ çakeva (= çāli Reis) oder çaraḥ çak.« çārī und çārī werden von den Lexikographen als Grasarten angegeben.

6, b. upasad PW: besitzen, Roth: »so lange wir leben und ihr lebet, wollen wir euch besorgen.«


III, 15.


Vgl. Ludwig RV. III, 215. Zimmer, altind. Leben S, 258.

1. árātim paripanth. mṛig. fasst Zimmer im Sinn von: »Missgunst, das wegelagernde, wilde Thier«. A.a.O. S. 177. 258.

2, a. dyávāprithvī zu sprechen, oder ist antár dyá vā° zu lesen. 2, b. lies krītuâ.

3. = ṚV. III, 18, 3 und wohl von hier, wo der Vers in richtigem Zusammenhang eines Agnilieds steht, entlehnt.

4, a ist Einschaltung aus ṚV, I, 31, 16, a. und fehlt in Paipp. Die beiden angerufenen Gottheiten scheinen Indra und Agni zu sein. Es ist zweimal no'stu zu lesen. 4, c. Statt idám havyám sāmvidānaú juṣethām liest Paipp. samrarāṇā havir idam juṣantām.

5, b. deván scheint Glosse zu sātaghnó (solche, die den Gewinn vereiteln oder verderben).

7. 8 erweisen sich als Anhängsel.


III, 25.


1. Vgl. das von Weber Ind. St. 5, 224f. über den Kāma (Liebesgott) Bemerkte und die Uebersetzung des Lieds bei Ludwig RV. III, 516. Zimmer a.a.O. S. 307f. Kāma erscheint zuerst in den Rāṣṭrabhṛit-Sprüchen der Taitt. S. (3, 4, 7, 3). uttudás Weber: die Unruhe; Ludwig: »ein Werkzeug oder ein Dämon?« Warum nicht der Kāma?

2, b. Lies tám zweisilbig.

3, a. Die Milz gilt neben der Leber als Ausgangspunkt des Bluts. Vgl. PW s.v. plīhán. Wegen der brennenden Schmerzen, die die Liebe verursacht, heisst Kāma auch Agni (Feuergott). Kāṭh. 40, 3.

4, a. Lies çúṣkāsyā abhí. 5, a. tvā ájaniā.


III, 30.


Vgl. Ludwig RV. III, 510. 256. Zimmer a.a.O. S. 316.

1, b. Lies anyó'nyám. 2. b. çāntivám (sc. vácam) nach Paipp.

3, b. sávratā gleichem Gesetz., gleicher Verpflichtung folgend.

5, b. vaḥ ist Einschiebsel. Lies anyó'nyásmai.

6, b. ob ursprünglich? 7, a. vaḥ ist eingeschoben.


IV, 3.


Vgl. Ludwig RV. III, 499.

1, b. PW: hírug devó vánaspátir scheint unpassend eingeschoben zu sein. S.s.v. vánaspáti 7 (= hölzernes Amulet). Roth: »Paipp. hat auch den vanaspati. Es könnte nur etwa ein (abgeschossner) Pfeil sein oder ein (geworfener) Speer.« Ludwig vergleicht ṚV. I, 24, 7.

2, b. Der bissige Strick = die Schlange.

4, b. yātudhánam könnte auch Apposition zu áhim sein.

5, b. apadhvansá PW: Verborgenheit. Da apadhvans im Epos: sich fortscheren bedeutet, mochte ich für das Substantiv einen Begriff wie Abfall, Absturz annehmen. Ludwig: »wo die Pfade abbrechen.«

6, b. »Das reissende Gethier« nach PW eigentlich: das Wild, das auf Hasen Jagd macht (çaçayúr). Roth: »wohl ein Raubvogel gemeint, der aus seiner Höhe herabfallen[55] soll.« Zimmer verstellt den Tiger darunter a.a.O. S. 79. Ludwig übersetzt: »in der Tiefe soll das Krokodil, tief hinabspringend gehn das Wild.« (godhā bedeutet auch eine grosse Eidechsenart).

6. 7. Roth: »formelhaft und nicht mit dem Vorangehenden zusammengehörig.«

7, a.d.h. wende dich nur gegen das Schädliche. 7, b. der Vers ist zu lang; ist ātharvaṇám eingeschoben (nach XI, 4, 16)? Ludwig: »des Atharvan Tigertod«, indrajá und somajá sind ἁ. λ.


IV, 5.


Das Lied ist zusammen mit dem parallelen ṚV. VII, 55 von Aufrecht übersetzt und besprochen in Ind. St. 4, 340. Hienach wäre es nicht einfach ein Schlummerlied (prasvāpana), sei es ohne, sei es mit mythologischem Hintergrund (vgl. die Sagen in Bṛihaddevatā und Shaḍgujrçiṣya's Commentar zur Anukramaṇikā), sondern ein Schlafzauber für den die Geliebte besuchenden Liebenden.

1, a. Der Stier wird von Aufrecht auf den Mond, von Grassmann wohl richtig auf den Sternhimmel gedeutet, v. 1 = ṚV. VII, 55, 7.

2, a. Lies vátó'ti 2, b. ṚV. VII, 34, 24 heisst Varuṇa und A.V. IV, 22, 6 der Fürst índrasakhi.

3. = ṚV. VII, 55, 8 (mit Varianten).

5. = ṚV. VII, 55, 6 (mit Var.). 5, a. Lies yáç ca cárati (s. ṚV.).

6. = ṚV. VII, 55, 5 (mit Var.). 6, b. asyai ist auffallend (ṚV. sárve). Aufrecht stützt damit seine Auffassung des ganzen Lieds.

7, a. svápna scheint Glosse zu sein. Die Anrede kann an den ṛiṣabhá v. 1. gerichtet sein, wenn nicht der Schlafgott nach dem Sinn zu ergänzen ist. jāgṛitād scheint durch den Beisatz índra iva u.s.w. gerechtfertigt zu sein; spricht ebendesshalb dafür, dass letzterer pāda ursprünglich zum Vers gehört.


IV, 7.


Vgl. Ludwig RV. III, 201.

1, a. varaṇāvatyām PW: »vielleicht ein Fluss«. Es könnte zu varaṇá gehören und einen Fluss oder Teich bedeuten, bei dem sich viele heilkräftige varaṇa (Crataeva Roxb.) befinden. Es ist vārayātai fünfsilbig zu lesen. Ausserdem beachte das Wortspiel: vár vārayātai varaṇávatyām. Ludwig: »soll schützen an der Varaṇāvatī, dort ist der Zufluss an amṛita«. Zimmer: »ihr Wasser ist des Amṛita Ausguss«. Zimmer denkt an das Flüsschen Varaṇā, woran Vārāṇasī (Benares) liegt. S. 20.

2, b. Eigentlich: »es lässt sich mit Brei vertauschen«.

3, a. tirỳa entweder von einem tira = lila (Sesam) oder = tiriya. Roth: tiriya ist wirklich eine essbare Körnerfrucht (abgeleitet von tri, weil sie in 3 Monaten reift, in Raghunātha's Bhojanakutūhala MS.). 3, b. Lies jaxivánsam ná (PW).

4, a. çarám iva dreisilbig zu lesen (çaréva). 4, b. Lies carúm'va. Roth: »der Text, der schlecht gefasst ist, will an das Bild erinnern, dass ein siedender Topf vom Feuer gerückt alsbald aufhört zu sieden«.

5, b.d.h. verursache kein Grimmen!

6, b. prakrī'r Roth: um Geld (durch Tausch) erworben, nach a. 7. = V, 6, 2 ist angehängt.


IV, 9.


Vgl. Ludwig RV. III, 507.

1, a. áxam (Auge?) ist in der Uebersetzung im Sinn von: Hauptsache, Bestes gefasst. Es dürfte übrigens hier sicherlich eine Verderbniss vorliegen (beachte auch das Metrum!). Roth: mehrere MSS haben axyam, was zum Metrum passen würde;[56] es könnte »das zum Auge gehörige« d.i. Augensalbe (es ist ja von āñjana die Rede) bezeichnen. 1, b. devaír lies dreisilbig.

2, b. áçvānām und árvatām je viersilbig zu sprechen.

3, a. Lies utá asi. 3, b. átho 'si. Paipp. liest: utāmṛitatvasyeçiṣa utāsaḥ pitubhojanam. Ob letzter pāda ursprünglich?

4. = ṚV. X, 97, 12 (mit Varianten).

6, a. asanmantrád könnte auch adj. sein (Roth).

7, a. Lies viduán. 7, b. = ṚV. X, 97, 4, b. (vása statt ahám).

8, b. Lies párvatānaam. Trikakud = dreigipflig, Dreispitz.

9. Vgl. Taitt. Ār. 6, 10, 2. 10, b. Offenbar námanī zu lesen.


IV, 10.


Vgl. Ludwig RV. III, 462.

5, a. Lies samudrād viersilbig. 5, b. hetyá devāsurébhyaḥ Attraction.

6, a. éko asi zu lesen. 6, b. prá ṇa u.s.w. scheint Anhängsel zu sein; beachte das tāriṣat (3 pers.).

7. várcase vielleicht Glosse zu áyuṣe. Der Schluss kárçanas (PW corrigirt in kárçanas) tvābhí raxatu ist allem nach erst später angefügt.


IV, 12.


Vgl. Ludwig RV. III, 508. Kuhn, Zeitschr. f. vgl. Spr. 13, 58ff. (Nach Kuhn's Ansicht, der den Merseburger Segen u.a. damit vergleicht, gälte das Lied und die bezügliche Heilung mittelst [Blättern?] einer Schlingpflanze oder Schmarotzerpflanze speziell für den Fall eines Beinbruchs bei einem Pferd, wofür namentlich die Stelle V, 5, 8. 9. verglichen wird.)

1. Arundhatī eine Schlingpflanze. Der erste Vers ist wahrscheinlich ein selbständiger Spruch. róhaṇī Kuhn: aufrichtend. S. aber PW und folgenden Zusammenhang.

2. Dhātar erscheint als die Gottheit, die das Zerbrochene wieder einrichtet, der Schöpfer ist auch der Erhalter.

3. te ist nach Paipp. zu tilgen.

6, a. sá ńttiṣṭha zusammenzuziehen. Eigentlich: »(lauf geschwind) wie ein Wagen mit guten Rädern, guter Radschiene und guter Nabe. Steh aufrecht da!« sunábhiṇ | práti tiṣ. scheint glossirendes Anhängsel zu sein.

7, a. stimmt metrisch nicht zu b; aber wie ist zu ändern? Etwa: yát kartám pattvá samçaçré, yádi vā áçmā práhṛito?

7, b. Subject zu sám dadhat ist wahrscheinlich dhātár v. 2. Kuhn und Ludwig fassen ṛibhū' als Subject von dadhat, und Kuhn stellt Dhātar dem Wodan des Merseburger Lieds an die Seite. Der Vers ursprünglich nicht hieher gehörig?


IV, 16.


Vgl. die Uebersetzung und Erörterung von Roth, Abhandlung über den Atharva-Veda 1856. p. 29f. »Es gibt kein anderes Lied in der ganzen vedischen Literatur, welches die göttliche Allwissenheit in so nachdrückliche Worten ausspräche, und dennoch ist diese schöne Ausführung zum Exordium einer Beschwörung herabgewürdigt worden. Doch liegt hier, wie bei vielen andern Stücken dieses Veda die Verwuthung nahe, dass vorhandene Bruchstücke älterer Hymnen dazu benützt wurden, Zauberformeln aufzuputzen. Als ein Bruchstück dieser Art wären die fünf oder auch sechs ersten Verse unseres Liedes zu betrachten«. Vgl. auch Max Müller, Essays I, 40f. und Anm. p. 330. Ludwig RV. III, 388.

2, a. Im ersten pāda ist eine Silbe zu viel. Paipp.: yas tiṣṭhati manasā yaç ca.[57]

2, b. Lies duaú. Statt pratá kam hat Paipp. pralāyam, was sich wie eine durch das vorhergehende niláyam veranlasste Correctur ausnimmt.

3. Dieser Vers kommt nach Kauç. S. 127 zur Recitation, wenn das Gestirn der 7 Ṛiṣi (der grosse Bär) durch einen Kometen verdunkelt wird (dhūmaketuḥ saptarṣīn upadhūpayati), vor der Opferung eines dem Varuṇa geweihten schwarzen Ochsen.

3, b. »Meere« – das eigentliche und das Wolkenmeer.

4, b. Varuṇa's Späher sind die Sterne, die z.B. in ṚV. X, 127, 1 die Augen der Nachtgöttin heissen (der Rātrī).

5, b. ní minoti fraglich; ní cinoti (nach dem Vorschlag in PW) würde passen. M. Müller: »ordnet«. Paipp. axān na; es ist aber eine Krasis möglich axá⊍iva.

6, a. rúçantas PW stellt es zu 1 ruṣ: »missfällig«. Vers 6 fehlt in Paipp.

7, a. varuna ist Einschiebsel. 7, b. deutet auf die Wassersucht, die »Krankheit Varuṇas«. Vgl. Zimmer a.a.O. S. 392. Lies kóça iva mit Verschleifung.

8. Hätte nicht auch Paipp. váruṇó, so könnte überall vāruṇó vermuthet werden (sc. páça); ebenso corrigirt PW in ṚV. II, 38, 8. cf. s.v. vāruṇá (2, a). Roth: »am besten wirft man überall das Wort aus«. Statt mánuṣaḥ lässt das Metrum manuṣỳaḥ (übrigens dann dreisilbig zu sprechen) erwarten. Ludwig: »der mit Krankheit behaftet, der von Krankheit befreit, ist Varuṇa, der Landsmann, der Fremde ist Varuṇa, der göttliche, der menschliche ist Varuṇa«.


IV, 17.


Vgl. Zimmer a.a.O. S. 66.

1, b. Roth: »gänzlich in Unordnung«. Die gegebne Uebersetzung ist ein Versuch zur Vermeidung einer störenden Lücke. sahásravīryam und sárvasmai ist als neutr. gefasst. Zimmer: »ich machte dich für einen Jeden zur Tausendkraft«. Roth: für Jedermann wird der Wunderdoctor seine Mittel nicht parat haben.

2, a. enthält zwei Silben zu viel. Die Verderbniss hängt vielleicht mit v. 3 zusammen, der = I, 28, 3 ist und auch vom Fluch handelt. punaḥsará Bezeichnung der Achyranthes aspera wegen ihrer zurückgeschlagenen Blätter (apāmārgá), auf die Rückwendung des Uebels bezogen. Noch heute gilt die Pflanze in Indien als Mittel, um unverwundbar zu machen (namentlich gegen Scorpione). Vgl. Zimmer S. 67. pārayāt 2 pers.?

3, b. jātám ist vielleicht angeschoben, damit ārebhé nicht absolut stehe. Vers 3 ist höchst wahrscheinlich spätere Zuthat.

4, b. kṛtyám scheint angeschaltet zu sein, mānsé wäre dann dreisilbig zu sprechen.

6, a. Lies anapatyátām. 6, b. ápa mṛij (vgl. 18, 7) wegen apāmārg á (»Abstreifer«).


IV, 18.


1, a. jyótiḥ bezeichnet hier deutlich das Mondlicht, worauf der Vers in Ordnung kommt (Roth). Vgl. das spätere jyotsnā Mondschein, rátrī ist die glänzende Nacht, vgl. ṚV. X, 127. AV. XIX, 47, 1. 49, 6. 8.

2. Lies dhārúr 'va. 3, a. kṛituá? 3, b. zu dagdhāyām ist aus dem vorhergehenden kṛityáyām zu suppliren. Roth: »wegen des Wechsels des genus verdächtig«.

4, a. »Krummbalsigen« – so fasst Grassmann vígrīva auch in ṚV. 620, 24 (Uebersetz.), sahasradhāman ist der Apāmārga.

5, b. Lies púruṣebhyaḥ nach Paipp.

6, a. kártum ist zu streichen, da es auch in Paipp, fehlt, und çaçare zu lesen.

7, a. Lies ápa mārṣṭu. 7, b. ápa áha. v. 8 scheint Anhängsel zu sein.


IV, 19.


1, b. Lies naḍéva. 2, b. tátara zu sprechen? Das Metrum lässt an der Ursprünglichkeit des zweiten Verses zweifeln.[58]

4, b. apāmārgó hier im appellativischen Sinn = Abstreifer.

6, a. Roth: »was (vorher) nicht war entstand aus dem Erdboden«?

8, b. »Pflanzenkönigin« – im Grundtext: Pflanzenfürst.


IV, 20.


Vgl. Ludwig RV. III, 525.

1, a. Eine Silbe zu viel; ist ávorgeschoben, oder prá statt práti ursprünglich? Statt paçyati vermuthete ich überall paçyasi, was durch Paipp. bestätigt wird. 1, b. dívam antárixam ist zusammenzuziehen.

2, a. pṛithvī'h zu lesen. 3, a. Der Vogel ist die Sonne.

7, b. Lies sūryéva. 9. Lies yó'ntár°.


IV, 22.


Vgl. Ludwig RV. III, 457. Zimmer, altind. Leben S. 165.

v. 1-6. Vgl. Taitt. Brh. 2, 4, 7, 7.

1, b. nír axṇuhi s. PW Nachträge und Grassmann zu ṚV. I, 33, 6. Roth: wegen nir-ax erhält auch ekavṛiṣá den Begriff des Mannes.


IV, 36.


Das Lied fehlt in Paipp. Vgl. die Uebersetzung bei Ludwig RV. III, 526.

3, a. āgaré = āgāre PW. – amāvāsỳe PW: das sich – Einnisten (?). Man könnte an amāvāsỳā denken (cf. I, 16, 1), wenn nicht »āgaré, pratikroçé, amāvāsỳe eine Klimax zu sein« schienen (Roth). Eine sichere Uebersetzung ist für jetzt nicht möglich. Roth fasst pratikroçé »auf Rufweite«; Ludwig: »Die im Gemache nachstellen, bei Unglückszeichen in Neumondsnacht« (ebenfalls mit Verweisung auf I, 16, 1). Mir liegt für pratikroçé die Vergleichung von kroṣṭár (Schakal) am nächsten. Vgl. auch die Bemerkung zu II, 27, 5 (sālāvṛiká), und ṚV. VII, 104, 20. 22. kravyádas »Fleischfresser« eine Bezeichnung von Dämonen.

4, a. Lies áeṣām. 5, b. ist schwierig. Roth schlägt vor: sám ca taíḥ, was das Metrum füllt und einen Sinn herstellt. »Die Verse von 3 an (3-8?) sind Agni in den Mund gelegt«. Vgl. Ludwig z. St.

6, a. Lies tápano 'smi. 8, a. grámam ist dreisilbig zu lesen.

9, a. laptá (durch's Schweigen) zu lesen oder mā zu streichen.

9, b. ist nicht sicher álpaçayu kann »kleines Ungeziefer« oder ein bestimmtes der Art sein (Roth). Sollte álpaçyūn verdorben sein, so läge álpapaçūn nahe (vgl. XII, 4, 25), was den Sinn ergäbe: wie arme Teufel. Ludwig: »Die mich erzürnen, zum Sprechen gebracht (wie Fliegen den Elephanten) mein ich, sind sie unglücklich, nur kurze Zeit mehr im Volk verweilend«. Zu maçáka Stechfliege cf. Zimmer S. 97.

10, a. Lies áçvevāçvā°.


IV, 38.


Vgl. Ludwig RV. III, 454.

3, c. Anhängsel? v. 5-7 gehören ursprünglich nicht zum Vorhergehenden, wenn sie auch der Redactor des vierten kāṇḍa damit verband oder verbunden vorfand.


V, 4.


1. Vgl. Zimmer, a.a.O. S. 63. 64.

2, a. himávant hier = Himālaya.

3, a. devasádanas Roth: der Baum, unter dem die Götter sitzen cf. ṚV. X, 135. Grassmann lässt Yama mit den Göttern auf dem Baum trinken (Uebersetz.).

3. 4. = Ath. V. VI, 95, 1. 2. XIX, 39, 6. 7. (mit Varianten).

3, b. anṛítasya cáxaṇam die Verkörperung (Erscheinung) des unsterblichen Wesens. Vgl. v. 8 amṛít. púṣyam avanvata Roth: dorthin wollten haben. 4. Roth:[59] »Die MSS. schwanken zwischen puṣya und puṣya. Am Ende ist puṣpa auch für die Stellen, die im Wörterbuch sub puṣya 1) stehen, anzunehmen. Die Schreibung der MSS. ist in diesem Fall ganz werthlos«.

5, a. Statt pánthānas wird die ältere Form pánthās herzustellen sein, da sonst eine Silbe zu viel ist.

6. PW fasst ávaha als opp. von níṣkuru (schaff weg); es lässt sich aber wohl letzteres wie v. 10 und V, 5, 4. = heilen, und ávah = herstellen (Causativ zu ágā, ápi gā II, 9, 2) fassen; auch der intransitive Sinn: »zu diesem zeuch her« wäre möglich (cf. VIII, 9, 10. so ihá yantu áṣadhīḥ).

8, a. Unter dem Schneegebirg ist der Himālaya zu verstehen, víbhejire wird die durch Tauschhandel erfolgende Vertheilung bezeichnen.

10, a. Im zweiten pāda fehlt eine Silbe, wornach zu vermuthen, dass statt des vereinzelten axós das sonst im A.V. sich findende axỳos zu setzen ist.


V, 5.


Vgl. Zimmer, altind. Leben S. 67f.

3. vṛxámvṛixam Roth: am nächsten besten Baum (passt zum Gleichniss besser).

5. Die Heilpflanze ist ein Parasit der genannten Baumarten. plaxá ficus infectoria; açvatthá ficus religiosa; khadirá acacia Katechu; dhavá Grislea tomentosa (ein Strauch); nyagródha ficus Indica; parṇá butea frondosa. Arundhatí scheint dieselbe Pflanze zu bezeichnen, wie Silācī' und die Lāxá.

7, b. Lāxá nicht bekannt. Der Name deutet auf röthliche Farbe. Zur Wiedergabe mit Lack vgl. »Goldlack«.

8, a. PW liest kānīnájababhru. Roth: So wie dasteht, würde zu übersetzen sein: »Du heisst Silācī, dein Vater, du ziegenfahle, ist ein Jungfernsohn. Paipp. liefert nichts«. Die Stelle VI, 56, 2 könnte die Conjectur svajó babhrúḥ nahe legen (die braune Viper ist dein Vater). 8, b. uxitá könnte auch = »erwachsen aus« sein.

9, b. sará = sirá, sīrá; wie es scheint, Anspielung auf den Namen Silācī' (= Sirācī'?). Roth: »saráh liest auch Taitt. S. IV, 2, 6, 2 in der Parallelstelle zu ṚV«. Vgl. zum Bild des beflügelten Flusses ṚV. X, 97, 9 (sīrás patatríṇīs). Zu v. 8. 9 vgl. Kuhn, Zeitschr. 9, 61. »Man darf vermuthen, dass die Pflanze, die aus dem Blut eines göttlichen Rosses entstammte, auch bei Pferdekrankheiten Verwendung gefunden habe«.


V, 7.


Vgl. Ludwig RV. III, 305f.

1, a. arāte und dáxiṇām könnte eingeschoben sein. Die Göttin der Missgunst und des Missgeschicks (Arāti) empfängt, wie auch andere feindliche Mächte, Verehrung zum Zweck der Begütigung, und um sie abzulenken. 1, b. muss vīrtsáyásamṛidhyai gelesen werden.

2, b. tásmai dreisilbig. 3, b. Erste Hälfte hat eine Silbe zu viel, da vayám dazu zu nehmen ist.

4, b. mádhumatīm dürfte eingeschaltet sein. 5, b. Zimmer fasst çraddhá = Selbstvertrauen und erhält einen andern Gedanken. A.a.O. S. 272.

6. Sichtlich eingeschoben. Sehr verdächtig ist práti haryata, das dem ganzen sonstigen Gebrauch zuwider im Sinn von práti har steht. Uebrigens hege ich auch an der ursprünglichen Zugehörigkeit von v. 4. 5 ernstliche Zweifel.

7, b. Zweiter pāda ist nicht in Ordnung; soll arāte dreisilbig gelesen werden?


V, 14.


Vgl. Zimmer, altind. Leben S. 396f.[60]

1, a. suparṇá ein grösserer Raubvogel, Adler, Geier oder dgl.

3, b. Lies niṣkéva. 5, b. rátha iva zu verschleifen.

6. b. Lies áçvevāçvābhidhániā.

8. Verdorben und nicht wohl wiederherzustellen; wegen der zweiten Zeile hereingenommen?

10, a. putrá iva und svajá iva je dreisilbig zu sprechen. 10, b. PW corrigirt gewiss richtig bandhám in bandhúm. bandhúm iva ist dreisilbig zu lesen.

11. Lies eṇī' iva und mṛigī' iva. 12, b. Lies mṛigéva.

13, a. agnír ivaitu viersilbig zu sprechen. Das Bild geht auf die sich bekämpfende Absicht des Absenders und Rücksenders des Fluchs. 13, b. rátha iva zu verschleifen.


V, 18.


Vgl. Ludwig RV. III, 447. Zimmer, altind. Leben S. 199ff.

2. Statt jīvāni schlägt Roth vor: jīvāti; hiernach ist übersetzt. Andernfalls wäre etwa zu setzen: »Was morgen! wenn ich heut nur leb«!

3, a. Lies áviṣṭitā agháviṣā. 3, b. rājanya sc. gám jighatsaḥ (v. 1).

4, a. agnír iva dreisilbig. 4, b. taimātá eine Schlange.

5, b. ubhé 'nam zu lesen?

6, a. PW veranthet agnéḥ priyá tanū'r iva. Paipp. hat agnéḥ priyátamā tanū'h. Roth; priyátanor welchem seine eigene Person (sein Leib und Leben) lieb ist. 6, b. Der Soma heisst der Erbe des Priesters, wohl weil der Priester dem Soma Milch zugiesst. Vers 6 ist mit v. 14 zusammengehörig, ursprünglich wahrscheinlich nicht in diesem Zusammenhang befindlich.

7, b. Die Vergleichung von v. 4 legt die Correctur von brahmáṇām in brāhmaṇám nahe.

8. Der Vers ist sehr gezwungen; der Sinn nicht ganz sicher (nāḍīká und hṛidbalaír?). Ludwig gibt hṛidbalaír mit: »deren Kraft im Herzen«. Der zweite pāda von 8, b hat eine Silbe zu wenig. 8, a. lies (wie sonst) jiá.

9, a. ná mṛíṣā sá zu stellen? 10, a. sahásram viersilbig zu sprechen. daçaçatá Ludwig: hundert und zehn. Zu Vaitahavya vgl. Zimmer a.a.O. S. 132.

11, b. ápeciran reduplicirender Aorist. Vgl. Delbrück, altind. Verbum p. 78.

13, b. brāhmaṇám devabándhum vgl. Kauç. S. 104: devā vayam manuṣyās te devāḥ praviçāmasi. Wir sind Götter, sie nur Menschen: als Götter treten wir auf. Weber, zwei ved. Texte über Omina und Portenta (p. 367).

14, b. Mit PW ist abhíçastim zu corrigiren. Lies hántā abhí°.

15, a. íṣur iva dreisilbig.


V, 19.


Vgl. Ludwig RV. III, 451. Zimmer a.a.O. S. 201f.

1, b. Vgl. 18, 10. vaitahavyás Zimmer: die opfergierigen.

2, a. Das Versmass scheint bṛihátsāmam zu verlangen; – zu lesen bṛihátsāmá girasam. 2, b. ubhayá dann zu lesen? Zimmer: »deren Ross« (acc.).?

5, a. Statt asyate empfiehlt sich açyate.

7, b. brahmajyásya ist Glosse.

10. jāgāra nimmt Roth = jagāra durch Dissimilation entstanden, wie jigāya, jangahe u.a. Vgl. Delbrück, altind. Verbum S. 103. Sollte diese nicht eben häufige Dissimilation nicht anzunehmen sein, so wäre der Sinn: »der hat sein Herrscheramt dahin«. (Vgl. PW. s.v. 3 gar). Lies abravī't.

11. Vgl. 18, 12. Zimmer (mit Rücksicht hierauf): die neun und neunzig.[61] 12. mṛitáyānubadhnánti ist nach Roth aufzulösen in mṛitáyai anub°. kūdī' Roth: »nicht Fessel, sondern ein Büschel Reiser, das an den Fuss des Thieres gebunden seine Spur verwischen soll. (Vgl. die Erzählung im homerischen Hymnus auf Hermes.) Wenn man harte oder dornige Reiser nimmt, so ist das ein unbequemes Lager«. Ludwig: »die kūdī – Fessel, die man dem Todten anlegt, als Hemmerin der Füsse«. Man sollte zunächst allerdings an die bekannte Fussfessel Yama's (yamásya paḍbīçam VI, 96, 2. ṚV. X, 97, 16. mṛityóḥ paḍ. A.V. VIII, 1, 4. u.a.) denken, beziehungsweise an eine darauf bezügliche Leichencerimonie. »Priesterfeind« eigentl.: Brahmanenschinder.

14, a. çmáçrūṇi kann nom. oder acc. sein (im erstem Fall undáte reflexiv zu nehmen). Lies yéna undáte. Ludwig: »wovon der Bart fliesst (benetzt wird)«. Vgl. Āçv. Çraut. S. 6, 10. samsthite tīrthena nirhṛityāvabhṛite pretāla kārān kurvanti keçaçmacrulomanakhāni vāpayanti. M. Müller in Zeitschr. d.D.m. Ges. IX, Anhang p. II, »die Todtenbestattung bei den Brahmanen«.


V, 20.


Vgl. Ludwig, RV. III, 460. S. auch dessen Uebersetzung von V, 21. p. 374f. und Zimmer, altind. Leben S. 280.

1, b. sinhá iva zu verschleifen (ebenso 2, a).

2, a. Die codd. lesen vāsitám. vāçitám iva viersilbig zu lesen.

3, b. çátravaḥ mit überzähliger Silbe (wie häufig).

4, a. Lies ūrdhuámāyur. »Biet auf u.s.w.« oder »schau Dich rings um«.

4, b. Entweder ist çátrūṇām úpa zusammenzuziehen und viersilbig zu sprechen, oder vedháḥ »als Braver« zu streichen. Für letzteres ist Roth (wohl wegen védaḥ am Schluss der Zeile). daívīm – gurasva Roth: könnte heissen: antworte der göttlichen Stimme (dem Donner).

7, a. Lies dhuanáyo. 7, b. Lies stanáya utpípānaḥ. Die analogen Bildungen çatrutúrya und vṛitratúrya, die beide den Begriff des ersten Theils als Object des letztern geben, lassen amitratúryāya erwarten: »zum Sieg über die Feinde«.

8, a. vadāti viersilbig zu lesen und vielleicht aus vadāsi verdorben?

9, b. kīrtím PW: Rede: Kunde.

10, a. çréyah dreisilbig? 10, b. ádrir ist in ádhrir zu corrigiren, vgl. PW s.v. ádhri und adhiṣavaṇa. Lies ançún iva dreisilbig und dundubhe ádhi mit Hiatus.

4, b. Zweite Hälfte um eine Silbe zu kurz, Lesung fraglich.

12, a. acyutacyút fünsilbig zu sprechen. Lies puraet á ayodhyáḥ.

12, b. vidáthā nicíkyat scheint zu bedeuten: die Heeresabtheilungen in's Auge fassend.« Ludwig: »Opferversammlungen gedenkend«. Vgl. zu vidáth Ludwig RV. III, 269ff.


V, 22.


Vgl. Roth, zur Litteratur und Geschichte des Weda. p. 37ff. Weber, ind. Stud. 4, 419. Grohmann, Medicinisches aus dem Atharvaveda. Ind. Stud. 9. 381-423. Grohmann fasst das Lied als eine feierliche Beschwörung einer Fieberepidemie a.a.O. p. 412, 423. Ludwig RV. III, 510. Zimmer, altind. Leben S. 380ff.

1, a. Lies ápabādhatām itáḥ zusammengezogen (sechsilbig). Die in Vers 1 Genannten sollen alle zusammenhelfen zur Vertreibung des takmán, der eine zusammenfassende Bezeichnung verschiedener, mit mancherlei Symptomen verbundener Fieberkrankheiten ist (dem späteren jvara entsprechend), »Fast alle Symptome finden ihre Erklärung durch Malariaaffection«. Grohmann a.a.O. p. 391.[62]

2, a. In Indien sind die Malariafieber sehr häufig mit Icterus (Gelbsucht) verbunden. S. Grohmann.

3, b. viçvadhāvīrya ist nach XIX, 39, 10 der Kuṣṭha.

4, a. Lies kṛituá, Roth: »so viel als: ich schick ihn höflich weg.«

4, b. çakambhará eigtl.: Mist tragend; – ein Krankheitsdämon? Scheint auf die abnormen Ausleerungen anzuspielen.

5, b. takmaṅs ist wahrscheinlich interpolirt. Zu den Völkernamen Mūjavat, Mahāvṛiṣa, die an den westlichen Himālaya und in's benachbarte Kabulistan führen, vgl. Zimmer, altind. Leben. S. 29f. 129f. Seine Deutung der Balhikas auf ein eranisches Volk (nach der herkömmlichen Ansicht) hat Zimmer mit Recht nachträglich zurückgenommen und dieselben als ein indisches Volk, »das im Atharvaveda und im Epos vielfach auftritt, und wofür die Form mit lh als die allein richtige durch Ath. Prāt. 1, 46 erwiesen wird«, von den Bāhlīkas, den Bewohnern Balkh's unterschieden. S. 431ff.

6, a. ví gada ist unklar. Sollte etwa ví gadha (cf. ádrir in V, 20, 10) zu lesen sein, und gadh anklammern, anhängen (ágadhita, párigadhita) hieher gehören?

6, b. niṣṭákvarīm PW vermuthet: flüchtig. 7. Zu Çūdra vgl. Zimmer S. 216.

8, a. bándhu Conjectur Roth's. 9, b. Lies práarthas.

10, a. Lies çītó átho und kāsá ávepayaḥ.

11, a. udyugá eine nicht zu bestimmende Krankheitserscheinung, vielleicht eine Art Aufgeregtheit. 11, b. Lies smáto arvá .

12. Das Geschlecht der Personification ist in der Uebersetzung dem Deutschen angepasst.

13, a. »am dritten« sc. Tag. vitṛitīyá mit anderer als dreitägiger Periode? Grohmann erblickt im tṛítīyaka den rhythmus tertianus, im vitṛitīyá die tertiana duplicata (täglich eintretend, je über den andern Tag nach Dauer und Grad correspondirend), im sadamdí die quotidiana duplicata oder febris continua.

13, b. rūrám dreisilbig zu sprechen? 14, b. Lies janam iva dreisilbig. Zu den Gandhāris A gas und Magadhas (erstre an der Kubhā im Nordwesten, letztre beide im Südosten den Gangesgebiets) vgl. Zimmer S. 30f. 35.


VI, 8.


1, a. líbujā dreisilbig zu lesen? Das Cerimoniell zu diesem Liebeszauber über ein Mädchen wäre nach Weber's Darlegung von Kanç. S. 35: Zwischen 2 Holzstücke, welche von einem Baum und der ihn umschlingenden Ranke genommen sind, legt man einen Pfeil, sthakara (Betelnuss? – PW: = sthagara einem wohlriechenden Stoff), Augensalbe, kuṣṭha und maidhugha (zweierlei Pflanzen) und tṛiṇa (Gras), das reṣmantathita (Weber: von seinem Band abgerissen, PW: vom Sturm abgerissen) ist. All dies wird mit ājya (Opferschmalz) zusammengestrichen und dann von dem Liebenden berührt. Vgl. Ind. Stud. 5, 261. und A.V. VI, 102, 2.

2. Roth: »Jeder grosse Vogel, wenn er auffliegen will, schlägt mit den Flügeln den Boden, kommt gleichsam nicht los. So soll dein manas nicht loskommen.«


VI, 18.


Vgl. Ludwig RV. III, 514.

2, b. Lies evá īrsyór. mṛitám fasse ich als Wunsch, dessen Verwirklichung angenommen wird.

3, b. Statt nṛiter vermuthet PW vṛiter oder dṛiter Ein inf. dat. nṛitá (»zum Wirbeln«) scheint nicht unmöglich. Paipp. liest übrigens triter iva. Vgl. Weber in Ind. St. 5. 235. Ludwig übersetzt: »der kleine Gedanke (Verdacht), der dich zum Falle bringt, von dort (aus dem Herzen) lös ich die Eifersucht, wie die Erhitzung eines Tänzers«.


[63] VI, 21.


1, a. Vgl. ṚV. III, 56, 2. 1, b. jagrabham aor. II, vom PW zu den falschen Formen gestellt.

2, a. vī'rudhānām fünfsilbig zu lesen. 2, b. yáma wahrscheinlich Wandelstern (s. PW.) bhága iva zu verschleifen.

3, a. Statt révatīr wird révatyas u.z. viersilbig zu lesen sein; die Angeredeten sind die Kräuter.


VI, 24.


1, a. himávataḥ sc. Himālaya. síndhau wahrscheinlich der Indus.

1, b. hṛiddyota wahrscheinlich Krankheit der innern Organe überhaupt.

3, a. »Frau« im Sinn von »Herrin«.


VI, 37.


1, a. Lies yuktuá. agāt aor. für's eben Eingetretene. 1, b. Lies vṛíka iva dreisilbig. 3, b. péṣtram iva dreisilbig.


VI, 42.


Vgl. Ludwig RV. III, 515.

1, b. und 2, a lies sákhāyau va. 3, b. avaçó Ludwig: ohnmächtig. Allein vgl. auch 43, 3.


VI, 43.


2, a. Erster pāda defectiv, wie öfters.


VI, 56.


Vgl. Ludwig RV. III, 502.

1, b. Es scheint gelesen werden zu müssen: sámiatam und viádattam. námo devaj° ist wohl aus v. 2 heraufgenommen; vgl. X, 4, 8, wo es fehlt.

2. devajaná hier eine Bezeichnung von Schlangenwesen. Lies námo astu asitáya.

3, b. Die Vorstellung der Zweitheiligkeit ist aus a) herübergenommen.


VI, 59.


1, b fehlt im ersten pāda eine Silbe, Ersatz in der Lesung von ádhenave zu suchen?


VI, 60.


Vgl. Weber, Ind. Stud. 5, 236.

1, a. Es ist mit Weber und PW váṣitastupaḥ zu lesen (»mit aufgelöstem Schöpf«). Vgl. ṚV. I, 167, 5, wo die Braut als víṣitastukā erscheint. 1, b. asyá ichán mit Hiatus.

2, b. áyati ist schwierig: steht's statt áyanti ind. der Frage (?? die Vergleichung von táxati ṚV. I, 162, 6 und saçcati ṚV. I, 101, 3 erscheint bedenklich), oder ist es 3. sing. conj. und ist anyá zu schreiben? (vgl. A.V. VI, 57, 2. 3. 131, 3). Gegen Weber's Correctur áyanti oder áyantu spricht das Metrum.


VI, 64.


Vgl. RV. X, 191. 2-4 (mehrere Varianten) und die Uebersetzung bei Ludwig RV. III, 372.

1, b. Eigentlich: Wie die Götter von Alters her –.

2. Geht in ṚV. deutlich auf die Götter; im A.V. ist jedenfalls der Schluss nicht auf sie zu beziehen; der rasche Uebergang macht die Lesart, bedenklich. Auch im ṚV. hebt sich übrigens dieser Vers durch's Metrum vom andern ab. Zu vratám cf. 74, 1.

3, a. Grassmann fasst es kategorisch. Im ersten pāda fehlt eine Silbe. b. susahásati Ludwig: dass leichter Sieg euch werde.


[64] VI, 70.


1, a. Enthält nach Roth's Ansicht eine starke Ellipse. Eigentlich: Wie's mit Fleisch und mit súrā sich verhält u.s.w., d.h. wie diese den Sinn (die Begierde) fesseln. Vgl. A.V. XIV, 1, 36. und Zimmer, altind. Leben S. 280. 1, c. »Unverletzliche« Name der Kuh.

2, a. PW: »etwa auf Schritt und Tritt nacheilt«. Vgl. III, 22, 6, wo gleichfalls die Geilheit dieses Thiers hervorgehoben wird.


VI, 71.


Vgl. Ludwig, RV. III, 433 (274). »Brahmanenspruch beim Essen von Speise«.

1, a. ájāvī'n (oder ajāvím) zu lesen?

2, a. Sprich ánmatam (cf. cinmas, tanmas u.s.w.).

2, b. Lies úd'va. úd rárajīti Ludwig: (wegen dessen mein Herz gleichsam) hell strahlet. 3. Vgl. 119, 1.


VI, 75.


1, b. nairbādhỳa bedeutet, wie scheint: die Beseitigung, Aufhebung (eines Feinds oder Uebels) zum Zweck habend. Vgl. nirbādhe kar in Taitt. S. 5, 1, 10, 4. und PW s.v. nirbādhá. Zu párāçarīt vgl. 66, 2 párāçarait.

3, c. Wie es scheint Anhängsel.


VI, 78.


Vgl. Weber, Ind. Stud. 5, 238. Ludwig RV. III, 371.

1, a. púnar (αὖ) hinwiederum, um so mehr, bhūténa, Weber: »kräftig?« Paipp. liest: bhūtásya havíṣā und sá rásenābhi° »was allein richtigen Sinn hat« (Roth). Zu bhūtásya vgl. PW s.v. bhūtá 2). Ich fasse bhūtásya havís = bhūtahavis das dem Gedeihn (als numen) gebrachte Opfer (cf. tanūhavis u.a.). Weber versteht unter dem ayám des ersten Verses nicht den Bräutigam, sondern den Gott des Hausfeuers.

3, a. Lies tváṣṭā asyai tuám.


VI, 82.


Vgl. Weber, Ind. Stud. 5, 239. Ludwig RV. III, 470.

1, a. Indra als der Hilfreiche oder als der im Sinn von v. 3 Bescherende? Weber denkt an die mit der Braut kommenden Werber, die vom Bräutigam einzeln aufgerufen würden. (?). Ludwig: »Wie du kommst, wie du gekommen, so nenn ich des Kommenden Namen«.

1, b. Zu den Genetiven wird náma zu suppliren sein, wenn man nicht mit Weber vanve = manve »ich gedenke« fassen will, was nicht unbedenklich.

2, a. Vgl. zu Sūryá Grassman, Wörterbuch zum ṚV. s.v. Lies açvínā ūhátuḥ.

2, b. vahatād fasst Weber (wegen seiner Voraussetzung s.z.v. 1) als 2. plur. Ludwig: »auf dem, sagte er (Indra) mir, soll die Frau her führen Bhaga«. 3, b. çacīpate Weber: Herr der Çacī.


VI, 90.


3, a. Lies rudra ásyate. 3, b. prátihitāyaë zu lesen, ebenso vípatitāyaë.


VI, 91.


1. »mit drei und vier Joch« – wegen des Widerstands des Bodens. Vgl. Zimmer, altind. Leben S. 237.

2. váto und vāti je dreisilbig zu lesen.


VI, 96.


Vgl. Ludwig RV. III, 506.

1, a. yá óṣadhayaḥ viersilbig. 1, b. Lies bṛihaspatiprasūtaās. Vgl. ṚV. X, 97, 15, b.[65]

2. = RV. X. 97, 6. 3. Ursprünglich offenbar nicht zugehörig, svadháyā Ludwig: durch seine göttliche Natur.


VI, 99.


2, a. udī'rate conj. vgl. I, 20, 2. 2, b. Statt dadhmaḥ ist dadhmasi, und índrasya oder tátra ist um eine Silbe vermehrt zu lesen.

3, b. Im zweiten pāda ist eine Silbe zu viel (svastyai?). Versmass?


VI, 102.


Vgl. Weber, Ind. Stud. 5, 243.

1, a. vāhó der Wagen mit den Rossen gemeint? oder auf eine Cerimonie mit einem auf den Ruf des Besitzers gehenden Thier bezüglich? Weber: »Zug.«

2, a. Statt pṛiṣṭhyám (Roth-Whitney) liest PW pṛiṣṭhyám = Lastross, Reitpferd (Weber: Zugleine – aus der Bedeutung letzteren Worts in der Opfersprache erschlossen). Die Uebersetzung stellt pṛiṣṭyám mit práṣṭi und pṛiṣṭí zusammen; Roth: »wie das Nebenpferd dem (in der Deichsel gehenden) Hauptpferd folgen muss«.

2, b. Statt tṛiṇma ist tṛíṇam zu lesen. Weber behält erstre Form: »Wie aus dem Band gerissne Lock, so schlinge sich um mich dein Sinn«. Vgl. Ind. St. 5, 262f.

3, a. Die Genetive mache ich vom folgenden anuródhanam abhängig.


VI, 106.


1, a. te auf Agni (das Feuer) bezüglich, hradó puṇḍárīkavān vgl. ṚV. X, 107, 10. v. 1 = ṚV. X, 142, 8. v. 2, a. = ṚV. X, 142, 7, a. (je mit Varianten).

2, b. parācī'nā múkhā kṛidhi Anrede an's Feuer. Der ganze Spruch bezweckt den Schutz des Hauses gegen Feuersgefahr.

3, a. Vāj. S. 17, 5: himásya tvā jaráyuṇā agne pári vyayāmasi. Vāj. S. 23, 9. 10. (agni) himásya bheṣajám, Roth: »3, d scheint entstellt«.


VI, 111.


Vgl. Zimmer, altind. Leben S. 393.

1, a. ayám zu streichen und lálapīti fünfsilbig zu sprechen.

1, b. ádhi adv. = ausserdem, obendrein. Der zweite pāda passt nicht in's Versmass von v. 1, sondern in das der folgenden.

3, b. Der zweite pāda doch wohl aus v. 1 hieher gekommen, und dafür wie in v. 2. 4. yáthā-asasi zu lesen?


VI, 112.


Vgl. Ludwig RV. III, 469.

1, a. ayám sc. eine Krankheit. jyeṣṭhám sc. den Vater, das Familienhaupt.

3, b. »Kindesmörder« eigentl.: einen, der die Leibesfrucht tödtet. vimúco hí santi sie kommen vom, gehören zum Lösen? Ludwig: »denn es sind die Befreier da (oder: denn es ist Regen gekommen).« Zimmer versteht párivitto im Sinn des unverheirateten altern Bruders. A.a.O. S. 315.


VI, 113.


Vgl. Ludwig BV. III, 444.

1, a. etád énas welches? die Auffassung Trita's hier ist eine späte, der ursprünglichen entgegengesetzte.

2, b.s. zu 112, 3, b. 3, a. Nicht sicher. Lies duādaçadhá. Ludwig: »an 12 Orten liegt, was Tṛita abgestreift hat, die Menschensünden«.


VI, 114.


Vgl. Kauc. S. 46. 60 und Ludwig RV. III, 443.

1. Statt dávāsas liest Zimmer devásas »wir Götter« d.h. Priester S. 205.

2, a.v. 1. in Taitt. Brh. 2, 4, 4, 9. Ludwig: »worin wir bestrebt zwar doch[66] dem Opfer des Opferdarbringers nicht gewachsen waren«. 3. Vgl. Taitt. S. 6, 3, 11, 5.


VI, 115.


Vgl. Ludwig RV. III, 443.

1, a. Metrum scheint zu verlangen: yád vidváṅsó 'vidváṅsó yád –.

3, a. Lies drupadád 'va. Vgl. Vāj. S. 20, 20. (ṚV. X, 85, 35. 17, 14).

3, b. çumbhantu betrachtet PW als missbräuchlich für çundhantu gesetzt; Paipp. hat muñcantu.


VI, 120.


Vgl. Ludwig RV. III, 442.

1, a. Ueberzählige Silbe im 2. pāda.

1, b. sukṛitásya lokám eigentl. Welt der Tugend, der Frömmigkeit, Bezeichnung des Orts der Seligen.

2, a. Lies mātá áditir. Statt bhrātá ist mit Paipp. zu lesen trātá.

2, b. Lies má áva. »vom Himmel« genau: von der Welt der Väter her. »bleiben« sc. in der Welt der Seligen.

3. Vgl. Roth in Merx, Hiob p. XI. 3, a. = III, 28, 5, a.


VI, 130.


Vgl. Weber, Ind. Stud. 5, 244f. Ludwig RV. III, 515.

1, a. Metrum?! Etwa: rathajítām apsarásām rāthaji teyī'nām smaráh. rathajít scheint vom PW mit Recht in der gegebenen Weise gefasst zu sein. Weber: »auf Streitwagen siegend«, unter Bezugnahme auf die Verbindung der Apsaras mit den mehrfach kriegerisch benannten Gandharvas, wie auch auf ähnliche Apsaras-Namen selbst (Ugrajit u.a.). Das Lied fehlt in Paipp.


VI, 131.


Fehlt gleichfalls in Paipp. Vgl. Weber, Ind. Stud, 5, 244f.

2, a, Anumati Göttin der Huld, Ākūti Personification des Triebs, Begehrens, Planens. Erster pāda ist zu lang; vielleicht idám zu streichen; ánumaté 'nu manyasva.

3. yójana ein Wegmass (3/4-1 Stunde). Vgl. Zimmer, altind. Leben S. 363f.


VI, 136.


Das Lied fehlt in Paipp.

1, a. Nitatnī = Wurzel schlagende (Pflanze).

2. Eine Silbe zu viel. Statt janáyájātān vielleicht janáyāján? Lies várṣyasas.

3, a. Statt vṛiçcáte vermuthet PW vṛiçcyáte (Vgl. VIII, 10, 18.).


VI, 137.


Vgl. Ludwig RV. III, 512. Zimmer a.a.O. S. 68.

1, b. Asita wie I, 14, 4. Name eines Fürsten des Dunkels und Zaubers.

2, a. »kam's« u.s.w. sc. das Haar. Lies anuméyās fünfsilbig. Zimmer: »Mit dem Finger« (abhī'çunā.) S. aber PW s.v., wornach diese in Naigh. angegebene Bedeutung auf Missverständniss beruht.

2, b. Statt asitás (schwarze Schlangen) liest PW ásitās. naḍá iva (wie auch v. 3) dreisilbig zu lesen.


VI, 140.


S. Zimmer, altind. Leben S. 321.

1, a. vyāghraú vgl. hiezu und zum Ganzen VI, 110, 3. 1, b. dántau die beiden (ersten) Zähne. Metrum von v. 1 stimmt nicht mit dem Folgenden; vielleicht liegt eine Verstümmelung vor.

2, b. dantau dreisilbig. Paipp.: sa vām bhago nihito ratnadheyam mā hiṅs.°[67]

3, a. Zu úpahūtau vgl. v. 2. Der Vers weicht in Paipp. stärker ab. sayújau und anyátra viersilbig, vām zweisilbig auszusprechen, dantau dreisilbig (mit »Bissigen« freier übersetzt).


VI, 142.


Vgl. Ludwig RV. III, 463. Zimmer, S. 237.

1, b. Statt mṛiṇīhi liest Ludwig pṛiṇīhi. 3, b. áxita hier = einer, dem's nicht ausgeht.


VII, 11.


Vgl. Ludwig RV. III, 463.


VII, 12.


Vgl. Ludwig RV. III, 253.

1. Paipp. wesentlich anders, aber verdorbener Text (Roth). Sabhā und Samiti sind Personificationen der Gesellschaft und Geselligkeit. (Ludwig bestimmt sabhá als die höhere Versammlung, samiti als die Versammlung der viças). Lies ca avatām und duhitraú, sowie pitraḥ. 1, b. Oder: »bei wem ich mich einfinde, der lade mich ein.« Ludwig: »soll mir hilfreich sein.«

2, a. Statt vidmá te lies mit Paipp. véda vaí te.

3, a. Lies eṣáhám. várco vigor animi.


VII, 13.


Vgl. Ludwig RV. III, 241.

2. a. Vgl. zu práti paç. IV, 20, 5. 2, b. súrya iva zu verschleifen. suptánām sc. der erwachenden Schläfen.


VII, 36.


Nach Kauç. S. 79, 1. Spruch des Brautpaars, wenn sie sich gegenseitig die Augen salben. Vgl. Weber, Ind, St. 5, 248.


VII, 37.


Vgl. Kauç. S. 79, 1. Weber, Ind. Stud. 5, 248. mánujāta vom Menschen oder von Manu (dem ersten Menschen) stammend. Vgl. A.V. XIV, 2, 41: devaír dattám mánunā sākám etád vádhūyam váso. Es ist deutlich eine euphemistische Bezeichnung des menschlichen Körpers.


VII, 38.


Vgl. Weber, Ind. St. 5, 249. Ludwig RV. III, 515.

1. pratinándanam Roth: »muss auch Causativ sein«; darnach ist übersetzt (PW: Begrüssung, Gruss).

3. Angeredet scheint die óṣadhi. Soma ist hier vielleicht der Mond. Im ersten pāda fehlt eine Silbe, oder ist saómam zu sprechen.

4. Vgl. das sapatnībādhana ṚV. X, 145.

5. Lies mit Paipp. iyám tvā máhyam óṣ. baddhvéva viersilbig zu sprechen.


VII, 45.


Vgl. Weber, Ind. St. 5, 250. Ludwig RV. III, 514.

1, a. Lies viçvajanī'naāt. sindhu wird als n. propr. zu fassen sein.

2, a. Zu príthak vgl. ṚV. X, 91, 7 und Grassmann s.v. 2, b. Metrum verlangt çāmaya. Lies efásya īrṣiām. Ludwig: »dieser Frau Eifersucht« (liest also 'etásyā).


VII, 50.


Vgl. Ludwig RV. III, 455. Zimmer, altind. Leben S. 285.

1, a. yáthā dreisilbig zu sprechen.

2, a. áturāṇām fünfsilbig, ávarjuṣīṇām sechssilbig.

5, a. sámlikhitam und samrúdham sind nicht sicher zu bestimmen. PW fasst[68] letztres als eine Art Einsatz. Ludwig: »das Zusammengekratzte« und »das Zusammengescharrte«.

Die Verse 3) = ṚV. V, 60, 1. 4) = ṚV. I, 102, 4. 6) und 7) = ṚV. X, 42, 9. 10 sind interpolirt. Die Einschaltung von v. 3 ist durch den Schluss der ersten Vershälfte (kṛitám naḥ), die von v. 4 durch den Anfang vayám jayema veranlasst. Beidemal hat Seitens des Interpolators Umdeutung des ursprünglichen Texts stattgefunden, wobei auch Varianten sich zeigen, v. 3 gehört zu einem, Lied an die Marut, v. 4 zu einem an Indra. v. 6. 7 sind ebenfalls einem Indralied entnommen und ganz mechanisch mit Rücksicht auf den im erstren Vers nur vergleichsweise auftretenden Spieler, sowie das den letztren schliessende jayema hereingezogen.


VII, 52.


Vgl. Ludwig RV. III, 428.

2, a. mánasā daívyena je viersilbig. Sachlich cf. III, 30, 4. Ludwig: »mit verhängnissvollem (von den Göttern verhängtem) Sinne«.


VII, 53.


1, a. Lies abhíçaster. Die imperfecta deuten auf etwas nicht Einmaliges hin; wahrscheinlich liegt der Mythus von Tag und Nacht zu Grund. Vgl. zu v. 1. Vāj. S. 27, 9.

3, a. távitām widerspricht dem Metrum; vielleicht aus távetām verdorben.

3, b. te Glosse zu atmáni (mit dem verdorbnen távitám entstanden?)

4, a. Diese Vershälfte ist im Text verstümmelt; Paipp. hat vollständig: mā tvā prāṇo hāsīd yas tve praviṣṭo.


VII, 56.


Vgl. Ludwig RV. III, 502.

2. Vgl. zum Gedanken ṚV. I, 191, 10. 13. 3, b. tṛipradaṅçíno Ludwig: »bitter [πικρός d.i. schmerzhaft] zahnig«.

4. Dieser Vers ist, wie das Metrum zeigt, ausserdem aus der Anrufung Brahmaṇaspati's hervorgeht, eingeschoben. Derselbe trennt aber offenbar nicht zwei Theile eines Ganzen, vielmehr ist v. 5-8 ein besondres Lied, das speciell auf den çarkóṭa geht.

5, a. Lies hí asya ádiṣi. çarkáṭa ist nach PW eine Schlangenart (cf. karkoṭaka). Die folgenden Verse lassen aber eher an ein Thier wie den Scorpion denken, (wobei die Formen karkaṭa, karkaṭaka-Krebs verglichen werden können). Der Scorpion (vṛíçcika) ist X, 4, 9, 15. VII, 1, 46 mit den Schlangen zusammengestellt.

7. bravātha viersilbig. Die Vorstellung scheint mythisch, cf. ṚV. I, 191, 14.

8. āsỳe viersilbig'! puchadhí wird, wie vāladhi, vāladhāna, Schwanz überhaupt bedeuten.


VII, 64.


Vgl. aus dem siebzigsten Atharvapariciṣṭa §. 3 (Weber, zwei vedische Texte über omina und portenta, in Abhandl. d.K. Ak. d. Wiss. zu Berlin 1858. p. 322f).

1, a. Im zweiten pāda ist eine Silbe zu viel; fraglich, was zu tilgen. Paipp. scheint zu haben: yad asmāt kṛiṣṇaçakuner niṣpatato na ānaçe« (Roth). Zu çákuni (ein schwarzer Aasvogel) vgl. Zimmer S. 88.

2, a. Paipp. liest: mukhena nirṛite tava. Es ist jedenfalls in die Zeile etwas eingefügt worden. Der ursprüngliche Wortlaut ist für jetzt nicht sicher genug zu errathen.


VII, 70.


Vgl. Ludwig RV. III. 374, 295.

1, b. Nirṛiti und Mṛityu die Göttin der Vernichtung und der Todesgott.

2, b. devá wohl zu tilgen, als Glosse zu índreṣitā. Zu math. vgl. VII, 50, 5.[69]

3, a. Nirṛiti und Mṛityu gemeint, ajiraadhirājaaú zu lesen? »verderbt« – im Text 3. pers.


VII, 115.


Vgl. Ludwig RV. III, 498f.

1, b. Lies ayasmáyena a kéna.

2, a. eigentl.: das geflügelte (Unglücks-) Zeichen. Ludwig: die zum Fall bringende Laxmī«. vándaneva = vándanas iva (nach Mittheilung Roths – entgegen PW s.v. 2 vándana).

3, b. çivá 'smábhyam zu lesen. Jātavedas der Gott des Feuers.

4, b. laxmī's = laxmỳas. Zu khilé vgl. Zimmer a.a.O. S. 236.


IX, 3.


Vgl. Ludwig RV. III, 464f. Zimmer, altind. Leben S. 150ff.

Die verschiedenen verbindenden, zusammenhaltenden Stücke des Hauses sind als eine Art lästiger Fesseln für dasselbe betrachtet, Angesichts deren die Göttin des Hauses begütigt werden muss. Ebenso finde ich das Lied auf das Beziehen eines fertigen Hauses bei Zimmer gedeutet, der das Lösen auf einen »fingirten Zauber« gehen lässt. Ludwig dagegen fasst das Lied als Segen beim Abbruch eines Hauses, wobei das wiederholte »Lösen«, »Befreien« buchstäblich verstanden wird. Man wird aber vergeblich, im Lied eine Hindeutung auf das suchen, was den Grund zum Abbruch eines Hauses zu bilden pflegt, während vielmehr eine Reihe von Versen unverkennbar diejenigen Gedanken ausspricht, die sich für die Einweihung einer Wohnung nahe legen, und auf Riten hinweist, die eben hier am Platz und im Brauch waren. Beachte, dass das Lösen der Fesseln durch's Wort geschieht (v. 2. 8.).

2, b. Lies bṛíhaspátir 'vāhám. Ludwig's Uebersetzung kann ich nicht billigen.

4. 5. Die einzelnen Bezeichnungen sind theilweis nicht sicher zu übersetzen, prāṇāhá ist auf den Bindebalken (Durchzug) gedeutet.

6, a. raṇỳa ἁ. λ. unsichrer Bedeutung. Die Uebersetzung geht von ráṇya aus. Ludwig: »dass die Theile in ihrer Lage verharrten« (ran, raṇ mit ram combinirt?). 6, b. scheint erweitert zu sein. úddhitā Ludwig: »wenn weiter befördert«.

7. Der Vers ist, nach Form und Inhalt zu schliessen, eingeschaltet. devi çāle ist als Glosse zu streichen und devánām viersilbig zu lesen. »Somabehälter« (havirdhánam): eigentl. ein Wagen, auf dem die zur Pressung bestimmten Somapflanzen zur Opferstätte geführt werden. »Feuerhütte« (agniçálam): ein Theil der Opferstätte (sonst die prācīnavançā çālā genannt). »Frauenstatt (pátnīnām sádanam): eine am Opferplatz für die Weiber und häusliche Verrichtungen hergestellte Hütte (patnīçātā). »Vordersitz« (sádas): ein östlich vom agniçālam errichteter Schuppen.

8. sahasrāxá offenbar: mit 1000 Maschen (»Augen«) versehen. Vgl. PW. V, Nachtr. s.v. áxa.

9, a. Lies tuā, tilge çāle. 9, b. mānasya viersilbig zu sprechen?

10, a. amútra Ludwig: in jener Welt (soll es ihm entgegenkommen). Zimmer: dort tretet an jenen heran (»etwa enām zu lesen?«).

12, b. púruṣāya collectiv? cf. v. 14. Ludwig denkt an den lar familiaris oder penates. 13, a. góbhyo abl.?

15, a. Lies te 'mám und pṛithvī'm. Der Vers stund wohl nicht ursprünglich in diesem Zusammenhang. 15, b. antárixa hier nicht die Luft, sondern der Raum, darin diese ist.

16. viçvānnám den alle Speise mit sich Führenden (sc. Agni)? S. auch Zimmer z. St.

17, a. Abweichendes Metrum, vásānā viersilbig. 17, b. Lies hastínī iva.[70] Den Vergleichungspunkt finde ich einfach in der sich in den Boden eindrückenden schweren Masse. cf. v. 24. Anders Roth: »Wie ein Elefant, der sonst wandelt, den man gleichsam in die Erde eingerammt hat«, was einen Vergleich im Vergleich fordert. Zimmer: »als ob du Hände und Füsse hättest« im Anschluss an's PW.

18, b. Varuṇa hier der nächtliche Himmel; Mitra der Gott der Morgensonne.

20, a. Lies kuláye ádhi. 21, a. Ludwig: »zweizimmrig, vierzimmrig u.s.w.

21, b. Der erste oder zweite Theil ist wahrscheinlich späterer Zusatz. mānasya viersilbig zu lesen?

22, a. pratī'cīm zugekehrt, gastlich geöffnet? Ludwig: »als von Westen kommend geh ich auf deine westliche Seite (?), o çālā, die du nichts Leides thust«. pratīcī'na heisst auch »zugewandt« (= pratīcīná) cf. ṚV. III, 55, 8. A.V. XI, 4, 8 (opp. parācī'na). 22, b. Lies duáḥ.

23, a. prábharāmi, Ludwig: »trage ich fort«. 23, b. Ludwig: »zu den Häusern begebe ich mich«.

24, b. Lies tuā. yatrakámam bharāmasi wir brauchen, stellen dich dahin, wohin es uns gelüstet, wo es uns wohl ist. Ludwig: »wir tragen dich wohin wir wollen«. Das Haus als Göttin zugleich gedacht.


XIX, 26.


1, b. Erste Hälfte hat eine Silbe zu viel; es ist yá enad oder sá íd zu verschleifen, wenn nicht arhat zu lesen. enam sc. maṇím?

2, a. Ende U – U – statt U – – (wie oft). 2, b.á yuṣmān viersilbig zu sprechen.


XIX, 38.


1. In welcher Beziehung steht die Arundhatī zum guggulú?

2, a. scheint vielmehr zu v. 1 zu gehören.

2, b. Fluss und Meer als Handelsstätte gemeint. Vgl. zu guggulú Bdellion PW. s.v. und Lassen, ind. Alterth. I, 290. (Harz der Amyris Agallochum). S. auch Zimmer a.a.O. S. 28. saindhavam viersilbig.


XIX, 53.


Vgl. Ludwig RV. III, 191.

1, a. saptáraçmi fasst PW im Sinn von siebenzüngig, wegen mehrfacher Zusammenstellung mit einem auf Kopf, Mund oder Auge bezüglichen Epitheton. 1, b. Der Schluss der ersten Hälfte hat U – U – statt U – –.

2, b. sá īyate zusammenzuziehen. Vgl. den siebenrädrigen Wagen, darauf Soma und Pūṣan die Götter führen. ṚV. II, 40, 3.

3, a. Lies ádhi, »an allen Orten ›oder‹ in allerlei Form vorhanden«. 3, b. Ludwig: »er (führt) hinweg alle diese Welten«. 4, a. bhúvanāni fünfsilbig? Ludwig: »er allein ist, und als solcher hat er die Welten gebracht, er allein ist, und als solcher kam er um alle Welten herum« (liest sá evá sán). 4, b. eṣām (oder putra) dreisilbig.

5, a. dívam ajanayat zu fünf Silben zusammenzuziehen, und pṛithvī's zu lesen. 5, b. ca iṣitám mit Hiatus. ví tiṣṭhate Ludwig: verbreitet sich.

7, b. kāléna ágatena sofern es eben durch die Zeit in's Dasein gerufen wird?

8-10. »Busskraft« (tápas) die hypostasirt gedachte Askese (im Sinn freiwilliger Selbstpeinigung mit dem positiven Zweck der Verinnerlichung des Subjects und der Erlangung überwältigender Geisteskraft); das »höchste Gut« (jyéṣṭham): eigtl. nur das Vorzüglichste, Oberste; das »Brahman« (nicht zu verwechseln mit dem masc. brahmán) »der höchste Gegenstand der Theosopbie, der unpersönlich gedachte Gott, das Absolutum«[71] (PW.) »des Schöpfers« (Prajápati) eigtl.: Herrn der Geschöpfe; – eines »obersten Gotts über den benannten Göttern der vedischen Periode. Während Prajāpati in diesem Sinn im ṚV. nur Einmal vorkommt (in einem Zusatevers), ist derselbe häufig erwähnt m den jüngern Liedern des Atharvaveda und der Vājas. S. und allgemein angenommen in den Brāhmaṇa«. In älterer Zeit (im ṚV.) ist es Name eines besondern, der Zeugung vorstehenden Genius. Vgl. PW s.v. – »Allerhöchsten« (parameṣṭhín) bez. des höchsten Gegenstands der theologischen Speculation, Nebenbezeichnung des Prajāpati. Vgl. PW s.v.

9, b. Lies bhūtuā.

10, b. Da Kaçyapa ein Wesen neben Prajāpati oder dieser selbst ist, könnte svayambhū (der durch sich selbst gewordne oder seiende) auch als adj. gefasst werden.

Quelle:
Hundert Lieder des Atharva-Veda. Tübingen 1879 [in: Schulschriften a. d. Kgr. Würtemberg. Nachtrag 1869–80], S. 47-72.
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