Was Natur in trüben Bächen
still durch alle Seelen gießt,
Dichtermund soll's heilig sprechen
daß es immer reiner fließt.
Aus der Enge in die Weite
drängt der Geist und lockt das Leben;
doch es kann sich erst erheben,
Wen ein groß Gefühl befreite.[51]
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1799 schreibt Novalis seinen Heinrich von Ofterdingen und schafft mit der blauen Blume, nach der der Jüngling sich sehnt, das Symbol einer der wirkungsmächtigsten Epochen unseres Kulturkreises. Ricarda Huch wird dazu viel später bemerken: »Die blaue Blume ist aber das, was jeder sucht, ohne es selbst zu wissen, nenne man es nun Gott, Ewigkeit oder Liebe.« Diese und fünf weitere große Erzählungen der Frühromantik hat Michael Holzinger für diese Leseausgabe ausgewählt.
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